… und weiter gehts


Am Dienstag war ich bei meinem ersten Termin mit einer Ernährungsmedizinerin. Ich bin mir noch nicht sicher, aber sie scheint sehr gut zu zu hören und versteht auch meinen Leidensdruck und der ist imens.

Ich hatte den Termin gemacht, bevor ich letzte Woche meinen total Ausfall hatte. Ich nahm alle Unterlagen mit, die ich habe/ hatte und es war aus meiner Sicht ein gutes Gespräch. Aber an Hand der Fülle der Informationen musste die Ärztin doch erst mal schlucken. Ich erzählte frei heraus, sie stellte Fragen, ich beantwortete alles, soweit ich das konnte. Am Ende einigten wir uns, das sie meinen Ordner erstmal da behält, um sich alles in Ruhe an zu sehen. Die Informationen sind doch so viel und umfassend, das sich sich einen Überblick verschaffen wollte. Wir haben für Freitagmittag einen Termin ausgemacht, um in Ruhe über alles reden zu können.

Ihr erster Verdacht, das es sich um Allergien/ Kreuzallergien handeln könnte. Ich leide seit meiner Teenagerzeit unter Pollenallergien. Es fängt an mit Buche, Hasel, Birke, geht weiter mit Wegerich, Gräsern und Getreide, leider weiß ich gerade nicht ob, da auch Beifuß mitspielt. Oft verschwinden die Pollenallergien mit dem älter werden und manchmal kann es dann zu Kreuzallergien kommen.

Meine Hausärtzin hatte es schon mal in Erwägung gezogen, mich in die Klinik nach Schmallenberg zu überweisen. Aber irgendwie sind wir davon wieder abgekommen, weil sich eine andere Tür auftat und wir gingen diesen erst mal nach.

Tja, wäre ich jetzt sarkastisch, würde ich jetzt sagen, warum auch nicht, das fehlt noch in meiner Liste der „must haves“!!

P.S.: Die Klinik Kloster Grafschaft in Schmallenberg ist u. a. auf Allergien und Asthma spezialisiert. Genaueres findet ihr auf der Homepage.

Der Bauchweh-Psycho-Zusammenbruch


Gestern war es soweit… Mir ging es so schlecht, das ich von der Arbeit nach Hause fahren musste und gleich zum Arzt gefahren bin. Ich hatte so schlimme Bauchschmerzen, soviel Luft im Bauch, dass ich nicht mehr sitzen oder mich auch nur aufrecht halten konnte.

Seit meiner Reha weiß ich, das Stress meinen Gesundheit stark beeinflußt. Da ist es egal, ob der Stress positiv oder negativ ist. Oft reichen kleine Stressoren aus, um mir Schmerzen in Beine, Rücken oder Bauch zu verursachen. Aber so schlimm wie gestern, war es noch nie.

Ich habe große Probleme an meinem Arbeitsplatz, ich warte seit langem auf ausstehenden Lohn, die Arbeitsatmosphäre verschlechtert sich von Woche und Woche, mein Chef hat haarsträubende Ansichten und Meinungen und verdreht sich die Welt, wie sie ihm gefällt. Seine Lebensgefährtin, die ab und an auch dort hilft, benimmt sich so asozial, das man daran zweifelen muss, ob ich mein Kind in die Obhut dieser Erzieherin geben wollen würde. Als ich vor einigen Jahren dort angefangen habe, hatte ich (aus meiner damaligen Sicht) den besten Arbeitsplatz der Welt. Heute überlege ich mir, was ich sagen möchte, damit nicht wieder wilde Schmipf-Tiraden über mich herein brechen und ich nicht weiß, was ich mal wieder falsch gemacht haben könnte.

