MCS


Bei einer Multiplen Chemikalien Sensivität kann der Körper auf verschiedene Inhaltsstoffe reagieren. Man kann ihnen (fast) nicht aus dem Weg gehen.

Die Vergiftung ist ein schleichender Prozess, der sich über Jahre und mit vielen Symptomen einhergeht. Der Körper kann die Entgiftungsleistung nicht mehr erbringen, so das der Schadstoffspiegel im Körper drastisch steigt, bis der Organismus zusammen bricht.

Erkrankungen durch Schadstoffe können mit herkömmlichen Diagnosen nicht erkannt werden, deshalb ist es extrem schwierig, seine oft vielfachen Symptome richtig zuzuordnen. Dies ist aber notwendig, um einer schweren Chemikalienunverträglichkeit entgegen zu wirken.

Bei MCS gibt es mehrere Stufen der Erkrankung, abhängig von genetischen Faktoren, Dauer und Ausmaß der Expositionen.  Ähnlich wie bei Medikamenten kommt es oft zu unerwarteten Wechselwirkungen durch die unterschiedlichsten Konzentrationen von Giftstoffen. Dabei ist die Menge der Dosis irrelevant. Auch geringste Spuren unter den erlaubten Grenzwerten können Auslöser für schwere Erkrankungen werden. Manche Menschen sind stärker davon betroffen als andere. Grundsätzlich kann es JEDEN treffen, denn Vergiftungen machen vor niemanden halt und können bei jedem auftreten als Allergie, Krebs oder auch als chemische Unverträglichkeit.

Viele Menschen sind sich gar nicht bewußt, wo überall Schadstoffe versteckt sind. Und dabei ist die Dosis irrelevant – die Kombinationen aus all den Giftstoffen im erlaubten Bereich reichen aus, um Gesundheitsschäden hervorzurufen.

Ein kleiner Auszug von schadstoffhaltigen Produkten, die bei MCS Probleme darstellen:

1. Duftstoffe (Parfüms, Rasierwasser, Deos, Raumsprays etc.)
Heutige Duftstoffe enthalten Phthalate und künstliche Moschusduftstoffe, die krebserregend und hormonverändert wirken. Deos enthalten Aluminium, sind wahre Allergieauslöser und ebenfalls krebserregend.

2. Zigaretten
Zigaretten enthalten viele Inhaltsstoffe und wirken wie Nervengifte. Die Liste der Inhaltsstoffe ist lang: Kohlenstoffdioxid, Kohlenmonoxid, Stickstoffoxide, Butadien, Benzol, Formaldehyd, Acetaldehyd, Methanol, Blausäure, Nikotin, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, aromatische Amine, N-Nitrosamine. Für MCS-Betroffene reicht schon ein Atemzug in einer solchen Nikotinwolke aus, um schwere Symptome auszulösen.

3. Holzschutz-, Lösungsmittel, Lacke, Biozide (Inneneinrichtungen)
Holzschutzmittel und Lacke können über Wochen, Monate sogar Jahre ausdünsten und auf längere Sicht schwer krank machen. In Möbeln verstecken sich krebserregende Substanzen wie Formaldehyd, in Sitzgarnituren PVC und Weichmacher, in Teppichböden Flammschutzmittel oder PCP.

4. Schimmel
Hauptursache für Schimmelpilze ist Feuchtigkeit in Wohnungen. Ein äußerst gefährlicher Krankmacher in Wohnungen, der zu Kopfschmerzen, Atemnot und Allergien führt. Im schlimmsten Fall kann es auch bis zu chemischen Unverträglichkeiten kommen.

5. Zahnmaterialien
Unverträglichkeiten auf Zahnmaterialien sind eine gefährliche Zeitbombe im Mund. Zahnmaterialen wie Amalgam, wurzelbehandelte Zähne, diverse Zahnfüllungen wie Keramik oder Titan, die mit gesundheitsgefährdenden Composite-Klebern eingesetzt werden, Kunststofffüllungen mit Bisphenol A und Prothesen wirken direkt in unserem Körper und geben permanent Giftstoffe ab.

6. Reinigungsmittel (Weichspüler, Geschirrspülmittel, Shampoo, Seife, etc.)
Für Reinigunsmittel gilt das Gleiche wie für Parfüms, denn in den meisten Mitteln sind künstliche Duftstoffe enthalten. In Wirklichkeit leisten diese Produkte kaum mehr als Oma’s gute, günstigere und vor allem ungiftigere Hausmittelchen. Dabei können die Ausdünstungen der Produkte häufig gesundheitliche Probleme hervorrufen, von denen man im Normalfall nichts ahnen würde.  Das Gleiche gilt für Pflegemittel, die direkt auf die Haut aufgetragen werden. Finger weg von Produkten, die viel beworben werden – diese enthalten grundsätzlich viele nicht überschaubare gefährliche Inhaltsstoffe. Auch ökologische Produkte können Duftstoffe enthalten, aber nur aus pflanzlichen Rohstoffen, die sogar bei MCS keine Probleme darstellen.

