Wiedereinführung von Lebensmitteln


Die Wiedereinführung von neuen Lebensmitteln hat sich in mancher Hinsicht schwieriger gestaltet als gedacht. Zumal ich feststellen musste, das ich mit vielen Lebensmitteln Probleme habe.

Nachdem ich die Eliminationsphase gut hinter mich gebracht hatte und nur wenige kleine Ausrutscher hatte, klappte die Wiedereinführung der verschiedenen Lebensmittel nicht ganz so einfach. Ich hielt mich nicht strikt an die Liste die ich von Paleo360 bekommen hatte, sondern führte die Lebensmittel so ein, wie sie mir am meisten fehlten. Wobei ich weiterhin auf Kaffee verzichte, da ich doch ganz gut ohne ihn auskomme. Meistens zu mindest!

Bei den Samen, wie Leinsamen, Chia und Hanf, taten sich keine weiteren Probleme auf. Auch konnte ich Mandeln, nach dem Test schnell wieder in den Speiseplan aufnehmen. Schwieriger wurde es mit dem Ei. Ich probierte das Eigelb etwa drei Wochen nach dem Ende der Eliminationsphase aus. Ich nahm mir den Sonntagnachmittag dafür Zeit und probierte drei kleine Mengen des Eigelbs innerhalb von einer dreiviertel Stunde und machte mich dann auf den Weg zu einem Spaziergang, um den Kopf frei zu bekommen. Es dauerte nicht lange und ich hatte das Gefühl mein Schädel explodiert. Ich schafffte es noch irgendwie bis nach Hause und dort musste ich mich erst mal hinlegen und ein Schmerzmittel nehmen.

Viele Lebensmittel zeigten eindeutig, das ich sie noch nicht vertug. Es waren nicht nur Kopfschmerzen, sondern auch noch andere Beschwerden, die sich kurze Zeit nach dem testen oder am nächsten Tag zeigten. Zum Beispiel war ich nach den Sonnenblumenkernen tod müde. Am nächsten Morgen musste ich früh aufstehen und den ganzen Tag war ich bleiern müde und antriebslos. Bei Haselnüssen juckte mir die Haut und Flohsamen machten (trotz vieeeel trinken) üble Verstopfung.

Einige Lebensmittel wie das Eigelb und auch Eiweiß probierte ich ca. 8 Wochen später wieder aus. Da vertrug ich sie dann ohne Probleme. Mein Körper brauchte wohl die Zeit um noch ein wenig zu heilen. Andere Lebensmittel habe ich noch nicht wieder ausprobiert, da sie mir auch nicht so wichtig sind.

Alllerdings habe ich manches auch wieder per Zufall heraus gefunden. In einem schwedischen Möbelhaus suchte ich nach AIP-konformen Mittagessen und wählte zu dem Steak, grüne Bohnen aus. Da ich nicht wusste, ob ich sie vertrage habe ich sie trotzdem bestellt. Siehe da!! Es passierte nichts. Daher sah ich den Test als bestanden an. Ein andermal waren wir essen und es gab Champions dazu. Eigentlich sind sie AIP-konform, leider vertrage ich sie sehr schlecht. Ebenso wie an diesem Abend. Daher flogen sie ringoros aus dem Speiseplan. Zwiebeln und Knobi flogen auch raus, weil wegen Bauchschmerzen-Verursacher.

Ich habe auch schnell festgestellt, das ich auf die typischen FODMAP-haltigen oder -armen Lebensmittel nicht reagiere, aber trotzdem so meine Probleme mit Kohl, Zwiebeln, Knobi, Hülsenfrüchten und Co habe. Was meiner Meinung nach nicht an den FODMAPs liegt, sondern eher meinen Darm überstrapziert. Kohl bläht nunmal gerne, ebenso wie Ziebeln und Hülsenfrüchte. Mein Darm ist einfach zu träge, daher fängt das ganze auch noch an zu gären und die Probleme gehen los. Daher bin ich dazu übergegangen, über den Tag verteilt Leinsamen und Chiasamen zu nehmen. Beide lasse ich sie in Wasser oder Pflanzenmiich quellen (z.B. als Chiapudding mit Früchten), um meine Verdauung anzuregen. Ich esse viel Gemüse, aber selbst das AIP konnte meine Verdauung nicht genug in Schwung bringen um dieses Problem zu lösen. Seit den Leinsamen und dem Chia geht es mir besser und ich kann regelmäßig aus Klo. Die Blähungen lassen zwar nicht nach, aber der Darm leert sich besser und der Druck im Bauch lässt nach. Allein das erhöht schon meine Lebensqualität.

