Ernährungsberatung in Hamburg


Es braucht leider so seine Zeit, bis ein Handgelenk wieder halbwegs funktioniert. Leider ist meines manchmal ganz schön zickig und macht nicht alles was es soll. Vor allem schreiben und tippen am Computer fällt mir schwer. Daher hoffe ich habt ihr Verständnis, das ich zur Zeit schreibfaul bin. Mein Gespenst (die Platte) schränkt mich sehr ein und reizt meine Sehnen und Bänder. Ich freue mich schon, wenn ich das Ding wieder los bin…

Also, die Ernährungsberatung. Es war eine tolle Erfahrung. Vorab: leider war ich nicht bei Herrn Dr. Riedel persönlich. Die Praxis ist gut besucht und Ernährung ist nicht sein einziges Fachgebiet. Daher hatte ich einen Termin bei einer jungen Frau, studierte Ernährungswissenschaftlerin.

Der erste Termin war Anfang August, ein Kombitermin, Anamnese-Gespräch und erste Beratung zusammen und dauerte ca. 1 1/2 Stunden. Da ich eine weite Anreise hatte, sollte ich nicht nach einer Stunde wieder raus müssen. Die junge Dame war sehr gründlich und genau. Ich musste zum ersten Termin ein Ernährungstagebuch mitbringen. Es sollte mindestens sieben Tage beinhalten. Wie das geht brauche ich ja nicht erklären, oder? Die meisten dürften sowas schon mal gemacht haben. Sie fragte einiges nach, machte mich auf einiges aufmerksam und bat um kleine Veränderungen. Als ich mein erstes Gespräch hatte, wusste ich schon das ich Gluten auf gar keinen Fall vertrage, bei Milch war ich zu dem Zeitpunkt noch nicht sicher und Obst ging gar nicht. Ich erzählte ihr von meinen Erfahrungen mit Gluten, Milch und Zucker jeglicher Art, und sie schaute doch sehr erstaunt, wie viel ich schon in Erfahrung gebracht hatte.

Sie zählte mir auf, wie ich meine Ernährung umstellen sollte, soweit es machbar ist/ war. Ich sollte nur wenig Fleisch essen. Falls es geht viel Fisch mit Omega3 Fettsäuren und falls verträglich Hülsenfrüchte wie Kidneybohnen oder rote Linsen, da die noch am leichtesten Verdaulich sind. Ich darf mein Porridge oder Brot zum Frühstück, sollte aber möglichst auf Wurstwaren verzichten, da sie die Entzündung im Körper fördern. Falls verträglich vegane Aufstriche oder Käse (leider fällt er aus). Joghurtalternativen aus Kokos oder Soja, viel gegartes Gemüse (bergeweise), Naturreis, Kartoffeln, glutenfreie Nudeln, Nüsse und Saaten. Leider darf ich nicht mehr soviel rohes Obst oder Gemüse essen. Es ist für den Darm einfach zuviel Arbeit. Auch soll ich mein Porridge nicht mit kernigen Haferflocken machen, sondern nur mit den zarten, allerdings  darf ich Vollkornprodukte essen.

Für den nächsten Termin, ca. 6 Wochen später hatte ich die Hausaufgaben, Hülsenfrüchte auszuprobieren, mehr Obst zu essen, mehr Fisch in den Speiseplan und Sojaprodukte zu testen. Sie legte mir nahe eine CD mit dem Titel „Darmhypnose“ zu kaufen.

Es war alles leichter gesagt als getan. Ich hatte die sechs Wochen echt zu kämpfen. Immer wieder  bekam ich Rückfälle, mein Bauch blähte sich stark und krampfte. Der Verstopfung wurde ich nur mit Leinsamen Herr. Sobald ich was ausprobierte, lagerte ich von jetzt auf gleich bis zu 2 kg Wasser ein und immer wieder die Verstopfung die nicht weggehen wollte.

