Urlaub auf Rügen


Wir haben ein paar wunderschöne Urlaubstage auf Rügen verbracht. Von uns aus, fahrt man ca.5 – 6 Stunden, was für uns der Hauptgrund war. Wir wollten nicht die meiste Zeit unserer Reise im Auto verbringen. Es war allerdings eine Herausforderung sich glutenfrei auf Rügen zu ernähren.

Wir hatten uns eine Ferienwohnung für Ende Januar gebucht. Die Wohnung war klein und schnuckelig, sauber und gut ausgestattet. Leider gab es nur ein Schlafsofa und das bereitete mir und meinem Freund so einige schwierige Nächte, aber wir konnten uns irgendwie behelfen. Wir hatten großes Glück mit dem Wetter, es war kalt, klar und windig. Am Tag der An und Abreise setzte Scneefall ein, so das wir eine Winterlandschaft hatten, wie in Bayern, allerdings mit Meerblick.

Wir waren in Sellin. Eine kleine Stadt, mit der typischen Seebäder-Architktur, einer Seebrücke und tollen Wanderwegen über die Hochküste. Im Januar sind nur wenige Touristen unterwegs, was uns sehr recht war. Leider machte sich das auch an den geöffneten Läden bemerkbar. Im Winter haben viele Geschäfte und Restaurants geschlossen. Es gibt aber noch genug Möglichkeiten, um Geld loszuwerden und etwas zu essen zu finden. Alles ist fußläufig zu erreichen. Allerdings befinden sich die Supermärkte außerhalb des Stadtzentrums. Daher sollte man mobil sein oder während der Saison die Bäderbahn benutzen.

Reataurants: Wir haben gerne im „Alten Postamt“ in Sellin gegessen. Sehr leckere Mahlzeiten, sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und sie erfüllen einem fast jeden Wunsch, was die Zubereitung betrifft. Selbst mitgebrachte glutenfreie Nudeln würden sie verwenden, um daraus ein leckeres Essen zu zaubern. Selbst der Asiate tat alles, um meine Mahlzeit verträglich zu machen. Ich war sehr beeindruckt und zufrieden. Selbst in einer Bäckerei in Binz habe ich einen Eintopf bekommen ohne Milch und Gluten.

Einkaufen: Außerhalb des Stadtzentrums findet man verschiedene Discounter und Supermärkte. Der Edeka hatte sogar eine recht gute Auswahl an glutenfreien Brot- und Backwaren. Allerdings habe ich mich nicht darauf verlassen und vieles von zu Hause aus mit gebracht. Gerade in meinem speziellen Fall, tue ich mich mit Backwaren von Schär schwer.

Unterkünfte: Schlafen und Wohnen auf Rügen ist nicht gerade günstig. Selbst außerhalb der Saison, kostet eine kleine Ferienwohnung ca. 42 Euro und mehr, vor allem wennn man im Zentrum bleiben möchte. Viele Wohnungen in den Häusern sind mit Balkon und/ oder Wintergärten ausgestattet.

Ausflugsmöglichkeiten:  Gibt es viel und satt und reichlcih. Der Strand ist überall zugägnlich. Meistens gibt es sogar noch Hundestrände, an denen sich auch die Vierbeiner austoben können. Es gibt viele gut ausgebaute Radwege. Bei schlechtem Wetter ein Freizeitbad, den rasenden Roland, schöne Buchten, kleine schmucke Ortschaften und und und

Rügen ist leider ein teures Pflaster. Auch in den kleinen Orten bezahlt man schnell, für Kaffee und Kuchen für zwei Personen, 15 – 20 Euro und leider auch mehr. Wir haben beschlossen noch mal hinzufahren und unsere Räder mitzunehmen. Damit lässt sich die Insel noch besser erkunden. Für uns war es in erster LInie wichtig rauszukommen, abschalten zu können und einfach nur was anderes zu sehem. Wir haben gerne die kleinen Einschränkungen in Kauf genommen und die kurzen Spaziergänge bis zum Restaurant genossen.

Sorry, aber es war einfach alles ein bischen viel…


und ich schaffte es einfach nicht zu schreiben. Gesundheit, Arbeit, ständig kochen, backen und meinen Haushalt wuppen, waren in der letzten Zeit nicht leicht für mich. Zu dem ist auch viel passiert und ich musste meine Gedanken sortieren und lernen noch mehr Prioritäten zu setzen.

Gut, ich fange mal von vorne an. Als ich im April die Diagnose Hashimoto bekam, war ich ganz aus dem Häuschen, endlich was greifbares. Die Hormonersatztherapie wurde sofort eingeleitet und ich bekomme zur Zeit 20 mg Thybon und 50 mg L-Thyroxin. Die Tabletten wurden langsam eingeschlichen, um meinen Körper nicht zu überfordern. Es ging auch alles gut und man konnte zu sehen, wie es mir von Tag zu Tag besser ging. Meine Energie kam langsam zurück und ich bekam wieder mehr auf die Reihe. Die Müdigkeit verschwand, Muskelschmerzen, Verspannungen und Krämpfe gingen weg und ich bekam wieder etwas mehr Kraft. Die Verträglichkeit einiger Nahrungsmittel wurde besser, aber bis heute kann ich noch nicht alles essen und glutenhaltige Lebensmittel, Milchprodukte, Nachtschattengewächse und Eier bleiben ein seltens vergnügen. Leider stellte sich auch die normale Verdauung auch nicht wieder ein. Ich habe zwar keine Verstopfung, aber regelmäßig aufs Klo kann ich leider nicht.