Auch an Hand der Qualität der Bauchschmerzen erkenne ich jetzt, ob wieder mal was daneben gegangen ist. Während bei verträglichem Essen zwar die Luft etwas mehr wird, aber alles angenehm im Bauch bleibt, setzen bei unverträglichen Lebensmitteln innerhalb von Minuten schlimme Beschwerden ein. Die Luft staut sich sofort und ich muss mindestens einen Knopf der Hose öffnen. Das schaukelt sich soweit auf, das die Blähungen richtig schmerzhaft, krampfartig werden und erst mit einem Heizkissen etwas erträglicher werden, aber nicht verschwinden. Selbst Entschäumer helfen hier bei nicht. Ich habe zwar immer welche in der Tasche, sie kommen auch zum Einsatz, bringen aber fast gar keine Linderung.

Da ich seit kurzem ein Bullet Journal führe, habe ich der Wiedereinführung ein paar Seiten gewidmet. In einer Tabelle trage ich ein, welches Lebensmittel ich getestet habe und welche Beschwerden aufgetreten sind oder auch nicht. Ging alles gut, kommt das Lebensmittel auf die Verträglichkeitsliste. Ging es schief, wird es einige Wochen später noch mal ausprobiert.

Ich bin immer noch nicht am Ende meiner Testphase bin. Es fehlt noch sovieles. Da ich aber mindest immer 10 bis 14 Tage pro Lebenmittel brauche kann es sich bestimmt noch bis zum Herbst ziehen, bis die wichtigsten durch getestet sind.

P.S.: Leider musste ich feststellen, das viele Stärkehaltige Mehle und Lebensmittel für mich unverträglich sind. Sie lassen sofort mein Gewicht in die Höhe schießen und verursachen zumdem schreckliche Bauchweh. Also, erst mal bis auf weiteres gestrichen oder zumindest beinahe. Manchmal muss auch mal ein Pfannkuchen her, oder?

Stressorgan!?!?


Mein Arzt und ich stimmen überein. Wir beide hassen das Wort „Reizdarm“. Es steht aber leider mitten im Raum und lässt sich nicht mehr wegdiskutieren.

Die letzten Tests waren eindeutig. Der Glukosetest war sowas von negativ, nur die Stuhlproben ergaben ein „beobachtungswürdiges Ergebnis“. Die Werte waren grenzwertig hoch. Aber auch nur in einer Probe von dreien. Nach dem erörtern der Ergebnisse, stand das Wort Reizdarm über uns. Mein Gastro sagte zu mir: „Ich hasse das Wort Reizdarm, aber leider kann ich nichts anderes diagnostizieren. Der Darm wird das Organ sein, an dem sich Stress bei Ihnen zeigt. Bei mir schießt der Blutdruck in die Höhe, bei Ihnen zeigt es sich durch Blähungen und Schmerzen.“

Das ist dieses schreckliche Wort Reizdarm und überschattet mein zukünftiges Leben. Mein Gastro hat mir geraten herauszufinden, was für micht verträglich ist oder auch nicht. Sollte aber nicht in das extrem der Selbstkasteiung verfallen. Wenn ich auf etwas Hunger habe, sollte ich es ohne Reue und mit Genuss essen.