Im Internet kaufte ich mir die empfohlene CD und probierte sie einige Tage später aus. Bei der Darmhypnose handelt es sich um ein Entspannungsprogramm, das auf den Magen- und Darmtrakt abgestimmt ist. Bitte nie abends im Bett anhören. Ich habe den ersten Titel nie zu Ende geschafft, weil ich drüber eingeschlafen bin. Dann wirkt es leider auch nicht so, wie gedacht. Die CD beschreibt Entspannungsbilder und beruhigt so den Magen- und Darmtrakt. Ich kann nur sagen, es hat super geholfen und ich kann diese CD nur empfehlen. Als ich mir die CD über Tag angehört habe, merkte ich schnell, wie der Bauch und auch mein Geist entspannter waren. Ich hatte mehr Ruhe und Kraft über den Tag. Ich versuchte die CD jeden Tag zu hören und erzielte schnell erfolge. Irdgendwann brauchte ich keinen Leinsamen mehr um aus Klo zu können…

Als ich zu meinem zweiten Termin nach Hamburg fuhr. War ich schon zuversichtlicher. Ein Teil meiner Probleme hatte sich in Luft aufgelöst. Ich hatte zwar immer noch einen Blähbauch, aber ich merkte recht schnell, was ich essen kann und was nicht, z. B. war ich mir jetzt sicher, das ich gar keine Milch vertrage, ebenso wie stark verarbeitete Wurst- und Fleischwaren, sofort bekam ich einen schlimmen Blähbauch und Schmerzen (es passierte bei einem Frühstück in einem Cafe). Diese Beobachtungen teilte ich auch der Ernährungsberaterin mit, sowie die tollen Erfahrungen mit der Darmhypnose. Leider konnte ich meine Hausaufgaben nicht so erledigen, wie mir aufgetragen worden war. Um mich von den Komplikationen beim austesten zu erholen, brauchte es fast immer eine Woche. Da blieb nicht mehr viel Zeit, um alles zu probieren und zu testen. Aber ich hielt mich ans Fischessen, viel gegartes Gemüse, Kartoffeln, Reis etc. und ich merkte schnell, wie es mir immer besser ging. Leider konnte ich kein Obst essen und es ist egal ob gegart oder nicht, ob mit oder ohne Traubenzucker.

Mittlerweile geht es meinem Bauch so gut, das ich innerhalb von wenigen Minuten merke, ob mir das Essen gut oder schlecht bekommt. Ich bekomme leider immer noch schnell einen Blähbauch, aber die Schmerzen sind verschwunden, ebenso wie die Verstopfung. Ich versuche regelmäßig die CD zu hören, um bei den Erfolgen zu bleiben. Mittlerweile weiß ich, das ich Kidneybohnen nicht vertrage, Sojajoghurt/-quark ist ok. Ich versuche mich an meinen Ernährungsplan zu halten, aber manchmal muss man einfach mal ausbrechen, dann aber immer gluten- und milchfrei. Esse ich zuviele Wurstwaren, bekomme ich zu den Bauchweh, den Wassereinlagerungen, schlimme Rücken- und Muskelschmerzen, fast wie einen Schub. Es braucht auch nicht mehr eine Woche, um mich von „falschen“ Lebensmitteln zu erholen, sondern nur noch ca. 2 – 3 Tage und ich bekomme auch keine Verstopfung mehr. Von rohem Gemüse bin ich leider nicht vollkommen ab und das weniger essen klappt auch kaum, das ist aber meiner Erziehung geschuldet, da ich immer viel davon essen durfte. Obst geht weiterhin nicht, ist aber oft in Kuchen oder Pfannkuchen besser verträglich (wahrscheinlich wegen dem Fett).

