Wie kommt man an eine Hefepilzinfektion…?


500_F_85587854_E7r3JdJXHmEcaVksweLwkas0YI0NI8uMIch hatte jetzt ein paar Tage Zeit zum grübeln und ich mache mir darüber Gedanken, wie ich an diesen Pilz gekommen bin. Ich trinke keinen Alkohol, ich backe zwar Brot und Gebäck mit Hefe, aber beim backen wird die Hefe inaktiv. Das einzige was ich zu mir nehme ist das EM (Effektive Microorganismen). Damit die Milchsäurebakterien gut wachsen und gedeihen können, braucht es als Nährlösung die Hefe.

Der Saccharomyces cerevisiae (Hefepilz) wird in gängigen Präparaten wie Perenterol verwendet, um bei Durchfall zu helfen. Normalerweise tut er der Darmflora gut. Aber wie kann es so nach hinten los gehen?

Als ich letztes Jahr meinen Pilz auf eigene Faust beseitigt hatte, habe ich es gut hinbekommen. Kurz nach der Behandlung habe ich mit EM angefangen. Es sollte die paar Pilze, die vielleicht noch zuviel sind, abtöten und dann die guten neuen ansiedeln. Zur Unterstützung, damit auch ja die richtigen Bakterien im Bauch wachsen, habe ich noch extra Milchsäurebakterien genommen.

Mittlerweile habe ich den Verdacht, das vielleicht das EM daran „schuld“ sein könnte. Das mein Bauch einfach so kaputt war/ ist, das sich die richtigen Bakterien nicht ansiedeln und sich der Hefepilz munter ausbreiten konnte. Der Bauch blähte sich immer wieder so schlimm und ich bekam es so gar nicht in den Griff. Alles was ich machte, ging nach hinten los. Jetzt weiß ich, dass die Hefe nur ihre Arbeit gemacht hat. nämlich die Kohnlehydrate in Luft verwandeln. Und ich hätte mich auf den Kopf stellen können und es hätte nichts geholfen… 😦

Seit ca. 10 Tagen mache ich eine kohlenhydrat- und zuckerarme Diät. Es hilft nur sehr langsam und die Luft hält sich immer noch sehr hartnäckig im Bauch. Da ich mich vegan ernähre ist es sehr hart. Zur Zeit lebe ich nur von wenig Brot am morgen, Gemüse, Salat in jeder Form, Chiapudding und veganen selbst gemachten Joghurt, ab und an Nüsse und Kokoschips. Die Hauptsache ist, das der Bauch genug zu tun hat und man/ frau nicht in ein Hungerloch fällt. Hoffentlich muss ich kein Antimykotikum nehmen, denn dann muss ich die Diät weiterhin einhalten und dann noch mal für mindesten 3 Wochen.

Werbeanzeigen

Was für ein Pilz? Saccharomyces cerevisiae? Backhefe?


88c48506edWeil ich die starken Blähungen immer noch nicht im Griff habe, habe ich die Tür meines Gastro eingerannt. Ich habe ihm mein Problem geschildert und er ist mir helfend zur Seite getreten und hat mir drei Tüten für Stuhlproben in die Hand gedrückt. Mein Gastro ist ein toller Arzt. Er hört zu und man/ frau kann gut mit ihm reden. Bis jetzt hat er jedes meiner Probleme ernst genommen und immer ein offenes Ohr für meine Anliegen gefunden. Dieses Mal auch. Er machte die üblichen Tests und ließ auch die Bauchspeicheldrüsenwerte sowie auf Pilze testen. Zum ausprobieren, ob es mir hilft, hat er mir einmalig Kreon verschrieben. Er hat es nur als Ausnahme gemacht, da es sich um Enzyme handelt und nicht um einen „gefährlichen“ Wirkstoff. „Aber erst nach den Stuhlproben einnehmen!“ Aber klar doch.

Also habe ich wieder mal artig alle Röhrchen voll gemacht und zur Analyse weggeschickt. Endlich mal, wie es sich gehört, mit drei auf einander folgenden Proben. Nach den Proben habe ich das Kreon ausprobiert, aber einen durchschlagenden Erfolg gab es nicht. Also nahm ich die Kapseln zu Ende, denn ich habe sie ja aus eigener Tasche bezahlt und sie kosteten fast 30 €.