Als ich endlich die Zettel vom Labor in der Hand hatte ging ich zu meiner Hausärztin, um ihr alles mit zu teilen. Diese nahm alles zur Kenntnis, schaute sich die Werte an und meinte nur, „so schlecht sind die Werte nicht, normalerweise bräuchte man keine Ersatztherapie machen. Aber wenn Sie sich damit besser fühlen?! Und ob Sie wirklich eine Hashimoto haben, bezweifle ich, die Antikörper sind ja doch sehr grenzwertig niedrig.“ Ich war doch recht enttäuscht und etwas pikiert. Wie konnte Sie die Ergebnisse und die Meinung eines erfahrenen Kollegen anzweifeln? Aber ich nahm mir diese Aussage nicht an. Den ich vertraue Herrn Dr. V. mehr in dieser Beziehung als ihr.

Die Wochen gingen dahin und ich hatte endlich einen Termin bei der Rheumatologin Frau Dr. W., zu der ich schon seit einem Jahr wollte. Ständig kam was von Ihrer oder von meiner Seite was dazwischen. Sie führte eine gründliche Anamnese durch. Sie drückte auf mir herum und suchte nach Schmerzpunkten. Sie erwischte mein Kreuz-Darm-Bein und mir stiegen vor Schmerzen die Tränen in die Augen (es dauerte fast einen Tag, bis sich alles wieder beruhigte). Ich sollte ein MRT mit Kontrastmittel machen lassen. Was soll ich sagen? Wieso einfach, wenn es auch kompliziert geht?! Es stellte sich heraus, das das Gelenk schon recht stark beeinträchtigt ist. Es gab in den vergangenen Jahren immer wieder entzündliche Prozesse, die auf Grund des Kontrastmittels deutlich zu sehen sind. Die Diagnose: Psoriasis Athritis. Genau das was man sich so wünscht.

Als die Diagnose stand, sollte ich auf das Medikament MTX (Methotrexat) eingestellt werden. Das Medikament senkt das Immunsystem herab, damit der Körper sich nicht weiter selbst zerstört. Es ging leider wieder mal voll daneben. Die Tablette sollte ich einmal die Woche nehmen. Die erste Dosis habe ich noch recht gut vertragen. Ich war zwar müde, aber alles soweit ok. Die zweite Dosis vertrug ich erst auch noch ganz gut, bis ich dann ein paar Tage später Atemnot bekam. Es wurde sogar noch schlimmer als Kunden in den Laden kamen um einzukaufen, die stark parfumiert waren oder nach Zigaretten rochen. Meine Muskeln und der ganze Körper schmerzten. Nach Feierabend musste ich noch Wäsche waschen und musste dafür in den Keller, als ich zurück in die Wohnung ging, prustete ich wie ein Walross. Mein Freund brachte mich kurzer Hand in die Notaufnahme. Dort überlegte man erst mal, ob ich zum Hausärztlichen Notdienst gehörte. Aber dann entschieden sie sich doch mich da zu behalten. Zum Glück waren die Blutgaswerte in Ordnung und die Lunge frei.

Schlußendlich, kam eine Unverträglichkeit auf das Medikament herraus. Die Nebenwirkungen machten mir fast eine Woche zu schaffen. Ich blieb auf anraten von der Rheumatologin erst mal ein paar Tage zu hause. Zum Glück hatte ich die Woche ein paar Tage frei und konnte mich in Ruhe erholen.

Dieses Mal reagierte meine Hausärztin etwas erschrocken. Die Unverträglichkeit und die Athritis nahm sie sofort auf. Komentar: „Sie scheinen doch ein Problem mit Ihrem Immunsystem zu haben?!“

Ach, was. Darauf bin ich auch selbst gekommen.

P:S.: Letztes Jahr um diese Zeit hatte ich auch schon mal einen Durchhänger. Letztes Jahr waren es die Vorbereitungen für die Reha die mich in Schach hielten. Dieses Jahr scheinen es die vielen neuen Entwicklungen zu sein.

… und weiter gehts


Am Dienstag war ich bei meinem ersten Termin mit einer Ernährungsmedizinerin. Ich bin mir noch nicht sicher, aber sie scheint sehr gut zu zu hören und versteht auch meinen Leidensdruck und der ist imens.

Ich hatte den Termin gemacht, bevor ich letzte Woche meinen total Ausfall hatte. Ich nahm alle Unterlagen mit, die ich habe/ hatte und es war aus meiner Sicht ein gutes Gespräch. Aber an Hand der Fülle der Informationen musste die Ärztin doch erst mal schlucken. Ich erzählte frei heraus, sie stellte Fragen, ich beantwortete alles, soweit ich das konnte. Am Ende einigten wir uns, das sie meinen Ordner erstmal da behält, um sich alles in Ruhe an zu sehen. Die Informationen sind doch so viel und umfassend, das sich sich einen Überblick verschaffen wollte. Wir haben für Freitagmittag einen Termin ausgemacht, um in Ruhe über alles reden zu können.