Alles in allem, war Hamburg ein voller Erfolg. Na gut, der Sturz hätte nicht sein müssen, aber im Sommer sagte ich mir schon, weiß der Geier, wozu das gut war…. 🙂

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Bullet Journal gegen Überforderung


Vor kurzem bin ich bei Pinterest auf das Thema Bullet Journal aufmerksam geworden. Am Anfang fragte ich mich, was ist das und wozu braucht man das? Mittlerweile bin ich davon begeistert.

Im Prinzip ist es ein fast „normaler“ Kalender. Es werden Jahres-, Monats- und Wochenübersichten geführt. In der Jahresübersicht werden nur grob die Termine eingetragen. In der Monatübersicht, wird das ganze schon genauer. Dort kann man auch schon Termine, erste Aufgaben, die man in dem Monat schaffen möchte, eintragen. In der Wocheneinteilung gehts, dann an die tägliche Planung. Von Wäsche waschen, Müll raus bringen, bis hin zu wichtigen Ideen und Terminen wird es unter die entsprechenden Tagen eingetragen. Es gibt noch soviele andere Möglichkeiten, die man dort als Liste oder Konzept eintragen kann. Der Fantasie, sind dort keine Grenzen gesetzt.

Aufgaben, Notizen, Ideen, Geburtstge etc., werden verschieden Symbolen und Farben zugeordnet, um sie besser von einander unterscheiden zu können. Auch hier kann man alles verwenden, was man möchte. Wichtig ist nur bei einem Sybol/ Farbe für eine bestimmte Aufgabe/ Termin etc. zu bleiben, sonst wird das ganze sehr schnell sehr unübersichtlich.

Auch der Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt. Ob bunt oder nicht, mit oder ohne Blumen, Ranken oder Lettering, alles ist möglich.

Für so ein Journal eignet sich jedes Heft, Ringbuch oder Notizbuch. Die Karierten Blätter sind gut oder auch die mit den feinen gepunkteten Linien. So kann man einfacher Linien ziehen. Für den Anfang reichen ein paar einfache Stifte in verschiedenen Farben (damit ihr wichtiges sofort erkennt).

Ich habe mich für ein Ringbuch entschieden. So kann ich Seiten rausnehmen, falls sie mir nicht gefallen oder ich eine andere Struktur doch besser finde. Da es mein erstes Bullet Journal ist, wird sich bestimmt im Laufe der nächsten Wochen noch einiges verändern.

Für mich hat sich diese Art, des Managements als Goldrichtig erwiesen. So kann ich meine Tage planen, stopfe nicht mehr alle Aufgaben und Termine auf meine freien Tage und bin nicht schon morgens, wegen Überforderung, aus der Bahn geworfen und gleich ans Sofa gefesselt. Ich habe es mir vorgenommen, nicht mehr als vier kleine oder zwei große Aufgaben, sowie Termine, auf einen Tag zu legen. Merke ich es wird mir zuviel, verschiebe ich es auf den nächsten Tag oder (falls nicht so wichtig) auf die nächste Woche.

Für mich war es so der einfachste Weg zu einem stressfreieren Alltag. Beim Kalenderschreiben kann ich abschalten und muss mich auf die Sache konzentrieren, um nicht immer wieder von vorne anfangen zu müssen. Vor allem beschäftige ich mich mit dem, was ich noch kann und hänge nicht mehr in der Spirale, was ich alles nicht mehr kann. Ich würde sagen ein positiver Nebeneffekt.

P.S.: Im Internet gibt es viele tolle Seiten für Bullet Journal Anfänger!! 🙂

Die Notfallhilfe: Einkochen wie es meine Oma machte


Seit ein paar Wochen koche ich alles ein, was nicht niet und nagelfest ist. Angefangen bei Apfelmus bis hin zur Kürbis-Ingwer-Suppe. Klappt hervorragend und ist die Notfallhilfe, wenn man mal wieder länger arbeiten musste… 🙂

Alles find damit an, das mein Freund etwas brauchte, dass konstant die Temperatur hielt, um Wachs im Wasserbad einzuschmelzen. Jetzt stand dieser Einkochautomat hier so doof im weg rum und ich ärgerte mich darüber, dass er wieder mal irgendein unnötigenes Teil anschleppte, was keiner gebrauchen kann. Zu dem Zeitpunkt kämpfte ich aber wieder mal damit in kurzer Zeit mal eben schnell was zu essen zu machen. Wie immer kam ich nach der Arbeit nach Hause, mit einem wahnsinns Hunger und keiner Energie um noch was auf den Herd zu schmeißen und stunden lang zu kochen.