Mein Bauch schaukelte sich im Laufe der letzten Wochen immer schlimmer auf. Die Luft sammelte sich immer mehr in meinem Darm. Hatte ich ein paar Tage frei, beruhigte es sich etwas, aber so bald der Arbeitsalltag wieder los ging, blähte es sich schnell wieder auf. Ich merke wie ich die Luft „anhielt“ und nicht mehr richtig durch atmen konnte. Alle Muskeln verkrampften sich in Minuten schnelle und alles dehnen und strecken half nichts.

Gestern hatte es seinen absoluten Höhepunkt. Seit dem Mittagessen ging es mir immer schlechter. Es half nichts, kein Tee, keine Tropfen, keine Entschäumer. Alles für die Katz… Irgendwie hielt ich es bis um fünf Uhr nachmittags aus und machte mich dann schnell auf den Weg nach Hause und direkt zum Arzt. Der erkannte die Situation recht schnell. Wir kontrollierten die Stuhlproben, die alle negativ waren, und hatten dann ein tolles Gespräch, über Jobs und Stress.

Mein Arzt entschied sich dazu, mich erstmal zwei Wochen aus dem Verkehr zu ziehen. Da er schnell merkte, das die Darmprobleme auf jeden Fall da sind, aber durch den Stress so stark beeinflußt werden, das sie nur zu lindern sind, wenn ich zur Ruhe komme. Ich schlucke erst mal über die Dauer, war aber auch erleichtert, das er es nicht auf die leichte Schulter nahm.

Seitdem geht es mir etwas besser. Der verkrampfte Nacken löst sich (hatte ich heute den ganzen Tag Kopfschmerzen). Die Luft geht manchmal etwas ab. Ich bin erleichtert, das ich mich nicht wilden Diskussionen stellen, sondern kann einfach das machen, was ich will.

Und täglich grüßt das Murmeltier…


Ich fühle mich manchmal, wie in diesem Film. Gerade habe ich die Hoffung, ich habe das eine Überstanden und bin es los, klopft es ein paar Wochen/ Monate später wieder an die Tür und schreit: “ Bin wieder da!“ 😦

Schon in der Schmerztherapie hatte ich den Verdacht, das ich die Antidepressiva nicht vertrage. Abgesehen von der Müdigkeit, stellten sich fast alle Nebenwirkungen ein die so auf dem Zettel standen. Mundtrockenheit (für mich das schlimmste, soviel konnte ich gar nicht trinken), dann bin ich das viele Wasser, das ich trinken musste, nicht wieder losgeworden, dann hatte ich zwar keine Verstopfung, aber doch sehr Verhaltenen Stuhlgang und Luft bis zum abwinken, weil ich ja nicht so aufs Klo konnte. Es schaukelte sich so hoch, das ich wieder mal nichts essen mochte, weil mir die Luft unter dem Magen hing.

Das allerhärteste war dann ein wahnsinns Histaminschub. Es ging mir schon den ganzen Tag nicht gut, schwindelig, Kopfweh, Bauchschmerzen und immer wieder Übelkeit. Aber wie man als Frau so ist, macht man seinen Job trotzdem, bis ich mit dem Kopf zuerst beinahe in den Papierkorb gefallen bin, da ging ich dann doch nach Hause. Dort habe ich dann den Abend vorm Klo verbracht, weil ich nicht wusste, welches Körperteil ich zuerst darüber halten sollte. Es beruhigte sich dann irgendwann wieder, jedoch war ich am Ende meiner Kräfte.

Am nächsten Tag suchte ich meine Hausärztin auf und wir setzten sofort das Antidepressiva ab. Das war ca. vier Wochen nach Beginn der Einnahme. Im nachhinein fand ich heraus, das dieses Medikament ein DAO-Blocker ist. Na, herzlichen Glückwunsch!! Es brauchte lange bis ich mich wieder bekrabbelt hatte, aber alles verschwand nicht…

Seit der Zeit habe ich soviel Luft im Bauch, das ich schon wieder Stuhlproben abgeben musste. Mein Arzt fragte nur: was soll ich mit Ihnen nur machen? Das ganze schaukelt sich von Woche zu Woche mehr auf. Mittlerweile ist es so schlimm, das ich kaum was essen mag, weil der Bauch so voll ist, ich kann kaum irgendwo sitzen, ohne das es weh tut, geschweige denn mich auf meinen Job konzentrieren.

