Endlich traut sich mal jemand…


SmileAm letzten Donnerstag hatte ich einen Termin bei meiner Hausärztin. Nach dem der Rheumatologe mich so gemein hängen gelassen hatte, suchte ich jetzt  nach ca. 10 Wochen Hilfe bei ihr. Als sie fragte, was sie für mich tun könnte, schilderte ich ihr meine Situation und meine Beschwerden. Sie hörte sich alles an und sagte gleich, nach dem sie den Arztbrief gelesen hatte, das hört sich auf jeden Fall nach Fibromyalgie an. Das erste mal das jemand die Diagnose ausgesprochen hat.

Sie überlegte einen kurzen Augenblick und entschied dann, das ich stationär ins Krankenhaus aufgenommen werden sollte. Es gibt dort eine Abteilung, die sich auf Schmerztherapie spezialisiert hat und die mit verschiedenen Therapieformen versuchen die Schmerzen zu lindern und einem beibringen, mit den Schmerzen umzugehen. Das wäre in meinem Fall wohl das beste, da die Diagnose noch sehr frisch wäre.

Mit der Überweisung in der Tasche, da steht zum allerersten Mal „Fibromyalgie“ als Diagnose, ging ich, sehr erleichtert das mir endlich mal jemand hilft, nach Hause. Am Freitag wollte ich dann den Termin für ein Gespräch ausmachen, doch gab es erst Termine ende Oktober. Meine Stimmung sank gleich wieder gegen null. Die Sekretärin sagte, aber es gäbe noch die Möglichkeit auf stationäre Aufnahme, da gabe es noch ende August oder mitte September freie Plätze. Meine Ärztin sollte sich mit der Oberärztin in Verbindung setzen, dann könnten sie über die Aufnahme beraten.

Nachdem Telefonat ging ich wieder zu meiner Hausärztin und schilderte der Arzthelferin die Situation. Sie versprach sich der Sache anzunehmen. Ich hoffe das die Sache läuft. Werde mich wohl noch ein wenig in Geduld üben müssen. Meine Ärztin sollte sich heute am späten Vormittag auf der Station melden. Oh ich bin so gespannt, wie es weiter geht.

Update: Ich gehe in Schmerztherapie!!

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Das geht, das geht gar nicht, das geht …


Es kristalisiert siSmilech immer mehr heraus, was ich essen kann und was nicht, obwohl der Pilz noch lange nicht verjagt ist. Das Protestgeschrei meines Bauches ist nicht zu überhören, auch wenn er still und leise schreit.

Es war nicht so leicht, den stillen Aufschrei zu hören, aber auf einmal machte es Klick und ich erkannte das Signal. Mittlerweile konnte ich zwei Arten von Blähbauch ausmachen. Es gibt den, der  einfach da ist, macht ne kleine Kugel, aber die Knöpfe der Jeans gehen noch zu und er tut nicht weh und manchmal lässt er die Luft auch los und raus. Und es gibt den, der richtig weh tut. Er macht einen Bauch der fast so aussieht als wäre ich im fünften Monat schwanger. Die Luft sitzt fest und geht nicht ab, der Bauch ist hart, fest und es gibt auch nichts, um das zu ändern. Tee, Wärmflaschen, Kirschkernkissen, SabSimplex oder Espumisan helfen gar nicht. Es setzt ein Völlegefühl ein, sobald man was gegessen hat, das erst nach ein oder zwei Tagen wieder weggeht.

So konnte ich den letzten Wochen meiner Anti-Pilz-Diät, schnell feststellen, welche Lebensmittel ein absolutes NO GO sind. Heraus kamen, neben dem bekannten, u. a. Hülsenfrüchte (auch grüne Bohnen und Erbsen), Spargel, Brokkoli, Zwiebeln, Knoblauch. Gerade um die Hülsenfrüchte tat es mir besonders leid, sie machen so schön satt, haben wenig Kohlehydrate und viele Balaststoffe. Es viel mir so schwer sie aus dem Speiseplan zu streichen, aber es ging mir innerhalb von wenigen Tagen enorm besser. Mein Bauchgefühl hatte wieder mal die Hosen an.

Heute abend entscheidet sich, ob ich mit meiner Anti-Pilz-Diät weitermachen soll und ob ich zur Unterstützung  ein Medikament bekomme. Ich möchte doch endlich mal wieder ohne Bauch-einziehen rumlaufen. Obwohl, es tolle Bauchmuskeln macht… 😉

Was für ein Pilz? Saccharomyces cerevisiae? Backhefe?


