Johannisbeerengelee fructosearm


Zubereitung:

  • ca. 600 g Johannisbeeren, von den Rispen getrennt
  • 200 ml Wasser
  • Reissiruppulver
  • Stevia (Steviolglucosid, zu 95 oder 98 % rein)
  • 1 schwach gehäufter TL Agar Agar

Zubereitung:

  • aus den Johannisbeeren einen Saft kochen, in ein Sieb schütten und die Flüssigkeit auffangen. Den Saft in einem Litermaß abmessen. Es sollte etwa 700 ml Saft sein, eventuell mit etwas Wasser auffüllen.
  • mit dem Reissirup und dem Stevia, so süßen das der Saft, wenn er warm ist etwas süßer ist als man mag. Nach dem abkühlen schmeckt es nicht mehr so stark süß.
  • von dem Saft etwa 6 – 7 EL abnehmen und mit dem Agar Agar vermischen.
  • den Saft wieder in einen Topf füllen, das Agar Agar zugeben, zum kochen bringen und ca. 2 min weiter kochen lassen.
  • Den Saft in saubere, heiß ausgespülte Gläser geben, die Deckel vor dem verschließen ebenfalls heiß auswaschen und aufschrauben. Die Gläser kurz auf die Deckelseite stellen, bis sich ein Vakum gebildet hat.
  • Die Masse wird erst nach dem vollständigen erkalten fest.

Vorsicht mit dem reinen Stevia!! Schmeckt der Saft stark nach Anis, wurde zuviel Stevia verwendet. Falls keine Johannisbeeren mehr da sind, aus denen noch eine Portion Saft gekocht werden kann, kann man auch andere Früchte zum „Verlängern“ des Gelees verwenden. Für die „Unverträglichen“ natürlich welche die fruktosearm sind. Ich habe das Stevia sehr vorsichtig verwendet und immer abwechseld mit dem Reissirup abgeschmeckt.

Verwendet man Zitronensäure, um zu verhindern das die Früchte braun werden, kann es passieren, das das Agar Agar nicht ganz fest wird. Schmeckt aber genau so gut!! Auch muss man das Agar Agar vorsichtig verwenden. Immer auf die Angaben auf der Packung achten. Mein Freund hat auch schon mal schnittfeste Marmelade gekocht!! 🙂

Glutenfreie Pfannkuchen


Zutaten:

  • 125 g Reismehl
  • 125 g Buchweizenmehl
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier
  • 500 ml Milch (oder Reismilch, Sojamilch, falls es laktosefrei sein soll

Zubereitung:

  • die Zutaten in einer Schüssel zu einem glatten Teig verrühren und anschließend fünf bis zehm Minuten quellen lassen.
  • Öl in einer Pfanne erhitzen und darin die Pfannkuchen goldbraun ausbacken.

Damit das Buchweizenmehl nicht so streng schmeckt, habe ich einen Teil gegen Reismehl ausgetauscht. Wer mag kann auch nur Buchweizenmehl verwenden. Dadurch das der Weizenkleber fehlt, brechen die Pfannkuchen leider schnell beim wenden.

Dazu schmeckt sehr gut selbstgemachte Marmelade oder Gelee. Bitte achtet dabei auf eure jeweiligen Intolleranzen und verwendet nur verträgliche Marmeladen und Gelees. Die die damit keine Schwierigkeiten haben können die Pfannkuchen auch mit Obst belegen oder auch Herzhaft mit Speck, Käse und Schinken füllen. Oder macht euch eine leckere Füllung und rollt die Pfannkuchen auf. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, nur der Verträglichkeit!! 😉

Guten Appettit!!

Wieder neue Erkenntnisse oder ich bin doch nich gaga…


Ich hatte gestern wieder mal einen Arzttermin. Diesmal ist mir dieser Arzt empfohlen worden von einer Bekannten, die auch mit diversen Unverträglichkeiten zu kämpfen hat, die durch eine Autoimmunkrankheit ausgelöst worden sind. Er war der einzige der, nach ihrem langen Leidensweg, der auch mal „nach links und rechts“ geschaut hat und ihr dadurch half.