Das ist natürlich einfacher gesagt als getan. Der Kopf macht da einem so manchen Strich durch die Rechnung. Dieser wird schon nervös, wenn man nur ein neues Lebensmittel ausprobiert, weil man endlich mit dem AIP weiter kommen möchte. Aber ich glaube ich habe da ein gutes Mittelmaß gefunden. Auch hat das Glück mir so manches mal in die Hände gespielt. Dazu aber ein anderes Mal mehr. 🙂

Im Rahmen des Genuss-Essens habe ich rausgefunden, das mir verarbeitete Lebensmittel, wie Wurstwaren, Gemüsebrühen, Rohkostriegel und andere Fertigprodukte, gar nicht bekommen. Daher stocke ich meine Vorräte mit selbstgekochten Alternativen auf. Leider ist das sehr Zeitintensiv und ich muss alles bis ins kleinste Detail planen, aber mein Bauch dankt es mir.

Reizdarm du kannst mich mal, so springst du nicht mit mir um! Ich kriege dich schon klein. Na ja, zu mindest ein bischen! 😉

Keine Besserung in Sicht


Und wieder mal musste ich mich bei meinem Gastroenterologen vorstellen. Ich muss echt sagen, der ist super geduldig und lässt super mit sich reden. Da komme ich mir nicht vor, wie in eine Schublade gesteckt auf der „Psychosomatisch“ steht.

Aber fangen wir mal von vorne an. Seit ich mit dem AIP angefangen habe, plagen mich immer noch mal mehr mal weniger starke Blähungen. Am Anfang der Umstellung ging der Blähbauch etwas zurück, verschwand aber nicht völlig. Im Laufe der letzten Monate veränderte sich die Qualität der Blähungen. Am morgen sind sie fast föllig verschwunden und im Laufe des Tages werden sie immer schlimmer. Allerdings habe ich nicht mehr so starke Schmerzen wie vorher, was wahrscheinlich daran liegt, das ich fast gar kein Obst mehr esse und auch sonst keinen Zucker zu mir nehme.

Kurz nach Weihnachten bemerkte ich, das ich auch wieder Schwierigkeiten mit FODMAP’s bekam, also versuchte ich mich FODMAP-arm zu ernähren. Das klappt meistens auch ganz gut. Allerdings waren wir vor kurzem in einem mongolischen Restaurant essen. Es gestalltete sich etwas schwierig. Die einzige Sauce die ging war mit Knoblauch und der Rest mit Zucker und/ oder sehr scharf, zudem war die Gemüseauswahl sehr übersichtlich und prompt ging es los. Der Bauch blähte sich und bevor der Knopf wegfliegen konnte, habe ich ihn schnell aufgemacht. Ich hatte solche Bauschmerzen, das ich zu Hause erst mal das Heizkissen anwerfen musste um etwas Entspannung in die Sache zu bringen.

Ein paar Wochen später hatte ich noch ein denkwürdiges Erlebnis. Es fing auf einen Donnerstagmorgen mit Krämpfen an. Die wurden im Laufe des Tages immer schlimmer. Ich dachte schon ich hätte eine Blasenentzündung. Also bin ich abends noch zum Hausarzt, aber es war alles in Ordnung. Ich sollte mich beim Frauenarzt vorstellen. Da die Praxis noch auf hatte, machte ich für den nächsten morgen einen Termin. Dort ließ ich das komplette Prozedere über mich ergehen. Wieder Urin abgegeben, Vorsorgeuntersuchungen und alles was das Programm hergab. Es war alles negativ, aber die Krämpfe blieben. Man schickte mich in die Notaufnahme, um eine Blinddarmentzündung auszuschließen. Dort fing alles wieder von vorne an, Urin abgeben (was mir mittlerweile echt schwerfiel), Blutabnehmen und warten warten warten… Bis sich endlich ein allgemein Chirurg fand der mich untersuchen konnte. Sie fanden nichts, aber die Krämpfe blieben.

Mittlerweile habe ich rausgefunden, das Kohlehydrate in jeglicher Form mir Beschwerden verursachen. Ich habe in einem Kochbuch glutenfreie Pfannkuchen gefunden. Sie bestehen aus Pfeilwurzelmehl, Erdmandelmehl, geschroteten Leinsamen und Blaubeeren. Ich finde sie ganz lecker, aber mein Bauch mag sie nicht. Nach dem ich das ein paar mal beobachtet habe, lasse ich sie erst mal weg.