88c48506edWeil ich die starken Blähungen immer noch nicht im Griff habe, habe ich die Tür meines Gastro eingerannt. Ich habe ihm mein Problem geschildert und er ist mir helfend zur Seite getreten und hat mir drei Tüten für Stuhlproben in die Hand gedrückt. Mein Gastro ist ein toller Arzt. Er hört zu und man/ frau kann gut mit ihm reden. Bis jetzt hat er jedes meiner Probleme ernst genommen und immer ein offenes Ohr für meine Anliegen gefunden. Dieses Mal auch. Er machte die üblichen Tests und ließ auch die Bauchspeicheldrüsenwerte sowie auf Pilze testen. Zum ausprobieren, ob es mir hilft, hat er mir einmalig Kreon verschrieben. Er hat es nur als Ausnahme gemacht, da es sich um Enzyme handelt und nicht um einen „gefährlichen“ Wirkstoff. „Aber erst nach den Stuhlproben einnehmen!“ Aber klar doch.

Also habe ich wieder mal artig alle Röhrchen voll gemacht und zur Analyse weggeschickt. Endlich mal, wie es sich gehört, mit drei auf einander folgenden Proben. Nach den Proben habe ich das Kreon ausprobiert, aber einen durchschlagenden Erfolg gab es nicht. Also nahm ich die Kapseln zu Ende, denn ich habe sie ja aus eigener Tasche bezahlt und sie kosteten fast 30 €.

Ich fasste mich also wieder mal in Geduld und wartete auf den Tag mit dem Gastro-Termin. Die Ergebnisse der ersten beiden Proben waren negativ, aber die letzte Probe hatte stark erhöhte Werte des Pilzes Saccharomyces cerevisiae, ein Hefepilz. Die Werte waren um das 10-fache erhöht. Der normale Wert sollte so um die 50.000 KBE/ g Stuhl liegen, meine lagen bei 500.000 KBE/ g. Dieser Pilz wird als Back- und Brauhefe verwendet. Beim Backen wird die Hefe durch die Hitze abgetötet.

Als Therapie haben wir erst mal eine kohlehydrat- und zuckerarme Diät in Angriff genommen. Bei älteren Menschen, die Probleme mit der Ernährungsumstellung haben, empfiehlt er ein Antimykotikum. Da er aber meine Geschichte kennt und er weiß, das ich das kann und auch weiß, wie ich es umsetzen muss, versuchen wir es so. In drei Wochen sollte es mir merklich besser gehen, ansonsten bekomme ich doch ein Medikament. Das Problem ist nur, außer Gemüse und Kohlehydrate habe ich nichts anderes mehr, was ich noch essen kann. Der Gastro meinte, ich sollte mich nicht selbst kasteien und die Kohlehydrate um zwei Drittel zu reduzieren. Keinen Zucker, wenig Brot, Kartoffeln und Reis.

Also kämpfe ich mich duch Kohlehydratarme Kost, viel Salat, Gemüse, veganen Joghurt, Chia-Pudding, morgens ein wenig Brot, mittags Mal zwei Löffel Reis oder ein paar Kartoffeln. Ständig bin ich am kauen, weil ich immer Hunger habe. Gemüse und Salat halten leider nicht lange vor… 😦 Aber bis jetzt klappt es sehr gut. Damit ich satt werde, habe ich mir so einiges einfallen lassen. Morgen gibt es eine Gemüsesuppe. Wenn es weiterhin so gut klappt, dann halte ich die drei Wochen spielend durch.

Wieder ein Schrittchen weiter! :-)


Nach dem es mir in den letzten Wochen körperlich so schlecht ging. Bin ich vor ca. zwei Wochen spontan zu meinem Arzt nach Osnabrück gefahren. Dort wurde mir wieder mal eine riesige Menge Blut abgenommen worden (bin jedes Mal fasziniert, was alles so in einen Arm passt) und ich bekam noch einen Test für eine Urinprobe mit, um Jodmangel auszuschließen.

Also musste ich mich wieder mal in Geduld fassen und zum Glück ging die Zeit diesmal sehr schnell um und gestern war ich also wieder in Osnabrück und besprach mit dem Arzt die Ergebnisse. Es stellte sich ein leichter Jodmangel raus, eine leichte latene Schilddrüsenunterfunktion und eine leichte latente Perniciosa (B12-Aufnahme Störung).