Ihr erster Verdacht, das es sich um Allergien/ Kreuzallergien handeln könnte. Ich leide seit meiner Teenagerzeit unter Pollenallergien. Es fängt an mit Buche, Hasel, Birke, geht weiter mit Wegerich, Gräsern und Getreide, leider weiß ich gerade nicht ob, da auch Beifuß mitspielt. Oft verschwinden die Pollenallergien mit dem älter werden und manchmal kann es dann zu Kreuzallergien kommen.

Meine Hausärtzin hatte es schon mal in Erwägung gezogen, mich in die Klinik nach Schmallenberg zu überweisen. Aber irgendwie sind wir davon wieder abgekommen, weil sich eine andere Tür auftat und wir gingen diesen erst mal nach.

Tja, wäre ich jetzt sarkastisch, würde ich jetzt sagen, warum auch nicht, das fehlt noch in meiner Liste der „must haves“!!

P.S.: Die Klinik Kloster Grafschaft in Schmallenberg ist u. a. auf Allergien und Asthma spezialisiert. Genaueres findet ihr auf der Homepage.

Stationäre Schmerztherapie


Sie begann etwas turbolent. Ich bin Sonntag am späten Abend aus dem Flieger in Düsseldorf raus, habe das wichtigste in den vorbereiteten Koffer gepackt, Sportschlafen gemacht und am Montagmorgen totmüde ins Krankenhaus.

In meinem Heimat-Krankenhaus ist die Schmerztherapie über zwölf Tage stationär. Selbst wenn man aus dem Ort ist. Man soll die Zeit auf der Station verbringen, um den Alltag zu durchbrechen, zur Ruhe zu kommen und auch wegen der Gemeinschaft, die sich dort bilden soll.

In der Regel nehmen sechs Personen an der Schmerztherapie teil, alle mit verschiedenen Vorgeschichten und Krankheitsbildern. Sie sind in Zwei-Bett-Zimmern untergebracht, die von der Ausstattung Privatzimmern ähneln, ebenso wie die Verkostung. Es gibt auf der Station einen Aufenthaltsraum, der nur für die Schmerztherapie ist. Dort werden die Mahlzeiten eingenommen, die Vorträge werden dort gehalten und die Entspannungsübungen werden dort durchgeführt. Es steht immer Wasser, Kaffee, Tee und Obst zur freien Verfügung. Unter anderem wird man während der Therapie auf neue Medikamente eingestellt oder von den Medikamenten her umgesellt.

Der Therapieplan sieht Muskelaufbau, Physiotherapie, Aromatherapie, Musiktherapie, psychologische Gespräche, Visiten und gemeinschaftliches Nordic Walken vor. Diese Laufgruppe ist in unserem Ort übrigens schon legendär. 🙂 Der Zeitplan ist stramm und lässt nur wenig Pausen zu.

Das Essen ist halt typisch Krankenhaus. Hier hat es mit meiner Verpflegung überhaupt nicht gut geklappt. Ich war natürlich von der Reha verwöhnt. Aber hier kümmerte sich gar keiner um mich. Es rief keiner an, keiner kam auf die Station für ein persönliches Gespräch, nichts. So kam es wie es kommen musste. Die ersten zwei Tage klappte gar nichts. Es kam das falsche Essen, das Brot war hart wie Stein (sie haben das gf-freie Brot abens zum auftauen raus genommen, in einer spezial Tüte auftauen lassen und am nächsten Tag konnte ich die Diätassistentin damit erschlagen), die Portionen zu klein (sie ließen das Unverträgliche weg, aber es kamen keine Kartoffeln/ Gemüse extra auf den Teller) oder es war nichts passendes im täglichen Plan dabei. Als ich dann mit der Dame sprechen wollte, kam diese nur wiederstrebend aufs Zimmer und kicherte wie ein Teenager, wenn ich mit ihr sprach. Am Ende kam dann raus, sie würden schon auf mein Essen aufpassen. Mein Brot ließ ich mir bringen und nachher auch meinen Nachtisch, den der Hauseigene war so süß, das es schon beim zuschauen an den Zähnen weh tat. Zum Glück hatten wir jemanden bei der Therapie, mit einer großzügigen Familie. Der junge Mann war/ ist türkischstämmig und seine Familie versorgte in mit allem, was sie für nötig hielten. Es war immer viel zu viel. Gelobt sei das leckere Köfte, auch wenn es nicht glutenfrei und milchfrei war, aber es hat mich einen Abend und Mittag gerettet.

Die anderen Therapien war sehr gut. Das Aufbautraining gut abgestimmt, die Physiotherapie hat richtig was gebracht, vor allem meine verkürzte Brustmuskulatur wurde ausmassiert und gedehnt. Das eine Mal knackte mein Rücken so vernehmlich, das der Therapeut stolz war, auf seine lockernde Massage. Das Kinesiologie-Tape hat mir viele Schmerzen genommen und mir beim aufrichten meiner Schultern und Rücken geholfen. Das Nordic Walken gestaltete sich etwas schwierig, da ich doch recht fit und flott bin und manchmal etwas unterfordert war. Aber es hat trotzdem was gebracht und lustig war es auch.

Die Aromatherapie bestand aus einer Wohlfühlmassage der Arme, Hände, Beine und Füße, mit einem auf mich abgestimmten Aromaöl. Es war mal was anderes und es tat sehr gut, die Erholung und Entspannung genießen zu können.

