Bullet Journal gegen Überforderung


Vor kurzem bin ich bei Pinterest auf das Thema Bullet Journal aufmerksam geworden. Am Anfang fragte ich mich, was ist das und wozu braucht man das? Mittlerweile bin ich davon begeistert.

Im Prinzip ist es ein fast „normaler“ Kalender. Es werden Jahres-, Monats- und Wochenübersichten geführt. In der Jahresübersicht werden nur grob die Termine eingetragen. In der Monatübersicht, wird das ganze schon genauer. Dort kann man auch schon Termine, erste Aufgaben, die man in dem Monat schaffen möchte, eintragen. In der Wocheneinteilung gehts, dann an die tägliche Planung. Von Wäsche waschen, Müll raus bringen, bis hin zu wichtigen Ideen und Terminen wird es unter die entsprechenden Tagen eingetragen. Es gibt noch soviele andere Möglichkeiten, die man dort als Liste oder Konzept eintragen kann. Der Fantasie, sind dort keine Grenzen gesetzt.

Aufgaben, Notizen, Ideen, Geburtstge etc., werden verschieden Symbolen und Farben zugeordnet, um sie besser von einander unterscheiden zu können. Auch hier kann man alles verwenden, was man möchte. Wichtig ist nur bei einem Sybol/ Farbe für eine bestimmte Aufgabe/ Termin etc. zu bleiben, sonst wird das ganze sehr schnell sehr unübersichtlich.

Auch der Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt. Ob bunt oder nicht, mit oder ohne Blumen, Ranken oder Lettering, alles ist möglich.

Für so ein Journal eignet sich jedes Heft, Ringbuch oder Notizbuch. Die Karierten Blätter sind gut oder auch die mit den feinen gepunkteten Linien. So kann man einfacher Linien ziehen. Für den Anfang reichen ein paar einfache Stifte in verschiedenen Farben (damit ihr wichtiges sofort erkennt).

Ich habe mich für ein Ringbuch entschieden. So kann ich Seiten rausnehmen, falls sie mir nicht gefallen oder ich eine andere Struktur doch besser finde. Da es mein erstes Bullet Journal ist, wird sich bestimmt im Laufe der nächsten Wochen noch einiges verändern.

Für mich hat sich diese Art, des Managements als Goldrichtig erwiesen. So kann ich meine Tage planen, stopfe nicht mehr alle Aufgaben und Termine auf meine freien Tage und bin nicht schon morgens, wegen Überforderung, aus der Bahn geworfen und gleich ans Sofa gefesselt. Ich habe es mir vorgenommen, nicht mehr als vier kleine oder zwei große Aufgaben, sowie Termine, auf einen Tag zu legen. Merke ich es wird mir zuviel, verschiebe ich es auf den nächsten Tag oder (falls nicht so wichtig) auf die nächste Woche.

Für mich war es so der einfachste Weg zu einem stressfreieren Alltag. Beim Kalenderschreiben kann ich abschalten und muss mich auf die Sache konzentrieren, um nicht immer wieder von vorne anfangen zu müssen. Vor allem beschäftige ich mich mit dem, was ich noch kann und hänge nicht mehr in der Spirale, was ich alles nicht mehr kann. Ich würde sagen ein positiver Nebeneffekt.

P.S.: Im Internet gibt es viele tolle Seiten für Bullet Journal Anfänger!! 🙂

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AIP for the next …. weeks


Seit Weihnachten habe ich es geschafft. Die offizielle Zeit des AIP ging erfolgreich zu Ende. Theoretisch!!!

Praktisch war da nichts zu machen. Mein Bauchgefühl sagte mir, das ich doch noch ein bischen durchhalten sollte. Ab der zehnten Woche merkte ich, wie ich immer genauer feststellte, ob und wie ich auf Lebensmittel reagierte. Mein Bauch blähte sich (immer noch) bei jeder Gelegenheit und ich konnte einfach nicht festmachen, was es war. War es das bischen Fruchtzucker aus den Beeren, Zwiebeln oder alles oder nur bestimmtes?

Seit ich mit dem AIP angefangen habe, habe ich auf jegliche Art von Süße verzichtet. Ab und an habe ich mal einen Kuchen mit Apfelmark als Ei-Ersatz gebacken, oder ein paar Beeren mit ins Porridge gerührt. Ich war hoch diszipliniert. Aber so richtig beruhigen wollte sich das alles nicht. Dann dämmerte mir was wegen FODMAPS und AIP. Die schlimmsten Bauchweh bekam ich nach Brokkoli, Blumenkohl, Zwiebeln und Co. Mittlerweile litt ich auch an Durchfall, was ich früher nie hatte. Also habe ich mal wieder die Fachliteratur gewälzt und die paar Lebensmittel die mir noch blieben, um die FODMAP-reichen gekürzt. Und siehe da, es dauerte ein paar Tage, aber die schlimmsten Blähungen waren verschunden.

Das macht natürlich den Alltag nicht einfacher. Es ist eine riesige Herausforderung geworden, etwas auf den Tisch zu bekommen. Ich habe sogar in Erwägung gezogen ein klein wenig Fisch dazu zunehmen, dabei wächst der in der Hölle, direkt neben Rosenkohl, Wirsing und Grünkohl. Auch das Frühstück gestaltet sich ungemein schwerer. Kokosflocken bekommen mir auch nicht sehr gut (durch den hohen Inulingehalt). Zur Zeit koche ich Mittags so große Partionen, dass sie auch noch bis zum nächsten Morgen reichen. Es lassen sogar das Völlegefühl und das Gefühl sich „Überfressen“ zu haben nach.

Ich hatte noch etwa vier Wochen AIP angehängt, bevor ich das erste Lebensmittel ausprobierte. Wagemutig traute ich mich an Eigelb. Topf auf den Herd, Eier gekocht, abkühlen lassen, Eiweiß meinem Freund untergeschoben und mein erstes halbes Eigelb gefuttert. Nach einer Viertelstunde ein ganzes. Dann habe ich zwei bis drei Stunden gewartet. Um mich abzulenken ging ich eine Runde spazieren. Leider brachte das nicht viel. Innerhalb einer halben Stunde plagten mich fürchterliche Kopfweh und langsam blähte sich der Bauch wieder und tat weh. Für mich stand fest, Eigelb und ich sind keine guten Freunde. Das dritte Mal habe ich es gar nicht mehr gegessen. Es war eindeutig. Im Laufe des nachmittags wurden die Kopfweh so schlimm, das ich nicht mehr aus den Augen gucken konnte. Am nächsten Tag kamen noch Muskelschmerzen zu den Kopfweh. Eigelb ist schon mal als „doof“ abgehakt. Erbsen habe ich auch schon getestet, aber mit weniger krassen Ergebnissen. Der Knopf der Hose geht immer noch nicht zu… 😉

Erst mal muss sich alles wieder beruhigen, dann geht es munter weiter. Ich brauche so langsam ein paar Alternativen, damit mein Essen nachher nicht so einseitig wird und zu neuen Problemen führt. Zudem muss ich versuchen mein Kopfkino auszustellen. Es ist nicht so einfach, nicht nervös zu werden, wenn man was neues ausprobiert!!!