Der Jodmangel kann recht leicht behoben werden und ich bekomme eine 0,1% Lösung, die ich langsam einschleichen muss. Es dauert etwas bis das Medikament da ist, aber dann kann es los gehen.

In der Hoffnung, das wenn der Jodmangel beseitigt ist auch die Schilddrüse wieder mitspielt, habe ich noch keine Ersatzhormone bekommen. Ich habe schon seit längerem den TSH-Wert beobachtet. Meine ft3 und ft4-Werte waren bis jetzt immer normal, daher hat kein Arzt sich darum gekümmert. Da ich aber eine HPU habe, kann eine Schilddrüsenunterfunktion verschleiert werden.  Im Buch des KEAC ist es ausführlich beschrieben. Für die ist dann der TSH-Wert ausschlaggebend. Meiner war bei 2,8. Bei gesunden, sollte er unter 2,0 liegen, alles was über 2,5 liegt gilt mittlerweile bei HPU-Patienten schon als leichte Unterfunktion. Zudem sollten dann die Sympthome nicht außer acht gelassen werden. Ich friere selbst bei 25° Grad im Sonnenschein noch und bin ständig müde und vieles mehr.

Die leichte Perniciosa habe ich schon lange. B12 wird gebraucht um Blut zu bilden. Bei einer ausgeprägten Perniciosa kann es zu einer schlimmen Anämie kommen, die sogar tödlich enden kann, wenn man sie nicht behandelt. Da ich ja eh schon einen B-Komplex nehme, bin ich da auf einem guten Weg.

Mal abwarten, ob mir das Jod hilft oder ob ich doch noch Hormone haben muss.

„Da haben wir doch drüber gesprochen…“ Hmmm, war ich dabei?


indexVergangene Woche hatte ich einen Termin in DER namhaften Rheumaklinik hier im Münsterland. Nach Absprache mit der Sekretärin, sollte ich alle Befunde, MRT- und Röntgenbilder und was ich sonst noch hatte und natürlich eine Überweisung vom behandelnden Rheumatologen, mitbringen.

Mittwoch sollte der Termin sein und ich habe dann am Montag eine Überweisung beim Rheumatologen bestellt. „Ich weiß nicht, ob wir die so ausstellen können, da muss ich erst mit meinem Chef sprechen“, sagt meine Bekannte. Da ich arbeiten musste, habe ich meinen Freund gebeten, sich dort noch mal zu melden. Die Aussage der zweiten Sprechstundenhilfe war, ich muss mich auf jeden Fall noch mal vorbei kommen und mit dem Arzt sprechen. Einfach so könnte man die Überweiung nicht auststellen. Da mein Termin so bald war, einigten sich mein Freund und die Sprechstundenhilfe, das ich ohne Termin am Dienstagmorgen 8:00 Uhr da sein sollte.

Ich fand mich also am nächsten Morgen pünktlich in der Praxis ein und wurde innerhalb weniger Minuten ins Behandlungszimmer gebracht. Der Arzt saß noch im Nebenzimmer. „Also wenn Sie noch ne zweite Meinung haben wollen, ist das ja kein Problem, Sie können alle Befunde bekommen. Aber einfach so in eine Klinik, das ginge nicht“, sagte die Helferin. „Bis jetzt habe ich das immer so gemacht und wurde auch von den Ärzten angehalten, das so zu machen, da man mir in bestimmten Bereichen ja nicht mehr weiterhelfen konnte. Außerdem wollte ich keine zweite Meinung, sondern endlich Wissen was ich habe. Da ja keiner damit rausrückt.“ Ich habe nicht laut, aber auch nicht leise gesprochen. Der Arzt wird es bestimmt gehört haben, ansonsten waren noch keine Patienten da, die etwas in der Richtung mitbekommen haben könnten.