Etwas das ich gar nicht kannte, war die Musiktherapie. Meine Schmerzen werden in Töne „umgewandelt“ (z. B. dumpf, stechend, mit depressiver Grundstimmung), die zu einer Schmerzmusik zusammengestellt/ komponiert wurde. Dann wird eine Heilungsmusik komponiert. Ich sollte mir eine Szene vorstellen, die mir sehr viel Freude macht, in meinem Fall war es ein Ausritt in den Wald, mit Vogelgezwischer, Wind in den Bäumen, leichter fröhlicher Musik und ein in Musik gefasster schneller Galopp aus Trommeln und zum Ende wieder ruhigere Musik, wenn man wieder am Stall ankommt und zur Ruhe kommt. Ziel der Therapie ist es die Schmerzen mit der Schmerzmusik im Kopf zu verbinden und später die Schmerzen mit Hilfe der Lautstärke zu regulieren. Die Heilungsmusik soll bei der Entspannung helfen und die guten Gefühle wieder in den Vordergrund stellen. Es braucht ein wenig Zeit um die Verknüpfung im Kopf her zu stellen, aber es hilft. Es soll schon vorgekommen sein, das jemand in der Therapiestunde Rotz und Wasser geheult hat. Viel weiter entfernt, war ich auch nicht.

Das Gespräch mit der Psychologin hat mich lange beschäftigt. Ich hatte schon ein Gespräch während der Reha, aber es hat mir nicht viel gebracht. Ich weiß, das ich ein Mensch bin, mit einem hohen Verantwortungsbewußtsein. Genau dieses steht mir immer wieder im Wege und hindert mich daran, mich auch mal krank zu melden oder einfach nur mal ich zu sein. In der Reha zeichnete es sich schon ab, das ich mit meiner Situation in meinem Job nicht zufrieden bin und es mich sehr stark belastet. Auch wurde eine leichte Depression festgestellt. Die Psychologin riet mir dazu, einfach mal an mich zu denken, alles andere zurück zu stellen und einfach mal ich zu sein. Nicht jedes Mal ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn ich was für mich selber mache, sondern mir zu sagen: ICH DARF DAS!! Ich darf krank sein. Ich darf, den Vormittag vertrödeln. Ich darf… Es wurde uns ein Stundenplan ausgehändigt, um für die Zeit nach der Therapie, unseren Alltag zu planen, wo Zeit für Sport ist oder für Entspannung. Als ich meinen ausfüllte, erschreckte es mich, wie viel rot für Arbeit darauf eingezeichnet war/ ist und wie viel Zeit für mich blieb. Es war ein regelrechter Schock für mich und beim nächsten Gespräch mit der Psychologin, steigte ich ihr meinen Plan und hatte die ganze Zeit Tränen in Augen.

 Die Sache mit den Medikamenten ging voll in die Hose. Für die Schmerztherapie wird das Antidepressivum Amitriptylin verwendet. In niedriger Dosierung eingesetzt, um den Schlaf zu fördern, die Schmerzen zu beseitigen, die Entspannung herbeizuführen und natürlich zum Happy werden. In dem Sinne waren die Tropfen ein voller Erfolg. Die ersten zwei Tage bekam ich fünf Tropfen. Mein Freund, der mich abends besuchte, sagte: Man könne mir beim Augen verdrehen und einschlafen zusehen. Leider schlug mir das Medikament auf den Blutdruck und mir war ständig schwindelig. Nach langem zögern, wurden die Tropfen bis auf drei reduziert. Aber selbst damit hatte ich noch ein riesige Probleme. Den einen Sonntag haben meine Zimmergenossin und ich so komatös geschlafen, das wir nicht mitbekamen, wie der Pfleger, mit riesem Radau, das Zimmer betrat um uns zu wecken. Da ich aber nicht alles sofort verfluchen wollte, habe ich mit den Tropfen weiter gemacht und nach einer Woche besserte sich alles etwas, außer der komatöse Schlaf.

Fazit: Im großen und ganzen war die Schmerztherapie ein großer Erfolg. Vor allem die Physiotherapie hat mir sehr viel gebracht, zusammen mit der Musiktherapie und der vielen Bewegung.

Durch das Gespräch mit der Psychologin sind mir die Augen geöffnet worden, das ich mir auf Dauer einen anderen Job suchen muss. Was leichter gesagt ist, als getan. Vorallem wenn man Gesundheitlich eingeschränkt ist.

Im nachhinein war die medikamentöse Behandlung ein großer Fehler. Das wurde mir aber erst ca. drei Wochen später bewusst, als ich schon lange wieder zu Hause war. Aber dazu ein andermal mehr.

Reha in Bad Bertrich


Die Reha war toll!! Die Erholung fing mit der Zugfahrt an, alles klappte wie am Schnürchen. Selbst die kleine Verspätung in Koblenz, war nicht wirklich schlimm.

Bad Bertrich liegt in einem Talkessel mitten in der Vulkaneifel. Wunderschön, aber am A… der Welt!! Es gibt dort Reha-Kliniken, Restaurants/ Cafes, Kneipen, Hotels, eine Bank und ein Zeitschriftengeschäft, aber keinen Supermarkt, nichts. Oh, ich habe die Friseure und die Apotheke vergessen.

