Der Bauchweh-Psycho-Zusammenbruch


Gestern war es soweit… Mir ging es so schlecht, das ich von der Arbeit nach Hause fahren musste und gleich zum Arzt gefahren bin. Ich hatte so schlimme Bauchschmerzen, soviel Luft im Bauch, dass ich nicht mehr sitzen oder mich auch nur aufrecht halten konnte.

Seit meiner Reha weiß ich, das Stress meinen Gesundheit stark beeinflußt. Da ist es egal, ob der Stress positiv oder negativ ist. Oft reichen kleine Stressoren aus, um mir Schmerzen in Beine, Rücken oder Bauch zu verursachen. Aber so schlimm wie gestern, war es noch nie.

Ich habe große Probleme an meinem Arbeitsplatz, ich warte seit langem auf ausstehenden Lohn, die Arbeitsatmosphäre verschlechtert sich von Woche und Woche, mein Chef hat haarsträubende Ansichten und Meinungen und verdreht sich die Welt, wie sie ihm gefällt. Seine Lebensgefährtin, die ab und an auch dort hilft, benimmt sich so asozial, das man daran zweifelen muss, ob ich mein Kind in die Obhut dieser Erzieherin geben wollen würde. Als ich vor einigen Jahren dort angefangen habe, hatte ich (aus meiner damaligen Sicht) den besten Arbeitsplatz der Welt. Heute überlege ich mir, was ich sagen möchte, damit nicht wieder wilde Schmipf-Tiraden über mich herein brechen und ich nicht weiß, was ich mal wieder falsch gemacht haben könnte.

Mein Bauch schaukelte sich im Laufe der letzten Wochen immer schlimmer auf. Die Luft sammelte sich immer mehr in meinem Darm. Hatte ich ein paar Tage frei, beruhigte es sich etwas, aber so bald der Arbeitsalltag wieder los ging, blähte es sich schnell wieder auf. Ich merke wie ich die Luft „anhielt“ und nicht mehr richtig durch atmen konnte. Alle Muskeln verkrampften sich in Minuten schnelle und alles dehnen und strecken half nichts.

Gestern hatte es seinen absoluten Höhepunkt. Seit dem Mittagessen ging es mir immer schlechter. Es half nichts, kein Tee, keine Tropfen, keine Entschäumer. Alles für die Katz… Irgendwie hielt ich es bis um fünf Uhr nachmittags aus und machte mich dann schnell auf den Weg nach Hause und direkt zum Arzt. Der erkannte die Situation recht schnell. Wir kontrollierten die Stuhlproben, die alle negativ waren, und hatten dann ein tolles Gespräch, über Jobs und Stress.

Mein Arzt entschied sich dazu, mich erstmal zwei Wochen aus dem Verkehr zu ziehen. Da er schnell merkte, das die Darmprobleme auf jeden Fall da sind, aber durch den Stress so stark beeinflußt werden, das sie nur zu lindern sind, wenn ich zur Ruhe komme. Ich schlucke erst mal über die Dauer, war aber auch erleichtert, das er es nicht auf die leichte Schulter nahm.

Seitdem geht es mir etwas besser. Der verkrampfte Nacken löst sich (hatte ich heute den ganzen Tag Kopfschmerzen). Die Luft geht manchmal etwas ab. Ich bin erleichtert, das ich mich nicht wilden Diskussionen stellen, sondern kann einfach das machen, was ich will.

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