Daraufhin habe ich wieder mal einen Termin bei meinem Gastro gemacht. Wir waren uns sehr schnell einig, das ich wieder mal Stuhlproben abgeben muss, die auf Pilze untersucht werden. Zudem machen wir einen Glukose-Atemtest, um festzustellen ob ich eine Dünndarmfehlbesiedlung habe. Leider sind das die letzten Tests die man noch machen kann, denn ich habe mittlerweile alles testen lassen, was so machbar ist. Das ist meine letzte Hoffnung. Leider muss ich mich noch drei Wochen gedulden, bevor ich Gewißheit habe.

Paleo-AIP: Woche 2 und 3


So gut die erste Woche lief so schlecht klappte es in den Wochen 2 und 3. Aber alles der Reihe nach.

Ich habe im Juli die Diagnose Psoriasis Arthritis bekommen. Im Juli bekam ich ein Medikament das ich nicht vertrug. Jetzt (Anfang Oktober) bekam ich ein anderes Präparat verschrieben, ein sogenannter COX2-Hemmer. Er soll den Entzündungsprozess abheilen lassen und die Schmerzen lindern. Ich weiß, das ich während der Auslassphase keine Medikamente nehmen soll, jedoch waren die Schmerzen manchmal so schlimm, dass ich keine andere Lösung dafür fand. Als fing ich zu Anfand der zweiten Woche mit der Therapie an und es ging natürlich voll daneben. Anstatt das es mir besser ging, ging es mir immer schlechter. Innerhalb von wenigen Tagen bekam ich wieder einen trägen Darm und mein Bauch blähte sich fürchterlich. Zudem bekam ich wieder Probleme mit Luftnot und Muskelschmerzen. Leider habe ich die Luftnot nicht sofort mit den Tabletten in Zusammenhang gebracht, sondern dachte ich hätte mich mal wieder erkältet. Auch meine Mahlzeiten machten mir wieder schwer zu schaffen, obwohl ich mich strikt an die Diät gehalten habe. Bis ich nach 10 Tagen die Nase voll hatte. An dem Tag hatte ich frei und ich beobachtete genau, was dieses Medikament mit mir machte. Von da an, habe ich keine Schmerzmedikamente oder sonst etwas genommen.

In Woche drei erholte sich mein Bauch und auch die Verdauung wieder ein wenig. Bis ich feststellte, das selbst Obst, dass beim AIP erlaubt ist, mir nicht bekam. Sobald ich eine kleine Kiwi aß, explodierte der Bauch, ebenso bei einer fast noch grünen Banane oder einer Orange. Es ist wohl alles noch zu viel für den ramponierten Darm. Also, habe ich beschlossen für einige Zeit nur sehr fruktosearme Beeren zu mir zu nehmen. Bei Melone und Co. warte ich lieber noch ein wenig. Diese Erkenntnis brachte mich auch wieder ein Stück weiter. Auch scheint Schweinefleisch für mich nicht allzu bekömmlich zu sein. Bei uns zu Hause wurde wieder mal gegrillt und für mich gab es Schweinenackensteak, gewürzt mit Salz und Pfeffer. Ich konnte dabei zusehen, wie ich aufblähte und alles anfing zu schmerzen. Dafür habe ich am Anfang letzter Woche ein herrliches Rumpfsteak mit Schmorzwiebeln genossen und dazu grünen Salat ohne Paprika und Tomate.

Fazit nach Woche 2 und 3:

Mein Darm/ Körper ist wohl angeschlagener als ich dachte. Es lohnt sich aber auf jeden Fall mit der AIP-Ernährung weiter zu machen. Mittlerweile verzeiht mir mein Bauch kleinere Fehler etwas großzügiger, aber das ist kein Grund nachlässiger zu werden.

