Was für ein Pilz? Saccharomyces cerevisiae? Backhefe?


88c48506edWeil ich die starken Blähungen immer noch nicht im Griff habe, habe ich die Tür meines Gastro eingerannt. Ich habe ihm mein Problem geschildert und er ist mir helfend zur Seite getreten und hat mir drei Tüten für Stuhlproben in die Hand gedrückt. Mein Gastro ist ein toller Arzt. Er hört zu und man/ frau kann gut mit ihm reden. Bis jetzt hat er jedes meiner Probleme ernst genommen und immer ein offenes Ohr für meine Anliegen gefunden. Dieses Mal auch. Er machte die üblichen Tests und ließ auch die Bauchspeicheldrüsenwerte sowie auf Pilze testen. Zum ausprobieren, ob es mir hilft, hat er mir einmalig Kreon verschrieben. Er hat es nur als Ausnahme gemacht, da es sich um Enzyme handelt und nicht um einen „gefährlichen“ Wirkstoff. „Aber erst nach den Stuhlproben einnehmen!“ Aber klar doch.

Also habe ich wieder mal artig alle Röhrchen voll gemacht und zur Analyse weggeschickt. Endlich mal, wie es sich gehört, mit drei auf einander folgenden Proben. Nach den Proben habe ich das Kreon ausprobiert, aber einen durchschlagenden Erfolg gab es nicht. Also nahm ich die Kapseln zu Ende, denn ich habe sie ja aus eigener Tasche bezahlt und sie kosteten fast 30 €.

Ich fasste mich also wieder mal in Geduld und wartete auf den Tag mit dem Gastro-Termin. Die Ergebnisse der ersten beiden Proben waren negativ, aber die letzte Probe hatte stark erhöhte Werte des Pilzes Saccharomyces cerevisiae, ein Hefepilz. Die Werte waren um das 10-fache erhöht. Der normale Wert sollte so um die 50.000 KBE/ g Stuhl liegen, meine lagen bei 500.000 KBE/ g. Dieser Pilz wird als Back- und Brauhefe verwendet. Beim Backen wird die Hefe durch die Hitze abgetötet.

Als Therapie haben wir erst mal eine kohlehydrat- und zuckerarme Diät in Angriff genommen. Bei älteren Menschen, die Probleme mit der Ernährungsumstellung haben, empfiehlt er ein Antimykotikum. Da er aber meine Geschichte kennt und er weiß, das ich das kann und auch weiß, wie ich es umsetzen muss, versuchen wir es so. In drei Wochen sollte es mir merklich besser gehen, ansonsten bekomme ich doch ein Medikament. Das Problem ist nur, außer Gemüse und Kohlehydrate habe ich nichts anderes mehr, was ich noch essen kann. Der Gastro meinte, ich sollte mich nicht selbst kasteien und die Kohlehydrate um zwei Drittel zu reduzieren. Keinen Zucker, wenig Brot, Kartoffeln und Reis.

Also kämpfe ich mich duch Kohlehydratarme Kost, viel Salat, Gemüse, veganen Joghurt, Chia-Pudding, morgens ein wenig Brot, mittags Mal zwei Löffel Reis oder ein paar Kartoffeln. Ständig bin ich am kauen, weil ich immer Hunger habe. Gemüse und Salat halten leider nicht lange vor… 😦 Aber bis jetzt klappt es sehr gut. Damit ich satt werde, habe ich mir so einiges einfallen lassen. Morgen gibt es eine Gemüsesuppe. Wenn es weiterhin so gut klappt, dann halte ich die drei Wochen spielend durch.

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