Nächste Woche habe ich einen Termin bei einer Ernährungsmedizinerin. Auf diese Idee kam ich durch die Sendung der Ernährungsdocs. Ich hoffe, dass mir helfen kann. Ich habe festgestellt, das ich nicht alles alleine schaffen kann. Ich brauche die Hilfe von außen um Probleme zu erkennen und eventuell beseitigen zu können. Ein wenig habe ich Angst, nicht das ich mir zuviel verspreche und doch wieder nichts bei heraus kommt und ich wieder alleine da stehe.

Hallo, bin wieder da …


… und hoffe ihr nehmt es mir nicht übel! (schäm)

Es war viel los, es gibt viel zu erzählen (schreiben) und es ist noch mehr passiert. Ich habe viel gelernt, viele Erkenntnisse gewonnen, viel nachgedacht und festgestllt das es mehr als nur schwierig ist und alles andere als einfach ist, sein Leben zu ändern und umfassend alles auf den Kopf zu stellen.

Aber jetzt genung mit dem grüblerischen, dazu später mehr. Die Reha und auch die Schmerztherapie haben mir sehr gut getan. In jeglicher Hinsicht. Ich hatte Zeit für mich, bekam eine Menge Denkanstöße und noch mehr Sport und Bewegung. Obwohl ich im nach hinein sagen, muss das mir die Medikamente der Schmerztherapie nicht gut taten. Ich kämpfe immer noch mit den Nachwirkungen.

Auch habe ich festgestellt, das es mir diesen Winter auch nicht wirklich gut. Die Kälte macht mir zu schaffen und soviel kann ich manchmal gar nicht anziehen, das mir die Beine und der Rücken nicht wehtun. Auch bin ich dieses Jahr sehr empfindlich. Sobald ich ein wenig Zugluft oder kalte Luft abbekomme, bin ich sofort erkältet. Vor zehn Tagen war ich bei leichten Plusgraden draußen Walken und hatte keine Mütze auf, am nächsten Tag hatte ich Schniefnase. 😦 Aber gut ich kann es nicht ändern. Ich muss es halt hinnehmen.

Ich versuche in den nächsten Tagen noch mehr zu berichten. Mit ausführlichen Berichten zur Reha und der Schmerztherapie.

Also bis bald!

Es wird gerade alles zu viel…


Ich möchte nur noch meine Ruhe haben. Alles prasselt auf mich ein und ich weiß nicht, wie ich gerade alles auf die Reihe bekommen soll. Meine TO-DO-Liste für die Reha ist so lang und meine Zeitfenster so klein, um alles zu erledigen. Kann ich nicht wie Jeannie, einmal mit dem Kopf nicken und es ist Mittwochmorgen und ich sitze im Zug zur Reha? Schön wärs.

Alles fing mit dem Backmarathon am Sonntag an. Den habe ich ja ganz gut geschafft und überlebt. Am Montag war mein normaler Arbeitstag. Morgens musste ich schon mit der Firma telefonieren, die meinen Koffer abholen soll (ich brauche nur mein Handgepäck schleppen). An dem Tag, der für mich vorgesehen ist, ist in der Zeit keiner da. Alle haben Termine, sind arbeiten oder sonst was. Also musste ein anderer Abholort gefunden werden. Jetzt schleppe ich mein Gepäck mit zur Arbeit und lasse es dort abholen. An diesem Montag gab es viel zu tun. Am Wochenende ist bei uns ein Heimatfest und es müssen eine Menge Vorbereitungen getroffen werden. Nach Feierabend warteten noch einige Kleinigkeiten die erledigt werden mussten und dann war es auf einmal halb zehn.