Die Klinik liegt am Ortsausgang, gegenüber der Eifeltherme. Die Zimmer sind nicht die modernsten, aber sauber. Das kleine angeschlossene Bad erinnerte etwas an die achtziger, gerade die Farbgebung, aber es war sauber und zweckmäßig.

Direkt am ersten Tag, wurde ein ausführliches Anamnese-Gespräch geführt, so das man direkt am nächsten Tag mit der Therapie anfangen kann. Die ersten Tage der Bewegungstherapie waren noch recht angenehm und entspannt, jedoch die nachfolgenden Wochen, waren picke-packe-voll, mit Krafttraining, Rotlicht, Walken, Krankengymastik, Rückenschulen und Vorträgen. Nur beim Ernährungsvortrag habe ich mich abgemeldet. 🙂 Die Therapeuten waren alle durch die Bank weg gut. Sie hörten aufmerksam zu, empfahlen Übungen oder strichen welche, falls es nicht ratsam war.

essen-fuer-blogAls ich losfuhr hatte ich riesige Angst, das ich mit dem Essen auf die Nase falle und dann dort festsitze und nichts machen kann. Das hat sich zum Glück nicht bestätigt. Es hat alles prima geklappt. Ich bekam abwechslungsreiche Mahlzeiten vorgesetzt, trotz meines eingeschränkten Ernährungsplanes. In den ersten Tagen tauchten noch ein paar Fragen auf, die aber schnell geklärt werden konnten. Der Chefkoch war so froh, das ich gut versorgt war und, obwohl ich mehr arbeit machte als andere Gäste, so genügsam war und alles mochte, was sie mir kochten.

Trotz des vollen Trainingsplanes, hatten wir genug Freizeit um den Ort und die Umgebung zu erkunden. Da ich kein Auto dabei hatte, gingen wir vorallem viel wandern. Die Wege waren nicht immer leicht zu bewältigen, aber 20160904_144052die Aussichten die einen zur Belohnung erwarteten, waren wunderschön. Die Klinik hatte einen kleinen Garten, mit einem Raucherpavillion, mehreren Sitzecken mit Bänken und Tischen und einer Rasenfläche mit Relaxliegen. Es gab immer wieder Pausen zwischen den Anwendungen, wo man sich mal ein paar Minuten ausruhen konnte oder auch den Nachmittag verbringen konnte.

Fazit: Die Reha war ein voller Erfolg. Die Bewegung, die Ruhe und sich nicht um das Essen zu kümmern, tat mir richtig gut. So manches mal kam ich an meine körperlichen Grenzen, aber ich erholte mich erstaunlich schnell. Ich war mit Abstand die jüngste, hatte aber das Glück an einen Tisch zu kommen, wo mehrere dabei waren, die nicht so viel Älter waren als ich und wir verstanden uns prima.

Ich stellte allerdings fest, dass es um mein Immunsystem sehr schlecht bestellt war/ ist. Das Schwimmen ist mir nicht gut bekommen. Ich kühlte wohl zu schnell aus und bekam nach jedem Baden eine Erkältung. Ein Gespräch mit der Psychologin brachte auch noch mal ein wenig Licht in so manche fest gefahrene Situation. Aber leider ließ sich so manches nicht ändern oder braucht Zeit.

Das allerbeste waren allerdings, die vier Wochen Sonnenschein. Ich kam braungebrannt nach Hause und sah aus, als wäre ich an der Toskana gewesen und nicht in der Eifel. Oft hatten wir um die 30° Grad im Schatten. Man konnte sie aber im Garten gut ertragen. 🙂

Ja, ich war vier Wochen weg. In der ersten Woche hatte ich um eine weitere Wochen gebeten und sie ist mir bewilligt worden. Aber länger bleiben wollte ich nicht, irgendwann wollte ich dann doch nach Hause.

Auch merkte ich in der Reha, wie instabil und labil meine Psyche ist. Die Ruhe tat mir zwar sehr gut, aber ich kam auch ins grübeln. Dort bekam ich schon die ersten Anstöße, das ich mein Leben verändern muss.

Wenn das immer so einfach wäre…

Es wird gerade alles zu viel…


Ich möchte nur noch meine Ruhe haben. Alles prasselt auf mich ein und ich weiß nicht, wie ich gerade alles auf die Reihe bekommen soll. Meine TO-DO-Liste für die Reha ist so lang und meine Zeitfenster so klein, um alles zu erledigen. Kann ich nicht wie Jeannie, einmal mit dem Kopf nicken und es ist Mittwochmorgen und ich sitze im Zug zur Reha? Schön wärs.

Alles fing mit dem Backmarathon am Sonntag an. Den habe ich ja ganz gut geschafft und überlebt. Am Montag war mein normaler Arbeitstag. Morgens musste ich schon mit der Firma telefonieren, die meinen Koffer abholen soll (ich brauche nur mein Handgepäck schleppen). An dem Tag, der für mich vorgesehen ist, ist in der Zeit keiner da. Alle haben Termine, sind arbeiten oder sonst was. Also musste ein anderer Abholort gefunden werden. Jetzt schleppe ich mein Gepäck mit zur Arbeit und lasse es dort abholen. An diesem Montag gab es viel zu tun. Am Wochenende ist bei uns ein Heimatfest und es müssen eine Menge Vorbereitungen getroffen werden. Nach Feierabend warteten noch einige Kleinigkeiten die erledigt werden mussten und dann war es auf einmal halb zehn.

