Schlachtplan: Rotationsdiät


Lange habe ich überlegt, wie ich meinem Bauch helfen kann, mit meiner Nahrung wieder zurecht zu kommen. Ich habe viel gelesen und gesurft, das Internet rauf und runter abgesucht und bin auf zwei Ernährungsweisen hängen geblieben. Zum einen die Paleo-Diät und zum anderen die Rotationsdiät. Ich habe mich für die Rotationsdiät entschieden.

Na ja, Diäten im richtigen Sinn sind es ja eigentlich nicht! Denn auf irgendwas verzichten muss ich ja nicht, nur auf das was mir nicht bekommt und um rauszufinden, welche Nahrungsmittel noch Probleme bereiten, ist die Rotationsdiät optimal.

Grundsätzlich gilt:

  • die Nahrungsmittel werden in vier Familien aufgeteilt, so das man pro Tag nur Nahrungsmittel einer Familie zu sich nimmt.
  • die Nahrungsmittel einer Familie dürfen nur alle vier Tage gegessen werden, d. h. heute (Montag) esse ich Brokkoli und Süßkartoffeln (sie gehören zu einer Familie), dann darf ich sie erst wieder am Freitag essen.
  • je weniger verschiedene Nahrungsmittel man am Tag ist, desto besser kann man rausfinden, was einem nicht bekommen ist und es in vier Tagen noch mal testen, bevor man es aus der Liste streicht.
  • Wichtig: ein Ernährungstagebuch kann Zusammenhänge schnell klären. Daher genau aufschreiben, um Bösewichte zu entlarven.

Eine tolle Auflistung der Familien kann man auf  kochen-ohne.de finden. Ich empfehle auch die Erläuterungen zu der 4-Tage und 7-Tage Rotationsdiät zu lesen. Sie sind sehr wichtig, für die Umsetzung.

Letzte Woche habe ich angefangen mit der Umstellung und am Anfang hatte ich leichte Kopfweh. Das scheint wohl normal zu sein und langsam merke ich auch wie sie verschwinden. Einige neue Erkenntnisse habe ich auch schon gewonnen. Hülsenfrüchte und ich sind auch keine besten Freunde. Habe gestern welche gegessen und sie machen heute noch Bauchschmerzen und Völlegefühl. Auch bin ich mir noch nicht so sicher ob Hirse verträglich ist. Gestern morgen wurde ich auf einmal sehr müde. Das werde ich dann das nächste Mal ausprobieren.

Heute ist schon der zweite Rotationszyklus angefangen und ich gespannt was sich da noch tut und ergibt.

Allergien mit Spätreaktionen machen mir Probleme


stockvault-straws126743Einige meiner Befürchtungen sind bestätigt worden. Ich habe hochgradiger Nahrungsmittelallergien. Das kam jetzt bei dem IGG-4 Test raus. IGG-4 Tests werden immer wieder in Frage gestellt. Oft kommt es vor das sie falsch positiv oder auch mal falsch Negativ sein können. Doch in meinem Fall hat der Test meinen Verdacht bestätigt.

Es gibt IG3 vermittelte Allergien, wie Heuschnupfen oder auch Erdnussallergien, die Lebensgefährlich sein können. Doch ich scheine Unverträglichkeiten ausgebildet zu haben, die eine Spätreaktion hervorrufen. Vor einigen Jahren habe ich Paprika und Tomate testen lassen und bei einem IG3 Test kam nichts dabei raus, aber jetzt waren beide positiv.

Ich habe 88 Nahrungsmittel testen lassen und es kam folgendes heraus:

  • Getreide
  • Reis
  • Vollei
  • Milcheiweiß
  • Geflügelfleisch
  • Kiwi
  • Senf
  • Dill
  • Mandeln
  • Cashewkerne
  • Haselnüsse
  • Paprika
  • Tomaten
  • Poree
  • Zucchini
  • Kopfsalat

Der Schock war groß, aber die Erleichterung noch größer. Ein paar Tage nachdem ich das Ergebnis bekommen hatte, waren wir bei den Schwiedereltern. Meine Schwiegermutter sagte, ich sähe entspannter aus und ich erwiderte das könne gut sein, endlich habe ich ne Erklärung für die Bauchschmerzen und alles.

Einen Verdacht hatte ich schon, das ich Milcheiweiß und Getreide nicht vertrage, doch es fehlte mir die eindeutige Bestätigung. Jetzt habe ich es schwarz auf weiß. Auch ist es schwierig, auf Ei zu verzichten bzw. drauf zu achten das nirgendwo was enthalten ist. Aber das wird das kleine übel sein.

Schlimmer ist die Getreidegeschichte. Ich glaube das ich keinen Reis mehr vertrage, daran bin ich selber schuld. In den letzen Wochen habe ich fast nur Reis gegessen, in jeder Art und Weise und jetzt habe ich die Retourkutsche dafür bekommen. Ich hoffe das ich es wieder ins Lot bringe, aber es wird lange dauern.

Also, ran an die Arbeit und einen neuen Schlachtplan entwerfen!

Quelle Foto: freepik.com

Speicheltest in Ordnung, aber Gluten absolut unverträglich…


Letzte Woche bekam ich die Bestätigung das meine Nebennieren zwar arbeiten und auch morgens noch genug Cortisol produzieren, aber die Kurve fällt sehr schnell ab. Die Werte sind grenzwertig in Ordnung.

Als ich mit meinem Arzt sprach, kamen wir auch noch mal auf das Thema Gluten zu sprechen. Ich hatte schon mal eineUrlaub Emden 2013 140 zeitlang glutenfrei gelebt und habe dann mal den Versuch gewagt, langsam wieder gluten dazu zunehmen. Anscheinend habe ich es am Anfang noch sehr gut vertragen, doch dann ging es mir schleichend immer schlechter. Wir schauten uns noch mal den Gluten-Bluttest an, der damals gemacht wurde. Seine Meinung war, wenn in dem Test Werte gemessen wurden (auch wenn sie in der Norm liegen), dann kann es durchaus sein, das empfindliche Menschen trotzdem reagieren können. Das scheint bei mir der Fall zu sein. Seit letzten Mittwoch esse ich wieder glutenfrei und es geht mir, was die Erschöpfung angeht, schon wieder besser. Doch so dolle ist es immer noch nicht. Mein Bauch bläht sich immer noch massiv und schmerzt manchmal sehr schlimm.

Damit es nicht so langweilig wird, haben wir mal wieder Blut abgenommen. Es soll ein IGG4-Test auf Lebensmitteln gemacht werden, um Unverträgliches mit Spätreaktionen festzustellen. Und wieder mal muss ich Geduld haben und warten. Ich hoffe, das die Ergebnisse direkt an meine Adresse geschickt werden. Wir hatten das auf dem Formular vermerkt, da mein Arzt jetzt die nächsten zwei einhalb Wochen nicht da ist. Es ist auch ein Kochbuch dabei, falls ich auf irgendwas reagieren sollte.

Bin also mal wieder neugierig und gespannt, was sich wieder mal tut!