Intervallfasten bringt Erleichterung


Erst war ich dem Intervallfasten gegenüber sehr skeptisch eingestellt. Jedoch muss ich sagen, das es gar nicht so schlimm und so schwierig ist, das Fasten durch zu ziehen und einzuhalten.

Am Ende des letzten Jahres hatte ich meine Schilddrüsenwerte überprüfen lassen. Ich fühlte mich schlapp, müde und erschöpft. Mein Stoffwechsel machte überhaupt nicht mit. Mein Gewicht schwankte heftig. Den einnen Tag nahm ich ein Kilo ab und den nächsten wieder 1,5 Kilo zu, dann waren es mal zwei Kilo oder die Waage stürzte ins bodenlose… Ich hatte ständig Hunger, trotz regelmäßigen Mahlzeiten. Am schlimmsten war es, wenn ich morgens sehr früh raus musste. An manchen Tagen bekam ich kaum einen Bissen runter. Leider kam bei der Untersuchung nichts heraus, alle Werte waren im grünen Bereich. Meiner Ärztin sagte vertraute ich an, das ich mich so unwohl fühlen würde. Vor allem machte mich die starken Gewichtsschwankungen wahnsinnig. Sie konnte mir da, leider nicht helfen, da es ein bekanntes Problem der Hashimoto ist.

Ich machte mich noch mal auf verschiedenen Seiten im Internet schlau und stieß immer wieder auf das Intervallfasten. Gerade bei Entzündlichen Krankheiten, wie Rheuma, Hashimoto und auch Reizdarm, sollte es sehr gut helfen, Beschwerden zu lindern, den Schlaf verbessern und und und

Ich suchte mir einen passenden Zeitpunkt aus und startete an einem freien Wochenende. Ich suchte die für mich passenste Intervall zum Essen aus. Ich habe mich für die 16:8 Methode entschieden. Das heißt 16 Stunden fasten und 8 Stunden in denen gegessen werden kann. Ich bin ein Frühstücker und lege nicht soviel Wert auf ein spätes Abendessen, daher breche ich das fasten um 9 Uhr und darf bis 17 Uhr essen. Meistens versuche ich die Zeiten einzuhalten, was manchmal mit den Arbeitszeiten nicht so einfach ist.

Nach ein paar Tagen stellte ich fest, es war mir gar nicht so bewußt, das ich Nachts besser schlief. Ich fiel abends angenehm müde ins Bett, schlief schnell ein und wachte morgens erholter auf. Na ja, so erholt wie das bei CFS halt eben geht. 😉 Mein Bauch war morgens auch mal flach und blähte sich nicht schon morgens auf, als wäre da ein Luftballon drin. Am Anfang hatte ich Angst, das es den Reizdarm befeuern könnte. Aber es stellte sich heraus, das es dem Darm eine wohlverdiente Ruhepause bescherte. Klar macht der Bauch sich bemerkbar, wenn es mal etwas stressiger ist, jedoch lange nicht so schlimm wie noch vor einigen Wochen. Es macht mir auch nichts aus längere Zeit ohne Frühstück rum zu laufen. Wenn ich sonst nicht SOFORT etwas zu essen bekam, wurde ich zum Monster und verschlag alles. Jetzt kann ich vier Stunden ohne Essen arbeiten und bin erst mal mit Kaffee und Tee  zu frieden.

Auch die Gewichtsprobleme habe ich einigermaßen im Griff. Seit ich mit dem Intervallfasten angefangen habe, esse ich regelmäßiger und kleinere Portionen. Oft reicht mir zum „Abendessen“ Salat/ Gemüse und ein wenig Obst oder Eier. Selbst mir der Rohkost am frühen Abend kommt der Bauch gut zurecht. Mein Gewicht geht auch mal runter und ich kann es auf einem bestimmten Niveau halten. Starke Gewichtsschwankungen habe ich nur noch, wenn ich mal nicht auf mein Essen geachtet habe. Zuviele Kohlehydrate am Abend bekommen mir nicht, zudem gibt es dann viel Luft im Bauch. Auch macht mir zu spätes Essen Probleme und es zeigt sich mit radikaler Gewichtszunahme, Blähbauch und Völlegefühl.