An meinem freien Tag legte ich los. Ich suchte mir ein schmackhaftes Rezept aus. Kaufte mir alle wichtigen Utensilien, wie Gläser, Klammern und Gummiringe und los ging es. Ich kochte eine größere Menge Suppe, füllte sie in die Gläser, schloß sie sorgfältig, sollte ja nichts daneben gehen und ab in den Automaten und ca. 1 1/2  Stunden warten.

Ich war begeistert!!! Es klappte super. Alle Gläser waren dicht und der Aufwand hatte sich in diesem Fall schon mal gelohnt!!! Die ausgekühlten Gläser bewahrte ich im Keller auf und gleich in den nächsten Tagen machte ich davon Gebrauch. Ich zog am Gummiring, füllte alles in einen Topf und wärmte alles auf dem Herd auf. Auf einmal dauerte alles nur noch 10 min, anstatt mindestens eine halbe Stunde, bis das Essen fertig war.

Mittlerweile wird es immer mehr. Mein Regal im Keller füllt sich mit Paleo gerechten Suppen und Brühen und Kompott. Nächstens wollte ich mich mal an AIP-Bolognesesoße wagen. Denn die „Spaghetti“ aus Zucchini gehen relativ fix, beides zusammen aufwärmen und fertig!!

So lasse ich mir eine Ernährungsumstellung gefallen. Paleo ich komme… 🙂

P.S.: Meine Großeltern hatten ein Obst- und Gemüsegeschäft. Da war es üblich, das Obst und auch Gemüse eingekocht wurde, das im Laden nicht mehr verkauft werden konnte. Die Gläser blieben über Jahre dicht und wurden nach und nach verbraucht. Das ist doch mal nachhaltig…

Interessante Beiträge im NDR-Fernsehen


Vor kurzem machte mich eine Bekannte auf die Serie Ernährungsdocs im NDR-Fernshen aufmerksam. In der Serie wird erklärt, wie man über die Ernährung seine Gesundheit steuern kann.

Ich habe mal zwei Themen heraus gesucht, die für mich und auch vielleicht für euch, interessant sein könnten:

Das erste Thema ist die Dünndarmfehlbesiedlung:

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Duenndarm-Fehlbesiedlung-erkennen-und-behandeln,duenndarmfehlbesiedlung100.html

Das zweite sind Multiintoleranzen:

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Multi-Intoleranzen,multiintoleranzen100.html

Das nächste wären da noch der Reizdarm:

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Reizdarmsyndrom-erkennen-und-behandeln,reizdarm104.html

Vieles war mir natürlich bekannt, aber gerade zum Thema Reizdarm waren ein paar tolle Tipps dabei. Zu jedem Thema findet man ausführliche Informationen, die man sich auch als PDF herunterladen kann und das Video aus der Sendung. Natürlich gibt es noch andere Krankheiten, die unter die Lupe genommen worden sind.

Das was mich am meisten interessierte war die Dünndarmfehlbesiedlung. Darunter leide ich schon sehr lange bzw. immer wieder.  Auf Grund dieses Berichtes habe ich einen Termin bei einer Ernährungsmedizinerin gemacht und bin sehr gespannt, ob sie mir helfen kann.