Der Dienstag ging so weiter, im Laden stapelten sich die Aufgaben und zu Hause wurden die Listen immer länger. Vor der Arbeit dort hin, das holen, ein anderes bestellen, in der Mittagspause das nächste abgearbeitet und abends das Bestellte abgeholt und in den Koffer geschmissen, weil, das darf ich auf keinen Fall vergessen.

Der Mittwoch war etwas ruhiger. Nach dem Sport, der mir auch vom Kopf her sehr gut tat, ab in die Drogerie, vollgepackt mit dem Fahrrad nach Hause, schnell essen, ab zum Friseur, weil die Haare sch… aussehen und einfach doof sind. Abends Büro putzen gehen und danach erschöpft aufs Sofa fallen. Aber die Tasche mit dem vom morgens gekauften musste noch ausgepackt werden und alles in den Koffer. Oh, aber der Tag hatte auch was gutes. Ich habe für dreißig Euro eine Hose, drei T-Shirts und einen Haufen Socken erstanden und die Haare waren wieder schön. 🙂

Der heutige Donnerstag begann um sechs Uhr. Ein schnelles Frühstück und um acht musste ich beim Orthopäden sein. Dort war ich schnell wieder raus, auf dem Weg nach Hause, noch Späne (Einstreu für die Haustiere) eingekauft. Aufs Fahrrad und den Haufen Socken umgetauscht, weil, falsche Größe, zur Apotheke und noch mal was bestellen und wieder arbeiten. Dort wartete auch wieder eine Menge Unerledigtes auf mich, Ware ausgepackt, auszeichnet, alles ins Internet und nach Feierabend wieder an der Apotheke vorbei und alles abgeholt.

Und das hört nicht auf. Denn die Wäsche muss noch gewaschen werden, alles auffalten, so gut wie möglich faltenfrei in den Koffer, die Reste abbacken, damit ich auch auf jeden Fall genug habe. Hoffen das alles in die Koffer passt und notfalls mit Gurtbändern vorm platzen sichern. Ach ja, und putzen muss ich auch noch zwischendurch, da wir auch noch Besuch bekommen.

O-Ton meines Freundes: „Was machst du dir für einen Stress? Das ist der Grund, warum ich meinen Koffer erst kurz vor der Abreise packe!!“ Schnucki-Putzi, wer macht denn deine Wäsche, wenn du mal wegmusst? Du bestimmt nicht…

Hhmm… Vegan und Superfoods doch nicht so super?!


indexEin Bericht von Steffi Kochtrotz hat mich ins grübeln gebracht. Nach veganer Ernährung waren ihre Vitalstoffwerte im untersten Bereich und sie litt unter einer schlimmen Schwermetallbelastung.

Nach dem ich feststellte, das mir die vegane Ernährung gut tat, hatte ich mich mehr oder weniger streng danach ernährt. Wenn es mal Bratwurst gab oder Kuchen mit Eiern, Milch oder Käse habe ich ihn trotzdem mal etwas davon gegessen. Immer meinte ich, dass das Eiweiß die Fibromyalgie triggern würde. Jetzt muss ich aber feststellen, das auch die vegane Ernährung an den Muskelschmerzen nichts ändert. Denn sobald das Thermometer unter die 20° Grad Marke fällt (so wie heute), geht es mir besonders schlimm. Vielleicht war es auch gerade so eine kühle Phase, als ich das Fleisch testete, und deshalb ging es mir nicht so besonders?

So grübelte ich am Samstag vor mich hin und rannte glaube ich offene Türen bei mir ein. Den ganzen Tag schmachtete ich schon nach einem ordentlichen Stück Fleisch zwischen den Zahnlücken und der Mozarella flehte mich an, ihn ein zu packen. Ich widerstand nur mit großer Mühe.

