Keine Besserung in Sicht


Und wieder mal musste ich mich bei meinem Gastroenterologen vorstellen. Ich muss echt sagen, der ist super geduldig und lässt super mit sich reden. Da komme ich mir nicht vor, wie in eine Schublade gesteckt auf der „Psychosomatisch“ steht.

Aber fangen wir mal von vorne an. Seit ich mit dem AIP angefangen habe, plagen mich immer noch mal mehr mal weniger starke Blähungen. Am Anfang der Umstellung ging der Blähbauch etwas zurück, verschwand aber nicht völlig. Im Laufe der letzten Monate veränderte sich die Qualität der Blähungen. Am morgen sind sie fast föllig verschwunden und im Laufe des Tages werden sie immer schlimmer. Allerdings habe ich nicht mehr so starke Schmerzen wie vorher, was wahrscheinlich daran liegt, das ich fast gar kein Obst mehr esse und auch sonst keinen Zucker zu mir nehme.

Kurz nach Weihnachten bemerkte ich, das ich auch wieder Schwierigkeiten mit FODMAP’s bekam, also versuchte ich mich FODMAP-arm zu ernähren. Das klappt meistens auch ganz gut. Allerdings waren wir vor kurzem in einem mongolischen Restaurant essen. Es gestalltete sich etwas schwierig. Die einzige Sauce die ging war mit Knoblauch und der Rest mit Zucker und/ oder sehr scharf, zudem war die Gemüseauswahl sehr übersichtlich und prompt ging es los. Der Bauch blähte sich und bevor der Knopf wegfliegen konnte, habe ich ihn schnell aufgemacht. Ich hatte solche Bauschmerzen, das ich zu Hause erst mal das Heizkissen anwerfen musste um etwas Entspannung in die Sache zu bringen.

Ein paar Wochen später hatte ich noch ein denkwürdiges Erlebnis. Es fing auf einen Donnerstagmorgen mit Krämpfen an. Die wurden im Laufe des Tages immer schlimmer. Ich dachte schon ich hätte eine Blasenentzündung. Also bin ich abends noch zum Hausarzt, aber es war alles in Ordnung. Ich sollte mich beim Frauenarzt vorstellen. Da die Praxis noch auf hatte, machte ich für den nächsten morgen einen Termin. Dort ließ ich das komplette Prozedere über mich ergehen. Wieder Urin abgegeben, Vorsorgeuntersuchungen und alles was das Programm hergab. Es war alles negativ, aber die Krämpfe blieben. Man schickte mich in die Notaufnahme, um eine Blinddarmentzündung auszuschließen. Dort fing alles wieder von vorne an, Urin abgeben (was mir mittlerweile echt schwerfiel), Blutabnehmen und warten warten warten… Bis sich endlich ein allgemein Chirurg fand der mich untersuchen konnte. Sie fanden nichts, aber die Krämpfe blieben.

Mittlerweile habe ich rausgefunden, das Kohlehydrate in jeglicher Form mir Beschwerden verursachen. Ich habe in einem Kochbuch glutenfreie Pfannkuchen gefunden. Sie bestehen aus Pfeilwurzelmehl, Erdmandelmehl, geschroteten Leinsamen und Blaubeeren. Ich finde sie ganz lecker, aber mein Bauch mag sie nicht. Nach dem ich das ein paar mal beobachtet habe, lasse ich sie erst mal weg.

Daraufhin habe ich wieder mal einen Termin bei meinem Gastro gemacht. Wir waren uns sehr schnell einig, das ich wieder mal Stuhlproben abgeben muss, die auf Pilze untersucht werden. Zudem machen wir einen Glukose-Atemtest, um festzustellen ob ich eine Dünndarmfehlbesiedlung habe. Leider sind das die letzten Tests die man noch machen kann, denn ich habe mittlerweile alles testen lassen, was so machbar ist. Das ist meine letzte Hoffnung. Leider muss ich mich noch drei Wochen gedulden, bevor ich Gewißheit habe.

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