Was mir am positivsten aufgefallen ist. Seit etwa drei Wochen quält mich der allseits gefürchtete Heißhunger mich nicht mehr. Ab und an meldet er sich noch mal, kommt aber meistens daher, dass ich über Tag nicht genug gegessen habe. Oft kann ich ihn dann mit einer Möhre wieder besänftigen.

Interessante Beiträge im NDR-Fernsehen


Vor kurzem machte mich eine Bekannte auf die Serie Ernährungsdocs im NDR-Fernshen aufmerksam. In der Serie wird erklärt, wie man über die Ernährung seine Gesundheit steuern kann.

Ich habe mal zwei Themen heraus gesucht, die für mich und auch vielleicht für euch, interessant sein könnten:

Das erste Thema ist die Dünndarmfehlbesiedlung:

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Duenndarm-Fehlbesiedlung-erkennen-und-behandeln,duenndarmfehlbesiedlung100.html

Das zweite sind Multiintoleranzen:

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Multi-Intoleranzen,multiintoleranzen100.html

Das nächste wären da noch der Reizdarm:

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Reizdarmsyndrom-erkennen-und-behandeln,reizdarm104.html

Vieles war mir natürlich bekannt, aber gerade zum Thema Reizdarm waren ein paar tolle Tipps dabei. Zu jedem Thema findet man ausführliche Informationen, die man sich auch als PDF herunterladen kann und das Video aus der Sendung. Natürlich gibt es noch andere Krankheiten, die unter die Lupe genommen worden sind.

Das was mich am meisten interessierte war die Dünndarmfehlbesiedlung. Darunter leide ich schon sehr lange bzw. immer wieder.  Auf Grund dieses Berichtes habe ich einen Termin bei einer Ernährungsmedizinerin gemacht und bin sehr gespannt, ob sie mir helfen kann.

Chiapudding


Seit ein paar Wochen stehe ich voll auf Chiapudding. Er lässt sich gut vorbereiten und hält sich vorallem ein paar Tage im Kühlschrank, so das man gleich ein paar mehr Portionen machen kann. Zudem ist er reich an Ballaststoffen und hilft dem trägen Darm.

Ich verwende für den Chiapudding Reisdrink, man kann aber alles nehmen was man möchte, Wasser, Milch und und und. Sehr lecker ist auch Mandeldrink.

Zutaten:

  • 2 EL Chiasamen
  • 150 ml Pflanzendrink, Wasser oder Milch
  • eventuell etwas Süsse
  • Optional: Zimt, Vanille, Kakao, andere Gewürze, Früchte, was euch einfällt und euch schmeckt und ihr vertragt 🙂

Zubereitung:

  • den Chiasamen mit dem Pflanzendrink in ein sauberes Schraubglas oder Schälchen geben und gut verrühren
  • Wichtig: am Anfang immer wieder umrühren, sonst verklumpt der Chia am Boden und es gibt keinen sämigen „Pudding“.
  • wenn ihr wollt könnt ihr jetzt die Süße, Gewürze und/ oder Kakao einrühren
  • Jetzt muss der Chiapudding mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank, am besten sogar über Nacht

Ihr könnt den Chiapudding zum Frühstück mit Früchten und Flocken essen, als Zwischenmahlzeit mit ein paar Früchten on Top oder ganz einfach mit Kakao und Lebkuchengewürz (schmeckt super lecker).

Ich bereite den Pudding immer in verschließbaren Gläsern oder Bechern vor. So kann man ihn gut mit zur Arbeit mitnehmen und braucht nicht erst alles umzufüllen.

Viel Spaß mit dem Rezept!

Das geht, das geht gar nicht, das geht …


Es kristalisiert siSmilech immer mehr heraus, was ich essen kann und was nicht, obwohl der Pilz noch lange nicht verjagt ist. Das Protestgeschrei meines Bauches ist nicht zu überhören, auch wenn er still und leise schreit.