Ähnlich erging es mir, als ich las, das Steffi Kocktrotz alle sogenannten „Superfoods“ aus ihrer Ernährung verbannt hat. Die Schwermetall- und Pestizidbelastung ist bei den meisten Produkten erheblich. Vor kurzem stellte eine Bekannte fest, die auch Heilpraktikerin ist, das mein Körper stark mit Blei belastet ist. Zum Glück habe ich nie viel Chia oder ähnliches gegessen, aber in den letzten drei bis vier Wochen habe ich doch täglich Chiapudding gegessen, um meine Verdauung in Schwung zu bringen. Leinsamen erfüllt die gleiche Funktion, wurde aber durch den Chia in den Hintergrund gedrängt. Durch die HPU ist meine Entgiftung sehr stark eingeschränkt und mein Arzt aus Osnabrück hängt mir schon seit einem Jahr in den Ohren das Schwermetall auszuleiten. Leider kann ich es mir nicht leisten.

Muss ich meinen Körper mit Superfoods aus zweifelhaftem Bioanbau belasten? Es gibt genug heimische Alternativen, wie den Leinsamen, die genauso funktionieren und ebenso gesund sind. Soll ich eine Menge Geld in Lebensmittel stecken, die mich noch mehr Schwächen und krank machen?

Für mich ist klar, ich kann meinen Geldbeutel entlasten und werde mich vom Chia trennen. Das Geld kann ich für sinnvolleres brauchen, z. B. für die Ausleitung der Schwermetalle. Das dumme ist nur, das ich noch einen vollen Beutel Chia im Schrank stehen habe. 😦 Mal schauen ob ich ihn selber aufbrauche oder ihn verschenke.

Aus-dem-Kalender-Streichtag


Heute war ein besch… Tag! Zum Glück ist er fast vorbei und dann mach ich drei Kreuzzeichen. Als erstes kam ich heute morgen nicht aus dem Bett. Von mir aus hätte ich noch ein paar Stunden liegen bleiben können. Das hätte mir aber auch nicht geholfen. Irgendwie wollten die Beine nicht über die Bettkante und die Augen wollten nicht aufgehen.

Irgendwann bin ich dann doch aus dem Bett gekrochen, es hilft ja doch nicht. Draußen war es trüb, kalt und noch sehr windig. Ich machte mich für den Sport fertig, frühstückte in Ruhe, trank meinen Kaffee und machte mich auf den Weg zum Pilates. Auf dem Fahrrad fingen die Probleme an. Mir taten die Beine so schrecklich weh. Sie waren hart und wie verkrampft. Gut, also ab in den Kursraum und auf die Faszienrolle. Heute war es echt schäbig und schmerzhaft, aber es hat geholfen (wie schon so oft).

Das Pilates begann und es ging so gemein weiter. Die ersten Übungen fingen im stehen an und wir brauchten unsere Oberschenkelmuskeln. Ooohhh, tat es weh! Ich konnte die Spannung kaum halten und musste aus der Übung raus. Die anderen Übungen gingen einigermaßen, aber die Beine wollten heute nicht mitmachen. Sie benahmen sich, als wären sie vom anderen Stern.

Zur Belohnung und zur Entspannung ging es auf die Massageliege. Das Gym hat einen Hydrojet und den nutze ich gerne nach dem Sport. Da merkte ich schnell, das die Beine heute nicht das einzige sind, was sich von mir scheiden lassen wollte. Der Rücken trat heute auch in den Streik.

Bei einer namhaften Drogerie wollte ich eine Fotocollage erstellen. Ich saß eine geschlagene dreiviertel Stunde an diesem schäbigen Gerät, bis endlich alles so aus dem Drucker kam, wie ich es haben wollte. Mittlerweile war es halb eins, halb verhungert und schon fast am Ende meiner nervlichen Belastbarkeit. Ich hatte genug Collagen ausgedruckt, aber am Ende des Tages blieb für mich keine mehr über. Meine Mutter hat sie großzügig an meinen Bruder, seine Schwiegermutter  und noch einige andere verschenkt. Ich gönne es den anderen, aber hoffentlich wissen sie meine Arbeit zu schätzen.