Als der Arzt kurze Zeit später rein kam, rügte er mich auch wegen meiner Vorgehensweise. Man käme nicht so einfach zur Klinik. Ich leierte wieder meinen Text runter. „Was erwarten Sie den von meinem ehemaligen Chef? Ich kann Ihnen gute Kollegen nennen, falls Sie eine zweite Meinung haben wollen.“ „Ich brauche keine zweite Meinung. Ich möchte endlich Wissen, was mit mir los ist. Keiner sagt mir etwas!“ „Da haben wir doch schon drüber gesprochen, das Sie Weichteilrheuma haben! Auf Grund der Schuppenflechte, können auch die Muskel- und Sehnenansätze Probleme machen. Leider kann man da nicht viel machen, es hilft nur eine Schmwerztherapie, die mit dem Hausarzt, dem Orthopäden, eventuell noch mit einem Psychotherapeuten und einem Schmerzmediziner, abgesprochen werden kann. Aber das hatten wir doch schon alles geklärt.“

Meine ersten Gedanken waren: War ich dabei, als du mir das Alles gesagt hast? War ich wieder mal so abwesend, das ich das nicht mitbekommen bzw. geschnallt habe? Bist du sicher, das du auch wirklich mit mir gesprochen hast oder hast du es nur in deinen Bericht geschrieben?

„Es tut mir leid, ich kann Ihnen leider nicht helfen. Ich bin da am Ende meines Wissens. Ich habe viele Patienten, denen ich das gleiche sagen muss. Mehr kann ich nicht für Sie tun. Falls Sie doch eine zweite Meinung haben möchten, kann ich Ihnen kompetente Kollegen empfehlen.“ „Ich brauche keine weitere Meinung, nur endlich mal jemanden, der offen und ehrlich zu mir ist. Ich halte das aus! Glauben Sie mir!“

Ich verließ die Praxis recht schnell. Ich vergaß auch alles, Berichte und Befunde und alles. Ich musste erst mal vor die Tür. Das war eine Schock für mich. Ich zweifelte an mir, hatte ich doch die Diagnose überhört? Aber je länger ich darüber nachdachte, desto weniger konnte das sein. So was wichtiges habe ich noch nie verdrängt und gerade zu solchen Terminen und Gesprächen, reiße ich mich immer zusammen, damit mir sowas nicht durch geht.

Ich ging nach Hause und hatte auf dem kurzen Weg schon mal ein wenig Zeit zum grübeln. Als ich die Tür öffnete, kam mir das Hündchen entgegen und meine Mutter, fragte gleich was Sache war. Ich erzählte ihr alles, auch sie meinte, das ich sowas nicht vergessen würde. Sie war genau wie ich geschockt, über die Selbstverständlichkeit, mit der der Arzt mir sagte, das ich Weichteilrheuma habe. Aber das Verhalten, das er an den Tag legen würde, haben mein Vater und meine Mutter auch schon in der namhaften Klinik erfahren. Da druckste man auch herum und traute sich nicht zu sagen, was los ist. Vielleicht hatte er das da gelernt? Als ich in meine Wohnung ging, sprach ich sofort mit meinem Freund, über die Situation. Er wackelte Verständnislos mit dem Kopf und war genauso Baff und geschockt wie ich.

Ich fand es auf jeden Fall sehr traurig, das ich erst mit einer Klinik „drohen“ muss, um zu erfahren was mit mir los ist. Was ich aber sehr gut fand, das er mir sagte, er hätte hier seine Grenze erreicht. Das hat mich sehr beeindruckt. Aber traurig fand ich, das er die ganze Therapie in andere Hände gibt.

Ich war den ganzen Dienstag ziemlich durchden Wind. Zum Glück brauchte ich nur wenige Stunden arbeiten. Ich erledigte einige wichtige Aufgaben, die dringend waren. Danach las ich erstmal ein wenig über Weichteilrheuma bzw. Fibromyalgie, wie es richtig heißt, im Interrnet. Und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr Puzzleteile setzen sich zusammen. Warum Massagen und Krankengymnastik nie geholfen haben, Schmerzen im Rücken, Knie und in den Schultern, die Empfindlichkeit der Muskeln, wenn es draußen kalt ist… Am nächsten Tag fühlte ich, wie eine riesen Last von mir abfiel und es mir schon etwas besser ging. Die Schmerzen waren nicht weg, aber der Leidensdruck, der sich über lange Zeit aufgebaut hatte, verschwand.

Meinen Termin in der namhaften Klinik musste ich absagen, was mir und der Sekretärin sehr leid tat. Dabei hatte ich solange darauf gewartet.

Bin ich doch eine typische HPUlerin?


Seit einigen Jahren weiß ich von der HPU und ich war davon überzeugt, das ich ja nicht so schlimm dran bin. Zumindest dachte ich das am Anfang…. Doch je mehr mein Körper gesund wird und alles immer besser abheilt, kommen die Wehwehchen raus.