Es war nicht so leicht, den stillen Aufschrei zu hören, aber auf einmal machte es Klick und ich erkannte das Signal. Mittlerweile konnte ich zwei Arten von Blähbauch ausmachen. Es gibt den, der  einfach da ist, macht ne kleine Kugel, aber die Knöpfe der Jeans gehen noch zu und er tut nicht weh und manchmal lässt er die Luft auch los und raus. Und es gibt den, der richtig weh tut. Er macht einen Bauch der fast so aussieht als wäre ich im fünften Monat schwanger. Die Luft sitzt fest und geht nicht ab, der Bauch ist hart, fest und es gibt auch nichts, um das zu ändern. Tee, Wärmflaschen, Kirschkernkissen, SabSimplex oder Espumisan helfen gar nicht. Es setzt ein Völlegefühl ein, sobald man was gegessen hat, das erst nach ein oder zwei Tagen wieder weggeht.

So konnte ich den letzten Wochen meiner Anti-Pilz-Diät, schnell feststellen, welche Lebensmittel ein absolutes NO GO sind. Heraus kamen, neben dem bekannten, u. a. Hülsenfrüchte (auch grüne Bohnen und Erbsen), Spargel, Brokkoli, Zwiebeln, Knoblauch. Gerade um die Hülsenfrüchte tat es mir besonders leid, sie machen so schön satt, haben wenig Kohlehydrate und viele Balaststoffe. Es viel mir so schwer sie aus dem Speiseplan zu streichen, aber es ging mir innerhalb von wenigen Tagen enorm besser. Mein Bauchgefühl hatte wieder mal die Hosen an.

Heute abend entscheidet sich, ob ich mit meiner Anti-Pilz-Diät weitermachen soll und ob ich zur Unterstützung  ein Medikament bekomme. Ich möchte doch endlich mal wieder ohne Bauch-einziehen rumlaufen. Obwohl, es tolle Bauchmuskeln macht… 😉

Wie kommt man an eine Hefepilzinfektion…?


500_F_85587854_E7r3JdJXHmEcaVksweLwkas0YI0NI8uMIch hatte jetzt ein paar Tage Zeit zum grübeln und ich mache mir darüber Gedanken, wie ich an diesen Pilz gekommen bin. Ich trinke keinen Alkohol, ich backe zwar Brot und Gebäck mit Hefe, aber beim backen wird die Hefe inaktiv. Das einzige was ich zu mir nehme ist das EM (Effektive Microorganismen). Damit die Milchsäurebakterien gut wachsen und gedeihen können, braucht es als Nährlösung die Hefe.

Der Saccharomyces cerevisiae (Hefepilz) wird in gängigen Präparaten wie Perenterol verwendet, um bei Durchfall zu helfen. Normalerweise tut er der Darmflora gut. Aber wie kann es so nach hinten los gehen?

Als ich letztes Jahr meinen Pilz auf eigene Faust beseitigt hatte, habe ich es gut hinbekommen. Kurz nach der Behandlung habe ich mit EM angefangen. Es sollte die paar Pilze, die vielleicht noch zuviel sind, abtöten und dann die guten neuen ansiedeln. Zur Unterstützung, damit auch ja die richtigen Bakterien im Bauch wachsen, habe ich noch extra Milchsäurebakterien genommen.

Mittlerweile habe ich den Verdacht, das vielleicht das EM daran „schuld“ sein könnte. Das mein Bauch einfach so kaputt war/ ist, das sich die richtigen Bakterien nicht ansiedeln und sich der Hefepilz munter ausbreiten konnte. Der Bauch blähte sich immer wieder so schlimm und ich bekam es so gar nicht in den Griff. Alles was ich machte, ging nach hinten los. Jetzt weiß ich, dass die Hefe nur ihre Arbeit gemacht hat. nämlich die Kohnlehydrate in Luft verwandeln. Und ich hätte mich auf den Kopf stellen können und es hätte nichts geholfen… 😦

Seit ca. 10 Tagen mache ich eine kohlenhydrat- und zuckerarme Diät. Es hilft nur sehr langsam und die Luft hält sich immer noch sehr hartnäckig im Bauch. Da ich mich vegan ernähre ist es sehr hart. Zur Zeit lebe ich nur von wenig Brot am morgen, Gemüse, Salat in jeder Form, Chiapudding und veganen selbst gemachten Joghurt, ab und an Nüsse und Kokoschips. Die Hauptsache ist, das der Bauch genug zu tun hat und man/ frau nicht in ein Hungerloch fällt. Hoffentlich muss ich kein Antimykotikum nehmen, denn dann muss ich die Diät weiterhin einhalten und dann noch mal für mindesten 3 Wochen.