Heute nachmittag musste ich nochmal aus dem Haus und das Büro putzen gehen. Sonst fahre ich immer mit dem Auto, heute war kein einziges da. Mein Freund mit dem meinigen weg und meine Mutter mit deren eigenem. An einem so schlimmen Tag, musste ich prompt mit dem Fahrrad los. An anderen Tagen macht es mir nicht viel aus, aber heute hätte ich es mir echt sparen können.

Also, rauf aufs Fahrrad. Ich fuhr nicht sehr schnell, aber ich kam irgendwie an. Zum Glück gab es keinen so starken Wind mehr, wie den Tag vorher. Ich kämpfte mich durch die zwei Stunden und radelte genauso langsam, mit einem Umweg über den Discounter, wieder nach Hause. Endlich brauchte ich nur noch die Treppe rauf, mein Abendessen genießen und die Beine hochlegen und ich war so glücklich das der Tag vorbei war.

Ich werde meine Füsse jetzt in Natron baden, duschen gehen und ins Bett fallen. Dann ist der schreckliche Tag endlich vorbei. Boah, was bin ich froh…

P.S.: Es ging die ganze Woche so weiter. Manchmal verliert man und manchmal gewinnen die anderen . Was solls, hinfallen, aufstehen und Krönchen richten!!

Wie kommt man an eine Hefepilzinfektion…?


500_F_85587854_E7r3JdJXHmEcaVksweLwkas0YI0NI8uMIch hatte jetzt ein paar Tage Zeit zum grübeln und ich mache mir darüber Gedanken, wie ich an diesen Pilz gekommen bin. Ich trinke keinen Alkohol, ich backe zwar Brot und Gebäck mit Hefe, aber beim backen wird die Hefe inaktiv. Das einzige was ich zu mir nehme ist das EM (Effektive Microorganismen). Damit die Milchsäurebakterien gut wachsen und gedeihen können, braucht es als Nährlösung die Hefe.

Der Saccharomyces cerevisiae (Hefepilz) wird in gängigen Präparaten wie Perenterol verwendet, um bei Durchfall zu helfen. Normalerweise tut er der Darmflora gut. Aber wie kann es so nach hinten los gehen?

Als ich letztes Jahr meinen Pilz auf eigene Faust beseitigt hatte, habe ich es gut hinbekommen. Kurz nach der Behandlung habe ich mit EM angefangen. Es sollte die paar Pilze, die vielleicht noch zuviel sind, abtöten und dann die guten neuen ansiedeln. Zur Unterstützung, damit auch ja die richtigen Bakterien im Bauch wachsen, habe ich noch extra Milchsäurebakterien genommen.

Mittlerweile habe ich den Verdacht, das vielleicht das EM daran „schuld“ sein könnte. Das mein Bauch einfach so kaputt war/ ist, das sich die richtigen Bakterien nicht ansiedeln und sich der Hefepilz munter ausbreiten konnte. Der Bauch blähte sich immer wieder so schlimm und ich bekam es so gar nicht in den Griff. Alles was ich machte, ging nach hinten los. Jetzt weiß ich, dass die Hefe nur ihre Arbeit gemacht hat. nämlich die Kohnlehydrate in Luft verwandeln. Und ich hätte mich auf den Kopf stellen können und es hätte nichts geholfen… 😦

Seit ca. 10 Tagen mache ich eine kohlenhydrat- und zuckerarme Diät. Es hilft nur sehr langsam und die Luft hält sich immer noch sehr hartnäckig im Bauch. Da ich mich vegan ernähre ist es sehr hart. Zur Zeit lebe ich nur von wenig Brot am morgen, Gemüse, Salat in jeder Form, Chiapudding und veganen selbst gemachten Joghurt, ab und an Nüsse und Kokoschips. Die Hauptsache ist, das der Bauch genug zu tun hat und man/ frau nicht in ein Hungerloch fällt. Hoffentlich muss ich kein Antimykotikum nehmen, denn dann muss ich die Diät weiterhin einhalten und dann noch mal für mindesten 3 Wochen.