Stationäre Schmerztherapie


Sie begann etwas turbolent. Ich bin Sonntag am späten Abend aus dem Flieger in Düsseldorf raus, habe das wichtigste in den vorbereiteten Koffer gepackt, Sportschlafen gemacht und am Montagmorgen totmüde ins Krankenhaus.

In meinem Heimat-Krankenhaus ist die Schmerztherapie über zwölf Tage stationär. Selbst wenn man aus dem Ort ist. Man soll die Zeit auf der Station verbringen, um den Alltag zu durchbrechen, zur Ruhe zu kommen und auch wegen der Gemeinschaft, die sich dort bilden soll.

In der Regel nehmen sechs Personen an der Schmerztherapie teil, alle mit verschiedenen Vorgeschichten und Krankheitsbildern. Sie sind in Zwei-Bett-Zimmern untergebracht, die von der Ausstattung Privatzimmern ähneln, ebenso wie die Verkostung. Es gibt auf der Station einen Aufenthaltsraum, der nur für die Schmerztherapie ist. Dort werden die Mahlzeiten eingenommen, die Vorträge werden dort gehalten und die Entspannungsübungen werden dort durchgeführt. Es steht immer Wasser, Kaffee, Tee und Obst zur freien Verfügung. Unter anderem wird man während der Therapie auf neue Medikamente eingestellt oder von den Medikamenten her umgesellt.

Der Therapieplan sieht Muskelaufbau, Physiotherapie, Aromatherapie, Musiktherapie, psychologische Gespräche, Visiten und gemeinschaftliches Nordic Walken vor. Diese Laufgruppe ist in unserem Ort übrigens schon legendär. 🙂 Der Zeitplan ist stramm und lässt nur wenig Pausen zu.

Das Essen ist halt typisch Krankenhaus. Hier hat es mit meiner Verpflegung überhaupt nicht gut geklappt. Ich war natürlich von der Reha verwöhnt. Aber hier kümmerte sich gar keiner um mich. Es rief keiner an, keiner kam auf die Station für ein persönliches Gespräch, nichts. So kam es wie es kommen musste. Die ersten zwei Tage klappte gar nichts. Es kam das falsche Essen, das Brot war hart wie Stein (sie haben das gf-freie Brot abens zum auftauen raus genommen, in einer spezial Tüte auftauen lassen und am nächsten Tag konnte ich die Diätassistentin damit erschlagen), die Portionen zu klein (sie ließen das Unverträgliche weg, aber es kamen keine Kartoffeln/ Gemüse extra auf den Teller) oder es war nichts passendes im täglichen Plan dabei. Als ich dann mit der Dame sprechen wollte, kam diese nur wiederstrebend aufs Zimmer und kicherte wie ein Teenager, wenn ich mit ihr sprach. Am Ende kam dann raus, sie würden schon auf mein Essen aufpassen. Mein Brot ließ ich mir bringen und nachher auch meinen Nachtisch, den der Hauseigene war so süß, das es schon beim zuschauen an den Zähnen weh tat. Zum Glück hatten wir jemanden bei der Therapie, mit einer großzügigen Familie. Der junge Mann war/ ist türkischstämmig und seine Familie versorgte in mit allem, was sie für nötig hielten. Es war immer viel zu viel. Gelobt sei das leckere Köfte, auch wenn es nicht glutenfrei und milchfrei war, aber es hat mich einen Abend und Mittag gerettet.

Die anderen Therapien war sehr gut. Das Aufbautraining gut abgestimmt, die Physiotherapie hat richtig was gebracht, vor allem meine verkürzte Brustmuskulatur wurde ausmassiert und gedehnt. Das eine Mal knackte mein Rücken so vernehmlich, das der Therapeut stolz war, auf seine lockernde Massage. Das Kinesiologie-Tape hat mir viele Schmerzen genommen und mir beim aufrichten meiner Schultern und Rücken geholfen. Das Nordic Walken gestaltete sich etwas schwierig, da ich doch recht fit und flott bin und manchmal etwas unterfordert war. Aber es hat trotzdem was gebracht und lustig war es auch.

