Die Reha wirft ihre Schatten vorraus


Die Vorbereitungen für die Reha sind im vollen Gange. Es wird eingekauft, gewaschen, eingepackt, ausgepackt und zusammen gesucht, was das Zeug hält. Der Klappkorb, mit den Sachen die nicht fehlen dürfen, wird immer voller. Aber fangen wir von vorne an.

Kurz nachdem die Einladung der Reha-Klinik bei mir eintraf, nahm ich Kontakt mit der Ernährungsberaterin auf. Ich bombardierte sie mit einem Haufen fragen, ich sagte ihr die grundlegenden Fakten und sie war sehr aufgeschlossen und interessiert. Am Ende des Gespräches kam raus, sie können mich mit Brot versorgen, ich darf einen Verteiler Kühlschrank mit nutzen, um ein paar Sachen unterzustellen und der Koch lässt mich ein paar Sachen im Tiefkühlhaus unterbringen, denn Kuchen (Muffins), Schokolade und alles Knabberzeug muss ich mir mitbringen. O-Ton der Beraterin, „Es gibt hier keine Möglichkeiten einzukaufen, vorallem nicht so was spezielles.“

In dem Telefonat, registrierte ich diese Aussage noch nicht sofort. Erst später dämmerte mir, was sie mir da offenbarte. Also nahm ich meinen Laptop und googelte nach Supermärkten, Discountern und Drogeriemärkten. Reformhäuser und Biomärkte ließ ich gleich aussen vor. Was soll ich sagen/ schreiben???? Es gibt in diesem Ort nur einen Metzger, einen Zeitschriftenhandel, Klamottenläden, Friseure, eine Menge Cafes/ Konditoreien, Restaurants und Kurkliniken…. Sonst nichts!!!!! Der nächste Supermarkt ist ca. 15 km entfernt. Die Kommentare der Familie waren, „Das ist ein Kurort und du sollst dich erholen und nicht einkaufen was das Zeug hält!“ und grinsten übers ganze Gesicht. Nä, was schäbig!!!

Also ran ans Backblech und die Muffinform und backen was das Zeug hält. Es gilt drei Wochen durchzuhalten. So entstanden in einem Backmarathon verschiedene Muffinvariationen und mein Brot fürs zu-Hause-Frühstück. Mein Freund, der reichlich probieren durfte, fragte irgendwann, „wann gibts denn Kuchen?“, zog enttäuscht nach dem, „Gar nicht, die sind für die Reha!“ wieder ab.

Nach Stunden langen rühren, Zutaten zusammen schmeißen und backen fiel ich um sechs Uhr abends müde aufs Sofa, fix und fertig, aber mit Muffins für ca. 2 Wochen versorgt und eingefroren. Aber ich bin noch nicht ganz fertig geworden, ich werde wohl noch einmal einen Backsonntag einlegen müssen. Es sollte doch soviel dabei raus kommen, das ich jeden Tag so 2 Stück Essen kann. Aber ich werde auch noch unser Reformhaus plündern und ein paar fertige Kekse einkaufen und Schokolade, denn bei der lohnt es sich kaum, die selber zu machen.

Irgendwie freue ich mich auf die Reha, aber es ist doch ne Menge Arbeit zu erledigen. Zu meinem Glück, muss ich fast die ganze Woche arbeiten und habe nur den Mittwoch Zeit um noch eine Menge zu erledigen. Ansonsten bleiben nur die knappen Zeitfenster  vor und nach der Arbeit und zwischen den Jobs. Das wird noch anstrengend, bis der erste Koffer in einigen Tagen abgeholt wird.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s