Ich will doch nur eine REHA…


Ich will doch einfach nur zu einer Reha-Maßnahme. Aber das ist gar nicht so einfach… Warum zieren die sich bei mir so und andere bekommen es hinterher geworfen?! Ob sie dann sinnvoll ist oder nicht, interessiert da keinen.

Im Februar habe ich eine Reha-Maßnahme beantragt. Da ich das zwar auf Anraten meines Orthopäden gemacht habe, aber den Antrag nicht über den Arzt versendet habe, musste ich u. a. zu einem unabhängigen Arzt der mich dann noch zusätzlich untersucht hat. Da war dann der Befundbericht des Orthopäden auch schon unterweges.

Und natürlich gab es auch prompt eine Absage. Durch einen dummen Zufall, hatte ich ein paar Tage später einen Termin bei meinem Orthopäden und wir besprachen auch gleich den Widerspruch für den Rententräger. Diese forderten auch gleich den nächsten Befundbericht mienes Rheumatologen an. Seit dem warte ich auf eine Reaktion des Rententrägers.

Bei dem Gespräch mit dem Orthopäden, kam dann raus. Das es sehr schwierig sein würde den Antrag durch zu bekommen. Ich habe einfach nicht genug Maßnahmen, wie Reha-Sport oder Krankengymnastik,  in Anspruch genommen. Dabei habe ich bis Mitte des letzten Jahres den Reha-Sport durchgezogen, was mir aber nicht sehr gut geholfen hat. Krankengymnastik bekam ich nur wegen den Problemen mit meiner Schulter. Das haben wir schnell auch noch mal für den Rücken nachgeholt. Aber der Erfolg war auch eher mäßig. Gestern abend war die Muskulatur im Rücken sehr entspannt und locker. Heute morgen ist dieser Effekt leider wieder weg. 😦

Auch war ich nicht genug krank geschrieben. Bis jetzt hat auch noch nie einer Anstalten gemacht mich überhaupt mal wegen irgendetwas krank zu schreiben. Das letzte Mal war es wegen einer Magenspiegelung, weil ich an dem Tag nicht arbeiten konnte. Sonst hieß es immer: „Gehen Sie ruhig arbeiten, bewegen Sie sich viel, machen Sie täglich ein paar Übungen für den Rücken.“

Ja mal ehrlich, wie soll ich dann einen Reha-Antrag durch bekommen? In meinem nahen Umkreis, bekam jemand einen Reha, weil sie ja sooo an den Nachwirkungen einer total unnützen OP litt, die sie auch noch unbedingt wollte. Noch in der Reha musste sie wieder operiert werden und dann die Maßnahme abbrechen. Sie bekam die Reha ohne großes Theater. Ich kämpfe schon seit Monaten darum. Irgendwie eine ungerechte Welt…

Ein Lichtblick war der unabhängige Arzt der mich untersuchte. Als ich meinen Ordner auf den Tisch legte, einer riesen Liste an Diagnosen und erzählte was so alles schief läuft meinte er, alleine die Stoffwechselstörung mit der Erschöpfung, wäre schon ein Grund mich auf eine Reha zu schicken, der Rest mit den Intoleranzen/ Unverträglichkeiten, der Rückenbeschwerden und der leichten Depression wäre da noch das Tüpfelchen auf dem i.

Ich bin gespannt und warte, mehr oder weniger geduldig.

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Bin ich doch eine typische HPUlerin?


Seit einigen Jahren weiß ich von der HPU und ich war davon überzeugt, das ich ja nicht so schlimm dran bin. Zumindest dachte ich das am Anfang…. Doch je mehr mein Körper gesund wird und alles immer besser abheilt, kommen die Wehwehchen raus.

Um Herr über meine HPU zu werden, nehme ich schon seit langem p5p (aktives B6), einen B-Komplex, Zink und auch Mangan und noch einige andere Vitalstoffe. Einige Zeit habe ich Depyrrol ausprobiert, bis ich davon Kopfweh bekommen habe und es absetzen musste. Seit dem bin ich wieder auf die Einzelkomponenten umgestiegen.

Als ich nach der Diagnose anfing, die Nahrungsergänzungsmittel einzuschleichen, stellte sich schnell eine Besserung ein. Ich war so glücklich, das ich wieder mehr konnte. Aber wie ihr ja immer wieder lesen konntet, gab es auch viele Rückschläge. Oft ist die HPU vererbbar und sie scheint bei uns in der Familie zu liegen. Meine Tante und auch meine Oma hatten so einige Probleme mit Lebensmitteln und auch Medikamentenunverträglichkeiten. Nur wusste zu dem Zeitpunkt das keiner. Je länger meine Mutter und ich darüber nachdenken, desto klarer werden die Erinnerungen, welche Probleme auftraten. Auch bei mir wird es immer eindeutiger, das die HPU schon lange bei mir „gewütet“ hat. Meine Sehnen und Gelenke sind teilweise betroffen und ich leide, gerade im Rücken, unter einer starken Steifigkeit. Bei Medikamenten brauche ich nur einen Bruchteil von dem, was andere Einnehmen. Meine Muskeln tun mir weh und verkrampfen sich ständig und hartnäckig. Aber das schlimmste ist das frieren, die Erschöpfung, die Luft im Bauch, die Muskelschwäche und die Allergien.