Ich fasste mich also wieder mal in Geduld und wartete auf den Tag mit dem Gastro-Termin. Die Ergebnisse der ersten beiden Proben waren negativ, aber die letzte Probe hatte stark erhöhte Werte des Pilzes Saccharomyces cerevisiae, ein Hefepilz. Die Werte waren um das 10-fache erhöht. Der normale Wert sollte so um die 50.000 KBE/ g Stuhl liegen, meine lagen bei 500.000 KBE/ g. Dieser Pilz wird als Back- und Brauhefe verwendet. Beim Backen wird die Hefe durch die Hitze abgetötet.

Als Therapie haben wir erst mal eine kohlehydrat- und zuckerarme Diät in Angriff genommen. Bei älteren Menschen, die Probleme mit der Ernährungsumstellung haben, empfiehlt er ein Antimykotikum. Da er aber meine Geschichte kennt und er weiß, das ich das kann und auch weiß, wie ich es umsetzen muss, versuchen wir es so. In drei Wochen sollte es mir merklich besser gehen, ansonsten bekomme ich doch ein Medikament. Das Problem ist nur, außer Gemüse und Kohlehydrate habe ich nichts anderes mehr, was ich noch essen kann. Der Gastro meinte, ich sollte mich nicht selbst kasteien und die Kohlehydrate um zwei Drittel zu reduzieren. Keinen Zucker, wenig Brot, Kartoffeln und Reis.

Also kämpfe ich mich duch Kohlehydratarme Kost, viel Salat, Gemüse, veganen Joghurt, Chia-Pudding, morgens ein wenig Brot, mittags Mal zwei Löffel Reis oder ein paar Kartoffeln. Ständig bin ich am kauen, weil ich immer Hunger habe. Gemüse und Salat halten leider nicht lange vor… 😦 Aber bis jetzt klappt es sehr gut. Damit ich satt werde, habe ich mir so einiges einfallen lassen. Morgen gibt es eine Gemüsesuppe. Wenn es weiterhin so gut klappt, dann halte ich die drei Wochen spielend durch.

Wieder ein Schrittchen weiter! :-)


Nach dem es mir in den letzten Wochen körperlich so schlecht ging. Bin ich vor ca. zwei Wochen spontan zu meinem Arzt nach Osnabrück gefahren. Dort wurde mir wieder mal eine riesige Menge Blut abgenommen worden (bin jedes Mal fasziniert, was alles so in einen Arm passt) und ich bekam noch einen Test für eine Urinprobe mit, um Jodmangel auszuschließen.

Also musste ich mich wieder mal in Geduld fassen und zum Glück ging die Zeit diesmal sehr schnell um und gestern war ich also wieder in Osnabrück und besprach mit dem Arzt die Ergebnisse. Es stellte sich ein leichter Jodmangel raus, eine leichte latene Schilddrüsenunterfunktion und eine leichte latente Perniciosa (B12-Aufnahme Störung).

Der Jodmangel kann recht leicht behoben werden und ich bekomme eine 0,1% Lösung, die ich langsam einschleichen muss. Es dauert etwas bis das Medikament da ist, aber dann kann es los gehen.

In der Hoffnung, das wenn der Jodmangel beseitigt ist auch die Schilddrüse wieder mitspielt, habe ich noch keine Ersatzhormone bekommen. Ich habe schon seit längerem den TSH-Wert beobachtet. Meine ft3 und ft4-Werte waren bis jetzt immer normal, daher hat kein Arzt sich darum gekümmert. Da ich aber eine HPU habe, kann eine Schilddrüsenunterfunktion verschleiert werden.  Im Buch des KEAC ist es ausführlich beschrieben. Für die ist dann der TSH-Wert ausschlaggebend. Meiner war bei 2,8. Bei gesunden, sollte er unter 2,0 liegen, alles was über 2,5 liegt gilt mittlerweile bei HPU-Patienten schon als leichte Unterfunktion. Zudem sollten dann die Sympthome nicht außer acht gelassen werden. Ich friere selbst bei 25° Grad im Sonnenschein noch und bin ständig müde und vieles mehr.

Die leichte Perniciosa habe ich schon lange. B12 wird gebraucht um Blut zu bilden. Bei einer ausgeprägten Perniciosa kann es zu einer schlimmen Anämie kommen, die sogar tödlich enden kann, wenn man sie nicht behandelt. Da ich ja eh schon einen B-Komplex nehme, bin ich da auf einem guten Weg.

Mal abwarten, ob mir das Jod hilft oder ob ich doch noch Hormone haben muss.