FODMAP-Diät


Vor einigen Jahren, bekam ich den Tip auf „FODMAP“s zu verzichten und dann auszutesten, was ich davon vertragen kann oder nicht.  Bis zu diesem Zeitpunkt, habe ich noch nie etwas davon gehört. Die Ärztin ist auf Naturheilkunde und Innere Medizin spezialisiert und gab auch dies bezüglich den einen oder anderen Tipp.

Ziel ist es, heraus zu finden, welche Lebensmittelgruppe an den Beschwerden schuld ist. Zu Anfang, ca. 14 Tage, ernährt man sich streng nach der LOW FODMAP-Liste. Die Beschwerden sollten sich recht schnell beruhigen. Man ist viele kleine Portionen, so das der Darm immer was zu tun hat und kein zu starker Hunger entsteht. Geht es einem besser, fängt man an, die einzelnen Lebensmittelgruppen zu testen. Verträgt man die eine Gruppe, kann man die nächste ausprobieren usw. Auch sollte man in der einzelnen Gruppe testen, manchmal kann es vorkommen, das man z. B. Bohnen verträgt, aber absolut keinen Weizen.

Wichtig ist langsam testen. Es kann bis zu 72 Stunden dauern, bis sich die Beschwerden zeigen. Ist man sich unsicher, welches Lebensmittel einen Kugelbauch verursacht, sollte man auf jeden Fall ein Beschwerde Tagebuch führen.  So entsteht eine sehr individuelle Diät.

Fodmaps sind fermintierbare einfach und mehrfach Zucker. Das Wort setzt sich aus den englischen Begriffen:

Fermentable Oligo-saccharides, Di-saccharides, Mono-saccharides and Polyols, was auf deutsch heißt: Fermentierbare Oligo-, Di-, Monosaccaride und Polyole.

Ihr ahnt es schon, oder? Es engt den Speiseplan noch weiter ein.

Oligosaccharide
Darunter versteht man kurzkettige Kohlehydrate wie Fruktane, z. B Inulin, und Galaktane, z. B. in Knoblauch. Reagiert man sehr empfindlich auf diese Kohlenhydrate , sollten diese Nahrungsmittel der Gruppe gemieden werden, um dem Reizdarmsyndrom entgegenzuwirken und eine schnelle Verbesserung der Smpthome zu erreichen.

Lebensmittel mit einem hohen Wert an Oligosacchariden

  • Weizen
  • Hülsenfrüchte (wie Bohnen, Erbsen, Linsen)
  • Einige Gemüse – besonders Zwiebeln
  • Inulin und FOS (Fructooligosaccharide); diese werden oft als Lebensmittelzusatzstoffe verarbeitet

Disaccharide

Das sind Zucker, die zum Beispiel als Laktose (Milchzucker) in der Milch von Säugetieren vor kommt und ist in Nahrungsmitteln aus Tiermilch in unterschiedlicher Konzentration enthalten. Da Laktose in kleinen Mengen vom Körper toleriert werden kann, ist eine vollständige Vermeidung von Milchprodukten nicht unbedingt nötig. Natürlich kommt es hier auf die persönliche Toleranz an.

Lebensmittel mit einem hohen Wert an Disacchariden:

  • Milch – alle Formen, einschließlich Magermilch

Monosaccharide

Fruchtzucker ist ein Monosaccharide und findet sich leider nicht nur in Früchten (bei Süßungsmitteln immer die Zutaten lesen). Auch Honig, Agavendicksaft uvm. enthalten Fructose. Wer auf die Früchte stark reagiert, sollte sie weitest gehend meiden. Bei den Früchten sollte man auch auf das Verhältnis von Fructose und Glucose achten. Ist der Glucose Anteil hoher ist das Obst oft schlechter verträglich.

Lebensmittel mit einem hohen Wert an Monosacchariden:

  • Äpfel
  • Honig
  • Zuckerschoten
  • Fructose

Polyole

Polyole sind Zuckeralkohole, die in verschiedenen diätischen und zuckerfreien (Süßstoff) Lebensmitteln zu gesetzt werden, wie in Diät- oder Light-Getränken. Beispiele für Polyole sind Sorbit, Manit und Xylotol. Sie können auch in Steinobst und in manchen Gemüsen auftreten.

Lebensmittel mit einem hohen Wert an Polyolen:

  • Diät- und Lite-Getränke
  • Pfirsiche
  • Pflaumen
  • Pilze
  • Blumenkohl
  • Zuckerfreie Bonbons

Natürlich ist diese Liste nicht vollständig. Genaue Listen findet ihr im Internet, z. B. bei Fodmap. Auf den verschiedenen Seiten findet ihr auch viele Rezepte, die meisten glutenfrei, laktosefrei aber nicht immer vegan.

Bei vielen bessern sich die Sympthome innerhalb von wenigen Tagen. Erst dann sollte man ausprobieren, welche Lebensmittel man in welcher Menge verträgt.