Um Herr über meine HPU zu werden, nehme ich schon seit langem p5p (aktives B6), einen B-Komplex, Zink und auch Mangan und noch einige andere Vitalstoffe. Einige Zeit habe ich Depyrrol ausprobiert, bis ich davon Kopfweh bekommen habe und es absetzen musste. Seit dem bin ich wieder auf die Einzelkomponenten umgestiegen.

Als ich nach der Diagnose anfing, die Nahrungsergänzungsmittel einzuschleichen, stellte sich schnell eine Besserung ein. Ich war so glücklich, das ich wieder mehr konnte. Aber wie ihr ja immer wieder lesen konntet, gab es auch viele Rückschläge. Oft ist die HPU vererbbar und sie scheint bei uns in der Familie zu liegen. Meine Tante und auch meine Oma hatten so einige Probleme mit Lebensmitteln und auch Medikamentenunverträglichkeiten. Nur wusste zu dem Zeitpunkt das keiner. Je länger meine Mutter und ich darüber nachdenken, desto klarer werden die Erinnerungen, welche Probleme auftraten. Auch bei mir wird es immer eindeutiger, das die HPU schon lange bei mir „gewütet“ hat. Meine Sehnen und Gelenke sind teilweise betroffen und ich leide, gerade im Rücken, unter einer starken Steifigkeit. Bei Medikamenten brauche ich nur einen Bruchteil von dem, was andere Einnehmen. Meine Muskeln tun mir weh und verkrampfen sich ständig und hartnäckig. Aber das schlimmste ist das frieren, die Erschöpfung, die Luft im Bauch, die Muskelschwäche und die Allergien.

Jetzt habe ich noch mal viel gelesen und recherchiert. Oft haben HPUler eine verdeckte Schildrüsenunterfunktion. Das heißt, die Werte sind normal (TSH, fT4 und fT3), aber die Sympthome der Unterfunktion sind eindeutig. Der Arzt erkennt diese aber nicht, da er die Werte für gut befindet und die Emfindungen des Patienten abtut. Auf der Internetseite des holländischen Institues Keac fand ich den entscheidenden Hinweis darauf.  Ich hatte zwar das Buch von denen gelesen, aber alle Einzelheiten merkt man sich ja doch nicht. Vor allem da ich nie Probleme mit der Schilddrüse habe oder hatte.

Daher habe ich beschlossen meinen Arzt aufzusuchen, ihm das Buch auf den Tisch zu legen, natürlich an der richtig aufgeschlagenen Stelle und ihm so den Wink mit dem Zaunpfahl zu geben. Mal schauen was er sagt und was wir da machen können.

„Sie sind wieder gesund“, warum fühl ich mich nicht so? :-/


„Sie sind gesund. Alle Vitamine, Vitalstoffe sind wieder aufgefüllt. Sie brauchen Sie erst mal nicht mehr nehmen.“ So wurde ich mit einem Einnahmeplan entlassen und sollte mich gesund fühlen. Aber irgendwie habe ich mich voll angestrengt, doch es will sich so gar nicht einstellen, das „gesund fühlen“.  Sie sagte: “ Sie können wieder alles machen und essen. Nur meiden Sie bitte weiterhin Gluten. Sie reagieren darauf sehr empfindlich.“ Ich brachte an, das ich mich immer noch sehr kraftlos und schlapp fühle. Jede Anstrengung mich erschöpft, auch vertrage ich sovieles nicht. Sie meinte, alle wäre wieder gut. Ich könnte wieder loslegen.

Das war kurz vor Ostern. Also habe ich das Wochenende genutzt und probiert, was geht und was nicht. Ich glaube ich muss es nicht sagen, oder? Es ging in die Hose… 😉 Zum Glück habe ich meine Nahrungsergänzungsmittel nicht komplett abgesetzt. Sonst wäre es bestimmt noch schlimmer gekommen.