Auf ihre Empfehlung hin, machte ich schon im Juni oder Juli den Termin. Eigentlich wollte ich gar nicht mehr dahin fahren, aber den Rat, ich sollte eine Therapie machen („Ist alles psychosomatisch!!“), ging mir ein wenig gegen den Strich. Ich war nie ein unausgeglichener Typ, durch meine Arbeit und den Sport, konnte ich meine Energie in die richtigen Bahnen lenken. Ich war nie launisch, zwar ein Wutheuler, aber sonst immer recht nüchtern. Das alles änderte sich vor ein paar Jahren und das machte mir große Angst.

Also fuhr ich gestern los und ging ganz unvereingenommen in dieses Gespräch. Es wurden mir viele Fragen gestellt, z. B. Stimmungsschwankungen, Gedächtnisprobleme, Schwierigkeiten gesagtes auf zu nehmen, Konzentrationsprobleme, Probleme mit Düften, Chemischengerüchen, Frieren, trockene Schleimhäute etc. Dazu kamen Fragen zu Nahrungsmitteln usw. Es waren soviele Fragen und Symtome, das ich sie alle gar nicht wiedergeben kann.

Es wurde ein Ultraschall meiner Schilddrüse gemacht (übrigens der erste Arzt, der das machte). Es wurde zwar nichts gravierendes festgestellt, außer das meine Schilddrüse etwas griesig ist, was ein Anzeichen für eine Autoimmunkrankheit sein kann. Das soll aber über eine Blutuntersuchung abgeklärt werden.

Nach dem mir der Doc ein riesen Loch in den Bauch gefragt hat, kamen zu den bereitsfestgestellten Diagnosen, neue dazu und auch noch einige Verdachtsdiagnosen, die erst durch weitere Tests bestätigt werden müssen:

  • Hämopyrrollaktamurie (HPU) bzw. Kryptopyrrolurie (KPU) (Stoffwechselerkrankung bei der u. a. die Leber betroffen ist)
  • Sicca Syndrom (trockene Schleimhäute)
  • Multiple Chemikalien Sensivität MCS/ Chronisches Erschöpfungs Syndrom CFS (tritt meistens zusammen auf)
  • verdacht auf Haschimoto-Thyreoiditis (Autoimmunkrankheit der Schilddrüse)
  • verdacht auf Schildrüsenunterfunktion
  • verdacht auf Progesteronmangel

Der Arzt schaute mich an und sagte, das viele meiner Symtome auf eine HPU/ KPU hinweisen würden, z. B. die Stimmungsschwankungen, die Unverträglichkeiten, der nicht erholsame Schlaf, fehlende Traumerinnerung, Konzentrationsstörungen, Gedächtinisprobleme und vieles mehr. Mit einem Urintest kann man die Werte bestimmen lassen.

Das Sicca Syndrom ist eine Schleimhaut-Trockenheit. Es ist eine Autoimmunerkrankung bei der die Immunzellen die Speichel- und Tränendrüsen angreifen. Ich schilderte ihm auf Nachfreage, das meine Nase, die Augen (Tropfen halfen nur kurzfristig) und auch der Mund, trotz viel trinken, eher trocken sind und ich im vergangen Jahr mehrere Nasennebenhöhlenentzündungen hatte.

Zudem stellte der Arzt auch Fragen, wie es mir ginge, wenn ich in eine Parfümerie ginge und ob ich Sachen so anziehen könnte, wenn sie gerade aus dem Laden kommen würden. Ich berichtete ihm, das ich den Geruch aus Einkaufstüten nicht haben könnte, wenn ich in eine Parfümerie ginge, würde ich nicht sofort umfallen, aber gut gehen würde es mir auch nicht. In Bekleidungsgeschäften überfällt mich ein unwohlsein und ich wäre froh schnell wieder an die Luft zu kommen. Auch meine ständige Erschöpfung und Müdigkeit (CFS), konnte durch eine Multiple Chemikalien Sensivität ausgelöst sein.

Nach dem Ultraschall erklärte mir der Arzt, das meine Schilddrüse etwas griesig wäre. Das hätte nicht unbedingt etwas zu sagen, aber es könnte ein Hinweiß auf Hashimoto sein, eine Autoimmunkrankheit der Schilddrüse. Das Immunsystem greift die Zellen der Schilddrüse an und zerstört damit die Schilddrüse. Die Krankheit tritt in Schüben auf und zerstört sie auf Dauer.

Auch soll getestet werden, ob eine Schilddrüsenunterfunktion vorliegt. Mein TSH-Wert war eher grenzwertig hoch. Deshalb soll ein Test in diese Richtung stattfinden, um nichts zu übersehen.