Allerdings habe ich den letzten Wochen festgestellt, das ich regelmäßig essen muss. Tue ich es nicht, bekomme ich Heißhunger und stopfe wahllos alles in mich hinein. Mein Stoffwechsel braucht ein gewissen Maß an Energie um klar zu kommen. Gerade bei der Arbeit hat es mir schon so manches Mal einen Strich durch die Rechnung gemacht und mich vor Hunger beinahe in die Knie gezwungen.

An sich kann ich das Intervallfasten nur empfehlen. Es braucht ein wenig Organisation, aber selbst bei einer so eingeschränkten Ernährung, wie meiner, lässt es sich gut umsetzen und ist einfach durchzuführen. Die Erfolge stellen sich schnell ein. Innerhalb kurzer Zeit hatte sich mein Darm so gut beruhigt, das ich wieder ein wenig rohes Obst und Gemüse essen kann. Vor einem halben Jahr brauchte ich gar nicht darüber nach zu denken.

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Update zur Ernährungsberatung


Nach ca. 7 Monaten kann ich sagen, das die Ernährungsberatung ein voller Erfolg war. Ich habe viel herausgefunden, vieles hat sich bestätigt und einiges hat mein Leben nicht nur zum guten verändert.

Gluten: Es hat sich rausgestellt, dass ich Gluten dauerhaft aus meiner Ernährung streichen muss. Bei einem weiteren Test,, habe ich mit massive Darm-Beschwerden reagiert und mein ganzer Körper streikte. Gelegentlich habe ich schon mal ein Dinkelbrötchen gegessen und dieses sehr schlecht vertragen. Zum Glück habe ich als Alternative Hafer für mich entdeckt. sehr gesund und nahrhaft und zum Glück verträglich…

Milch und Milchprodukte: Milch und sich sind keine Freunde. Falls ich kleinere Mengen Milch esse, geht es mir innerhalb kurzer Zeit schlecht (einmal begann es 10 min nach dem Essen). Mir wird schwindelig (der Westfale sagt: kodderig), mein Kreislauf sackt ab, mir wird schwummerig im Kopf und ich bekomme schlimme Bauchweh. Zum Glück brauche ich keine Spritze oder Pen, aber es fühlt sich trotzdem nicht gut an.

Hülsenfrüchte: Sind so eine Sache. Ich esse sie sehr gerne, vorallem als Joghurt, aber sie verursachen mir starke Blähungen.  Hin und wieder esse ich sie und versuche sie gut zu garen. Ich baue sie einmal die Woche in eine Mahlzeit mit ein. Aber hääufiger, darf es nicht sein.

Obst und Gemüse: Bis vor ein paar Monaten konnte ich rohes Obst und Gemüse nicht essen. Als ich in Hamburg war, konnte ich Obst und auch Gemüse nur gegart verzehren. Beeren war das einzige, was überhaupt verträglich war. Seit Dezember esse ich regelmäßig Äpfel in meinem Porrige, ab und an auch mal Banane. Mittlerweile auch roh und es passiert fast nichts mehr. Auch sas Sorbit im Obst stört mich nicht mehr. Glaube ich…

Wurst- und Fleischwaren: Leider musste ich feststellen, das ich Wurst- und Fleischwaren überhaupt nicht vertrage. Was genau Probleme verursacht kann ich nicht sagen. Es ist auch egal, ob konventionell oder Bio-Wurst- und Fleischwaren. Innerhalb eines halben Tages  bekomme ich starke Muskel- und Gelenkschmerzen und ich kann Tage lang nicht laufen.  Es kam heraus als wir ein paar Tage im Urlaub waren und ich morgens ein wenig Schinken auf mein Brot legte…

Fertigprodukte im allgemeinen:  Auch hier weiß, ich nicht was es auslöst, jedoch reagiert mein Bauch sehr empfindlich auf alles gekauftes. Es macht auch keinen Unterschied, ob Bio oder nicht. Koche ich es mit identischen Zutaten nach, ist alles verträglicher. Leider weiß man nie was für Zusätze verwendet werden, bevor  Ketchup, Marmelade und Co hergestellt wurden. Leider gibt es Enzyme und anderes komisches Zeug, die auch in Bioprodukten auch erlaubt, was das ganze noch schwieriger .