Kann ich jemals wieder auf einem Pferd sitzen?


Seit der Diagnose sind ja mittlerweile ein paar Tage vergangen. Ich bin sehr unsicher und weiß so gar nicht, was mich erwartet. Meine Schwiegermutter hat schon seit Jahren Fibromyalgie und ich weiß nicht wie ich ihr Verhältnis dazu beschreiben soll. Ich glaube sie ruht sich gerne auf ihr aus, damit sie Bestimmtes nicht tun „kann“, weil es ja doch so schmerzt. Mit ihr kann ich nicht darüber sprechen. Da darf ich mir nur anhören, wie schlecht es ihr geht. Ich möchte mich aber nicht davon runter ziehen lassen. Normalerweise würde ich solchen Leuten aus dem Weg gehen, leider geht das in diesem Fall nicht immer.

Es geht mir im Bezug auf die Müdigkeit etwas besser, da ich glaube, das die Diagnosestellung einen großen Leidensdruck von mir genommen hat. Aber gleichzeitig tun sich andere Probleme auf. Wie lerne ich, mit den Muskelschmerzen umzugehen, die Einschränkung zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen? Schließe ich mich einer Selbsthilfegruppe an oder gründe ich eine mit meiner Freundin, die auch betroffen ist? 😉 Kann ich jemals wieder das machen, was ich mir am allermeisten Wünsche? Werde ich je wieder auf einem Pferd sitzen? Kann ich die Radtour machen, die ich schon seit Jahren fahren möchte?

Immer wieder stoße ich im Alltag an meine Grenzen. Die heutige war ein gemütlicher Spaziergang von ca. 1 1/2 Stunden. Der Wind war kalt und auf halben Weg erwischte mich ein Regenschauer. Der Wald hielt viel Regen ab, so das ich nur ein paar Tropfen ab bekam, aber es war mir so kalt von den paar Minuten warten. Ich musste mich nach dem Spaziergang in eine Decke wickeln, damit es mir wieder besser ging und ich wieder warm wurde. Das Wäsche rauf und runter tragen, stellt mich vor enorme Herausforderungen, vor allem die Treppen, die sich wie ein Mount Everest anfühlen. Staubsaugen schiebe ich schon lange auf den Herz-Allerliebsten ab. Beim Pilates muss ich oft Übungen unterbrechen, da sie mir zu anstrengend werden, ebenso bei dem moderaten Krafttraining. Ich bin doch erst 39. Ich frage mich immer wieder, wie soll das weiter gehen? Wann kommt der nächste Schub? Ist er so schlimm, wie der letze? Gibt es jemanden, der mir ehrliche Antworten geben kann und helfen kann die Unsicherheiten abzubauen?

Instinktiv habe ich aber einige Dinge richtig gemacht. In meinem Fitness-Center gibt es eine Hydrojet-Massageliege. Die nutze ich seit einem Jahr regelmässig, ebenso wie die Faszienrolle, sie tut richtig gut. Mit Wärme komme ich gut zurecht. Die letzten Tage waren eine Wohltat. Ich hatte mir mit meiner Gartenliege einen Platz in der Sonne gesucht. Es war herrlich. Oft hatte ich mich im Winter sehr dick angezogen, es linderte die Schmerzen auch ein wenig. Auch die Vegane glutenfreie Ernährung war der richtige Ansatz. Letzten Sonntag hatte ich Heißhunger auf eine Bratwurst und ich habe sie mit Genuß gegessen. Leider brauchte ich danach fast eine Woche um mich davon zu erholen. So schlimm schmerzten die Muskeln in den Oberschenkeln und im Rücken. Es war so schlimm, das ich die Pfötchen, des kleinen Hündchen nicht haben konnte, wenn er an mir hochsprang. Auch jetzt tun sie weh, wenn ich vor dem Computer sitze. Die Muskeln fühlen sich immer hart und verkrampft an. Ich weiß gar nicht was ich dagegen tun kann und Magnesium hilft nur bedingt. Die Faszienrolle nimmt ein wenig von den Schmerzen, wenn ich ein paar mal darauf rum rolle.