Der Arzt war übrigens der einzige, der endlich mal meine Schilddrüse untersuchen will. Alle anderen befanden es nicht für nötig. Der Arzt war sehr gründlich und stellte sehr genaue und gezielte Fragen. Er machte einen sehr kompetenten Eindruck und man merkte ihm an, das er weiß wovon er spricht. Er fragte auch, wie oft man mich als psychosomatisch eingeordnet hätte. Ich antwortete ihm, das eine hand zum aufzählen nicht reichen würde. Er versicherte mir, das nichts psychosomatisch wäre und ich mir die Symtome auch nicht einbilden würde.

Auch riet er mir die Pille sofort abzusetzen. Die Pille würde im Körper Histamin freisetzen und zu noch mehr Problemen führen. Viele Ärzte wissen das nicht und raten daher zur weiternahme, so das es den Patientinnen immer schlechter geht und sie wissen gar nicht warum.

Ich bin sehr gespannt auf die Testergebnisse. Einige Tests kann ich erst in drei Wochen machen, vorallem die die ich selber bezahlen muss. So das ich erst im November zum besprechen gehen kann. Aber auf die vier wochen kommt es jetzt auch nicht mehr an. Leider über nimmt die Krankenkasse nicht alle Kosten, aber ich hoffe das die nicht so stark in die Höhe schießen. Ich hoffe, dass das Geld nicht umsonst aufgegeben wird.

Endlich Besserung in Sicht!! :-)


Seit Mitte August lasse ich alle Laktose bewusst weg. Ich schreibe extra bewusst, weil ich schon so einiges mal unbewusst Laktose erwischt habe (in Schwenkkartoffeln, in Butter erwärmtes etc. ).  Es dauerte sehr lange bis ich mich von dem Test erholt hatte. Aber dann konnte ich merken, wie es von Tag zu Tag besser wurde. Die Muskelschmerzen ließen nach, die bleierne Müdigkeit wurde zwar weniger und auch die Erschöpfung ist noch nicht weg. Es ist noch lange nicht alles so, wie es vor mehreren Jahren war, aber es ist schon kein Vergleich mehr, wie es vor ein paar Wochen und Monaten war.  Anfang August wollte ich mich in die Klinik Kloster Grafschaft einweisen lassen, weil ich nichts mehr ohne Bescherden essen konnte. Alles machte Bauchschmerzen, Krämpfe und blähte extrem stark. Zum Schluss wurde ich den Blähbauch nicht mehr los. Zudem kam immer der breiige Stuhl dazu und manchmal starke Durchfälle. Mein Körper konnte die Nährstoffe gar nicht so schnell aufnehmen, wie der Darm sie wieder losgeworden ist.

Ich fühle mich um einiges besser als vor ein paar Wochen und ich habe mich riesig gefreut, als ich ein paar Stücke Melone essen konnte und der Bauch nicht zu einem Ballon wurde. Ich wusste gar nicht, wie doll man sich freuen kann, wegen ein paar Stücken Melone. 🙂 Ich vertrage die Lebensmittel um einiges besser. Ich muss manchmal meinen Bauch mit Medikamenten zum entschäumen (nimmt die Luft aus dem Darm) unterstützen. In schlimmen Fällen nehme ich drei Mal am Tag die Kapseln. Meistens aber nur ein oder zwei Mal. Was mir auch extrem gut hilft ist Bewegung. Ich versuche dreimal die Woche Walken zu gehen, d. h. wenn das Wetter mitspielt. Leider ist es seit Tagen nicht so dolle und das laufen fehlt mir als Ventil um Frust und Anspannung los zu lassen.

Ich versuche mich auch bewußt zu entspannen. Situationen gelassener aufzunehmen. Was mir nicht immer leicht fällt. Meine Stimmungsschwankungen sind enorm und ich kann mich manchmal selber nicht leiden. Seit einer Woche plagen mich Kopfschmerzen. Ich weiß nicht ob ich mich erkältet habe, nach dem wir bei recht kühlen Temperaturen bei einer Garten Comedy waren. Meine Ärztin sagte mir, ich sollte mir Therapeutische Hilfe suchen, damit ich wieder ruhiger und entspannter mit der Situation umgehen kann. Es ist aber gar nicht so einfach an Termine zu kommen. Noch schwieriger ist es an eine Kur zu kommen. Wie gerne würde ich mal wieder zu mir selber finden und alles andere ausblenden.

