Mir reichts! Hört das denn nie auf?


Ich mag nicht mehr. Immer kochen, backen… Immer wieder und jeden Tag aufs neue. Es hört nicht auf und will kein Ende nehmen. Aber wenn man Hunger hat und was zu essen braucht gehts ja nicht anders. Entweder ich mache Eis, backe Brot, Brötchen, Muffins oder Kuchen, Brotaufstrich oder mein Mittagessen für den nächsten Tag… Auch wenn ich vorkoche bleibt immer noch ein Rest über der erledigt werden muss. Aber finde mal noch was, das man essen kann, wenn eigentlich alles Probleme macht?

Es bleiben kaum noch Lebensmittel die ich essen kann. Das was bleibt, kann man zwar kombinieren, aber es hängt einem langsam aber sicher zum Hals raus… Alles macht Beschwerden, der Bauch bläht sich und schmerzt. Meine körperlichen und geistigen Kräfte verlassen mich langsam aber sicher. Alles wird zur Qual. Ich habe Hunger und vertrage es nicht, ich muss essen, aber habe Angst vor den Schmerzen. Ich muss micht zusammen reißen, damit ich Brot backe für die kommenden Tage, meine Muffins waren weg, also müssen die auch gemacht werden. Alles kostet mich unglaubliche Kraft, die ich kaum schaffe noch auf zu bringen. Das Brot backen hat mich so angestrengt, das mir das Muffin backen beinahe schiefgegangen wäre (ich hatte Kleister, nachdem zuviel Guarkernmehl drin gelandet ist 😦 ). Aber sie waren noch essbar…

Die Situation überfordert mich total. Ich schaffe kaum noch meinen Alltag. Für den Job bringe ich alle meine Kräfte noch irgendwie zusammen und bin nachmittags total ausgelaugt und brauche ne Stunde oder mehr um mich halbwegs wieder zu erholen. Mein Körper scheint die augenommene Nahrung nicht vollständig zu verwerten. Wie soll ich da noch durch den Tag kommen?

Vor den Intoleranzen und Darmproblemen war ich ein aktiver, fröhlicher Mensch. Habe gerne gelacht, viel Sport gemacht und konnte den ganzen Tag draußen sein. Mein Job viel mir leicht. Heute bin ich ein Schatten meiner selbst. Schaffe es kaum aus dem Bett, meinen Job bekomme ich noch mit ach und krach hin, und bin durch das konzentrierte Arbeiten total erschöpft. Meine Energiereserven kann ich nur schlecht wieder auffüllen, Sport laugt mich noch mehr aus, tut aber meinem Bauch gut. Nach kleinen körperlichen Anstrengungen, brauche ich was zu essen und dann kann ich nach einer halben Stunde weitermachen. Mein geliebtes Hobby Pferd schaffe ich nur, weil ich zur Zeit nur ein mal die Woche zu meinem Pflegepferd kann, sonst würde mich die Anstrengung aus der Welt hauen… Ich musste das letztemal ordentlich was essen um nach Hause zu kommen.

Ich warte sehnsüchtig auf die Ergebnisse der jüngsten Stuhlprobe und Blutuntersuchung. Vielleicht bringen die mich weiter. Ich hoffe immer mehr darauf (und es wird mich wieder schlimm aus der Bahn werfen, wenn nichts dabei raus kommt). Am Wochenende habe ich so wie immer gegessen und meine Bauchschmerzen waren noch schlimmer als in den ganzen letzten Tagen vorher. Die Luft verschwindet einfach nicht. Das Fahrrad fahren hat mir etwas geholfen, aber nach dem abendessen sah es noch schlimmer aus als nach den Muffins vom nachmittag… Ich weiß mir nicht mehr zu helfen… 😦

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Reisbrot/ Reisbrötchen


Zutaten:

  • 400 g Reismehl
  • 100 g Kartoffelmehl
  • 1 EL Johannesbrotkernmehl
  • 1 EL Guarkernmehl
  • 1 El Flohsamenschalen
  • 2 Pck. Hefe
  • ca. 450 ml warmes Wasser eventuell noch mal was dazugeben
  • Leinsamen/ Sonnenblumenkerne oder andere Kerne/ Nüsse nach belieben

IMG_1125Zubereitung:

  • Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und mit den Knethaken des Handrührgerätes zu einem glatten Teig verarbeiten.
  • Den Teig im Backofen bei eingeschaltetem Licht mind. 1 Stunde gehen lassen. In die Tür des Backofen einen Holzlöffel oder ein zusammen gefalteten Topflappen klemmen, damit es im Backofen nicht zu heiß wird und die Hefe nicht kaputt geht. Eine feuerfeste Schale/ Tasse mit Wasser im Backofen verhindert, dass das Brot austrocknet.
  • Den Teig in eine gefettete Form füllen und ein paar mal einschneiden und nochmal mind. eine Stunde gehen lassen.
  • Nach der Gehzeit das Brot 10 min bei 200° Grad backen, dann den Backofen auf 180° Grad runterstellen und noch weitere 45 min weiterbacken. Die Tasse mit Wasser kann im Backofen bleiben, damit das Brot nicht austrocknet.
  • Nachdem backen das Brot noch 5 min in der Form lassen und dann auf einem Gitterrost das Brot auskühlen lassen

Ich schneide das Brot immer nach dem Auskühlen, lege Backpapier zwischen die Scheiben, damit ich das Brot scheibenweise herausnehmen kann.