Es ist alles nicht so einfach. Vorallem wenn man mit so einer Diagnose allein gelassen werde. Aber wie immer in meinem Leben. Wenn ich etwas mache, dann richtig und nie den einfachen Weg. 😉

Ich will doch nur eine REHA…


Ich will doch einfach nur zu einer Reha-Maßnahme. Aber das ist gar nicht so einfach… Warum zieren die sich bei mir so und andere bekommen es hinterher geworfen?! Ob sie dann sinnvoll ist oder nicht, interessiert da keinen.

Im Februar habe ich eine Reha-Maßnahme beantragt. Da ich das zwar auf Anraten meines Orthopäden gemacht habe, aber den Antrag nicht über den Arzt versendet habe, musste ich u. a. zu einem unabhängigen Arzt der mich dann noch zusätzlich untersucht hat. Da war dann der Befundbericht des Orthopäden auch schon unterweges.

Und natürlich gab es auch prompt eine Absage. Durch einen dummen Zufall, hatte ich ein paar Tage später einen Termin bei meinem Orthopäden und wir besprachen auch gleich den Widerspruch für den Rententräger. Diese forderten auch gleich den nächsten Befundbericht mienes Rheumatologen an. Seit dem warte ich auf eine Reaktion des Rententrägers.

Bei dem Gespräch mit dem Orthopäden, kam dann raus. Das es sehr schwierig sein würde den Antrag durch zu bekommen. Ich habe einfach nicht genug Maßnahmen, wie Reha-Sport oder Krankengymnastik,  in Anspruch genommen. Dabei habe ich bis Mitte des letzten Jahres den Reha-Sport durchgezogen, was mir aber nicht sehr gut geholfen hat. Krankengymnastik bekam ich nur wegen den Problemen mit meiner Schulter. Das haben wir schnell auch noch mal für den Rücken nachgeholt. Aber der Erfolg war auch eher mäßig. Gestern abend war die Muskulatur im Rücken sehr entspannt und locker. Heute morgen ist dieser Effekt leider wieder weg. 😦

Auch war ich nicht genug krank geschrieben. Bis jetzt hat auch noch nie einer Anstalten gemacht mich überhaupt mal wegen irgendetwas krank zu schreiben. Das letzte Mal war es wegen einer Magenspiegelung, weil ich an dem Tag nicht arbeiten konnte. Sonst hieß es immer: „Gehen Sie ruhig arbeiten, bewegen Sie sich viel, machen Sie täglich ein paar Übungen für den Rücken.“

Ja mal ehrlich, wie soll ich dann einen Reha-Antrag durch bekommen? In meinem nahen Umkreis, bekam jemand einen Reha, weil sie ja sooo an den Nachwirkungen einer total unnützen OP litt, die sie auch noch unbedingt wollte. Noch in der Reha musste sie wieder operiert werden und dann die Maßnahme abbrechen. Sie bekam die Reha ohne großes Theater. Ich kämpfe schon seit Monaten darum. Irgendwie eine ungerechte Welt…

Ein Lichtblick war der unabhängige Arzt der mich untersuchte. Als ich meinen Ordner auf den Tisch legte, einer riesen Liste an Diagnosen und erzählte was so alles schief läuft meinte er, alleine die Stoffwechselstörung mit der Erschöpfung, wäre schon ein Grund mich auf eine Reha zu schicken, der Rest mit den Intoleranzen/ Unverträglichkeiten, der Rückenbeschwerden und der leichten Depression wäre da noch das Tüpfelchen auf dem i.

Ich bin gespannt und warte, mehr oder weniger geduldig.