Der Dienstag ging so weiter, im Laden stapelten sich die Aufgaben und zu Hause wurden die Listen immer länger. Vor der Arbeit dort hin, das holen, ein anderes bestellen, in der Mittagspause das nächste abgearbeitet und abends das Bestellte abgeholt und in den Koffer geschmissen, weil, das darf ich auf keinen Fall vergessen.

Der Mittwoch war etwas ruhiger. Nach dem Sport, der mir auch vom Kopf her sehr gut tat, ab in die Drogerie, vollgepackt mit dem Fahrrad nach Hause, schnell essen, ab zum Friseur, weil die Haare sch… aussehen und einfach doof sind. Abends Büro putzen gehen und danach erschöpft aufs Sofa fallen. Aber die Tasche mit dem vom morgens gekauften musste noch ausgepackt werden und alles in den Koffer. Oh, aber der Tag hatte auch was gutes. Ich habe für dreißig Euro eine Hose, drei T-Shirts und einen Haufen Socken erstanden und die Haare waren wieder schön. 🙂

Der heutige Donnerstag begann um sechs Uhr. Ein schnelles Frühstück und um acht musste ich beim Orthopäden sein. Dort war ich schnell wieder raus, auf dem Weg nach Hause, noch Späne (Einstreu für die Haustiere) eingekauft. Aufs Fahrrad und den Haufen Socken umgetauscht, weil, falsche Größe, zur Apotheke und noch mal was bestellen und wieder arbeiten. Dort wartete auch wieder eine Menge Unerledigtes auf mich, Ware ausgepackt, auszeichnet, alles ins Internet und nach Feierabend wieder an der Apotheke vorbei und alles abgeholt.

Und das hört nicht auf. Denn die Wäsche muss noch gewaschen werden, alles auffalten, so gut wie möglich faltenfrei in den Koffer, die Reste abbacken, damit ich auch auf jeden Fall genug habe. Hoffen das alles in die Koffer passt und notfalls mit Gurtbändern vorm platzen sichern. Ach ja, und putzen muss ich auch noch zwischendurch, da wir auch noch Besuch bekommen.

O-Ton meines Freundes: „Was machst du dir für einen Stress? Das ist der Grund, warum ich meinen Koffer erst kurz vor der Abreise packe!!“ Schnucki-Putzi, wer macht denn deine Wäsche, wenn du mal wegmusst? Du bestimmt nicht…

Die Reha wirft ihre Schatten vorraus


Die Vorbereitungen für die Reha sind im vollen Gange. Es wird eingekauft, gewaschen, eingepackt, ausgepackt und zusammen gesucht, was das Zeug hält. Der Klappkorb, mit den Sachen die nicht fehlen dürfen, wird immer voller. Aber fangen wir von vorne an.

Kurz nachdem die Einladung der Reha-Klinik bei mir eintraf, nahm ich Kontakt mit der Ernährungsberaterin auf. Ich bombardierte sie mit einem Haufen fragen, ich sagte ihr die grundlegenden Fakten und sie war sehr aufgeschlossen und interessiert. Am Ende des Gespräches kam raus, sie können mich mit Brot versorgen, ich darf einen Verteiler Kühlschrank mit nutzen, um ein paar Sachen unterzustellen und der Koch lässt mich ein paar Sachen im Tiefkühlhaus unterbringen, denn Kuchen (Muffins), Schokolade und alles Knabberzeug muss ich mir mitbringen. O-Ton der Beraterin, „Es gibt hier keine Möglichkeiten einzukaufen, vorallem nicht so was spezielles.“

In dem Telefonat, registrierte ich diese Aussage noch nicht sofort. Erst später dämmerte mir, was sie mir da offenbarte. Also nahm ich meinen Laptop und googelte nach Supermärkten, Discountern und Drogeriemärkten. Reformhäuser und Biomärkte ließ ich gleich aussen vor. Was soll ich sagen/ schreiben???? Es gibt in diesem Ort nur einen Metzger, einen Zeitschriftenhandel, Klamottenläden, Friseure, eine Menge Cafes/ Konditoreien, Restaurants und Kurkliniken…. Sonst nichts!!!!! Der nächste Supermarkt ist ca. 15 km entfernt. Die Kommentare der Familie waren, „Das ist ein Kurort und du sollst dich erholen und nicht einkaufen was das Zeug hält!“ und grinsten übers ganze Gesicht. Nä, was schäbig!!!

Also ran ans Backblech und die Muffinform und backen was das Zeug hält. Es gilt drei Wochen durchzuhalten. So entstanden in einem Backmarathon verschiedene Muffinvariationen und mein Brot fürs zu-Hause-Frühstück. Mein Freund, der reichlich probieren durfte, fragte irgendwann, „wann gibts denn Kuchen?“, zog enttäuscht nach dem, „Gar nicht, die sind für die Reha!“ wieder ab.