Die Aromatherapie bestand aus einer Wohlfühlmassage der Arme, Hände, Beine und Füße, mit einem auf mich abgestimmten Aromaöl. Es war mal was anderes und es tat sehr gut, die Erholung und Entspannung genießen zu können.

Etwas das ich gar nicht kannte, war die Musiktherapie. Meine Schmerzen werden in Töne „umgewandelt“ (z. B. dumpf, stechend, mit depressiver Grundstimmung), die zu einer Schmerzmusik zusammengestellt/ komponiert wurde. Dann wird eine Heilungsmusik komponiert. Ich sollte mir eine Szene vorstellen, die mir sehr viel Freude macht, in meinem Fall war es ein Ausritt in den Wald, mit Vogelgezwischer, Wind in den Bäumen, leichter fröhlicher Musik und ein in Musik gefasster schneller Galopp aus Trommeln und zum Ende wieder ruhigere Musik, wenn man wieder am Stall ankommt und zur Ruhe kommt. Ziel der Therapie ist es die Schmerzen mit der Schmerzmusik im Kopf zu verbinden und später die Schmerzen mit Hilfe der Lautstärke zu regulieren. Die Heilungsmusik soll bei der Entspannung helfen und die guten Gefühle wieder in den Vordergrund stellen. Es braucht ein wenig Zeit um die Verknüpfung im Kopf her zu stellen, aber es hilft. Es soll schon vorgekommen sein, das jemand in der Therapiestunde Rotz und Wasser geheult hat. Viel weiter entfernt, war ich auch nicht.

Das Gespräch mit der Psychologin hat mich lange beschäftigt. Ich hatte schon ein Gespräch während der Reha, aber es hat mir nicht viel gebracht. Ich weiß, das ich ein Mensch bin, mit einem hohen Verantwortungsbewußtsein. Genau dieses steht mir immer wieder im Wege und hindert mich daran, mich auch mal krank zu melden oder einfach nur mal ich zu sein. In der Reha zeichnete es sich schon ab, das ich mit meiner Situation in meinem Job nicht zufrieden bin und es mich sehr stark belastet. Auch wurde eine leichte Depression festgestellt. Die Psychologin riet mir dazu, einfach mal an mich zu denken, alles andere zurück zu stellen und einfach mal ich zu sein. Nicht jedes Mal ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn ich was für mich selber mache, sondern mir zu sagen: ICH DARF DAS!! Ich darf krank sein. Ich darf, den Vormittag vertrödeln. Ich darf… Es wurde uns ein Stundenplan ausgehändigt, um für die Zeit nach der Therapie, unseren Alltag zu planen, wo Zeit für Sport ist oder für Entspannung. Als ich meinen ausfüllte, erschreckte es mich, wie viel rot für Arbeit darauf eingezeichnet war/ ist und wie viel Zeit für mich blieb. Es war ein regelrechter Schock für mich und beim nächsten Gespräch mit der Psychologin, steigte ich ihr meinen Plan und hatte die ganze Zeit Tränen in Augen.

 Die Sache mit den Medikamenten ging voll in die Hose. Für die Schmerztherapie wird das Antidepressivum Amitriptylin verwendet. In niedriger Dosierung eingesetzt, um den Schlaf zu fördern, die Schmerzen zu beseitigen, die Entspannung herbeizuführen und natürlich zum Happy werden. In dem Sinne waren die Tropfen ein voller Erfolg. Die ersten zwei Tage bekam ich fünf Tropfen. Mein Freund, der mich abends besuchte, sagte: Man könne mir beim Augen verdrehen und einschlafen zusehen. Leider schlug mir das Medikament auf den Blutdruck und mir war ständig schwindelig. Nach langem zögern, wurden die Tropfen bis auf drei reduziert. Aber selbst damit hatte ich noch ein riesige Probleme. Den einen Sonntag haben meine Zimmergenossin und ich so komatös geschlafen, das wir nicht mitbekamen, wie der Pfleger, mit riesem Radau, das Zimmer betrat um uns zu wecken. Da ich aber nicht alles sofort verfluchen wollte, habe ich mit den Tropfen weiter gemacht und nach einer Woche besserte sich alles etwas, außer der komatöse Schlaf.

