Urlaub auf Rügen


Wir haben ein paar wunderschöne Urlaubstage auf Rügen verbracht. Von uns aus, fahrt man ca.5 – 6 Stunden, was für uns der Hauptgrund war. Wir wollten nicht die meiste Zeit unserer Reise im Auto verbringen. Es war allerdings eine Herausforderung sich glutenfrei auf Rügen zu ernähren.

Wir hatten uns eine Ferienwohnung für Ende Januar gebucht. Die Wohnung war klein und schnuckelig, sauber und gut ausgestattet. Leider gab es nur ein Schlafsofa und das bereitete mir und meinem Freund so einige schwierige Nächte, aber wir konnten uns irgendwie behelfen. Wir hatten großes Glück mit dem Wetter, es war kalt, klar und windig. Am Tag der An und Abreise setzte Scneefall ein, so das wir eine Winterlandschaft hatten, wie in Bayern, allerdings mit Meerblick.

Wir waren in Sellin. Eine kleine Stadt, mit der typischen Seebäder-Architktur, einer Seebrücke und tollen Wanderwegen über die Hochküste. Im Januar sind nur wenige Touristen unterwegs, was uns sehr recht war. Leider machte sich das auch an den geöffneten Läden bemerkbar. Im Winter haben viele Geschäfte und Restaurants geschlossen. Es gibt aber noch genug Möglichkeiten, um Geld loszuwerden und etwas zu essen zu finden. Alles ist fußläufig zu erreichen. Allerdings befinden sich die Supermärkte außerhalb des Stadtzentrums. Daher sollte man mobil sein oder während der Saison die Bäderbahn benutzen.

Reataurants: Wir haben gerne im „Alten Postamt“ in Sellin gegessen. Sehr leckere Mahlzeiten, sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und sie erfüllen einem fast jeden Wunsch, was die Zubereitung betrifft. Selbst mitgebrachte glutenfreie Nudeln würden sie verwenden, um daraus ein leckeres Essen zu zaubern. Selbst der Asiate tat alles, um meine Mahlzeit verträglich zu machen. Ich war sehr beeindruckt und zufrieden. Selbst in einer Bäckerei in Binz habe ich einen Eintopf bekommen ohne Milch und Gluten.

Einkaufen: Außerhalb des Stadtzentrums findet man verschiedene Discounter und Supermärkte. Der Edeka hatte sogar eine recht gute Auswahl an glutenfreien Brot- und Backwaren. Allerdings habe ich mich nicht darauf verlassen und vieles von zu Hause aus mit gebracht. Gerade in meinem speziellen Fall, tue ich mich mit Backwaren von Schär schwer.

Unterkünfte: Schlafen und Wohnen auf Rügen ist nicht gerade günstig. Selbst außerhalb der Saison, kostet eine kleine Ferienwohnung ca. 42 Euro und mehr, vor allem wennn man im Zentrum bleiben möchte. Viele Wohnungen in den Häusern sind mit Balkon und/ oder Wintergärten ausgestattet.

Ausflugsmöglichkeiten:  Gibt es viel und satt und reichlcih. Der Strand ist überall zugägnlich. Meistens gibt es sogar noch Hundestrände, an denen sich auch die Vierbeiner austoben können. Es gibt viele gut ausgebaute Radwege. Bei schlechtem Wetter ein Freizeitbad, den rasenden Roland, schöne Buchten, kleine schmucke Ortschaften und und und

Rügen ist leider ein teures Pflaster. Auch in den kleinen Orten bezahlt man schnell, für Kaffee und Kuchen für zwei Personen, 15 – 20 Euro und leider auch mehr. Wir haben beschlossen noch mal hinzufahren und unsere Räder mitzunehmen. Damit lässt sich die Insel noch besser erkunden. Für uns war es in erster LInie wichtig rauszukommen, abschalten zu können und einfach nur was anderes zu sehem. Wir haben gerne die kleinen Einschränkungen in Kauf genommen und die kurzen Spaziergänge bis zum Restaurant genossen.