Nach Stunden langen rühren, Zutaten zusammen schmeißen und backen fiel ich um sechs Uhr abends müde aufs Sofa, fix und fertig, aber mit Muffins für ca. 2 Wochen versorgt und eingefroren. Aber ich bin noch nicht ganz fertig geworden, ich werde wohl noch einmal einen Backsonntag einlegen müssen. Es sollte doch soviel dabei raus kommen, das ich jeden Tag so 2 Stück Essen kann. Aber ich werde auch noch unser Reformhaus plündern und ein paar fertige Kekse einkaufen und Schokolade, denn bei der lohnt es sich kaum, die selber zu machen.

Irgendwie freue ich mich auf die Reha, aber es ist doch ne Menge Arbeit zu erledigen. Zu meinem Glück, muss ich fast die ganze Woche arbeiten und habe nur den Mittwoch Zeit um noch eine Menge zu erledigen. Ansonsten bleiben nur die knappen Zeitfenster  vor und nach der Arbeit und zwischen den Jobs. Das wird noch anstrengend, bis der erste Koffer in einigen Tagen abgeholt wird.

Yuhuu… Es geht in die Reha!!


SmileNach monatelangem warten, ist es endlich soweit… Ich darf in die Reha. Letzten Mittwoch kam endlich der positive Bescheid. Das irre ist, das sich erst so gar keiner entscheiden konnte, wie man mir helfen kann/ soll und jetzt habe ich gleich zwei Maßnahmen bewilligt bekommen. Ich darf auch noch zur Schmerztherapie und das auch noch zur gleichen Zeit.

Vor einigen Wochen hatte ich mit meiner Hausärztin ausgemacht, das ich zur Schmerztherapie soll. Daraufhin machte ich zu Ende August einen Termin, denn bis jetzt gab es ja nicht mal einen Anhaltspunkt, das sich die Deutsche Rentenversicherung überhaupt rührt. Ich bekam die Unterlagen zu gesendet und darf diese nun ausfüllen. Was die alles Wissen wollen. In ein Schema soll ich eintragen, wo es schmerzt. Ich fragte mich, ob ich auch eintragen darf, wo es nicht weh tut? Es wurde nach schmerzintensität gefragt, Depression, Ablenkungsmanöver meinerseits, Medikation, behandelnde Ärzte… Puh, das war fast wie in einem Quiz.

Als ich dann gestern auf den Weg zu meinem Nebenjob machte, liegt ein großer Umschlag auf der Treppe. Als ich den Umschlag öffnete, bekam ich das Lächeln nicht aus dem Gesicht. Aber gleichzeitig, beschlich mich ein ungutes Gefül. Passt es mit dem Krankenhaustermin? Also nahm ich Donnerstagmorgen mein Telefon zur Hand und telefonierte was das Zeug hält. Man hätte mich so terminiert, das es mit einer gebuchten Flugreise Probleme gegeben hätte. Wir einigten uns auf einen Termin Ende August und die Schmerztherapie wird in den Oktober verschoben.

Ich freue mich tierisch und ich habe den Kurort auch schon gegoogelt. Was soll ich sagen/ schreiben? Er ist am A… der Welt oder zumindest sehr nah dran. „Man kann ihn bestimmt von da aus sehen“, sagt mein Freund. Die abendlichen Veranstaltungen im Haus scheinen auch eher was für das gesetztere Alter zu sein (gefühlte siebzig und aufwärts). Ansonsten macht die Klnik einen guten Eindruck. Sehr kompetent, auf Bewegungsapparat und Magen-Darm-Beschwerden spezialisiert und mitten in einem Staatskurort in der Eifel/ Mosel-Region.

Aber dann ging der Streß erst richtig los. Es wartete eine riesige Papierflut auf mich. Neben den Papieren für die Schmerztherapie, musste ich mich jetzt auch noch die Anträge der DRV und die Fragebögen der Reha-Klinik ausfüllen. Für die DRV ging es hauptsächlich um die Befreiung von der Zuzahlung für Reha. Wie bei Krankenhäusern muss man auch bei der Reha 10,00 € pro Tag bezahlen. Ist das Einkommen unter einer bestimmten Grenze, kann man davon befreit werden. Was für ein riesiger Haufen Papier. Das skurillste dabei war für mich, meine eigene Lohnbescheinigung für meinen Chef auszufüllen. Auch die Reha-Klinik wollte meinen körperlichen und psychischen Zustand wissen. Also musste ich schon wieder mein unterstes zu oberst kehren. Es ist nicht gerade das, was ich am liebsten mache, da es mich immer an das erinnert, was mir am meisten fehlt. Pferde und reiten zu gehen. 😦

Die letzten Tage waren die Höhle für mich. Den Sonntagnachmittag und meinen Feierabend, verbrachte ich mit ausfüllen von Anträgen, Fragebögen, Anschreiben verfassen und ausdrucken von Informationen zur HPU, Befunde zusammenstellen und alles zu kopieren für meine Unterlagen. Montagmorgen telefonierte ich mit der Rentenversicherung, der Reha-Klinik und schickte Faxe ab, zum Glück nahm mir das meine Mutter ab. Da war mein Zeitfenster aufgebraucht und ich musste zur Arbeit hetzen. Die Retourkutsche kam auch sofort. Letzte Nacht lag ich zwei Stunden wach und mein Gedankenkarusell hörte nicht auf. Hatte ich alles, das muss noch gemacht werden, da musst du noch was abgeben, dann noch zur Post. Irgendwann stand ich entnervt auf, holte meinen MP3-Player und hörte mir Schafskrimi an. Da musste ich mich aufs zuhören konzentrieren und bekam meine Gedanken endlich in den Griff.