Was für ein Pilz? Saccharomyces cerevisiae? Backhefe?


88c48506edWeil ich die starken Blähungen immer noch nicht im Griff habe, habe ich die Tür meines Gastro eingerannt. Ich habe ihm mein Problem geschildert und er ist mir helfend zur Seite getreten und hat mir drei Tüten für Stuhlproben in die Hand gedrückt. Mein Gastro ist ein toller Arzt. Er hört zu und man/ frau kann gut mit ihm reden. Bis jetzt hat er jedes meiner Probleme ernst genommen und immer ein offenes Ohr für meine Anliegen gefunden. Dieses Mal auch. Er machte die üblichen Tests und ließ auch die Bauchspeicheldrüsenwerte sowie auf Pilze testen. Zum ausprobieren, ob es mir hilft, hat er mir einmalig Kreon verschrieben. Er hat es nur als Ausnahme gemacht, da es sich um Enzyme handelt und nicht um einen „gefährlichen“ Wirkstoff. „Aber erst nach den Stuhlproben einnehmen!“ Aber klar doch.

Also habe ich wieder mal artig alle Röhrchen voll gemacht und zur Analyse weggeschickt. Endlich mal, wie es sich gehört, mit drei auf einander folgenden Proben. Nach den Proben habe ich das Kreon ausprobiert, aber einen durchschlagenden Erfolg gab es nicht. Also nahm ich die Kapseln zu Ende, denn ich habe sie ja aus eigener Tasche bezahlt und sie kosteten fast 30 €.

Ich fasste mich also wieder mal in Geduld und wartete auf den Tag mit dem Gastro-Termin. Die Ergebnisse der ersten beiden Proben waren negativ, aber die letzte Probe hatte stark erhöhte Werte des Pilzes Saccharomyces cerevisiae, ein Hefepilz. Die Werte waren um das 10-fache erhöht. Der normale Wert sollte so um die 50.000 KBE/ g Stuhl liegen, meine lagen bei 500.000 KBE/ g. Dieser Pilz wird als Back- und Brauhefe verwendet. Beim Backen wird die Hefe durch die Hitze abgetötet.

Als Therapie haben wir erst mal eine kohlehydrat- und zuckerarme Diät in Angriff genommen. Bei älteren Menschen, die Probleme mit der Ernährungsumstellung haben, empfiehlt er ein Antimykotikum. Da er aber meine Geschichte kennt und er weiß, das ich das kann und auch weiß, wie ich es umsetzen muss, versuchen wir es so. In drei Wochen sollte es mir merklich besser gehen, ansonsten bekomme ich doch ein Medikament. Das Problem ist nur, außer Gemüse und Kohlehydrate habe ich nichts anderes mehr, was ich noch essen kann. Der Gastro meinte, ich sollte mich nicht selbst kasteien und die Kohlehydrate um zwei Drittel zu reduzieren. Keinen Zucker, wenig Brot, Kartoffeln und Reis.

Also kämpfe ich mich duch Kohlehydratarme Kost, viel Salat, Gemüse, veganen Joghurt, Chia-Pudding, morgens ein wenig Brot, mittags Mal zwei Löffel Reis oder ein paar Kartoffeln. Ständig bin ich am kauen, weil ich immer Hunger habe. Gemüse und Salat halten leider nicht lange vor… 😦 Aber bis jetzt klappt es sehr gut. Damit ich satt werde, habe ich mir so einiges einfallen lassen. Morgen gibt es eine Gemüsesuppe. Wenn es weiterhin so gut klappt, dann halte ich die drei Wochen spielend durch.