Update zur Ernährungsberatung


Nach ca. 7 Monaten kann ich sagen, das die Ernährungsberatung ein voller Erfolg war. Ich habe viel herausgefunden, vieles hat sich bestätigt und einiges hat mein Leben nicht nur zum guten verändert.

Gluten: Es hat sich rausgestellt, dass ich Gluten dauerhaft aus meiner Ernährung streichen muss. Bei einem weiteren Test,, habe ich mit massive Darm-Beschwerden reagiert und mein ganzer Körper streikte. Gelegentlich habe ich schon mal ein Dinkelbrötchen gegessen und dieses sehr schlecht vertragen. Zum Glück habe ich als Alternative Hafer für mich entdeckt. sehr gesund und nahrhaft und zum Glück verträglich…

Milch und Milchprodukte: Milch und sich sind keine Freunde. Falls ich kleinere Mengen Milch esse, geht es mir innerhalb kurzer Zeit schlecht (einmal begann es 10 min nach dem Essen). Mir wird schwindelig (der Westfale sagt: kodderig), mein Kreislauf sackt ab, mir wird schwummerig im Kopf und ich bekomme schlimme Bauchweh. Zum Glück brauche ich keine Spritze oder Pen, aber es fühlt sich trotzdem nicht gut an.

Hülsenfrüchte: Sind so eine Sache. Ich esse sie sehr gerne, vorallem als Joghurt, aber sie verursachen mir starke Blähungen.  Hin und wieder esse ich sie und versuche sie gut zu garen. Ich baue sie einmal die Woche in eine Mahlzeit mit ein. Aber hääufiger, darf es nicht sein.

Obst und Gemüse: Bis vor ein paar Monaten konnte ich rohes Obst und Gemüse nicht essen. Als ich in Hamburg war, konnte ich Obst und auch Gemüse nur gegart verzehren. Beeren war das einzige, was überhaupt verträglich war. Seit Dezember esse ich regelmäßig Äpfel in meinem Porrige, ab und an auch mal Banane. Mittlerweile auch roh und es passiert fast nichts mehr. Auch sas Sorbit im Obst stört mich nicht mehr. Glaube ich…

Wurst- und Fleischwaren: Leider musste ich feststellen, das ich Wurst- und Fleischwaren überhaupt nicht vertrage. Was genau Probleme verursacht kann ich nicht sagen. Es ist auch egal, ob konventionell oder Bio-Wurst- und Fleischwaren. Innerhalb eines halben Tages  bekomme ich starke Muskel- und Gelenkschmerzen und ich kann Tage lang nicht laufen.  Es kam heraus als wir ein paar Tage im Urlaub waren und ich morgens ein wenig Schinken auf mein Brot legte…

Fertigprodukte im allgemeinen:  Auch hier weiß, ich nicht was es auslöst, jedoch reagiert mein Bauch sehr empfindlich auf alles gekauftes. Es macht auch keinen Unterschied, ob Bio oder nicht. Koche ich es mit identischen Zutaten nach, ist alles verträglicher. Leider weiß man nie was für Zusätze verwendet werden, bevor  Ketchup, Marmelade und Co hergestellt wurden. Leider gibt es Enzyme und anderes komisches Zeug, die auch in Bioprodukten auch erlaubt, was das ganze noch schwieriger .

Fazit: Die Erkenntnisse die ich gewonnen habe, waren schon sehr hilfreich. Leider macht es den Alltag nicht gerade einfacher. Wenn wir ausgehen zum Essen, muss ich wie ein Schießhund aufpassen, das man mir nicht irgendwas unterschiebt. Vieles muss ich selber kochen und zusammenrühren. Es ist sehr zeitaufwendig, schmeckt aber häufig erheblich besser als gekauft. Aber der Aufwand lohnt sich oft und mein Bauch bedankt sich oft dafür. Auf zum fröhlichen Koch und Backmarathon… Was die Wende zur Heilung meines Darmes gebracht hat, weiß ich nicht, aber es ist auch egal. Hauptsache ist, das es so bleibt oder vielleicht noch mehr zur Ruhe kommt…