Jetzt habe ich noch mal viel gelesen und recherchiert. Oft haben HPUler eine verdeckte Schildrüsenunterfunktion. Das heißt, die Werte sind normal (TSH, fT4 und fT3), aber die Sympthome der Unterfunktion sind eindeutig. Der Arzt erkennt diese aber nicht, da er die Werte für gut befindet und die Emfindungen des Patienten abtut. Auf der Internetseite des holländischen Institues Keac fand ich den entscheidenden Hinweis darauf.  Ich hatte zwar das Buch von denen gelesen, aber alle Einzelheiten merkt man sich ja doch nicht. Vor allem da ich nie Probleme mit der Schilddrüse habe oder hatte.

Daher habe ich beschlossen meinen Arzt aufzusuchen, ihm das Buch auf den Tisch zu legen, natürlich an der richtig aufgeschlagenen Stelle und ihm so den Wink mit dem Zaunpfahl zu geben. Mal schauen was er sagt und was wir da machen können.

„Sie sind wieder gesund“, warum fühl ich mich nicht so? :-/


„Sie sind gesund. Alle Vitamine, Vitalstoffe sind wieder aufgefüllt. Sie brauchen Sie erst mal nicht mehr nehmen.“ So wurde ich mit einem Einnahmeplan entlassen und sollte mich gesund fühlen. Aber irgendwie habe ich mich voll angestrengt, doch es will sich so gar nicht einstellen, das „gesund fühlen“.  Sie sagte: “ Sie können wieder alles machen und essen. Nur meiden Sie bitte weiterhin Gluten. Sie reagieren darauf sehr empfindlich.“ Ich brachte an, das ich mich immer noch sehr kraftlos und schlapp fühle. Jede Anstrengung mich erschöpft, auch vertrage ich sovieles nicht. Sie meinte, alle wäre wieder gut. Ich könnte wieder loslegen.

Das war kurz vor Ostern. Also habe ich das Wochenende genutzt und probiert, was geht und was nicht. Ich glaube ich muss es nicht sagen, oder? Es ging in die Hose… 😉 Zum Glück habe ich meine Nahrungsergänzungsmittel nicht komplett abgesetzt. Sonst wäre es bestimmt noch schlimmer gekommen.

Ich hatte am Karfreitag glutenfreien Stuwwen gebacken. Ein westfälisches Fastenessen, das traditionell am Aschermittwoch und Karfreitag gegessen wird. Es besteht aus Hefeteig mit Rosinen und wird mit Zucker-Zimt bestreut. An dem Tag hatte ich zwar Luft im Bauch, jedoch am nächsten Tag musste ich schnell das Klo aufsuchen. Am Samstag hatten wir einen herrlichen Tag in Enschede, mit bummeln, lecker essen und einen Cappuccino mit Haselnusskrokant und Nusssirup. Ne, was lecker!! An dem Tag war alles gut. Am Ostersonntag grillten wir alle gemeinsam. Mein Freund hatte sogar extra Rindersteak besorgt. Das Grillen bekam mir auch nicht sehr gut, ebenso wie die Eier vom Frühstück. So langsam machte sich der Zweifel immer breiter. Es sollte doch alles gut sein. Doch es schaukelte sich über die Feiertage so richtig hoch, so das ich mich während der kommenden Woche erst mal von der schlimmen Schlemmerei der Feiertage erholen musste.

Letzte Woche hatte ich Urlaub und habe die Zeit zum Testen genutzt. Es kam leider nicht nur schönes dabei raus. Gemüse vertrage ich nur in homöopathischen Dosen, ebenso wie Obst. Esse ich Fleisch, vertrage ich es den ersten Tag noch recht gut, kommen aber noch Wurstwaren dazu und noch mal eine Mahlzeit mit Fleisch, machte ich meiner schwangeren Schwägerin Konkurrenz. Die Luft sammelte sich im Unterbauch und schmerzte ganz fürchterlich. Ich merkte es gestern Abend beim Essen schon. Zum Glück waren heute morgen die Schmerzen im Bauch fast weg, aber die Luft wird mir wohl noch ein wenig bleiben.

Was noch fieser an der Sache ist, esse ich Fleisch, tun mir alle Muskeln und der Rücken weh. Das spricht dafür, das ich Fleisch so gut wie möglich von meinem Speiseplan streichen sollte. Das schlimme ist nur, ich esse es sehr gerne…

Wie soll ich mich gesund fühlen, wenn es immer wieder voll daneben geht? Mir ständig auch bei strikter Diät alles wehtut und meine Muskeln/ Gelenke/ Sehnen immer wieder streiken. Das bestätigt mir wieder mal, ich sollte lieber auf mich und meinen Bauch hören, dannn fahre ich eindeutig besser.