7. Verkehr
Straßenverkehr ist hauptverantwortlich für hohe Schadstoffkonzentrationen in unseren Städten. Dabei werden Kohlenwasserstoffe, Kohlenmonoxid, Stickstoffoxide u.v.m. in die Luft ausgestoßen. Nicht nur der Verkehr erlebt jedes Jahr steigende Zahlen, auch die dadurch entstehenden Gesundheitsprobleme wie Asthma und Allergien erhöhen sich stetig. Auch im Wageninnenraum ist die Schadstoffbelastung enorm. Für die Innenausstattung von Fahrzeugen werden gerne kostengünstige, aber schwer gesundheitsschädigende Materialien verwendet, die bei Sonneneinstrahlung noch mehr ausdünsten als normal – abgesehen davon, dass Abgase vom Vordermann noch zusätzlich ungehindert ins Fahrzeuginnere eindringen.

8. Kunststoffe
Bei Plastik gilt: je weicher, um so giftiger. Inhaltsstoffe wie Bisphenol A oder PVC Weichmacher Phthalate sind seit Jahren als krebserregende und hormonveränderte Substanzen bekannt. Nicht bekannt sind meist die zusätzlichen Inhaltsstoffe, die in unseren Kunststoffprodukten versteckt sind, und denen kaum Beachtung geschenkt wird. Produkte mit starker Chemikalienausdünstung können nicht gut für die Gesundheit sein. Vorsicht geboten ist vor allem bei Kunststoffen, die Oral aufgenommen werden, wie bei Babyprodukten, Flaschen und Schnullern, PET-Kunststoffflaschen, Lebensmittelverpackungen oder Zahnfüllungen. Auch Brillenmaterialien wie Kunststoffgläser gasen Chemikalien aus, die zu Augen- und Hautentzündungen führen können.

9. Lebensmittel
Die Belastung durch Schadstoffe in unserer Nahrung nimmt ebenfalls zu. Bei Betitelungen wie „naturnahe oder naturidentische Aromastoffe“ sollte man schon hellhörig werden. Die Lebensmittelindustrie ist sehr erfinderisch, ganze Speisen und Getränke werden aus Kostengründen nur noch im Labor hergestellt. Bei jahrelanger Zuführung solcher „künstlichen Lebensmittel“ sind gesundheitliche Probleme und sogar Veränderungen des Genmaterials zu befürchten. Währenddessen bei Lebensmittel noch Inhaltsstoffe angeführt sind, gilt dies nicht für die Verpackungen. Immer mehr rücken diese ins Visier, gesundheitsgefährdend zu sein. Egal ob Kunststoffverpackungen und Folien, oder bedruckte Schachteln aus Altpapier, überall stecken Chemikalien drinnen, die in die Nahrung gelangen. Produkte aus biologischem Anbau sind leider auch nicht immer vollkommen pestizidefrei und stecken ebenfall oft in schadstoffhaltigen Verpackungen.

10. Druckerzeugnisse (Zeitung, Kataloge, Broschüren etc.)
Papier ist trügerisch. Kaum jemand würde einen Gedanken an die Tatsache verschwenden, dass Papier voll von schädlichen Schadstoffen ist. Altpapierrecycling klingt zwar gut, ist aber voll von Rückständen aus Druckfarben, Klebstoffen und diversen Papierhilfsstoffen.

11. Kleidungsstücke
Kaum ein Stoff oder Textil ist heutzutage nicht unbehandelt. Nahezu überall verstecken sich Chemikalien, die über die Haut in unseren Körper gelangen. Unter anderem können Kleider Flammschutzmittel, Phthalate, diverse Pestiziden und teils Schwermetalle enthalten. Auch biologisch hergestellte Textilien können Schadstoffe enthalten, die durch die Färbung entstehen. Ein großes Risiko stellt das Schuhwerk dar. Bei Verarbeitung von Leder werden starke Chemikalien eingesetzt, Schuhsohlen aus elastischen Kunststoffen und Klebern für die Befestigung der Sohlen können vielschichtige Allergien und Erkrankungen hervorrufen.

12. Geräte/Drucker/Toner
Nahezu jedes elektronische Geräte dünstet Schadstoffe aus, Platinen enthalten z.B. Flammschutzmittel. Durch die hohe Abwärme während des Betriebes gasen diese in die Raumluft. Deutlich schlimmer ist die Luftverschmutzung durch Drucker und Toner. Die kleinen Partikeln in der Luft können Asthmaerkrankungen auslösen.

13. Medikamente/Impfstoffe
Tausende Menschen sterben an den Nebenwirkungen von Medikamenten. Auch die Zahl der Impfopfer nimmt stetig zu. Die Inhaltsstoffe sind oft sehr fraglich, es stellt sich zudem die Frage, ob alle aufgeführt sind.

Quelle: MCS info.at

Mehr wichtige Informationen zu diesem komplexen Thema findet ihr auf www.mcs-info.at Ich habe nur einen kleinen Teil der Informationen verwendet, da es sonst hier den Rahmen sprengen würde.