Ich hatte am Karfreitag glutenfreien Stuwwen gebacken. Ein westfälisches Fastenessen, das traditionell am Aschermittwoch und Karfreitag gegessen wird. Es besteht aus Hefeteig mit Rosinen und wird mit Zucker-Zimt bestreut. An dem Tag hatte ich zwar Luft im Bauch, jedoch am nächsten Tag musste ich schnell das Klo aufsuchen. Am Samstag hatten wir einen herrlichen Tag in Enschede, mit bummeln, lecker essen und einen Cappuccino mit Haselnusskrokant und Nusssirup. Ne, was lecker!! An dem Tag war alles gut. Am Ostersonntag grillten wir alle gemeinsam. Mein Freund hatte sogar extra Rindersteak besorgt. Das Grillen bekam mir auch nicht sehr gut, ebenso wie die Eier vom Frühstück. So langsam machte sich der Zweifel immer breiter. Es sollte doch alles gut sein. Doch es schaukelte sich über die Feiertage so richtig hoch, so das ich mich während der kommenden Woche erst mal von der schlimmen Schlemmerei der Feiertage erholen musste.

Letzte Woche hatte ich Urlaub und habe die Zeit zum Testen genutzt. Es kam leider nicht nur schönes dabei raus. Gemüse vertrage ich nur in homöopathischen Dosen, ebenso wie Obst. Esse ich Fleisch, vertrage ich es den ersten Tag noch recht gut, kommen aber noch Wurstwaren dazu und noch mal eine Mahlzeit mit Fleisch, machte ich meiner schwangeren Schwägerin Konkurrenz. Die Luft sammelte sich im Unterbauch und schmerzte ganz fürchterlich. Ich merkte es gestern Abend beim Essen schon. Zum Glück waren heute morgen die Schmerzen im Bauch fast weg, aber die Luft wird mir wohl noch ein wenig bleiben.

Was noch fieser an der Sache ist, esse ich Fleisch, tun mir alle Muskeln und der Rücken weh. Das spricht dafür, das ich Fleisch so gut wie möglich von meinem Speiseplan streichen sollte. Das schlimme ist nur, ich esse es sehr gerne…

Wie soll ich mich gesund fühlen, wenn es immer wieder voll daneben geht? Mir ständig auch bei strikter Diät alles wehtut und meine Muskeln/ Gelenke/ Sehnen immer wieder streiken. Das bestätigt mir wieder mal, ich sollte lieber auf mich und meinen Bauch hören, dannn fahre ich eindeutig besser.

Die Chemikalien Sensivität ist ausgeprägter als gedacht :-/


Um meine Genesung anzukurbeln, nehme ich große Mengen Krypto-Balance, D3, Carnitin, K2 und einige andere. Doch je länger ich sie nehme, desto mehr spielt mein Magen verrückt.

Das ganze fing schon kurz nach Weihnachten an. Sobald ich die Kapseln nahm, bekam ich Magenschmerzen und mir wurde schlecht, der Magen übersäuert, mein Bauch bläht sich auf und es dauerte einige Stunden, bis er sich wieder beruhigte. Das gleiche passiert mir abends, wenn ich die nächste Portion einnehme.

Das schlimme ist, das ich die Magenschmerzen nur mit weiterer Chemie in den Griff bekam. Seit einigen Wochen musste ich Omeprazol nehmen, um die überschüssige Magensäure zu binden. Das irre daran war/ ist, das die Omep mir sogar geholfen hat, die Blähungen etwas zu lösen. Doch es half auch nur bedingt.

Nachdem es immer schlimmer wurde, habe ich einfach die Dosis herabgesetzt. Die morgendliche Einnahme von vier Krypto-Balance, verringterte ich auf zwei, auch das D3 setzte ich von zwei runter auf eine. Es brachte schon etwas Erleichterung, doch es schlug mir immer noch auf den Magen.

Also, setze ich erstmal alles für ein paar Tage ab, bis sich alles etwas beruhigt hat. Dann werde ich alles nach und nach wieder da zu nehmen, um zu sehen, welche Kapseln mir die Probleme machen oder ob sie alle für mich nicht mehr verträglich sind.

Glück im Unglück


Seit ein paar Wochen (ca. Weihnachten) geht es mir nicht sehr gut. Das Weihnachtsessen war für mich eine gesundheitliches Disaster. Mit Appetit habe ich ein kleines Stück Wildschweinbraten gegessen und am nächsten Tag dafür die Quittung bekommen. Mein Magen war übersäuert, mir tat alles weh und es waren ein paar fürchterliche Tage.

Nach Weihnachten hatte ich eine schwere Erkältung und ich brauchte sehr lange um mich zu erholen. Die Erschöpfung hing in meinen Klamotten, wie bleierne Gewichte an meinen Füssen. Es dauerte fast 14 Tage bis es mir, ein wenig besser ging.