Jetzt sitze ich im Büro und bin fix und fertig. Die wichtigsten Aufgaben sind schon erledigt und die restlichen Aufräumarbeiten von gestern mache ich heute nachmittag. Im Moment bin ich dazu nicht mehr in der Lage. 😦 Ich freue mich auf die Reha aber ich habe noch viel Arbeit vor mir.

Hhmm… Vegan und Superfoods doch nicht so super?!


indexEin Bericht von Steffi Kochtrotz hat mich ins grübeln gebracht. Nach veganer Ernährung waren ihre Vitalstoffwerte im untersten Bereich und sie litt unter einer schlimmen Schwermetallbelastung.

Nach dem ich feststellte, das mir die vegane Ernährung gut tat, hatte ich mich mehr oder weniger streng danach ernährt. Wenn es mal Bratwurst gab oder Kuchen mit Eiern, Milch oder Käse habe ich ihn trotzdem mal etwas davon gegessen. Immer meinte ich, dass das Eiweiß die Fibromyalgie triggern würde. Jetzt muss ich aber feststellen, das auch die vegane Ernährung an den Muskelschmerzen nichts ändert. Denn sobald das Thermometer unter die 20° Grad Marke fällt (so wie heute), geht es mir besonders schlimm. Vielleicht war es auch gerade so eine kühle Phase, als ich das Fleisch testete, und deshalb ging es mir nicht so besonders?

So grübelte ich am Samstag vor mich hin und rannte glaube ich offene Türen bei mir ein. Den ganzen Tag schmachtete ich schon nach einem ordentlichen Stück Fleisch zwischen den Zahnlücken und der Mozarella flehte mich an, ihn ein zu packen. Ich widerstand nur mit großer Mühe.

Ähnlich erging es mir, als ich las, das Steffi Kocktrotz alle sogenannten „Superfoods“ aus ihrer Ernährung verbannt hat. Die Schwermetall- und Pestizidbelastung ist bei den meisten Produkten erheblich. Vor kurzem stellte eine Bekannte fest, die auch Heilpraktikerin ist, das mein Körper stark mit Blei belastet ist. Zum Glück habe ich nie viel Chia oder ähnliches gegessen, aber in den letzten drei bis vier Wochen habe ich doch täglich Chiapudding gegessen, um meine Verdauung in Schwung zu bringen. Leinsamen erfüllt die gleiche Funktion, wurde aber durch den Chia in den Hintergrund gedrängt. Durch die HPU ist meine Entgiftung sehr stark eingeschränkt und mein Arzt aus Osnabrück hängt mir schon seit einem Jahr in den Ohren das Schwermetall auszuleiten. Leider kann ich es mir nicht leisten.

Muss ich meinen Körper mit Superfoods aus zweifelhaftem Bioanbau belasten? Es gibt genug heimische Alternativen, wie den Leinsamen, die genauso funktionieren und ebenso gesund sind. Soll ich eine Menge Geld in Lebensmittel stecken, die mich noch mehr Schwächen und krank machen?

Für mich ist klar, ich kann meinen Geldbeutel entlasten und werde mich vom Chia trennen. Das Geld kann ich für sinnvolleres brauchen, z. B. für die Ausleitung der Schwermetalle. Das dumme ist nur, das ich noch einen vollen Beutel Chia im Schrank stehen habe. 😦 Mal schauen ob ich ihn selber aufbrauche oder ihn verschenke.

Chiapudding


Seit ein paar Wochen stehe ich voll auf Chiapudding. Er lässt sich gut vorbereiten und hält sich vorallem ein paar Tage im Kühlschrank, so das man gleich ein paar mehr Portionen machen kann. Zudem ist er reich an Ballaststoffen und hilft dem trägen Darm.

Ich verwende für den Chiapudding Reisdrink, man kann aber alles nehmen was man möchte, Wasser, Milch und und und. Sehr lecker ist auch Mandeldrink.

Zutaten:

  • 2 EL Chiasamen
  • 150 ml Pflanzendrink, Wasser oder Milch
  • eventuell etwas Süsse
  • Optional: Zimt, Vanille, Kakao, andere Gewürze, Früchte, was euch einfällt und euch schmeckt und ihr vertragt 🙂

Zubereitung:

  • den Chiasamen mit dem Pflanzendrink in ein sauberes Schraubglas oder Schälchen geben und gut verrühren
  • Wichtig: am Anfang immer wieder umrühren, sonst verklumpt der Chia am Boden und es gibt keinen sämigen „Pudding“.
  • wenn ihr wollt könnt ihr jetzt die Süße, Gewürze und/ oder Kakao einrühren
  • Jetzt muss der Chiapudding mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank, am besten sogar über Nacht

Ihr könnt den Chiapudding zum Frühstück mit Früchten und Flocken essen, als Zwischenmahlzeit mit ein paar Früchten on Top oder ganz einfach mit Kakao und Lebkuchengewürz (schmeckt super lecker).

Ich bereite den Pudding immer in verschließbaren Gläsern oder Bechern vor. So kann man ihn gut mit zur Arbeit mitnehmen und braucht nicht erst alles umzufüllen.

Viel Spaß mit dem Rezept!