Fazit: Im großen und ganzen war die Schmerztherapie ein großer Erfolg. Vor allem die Physiotherapie hat mir sehr viel gebracht, zusammen mit der Musiktherapie und der vielen Bewegung.

Durch das Gespräch mit der Psychologin sind mir die Augen geöffnet worden, das ich mir auf Dauer einen anderen Job suchen muss. Was leichter gesagt ist, als getan. Vorallem wenn man Gesundheitlich eingeschränkt ist.

Im nachhinein war die medikamentöse Behandlung ein großer Fehler. Das wurde mir aber erst ca. drei Wochen später bewusst, als ich schon lange wieder zu Hause war. Aber dazu ein andermal mehr.

Reha in Bad Bertrich


Die Reha war toll!! Die Erholung fing mit der Zugfahrt an, alles klappte wie am Schnürchen. Selbst die kleine Verspätung in Koblenz, war nicht wirklich schlimm.

Bad Bertrich liegt in einem Talkessel mitten in der Vulkaneifel. Wunderschön, aber am A… der Welt!! Es gibt dort Reha-Kliniken, Restaurants/ Cafes, Kneipen, Hotels, eine Bank und ein Zeitschriftengeschäft, aber keinen Supermarkt, nichts. Oh, ich habe die Friseure und die Apotheke vergessen.

Die Klinik liegt am Ortsausgang, gegenüber der Eifeltherme. Die Zimmer sind nicht die modernsten, aber sauber. Das kleine angeschlossene Bad erinnerte etwas an die achtziger, gerade die Farbgebung, aber es war sauber und zweckmäßig.

Direkt am ersten Tag, wurde ein ausführliches Anamnese-Gespräch geführt, so das man direkt am nächsten Tag mit der Therapie anfangen kann. Die ersten Tage der Bewegungstherapie waren noch recht angenehm und entspannt, jedoch die nachfolgenden Wochen, waren picke-packe-voll, mit Krafttraining, Rotlicht, Walken, Krankengymastik, Rückenschulen und Vorträgen. Nur beim Ernährungsvortrag habe ich mich abgemeldet. 🙂 Die Therapeuten waren alle durch die Bank weg gut. Sie hörten aufmerksam zu, empfahlen Übungen oder strichen welche, falls es nicht ratsam war.

essen-fuer-blogAls ich losfuhr hatte ich riesige Angst, das ich mit dem Essen auf die Nase falle und dann dort festsitze und nichts machen kann. Das hat sich zum Glück nicht bestätigt. Es hat alles prima geklappt. Ich bekam abwechslungsreiche Mahlzeiten vorgesetzt, trotz meines eingeschränkten Ernährungsplanes. In den ersten Tagen tauchten noch ein paar Fragen auf, die aber schnell geklärt werden konnten. Der Chefkoch war so froh, das ich gut versorgt war und, obwohl ich mehr arbeit machte als andere Gäste, so genügsam war und alles mochte, was sie mir kochten.

Trotz des vollen Trainingsplanes, hatten wir genug Freizeit um den Ort und die Umgebung zu erkunden. Da ich kein Auto dabei hatte, gingen wir vorallem viel wandern. Die Wege waren nicht immer leicht zu bewältigen, aber 20160904_144052die Aussichten die einen zur Belohnung erwarteten, waren wunderschön. Die Klinik hatte einen kleinen Garten, mit einem Raucherpavillion, mehreren Sitzecken mit Bänken und Tischen und einer Rasenfläche mit Relaxliegen. Es gab immer wieder Pausen zwischen den Anwendungen, wo man sich mal ein paar Minuten ausruhen konnte oder auch den Nachmittag verbringen konnte.