Hallo Vanilleeis!! Leider darf ich dich nicht kaufen…


In den letzten Tagen ist es herrlich gewesen! Die Sonne schien vom strahlend blauen Himmel, es waren 32 Grad im Schatten und ich ging meinem Hobby nach und schaute mir die Bundeschampionate an und sehnte mich nach einer Erfrischung und ich stand vor dem Stand mit dem Eis und dem Eiskaffee.

Sehnsüchtig schaute ich auf die angebotenen Leckereien und drehte mich traurig in die Richtung des Getränkewagens um und bestellte ein Wasser. Der Kaffee alleine wäre ja noch OK gewesen, aber leider gab es den gekühlten Kaffee nur mit Eis und ner riesen Portion Sahne drauf.

Ich hätte so gerne eine Abkühlung gehabt, aber leider war da nichts zu machen. Außer Wasser und meinem mitgebrachtem Tee gab es für mich keine Möglichkeit für eine Erfrischung!

Good Bye Eiscreme, hallo Wasser!!

P.S.: Weil ich wieder mal vergessen habe zu fragen, habe ich wohl schon wieder Laktose erwischt. In meiner Pause als Helfer hatte ich die Wahl zwischen Backschinken mit Kartoffelpüree oder angeschwenkten Kartoffeln. Ich nahm die Kartoffeln und sie waren wohl in Butter geschwenkt. Jetzt ist mir schlecht und ich habe super viel Luft im Bauch, die sich auch mal alleine den Weg nach draußen bahnt. Leider grenzt die Geruchsbelästigung an Körperverletzung… 😉

Das bestätigt wieder mal meine Vermutungen, selbst kleine Mengen Laktose machen mir riesen Probleme und befordern mich ins abseits!!

Juhuuuu… 14 Tage Karenz geschafft!


War das eine anstrengende Zeit. Ich habe jetzt vierzehn Tage Laktose-Karenz hinter mir. Das Wochenende nach dem Test, war sehr heftig. Ich hatte am Samstag so einen strammen und dicken Blähbauch, das ich kaum noch wußte, wie ich mir helfen sollte. Nichts half, kein laufen, keine Medis, nichts…

Am Sonntagmorgen sah es dann besser aus, aber jede kleine „Sünde“ viel schwer ins Gewicht, der Bauch blähte sich stark und machte heftige Bauchweh. Das dauerte dann noch die ganze Woche bis alles Nachwirkungen verschwunden waren. Für mich ist klar, das es an der Laktose gelegen haben muss. Seitdem ich sie konsequent gemieden habe, geht es mir von Tag zu Tag besser.

Das einzige was nicht verschwindet ist, der aufgetriebene Bauch, der direkt nach dem Essen kommt und die bleiernde Müdigkeit. Dabei hat sich meine Vermutung bestätigt. Spätes Essen verschlimmert den Blähbauch, vorallem eine Mischkost mit viel Eiweiß und Kohlehydraten, beschert mir einen Abend mit Heizkissen und Anti-Bauchweh-Tropfen. Auch wenn ich die Protionen übertreibe und sie zu groß sind, gibt es wieder mal einen netten Kuschelabend mit meinem Heizkissen.

Aber ich merke auch, das jede Art von Streß ein Problem für mich ist. Die Histaminintolleranz, schlägt mir da ganz schöne Schnippchen. Bei mir ist Schlafmangel ein großer Streßfaktor und mein Kopf läuft im Moment auf Volldampf (mein Chef hat mir den Urlaub mit einer Kündigung vermießt, ich schäume vor Wut; jetzt habe ich wieder etwas mehr Kraft um auch wütend zu sein).  All das lässt den Histaminspiegel steigen, aber ich möchte auch nicht alles in mich reinfressen, denn das macht die Situation noch schlimmer. Im laufe des Tages habe ich mich schon etwas abgeregt, aber es schwelt noch immer unter der Oberfläche und braucht nur einen kleinen Schubs und schon ist die Wut wieder da und schwub auch die Symtome…

Ich werde mich in den nächsten Tagen wieder zum Arzt begeben und mir ihm reden, wie wir den Test auf die Fehlbesiedlung machen können. Ich bin gespannt was er für Ideen hat.