Man kann so ziemlich alles an Kernen und Nüssen in den Teig mischen, solange man es verträgt.

Die Flohsamen oder Flohsamenschalen dienen dazu, falls mal zuviel Wasser in den Teig gekommen ist, das Wasser aufzunehmen und dem Teig eine geschmeidige Konsitenz zu geben.

Das Kartoffelmehl gibt dem Brot nach dem backen eine lockere Konsistenz. Reines Reismehl lässt sich schlecht verbacken. Es wird schnell klitschig und matschig.

Aus dem Teig lassen sich auch wunderbar Brötchen machen. Mit angefeuchteten Händen etwa 12 Brötchen formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die geformten Brötchen etwa eine halbe Stunde gehen lassen und ca. bei 180° Grad ca. 25 – 30 min backen.

… und schon wieder gehts von vorne los …


Nach dem ich endlich mit der Fodmap-Diät einen kleinen Erfolg erzielt hatte und glaubte das ich wieder mal einen Schritt weiter bin, geht die Suche nach meinen Bauchproblemen wieder von vorne los. Es ist in den letzten drei Jahren der gefühlte tausendste Versuch einen Weg der Besserung zu finden. Erst stellte ich auf Sorbitfreie Kost um, dann alles auf Histaminarm, dann auf glutenfrei, dann alles auf Fodmaparm und fructosearm um und jetzt muss ich schon wieder ne ursache für meine Beschwerden finden.

Ich leide seit Monaten unter Erschöpfung und Müdigkeit. Ich futtere was das Zeug hält, aber ich nehme ab und weiß nicht wie ich langfristig Energie in meinen Körper bekommen soll. Mein Bauch bläht sich wie ein Luftballon und tut fast ständig weh. Es bessert sich nur wenig durch Sport und Bewegung. Schlimm wird das Völlegefühl, wenn ich Kartoffeln gegessen habe. Beim restlichen Essen, ist der Bauch nur voll Luft und schmerzt nicht so. Auch scheint mein Darm die Nahrung nicht vollständig zu verwerten, so das die meisten Bestandteile unverdaut im Dickdarm landen und lustig für Bauchweh und Luft sorgen.

Seit drei Jahren suche ich eine Ursache für meine Beschwerden und nie ist wirklich was gefunden worden. Meine Hausärztin setzte sich damals dafür ein das ich die Atemtests machte, nach dem sich eine Allergologin als nicht wirklich kompetent herausstellte und alles andere für nicht wichtig hielt, ausser ein Medikament gegen Heuschnupfen los zu werden. Meine Hausärtzin machte auch den Test mit Histamin für mich, nachdem eine Darmspiegelung ohne Befund war. Nach Histaminarmer Ernährung ging es mir auch schon erheblich besser, aber meine Beschwerden gingen immer nur für kurze Zeit zurück und auch ein Ernährungstagebuch brachte keine weiteren Erkenntnisse. Nach der Umstellung auf glutenfreie Kost, verbesserte sich die Situation noch mal erheblich und auch die Fructosearme Ernährung half für kurze Zeit. Aber wo soll das enden? Viel mehr essen kann ich nicht mehr reduzieren.

Ich habe gestern meine Ärztin aufgesucht und sie auf die wiederkehrenden Probleme angesprochen. Sie machte ein recht ratloses Gesicht und wußte im Moment und auf die Schnelle auch keine Lösung. Sie hörte sich alles in Ruhe an und sagte, sie möchte das ich mich mit dem Gastroenterologen in der Praxis unterhalte und ihm das ganze nochmal schildere. Also dem Gastro alles geschildert, die Untersuchungen, Ernährungsumstellungen, bisherige Medikationen usw. Jetzt werden die nächsten Untersuchungen gemacht und die Pankreaselastase im Stuhl gemessen und noch mal wird mit Blut abgenommen, um noch mal einige Werte zu nehmen, die noch nicht nachgeschaut wurden.

Ich bin gespannt, was bei diesen Untersuchungen rauskommt. Ich bin nur wenig optimistisch. Jedesmal wenn ich dachte, das ist es gewesen, musste ich nach ein paar Wochen wieder von vorne anfangen.

Mandel-Schoko-Creme


Zutaten:

  • 1 leicht gehäuften EL Backkakao
  • 100 ml neutrales ÖL (Sonnenblume, Raps oder Distel)
  • 200 g gemahlene Mandeln
  • Reisirup nach Geschmack
  • gemahlene Vanile
  • Wasser nach Bedarf

Zubereitung:

  • Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit den Knethaken der Rührmaschine verrühren.
  • Soviel Wasser zugeben, das die Masse schön cremig wird. Ohne Wasser würde die Creme eher Fensterkit gleichen! 🙂
  • Mit soviel Reissirup süßen wie es einem Angehm ist.

Im Kühlschrank hält es sich einige Tage, wenn man nicht alles auf einmal wegnascht… 🙂

Das Rezept ist fructosearm, aber leider nicht histaminarm.