Fazit: Die Reha war ein voller Erfolg. Die Bewegung, die Ruhe und sich nicht um das Essen zu kümmern, tat mir richtig gut. So manches mal kam ich an meine körperlichen Grenzen, aber ich erholte mich erstaunlich schnell. Ich war mit Abstand die jüngste, hatte aber das Glück an einen Tisch zu kommen, wo mehrere dabei waren, die nicht so viel Älter waren als ich und wir verstanden uns prima.

Ich stellte allerdings fest, dass es um mein Immunsystem sehr schlecht bestellt war/ ist. Das Schwimmen ist mir nicht gut bekommen. Ich kühlte wohl zu schnell aus und bekam nach jedem Baden eine Erkältung. Ein Gespräch mit der Psychologin brachte auch noch mal ein wenig Licht in so manche fest gefahrene Situation. Aber leider ließ sich so manches nicht ändern oder braucht Zeit.

Das allerbeste waren allerdings, die vier Wochen Sonnenschein. Ich kam braungebrannt nach Hause und sah aus, als wäre ich an der Toskana gewesen und nicht in der Eifel. Oft hatten wir um die 30° Grad im Schatten. Man konnte sie aber im Garten gut ertragen. 🙂

Ja, ich war vier Wochen weg. In der ersten Woche hatte ich um eine weitere Wochen gebeten und sie ist mir bewilligt worden. Aber länger bleiben wollte ich nicht, irgendwann wollte ich dann doch nach Hause.

Auch merkte ich in der Reha, wie instabil und labil meine Psyche ist. Die Ruhe tat mir zwar sehr gut, aber ich kam auch ins grübeln. Dort bekam ich schon die ersten Anstöße, das ich mein Leben verändern muss.

Wenn das immer so einfach wäre…

Guilia Enders „Darm mit Charme“


Ein tolles Buch, mit lustigen Illustrationen, zum schmunzeln.

Es ist, wie jedes Sachbuch, natürlich auch ein wenig wissenschaftlich, ist aber durch die lockere und manchmal freche Art zu schreiben, leicht zu lesen. Es beschreibt viele wichtige Vorgänge im Darm, welche Krankheiten und -erreger unserem wichtigsten Organ schaden können und was für einen gesunden Darm wichtig ist.

Die gut belesenen unter uns, werden vieles schon kennen, aber es gibt doch viele tolle interessante Infos und Erkenntnisse.

Ich kann dieses Buch empfehlen, nicht nur wegen der lustigen Bilder und Illustrationen.

Anne Calatin „Die Rotationsdiät“


Ein tolles Buch. Ich war mit der Internetseite www.kochenohne.de nicht immer ganz so zufrieden. Das Problem für mich war dieser starre Plan, mit den Lebensmitteln. An einigen Tagen konnte ich mir den Bauch vollschlagen und an anderen Tagen blieb mir kaum was zu essen. Also mussten weitere Infos her. In einem großen Online Buchhändler fand ich dann dieses Buch. Der einzige Nachteil, dieses Buch gibt es nur noch gebraucht.

Es wird ausführlich beschrieben, wie man mit der Rotationsdiät beginnen kann, welche Sympthome auftreten können (kurzfriste und auch späte Reaktionen), wie man die Testphase beginnt und wie man den Ernährungsplan aufstellt.

Am Ende des Buches stehen eine Menge Rezepte, die sich an die Rotationsdiät halten.

Fazit: Eine riesen Hilfe, um mit der Rotations zu beginnen oder weitere Hilfe zu bekommen. Es ist leicht verständlich, gut erklärt und sorgt noch für kurzweil, wenn man sich seinen eigenen Ernährungsplan zusammenstellt.