Candida Albicans


Ein echt schäbiges Ding!! Um es mal ganz salopp auszudrücken.

Candida Albicans kann immer dann auftreten, wenn der Körper geschwächt und der Darm eh schon aus dem Gleichgewicht ist. Bei uns „Intoleranten“ gehört da nicht allzu viel zu. Candida nutzt diese Lücke und kann sich rasend schnell vermehren. Eigentlich gehört der Hefepilz zur normalen Darmflora, aber z. B. durch Antibiotikagaben, werden auch die „guten“ Bakterien getötet und Candida kann mehr Platz für sich beanspruchen.

Wie kann es zu einer Candida-Infektion kommen? Die Gründe sind vielfältig und nicht jeden, der eine oder mehrere Intoleranzen hat, muss es erwischen. Häufige Ursachen sind u. a.:

  • Übersäuerung des Körper
  • schwaches Immunsystem
  • Antibiotikagaben
  • schwere Erkrankungen
  • Nahrungsmittelintoleranzen

Die Symptome sind vielfältig. Daher ist es auch sehr schwer, Candida zu diagnostizieren. Folgende Symptome können auftreten:

  • Blähungen
  • Durchfall, Verstopfungen
  • Sodbrennen
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Nasennebenhöhlenentzündung
  • Nierenschäden
  • Allergien
  • Rheuma
  • Gicht
  • usw.

Das häufigste und schlimmste Symptom ist, meiner Ansicht nach, der Heißhunger nach Kohlhydraten und Süßem, auch wenn man eigentlich schon satt ist und nichts mehr essen kann. Es überfällt einen am Nachmittag oder Abends vor dem Fernseher und wie ein Junkie, versucht man der Sucht nach zu kommen. Candida gleicht vielen Nahrungsmittel-unverträglichkeiten, -allergien und oft muss man erst heraus finden, ob Candida die Ursache ist oder ob er nur eine „Begleiterscheinung“ ist.

Dem Pilz kommt man sehr schwer auf die Schliche. Stuhlproben können da schon sehr hilfreich sein. Aber auch die können „negativ“ sein, obwohl es einem offensichtlich sehr schlecht geht. Die Nester mit Candida lösen sich nicht immer in der gleichen Menge und Häufigkeit. An einen Tag kann die Probe voll mit Sporen sein und den nächsten findet sich nichts. Auch soll es einen Bluttest geben, leider kann ich da nicht sagen, wie zuverlässig dieser ist. Im Internet wird ein Test mit Wasserglas und Spucke für zu hause empfohlen, der soll aber totaler Humbug sein. Oft hat man gleichzeitig einen Candidabefall im Mund und im Genitalbereich.

Wie man ihn wieder los wird? Das braucht viel Geduld und noch mehr Zeit. Man kann dem Fiesling mit Antimykotikum oder natürlichen Mitteln zu Leibe rücken. Auch sollte man darauf achten, das der Mund und der Genitalbereich gleich mit behandelt wird, denn sonst steckt man sich immer wieder von vorne an. Zahnbürsten und Zahnschienen (-protesen) sollten  desinfiziert werden. In der Apotheke kann man dafür 3%ige Wasserstoffperoxyd-Lösung bekommen.

Nie eine Anti-Pilz-Diät ohne Medikamente! Sonst kann sich der Pilz nach innen wenden und schwere gesundheitliche Schäden anrichten. Halten Sie sich an die spezielle Diät, d. h. kein Zucker, Honig, Dicksäfte, Melasse, Traubenzucker, etc. Nicht mal ein klitze-kleines-bischen. Denn dann blüht der Candida gleich wieder auf. Süßstoffe sind erlaubt und reiner Birkenzucker. Der hilft sogar den Pilz zu besiegen. Gemüse, Vollkorngetreide, Kartoffeln und Fleisch/ Fisch sind erlaubt. Genaue Listen findet man in spezieller Literatur oder auch im Internet.

Um die Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel zu unterstützen, kann man den Säure-Basen-Haushalt wieder in Balance bringen. Zum einen mit einem speziellen Präparat aus dem Reformhaus und mit einer basenreichen Ernährung.

Ganz wichtig, das Immunsystem muss wieder angekurbelt werden. Viel frische Luft, Bewegung und ausreichend Vitamine. In Drogerien gibt es spezielle Mittel zur Unterstützung, die können auch nicht schaden.

Zu guter letzt muss die Darmflora wieder aufgebaut werden. Das geht hervorragend mit verschieden Nahrungsergänzungsmitteln und sollte schon während der Medikamenten-einnahme beginnen. Oft fängt man mit den Enterokokken und den E.Colis an, die eine Basis für weitere Bakterien bilden sollen. Dann kann die Milchsäure ihre Arbeit verrichten, wie  die Laktobazillen oder Bifidobakterien. Natürlich kann man auch Naturjoghurt zur Unterstützung essen, wenn man ihn verträgt. Über die Dauer der Anwendung scheiden sich die Geister, einige sagen ein paar Wochen reichen, andere empfehlen ein Jahr. Da der Darm der „Intoleranten“ oft sehr angeschlagen ist, würde ich auch eher zu einer langen Einnahme tendieren.

Um den Pilz dauerhaft in Schach zu halten, sollte man Stressfaktoren reduzieren, basenreich ernähren, sein Immunsystem stark halten und hohen Zuckerkonsum vermeiden. Wichtig ist es auch sich nach seinen Intoleranzen zu ernähren, denn ein stänig geblähter Bauch und Durchfälle, bringen die Darmflora an ihre Grenzen und im schlimmsten Fall, kann diese auch wieder zerstört werden.

Also, Kopf hoch, die Aussichten sind gar nicht so schlecht!!

Ich bin kein Arzt und übernehme keine Garantie für die Richtigkeit der hierstehenden Angaben. Im Zweifel, fragen Sie immer Ihren behandelnden Arzt. Dieser kann Ihnen auch Hilfestellung für eine individuelle Behandlung geben.

Werbeanzeigen