Bin wieder daaaaa!!! grrr


88c48506edEr ist wieder da!! Mein Darmpilz hat sich wieder ein Plätzchen gesucht. Er findet es anscheinend toll bei mir. Ich mag ihn nicht wirklich!! Aber das scheint ihn nicht zu interessieren.

Aber erst mal eins nach dem anderen. Der Fructosetest ist zum Glück negativ gewesen. In den drei Stunden die ich dort saß, stiegen die Werte nicht über 4, ich hatte keinen Blähbauch, aber ein wenig Kopfschmerzen. Aber nach dem Test ging  es steil berg ab. Endlich durfte ich wieder essen und an dem Tag ging es auch noch ganz gut. Doch es wurde von Tag zu Tag schlimmer. Sobald ich was aß, egal was es war, wurde es von Stunde zu Stunde schlimmer. Mein Bauch blähte sich und sah aus wie ein Luftballon, es schmerzte ganz schlimm. Ich hatte Durchfall und es blieb kaum etwas lange drin. Das Nachgespräch mit dem Arzt brachte keine Erleuchtung. Aber falls noch was wäre würde er mir gerne helfen. Ich hatte einen Termin bei der Heilpraktikerin ausgemacht und sie sagte mir, das der Pilz wieder da ist. Und es war auch unverkennbar, aber ich wollte es wohl nicht wahrhaben.

Ich grübelte lange vor mich hin, was sollte ich machen. Die schulmedizinische Behandlung oder wieder alternativ. Aber ich hatte Angst, das es bei der alternativen Behandlung vielleicht wieder zu einem Rückfall kommt und dann wäre wieder ein halbes Jahr und eine menge Geld weg. In der Zwischenzeit ging es mir immer schlechter. Ich hatte schlimmen Durchfall, dadurch das nicht viel Nährstoffe im Körper blieben, bekam ich Kopfschmerzen, fast wie Migräne. Mein Immunsystem ist so am Boden, das ich mich schon seit ein paar Tagen mit einer Erkältung rumschlage.

Ich entschloß mich zur Selbstmedikation, da für meinen Gastro die Pilzinfektion erledigt war. Ich suchte im Internet nach einem geeigneten Antimykotikum, das ohne Laktose auskommt, und habe es am Montag in der Apotheke bestellt. Am ersten Tag habe ich nur eine kleine Dosis der Medikamente genommen, um den Körper nicht zu stark zu belasten. Seit Dienstag nehme ich die volle Dosis und ich merke langsam, wie das Medikament wirkt. Der Pilz stirbt langsam und die Stoffe, die der Pilz jetzt freigibt, machen mir eine Menge Probleme mit Kopfweh, Verspannungen und Muskelschmerzen. Auch ist mir etwas schwindelig und ich habe Schwierigkeiten mich zu konzentrieren. Und auch mein Bauch rebelliert, was das Zeug hält. Könnte er sich scheiden lassen, würde er das bestimmt tun. Um die schlimmsten Auswirkungen der Giftstoffe zu mildern, nehme ich je nach Bedarf Froximmun. Ich vertrage es nicht sehr gut, aber es hilft im akuten Fall recht schnell. Sobald die unerwünschten Stoffe weg sind geht, es mir auch recht schnell etwas besser.

Auch halte ich mich wieder an eine strenge zuckerfreie Diät. Das schlimme ist halt, das ich fast immer hunger habe. Ich habe mich noch so gar nicht in die neue Situation reingefunden. Zum Glück hatte ich mir schon vor Monaten ein Buch über Pilze im Darm gekauft, in dem auch eine Menge Rezepte drinstehen. Leider nur bedingt geeignet bei einer Laktoseintoleranz.

Dieser Beitrag ist KEIN Aufruf zur Selbstmedikation. Es war meine freie Entscheidung und ich weiß um die Risiken, die dadurch entstehen können. Candida Albicans kann sich, wenn es nicht richtig behandelt wird, nach innen in den Körper wenden und schwere gesundheitliche Schäden anrichten. Ich mache eine Anti-Pilz-Diät, mit der entsprechenden Medikation.