Dann gab es in unserem Laden ein Problem mit einer undichten Heizung. In unseren Wirtschaftsräumen lief also die stinkende Brühe aus der Decke. Zudem Zeitpunkt wußte ich/ wir auch noch nicht, das es die Heizung war.  Von da aus stiegen die Gerüche in meine Nase und stellten ein heilloses durcheinander an. Zuerst konnte ich das nicht damit in Verbindung bringen. Dann passierte es vor ein paar Tagen wieder und diesmal kam ein gefühlter Sturzbach aus der Decke, wir konnten das schlimmste verhindern, aber als wir das merkten, waren schon einige Liter in Wänden, Treppen und Decke verteilt.

Innerhalb einer Stunde war dann der Rest des Tages für mich gegessen. Ich bekam schlimme Kopfschmerzen, meine Bronchien zogen sich zusammen, Nase zu, Muskelverspannungen (ich kam nicht mehr vom Stuhl/ Sofa hoch), der Bauch blähte sich, die Magensäure stieg hoch. Einfach gesagt, ich bekam Körper!! 😦

Nach einer heißen Dusche ging es mir etwas besser, vorallem das Atmen fiel mir leichter, da sich die Muskeln etwas entspannten. Der Rest blieb. Am nächsten morgen waren nur die Kopfschmerzen ertragbarer.

Seitdem weiß ich, das ich auf starke Gerüche, Chemikalien etc., sehr stark reagiere. :-/ Nach fast 14 Tagen ist die Feuchtigkeit und auch die schlimmsten Gerüche verschwunden. Doch wenn ich den ganzen Tag im Büro bin, haut es mich immer noch aus der Welt. Leider dauert es noch ein paar Tage bis der Schaden beseitigt wird.

Wie heißt es so schön, ich hatte Glück im Unglück. Ohne die beschägdigte Heizung hätte ich nie rausgefunden, das ich diverse Chemikalien mein Problem sind.

Der Kopf pfuscht immer dazwischen :-/


Mein letzter Termin, war sehr schwierig. Ich bekam Dinge zu hören, die man/ ich nicht gerne hören möchte.

Mein Darm ist so empfindlich und so durcheinander, das er richtige Schwierigkeiten hat, die tollen Darmbakterien anzusiedeln. Ich musste meine Dosis EM auf dreimal am Tag 20 ml erhöhen. Als wir meinen Körper getestet haben, ob er schon Prebiotika verträgt, hat er eindeutig abgelehnt. Es scheint nicht so leicht zu sein, meinen Bauch wieder auf den richtigen Weg zu bringen.

Das nächste Problem ist, mein Kopf… Nicht weil da nichts drin ist! 😉 Nein, meine Psyche macht mir einen Strich durch die Rechnung. Mein Kopf hängt in einer Opferrolle fest. Meine Gedanken kreisen ständig darum, bekomme ich genug zu essen, das richtige, wie reagiert mein Bauch darauf, ‚Oh, gott, ist da schon wieder Luft im Bauch?‘ so etwa in der Art. Gerade über die Feiertage war/ ist es besonders schlimm. Zu jedem auswärtigen Essen musste ich ja was mitnehmen, Kuchen, Brot/ Brötchen, was auch immer.

Das backen/ zubereiten ist immer zeitaufwendig, sollte normalerweise Spaß machen, aber in meinem Fall ist es Stress. Kochen und Backen ist für mich nicht entspannend. :-/ sollte ja eigentlich anders sein. Doch sobald es dran geht den nachmittäglichen Kaffee vorzubereiten, fängt das kreisen im Kopf an. Die Gekanken rattern und es schlägt auf meinen Bauch. Um das zu beruhigen und das es nicht zu einer Verbitterung meines sonst so fröhlichen Ichs kommt, hat mir meine Gesundheitsberaterin die Bachblüte 38 “ Willow“ empfohlen. Es soll das Gleichgewicht wieder herstellen, meinen Kopf wieder in die richtige Richtung drehen und mich aus meiner „Opferrolle“ befreien.

Der Vorsatz fürs neue Jahr? Meinen Kopf wieder befreien. Essen wieder genießen zu lernen. Das die Zubereitung von Essen entspannen und Spaß machen soll. Aber es wird ein langer Weg.