Fazit: Die Erkenntnisse die ich gewonnen habe, waren schon sehr hilfreich. Leider macht es den Alltag nicht gerade einfacher. Wenn wir ausgehen zum Essen, muss ich wie ein Schießhund aufpassen, das man mir nicht irgendwas unterschiebt. Vieles muss ich selber kochen und zusammenrühren. Es ist sehr zeitaufwendig, schmeckt aber häufig erheblich besser als gekauft. Aber der Aufwand lohnt sich oft und mein Bauch bedankt sich oft dafür. Auf zum fröhlichen Koch und Backmarathon… Was die Wende zur Heilung meines Darmes gebracht hat, weiß ich nicht, aber es ist auch egal. Hauptsache ist, das es so bleibt oder vielleicht noch mehr zur Ruhe kommt…

Ist das denn so schwer zu kapieren…


Ich sitze in einem bekannten Restaurant meiner Heimatstadt. Sie bieten sehr leckere Gerichte an, sogar was veganes. Als ich das sah, war ich echt beeindruckt. Das konnte ja nur gut werden…

In meiner Begeisterung, bestellte ich mir ein Steak mit Bratkartoffeln. Das geht eigentlich immer. Die Kräuterbutter bestelle ich immer ab und falls es einen Beilagensalat gibt, wird dieser auf Öl-Essig-Dressing geändert. Die Servicekraft nahm alles entgegen. Sie fragte mich, ob ich eine Laktoseintoleranz hätte. Ich erklärte ihr, dass ich eine Milcheiweiß- und eine Glutenunverträglichkeit habe. „Also, Laktoseintoleranz!“ „Nein, Milcheiweiß!“ „Laktoseintoleranz!“ „Neeein, Milcheiweiß…!“ Abrupt schlug die Begeisterung in Ärger um. Versuchte mir die Frau zu sagen, was ich Essen darf? Das durfte doch nicht wahr sein… Ich sagte ihr mit Nachdruck, das ich keine Milch und kein Gluten Essen darf.

Ich finde es immer gut, wenn es einen Gruß vom Haus gibt, auch wenn ich ihn meist nicht essen darf. In diesem Fall, bekam ich einen kleinen Salat „Laktosefrei“ und Baguette. Das Brot reichte ich weiter und als ich den Salat aß, war es mir schon klar. Er war alles, aber nicht Milchfrei.

Jetzt, da das Kind in den Brunnen gefallen war, brauchte ich das Essen auch nicht mehr zurück gehen lassen. Ausserdem hatte ich riesigen Hunger. Das Dressing war im dämmerigen Licht nicht zu erkennen, schmeckte aber eindeutig nicht nach reinem Öl-Essig. Es verdarb mir den ansonsten so schönen Tag, den wir gehabt hatten.

Innerhalb von Minuten fing der Bauch an, sich zu blähen, mir wurde schwummerig und schwindelig im Kopf und ich bekam Beklemmungen im Brustkorb. Wir aßen so schnell wie möglich auf und bezahlten unsere Rechnung. Ich war zu nichts mehr in der Lage und wollte nur noch nach Hause in mein Bett. Mein Freund war entsetzt, wie schnell die Situation umschlug. So hatte er noch nie mitbekommen.

Fazit: Restaurants, die veganes Essen anbieten, bekommen es nicht hin, ein Essen Milchfrei zu servieren. Wir waren kurze Zeit später in einem kleinem gut bürgerlichem Gasthaus. Wir waren dort wegen einer Veranstaltung. Ich sprach direkt mit dem Koch, keine Milch, kein Gluten. „Alles klar.!“ Es wurde ein wunderbarer Abend mit viel Spaß und Bauchweh vor lachen…

Ernährungsberatung in Hamburg


Es braucht leider so seine Zeit, bis ein Handgelenk wieder halbwegs funktioniert. Leider ist meines manchmal ganz schön zickig und macht nicht alles was es soll. Vor allem schreiben und tippen am Computer fällt mir schwer. Daher hoffe ich habt ihr Verständnis, das ich zur Zeit schreibfaul bin. Mein Gespenst (die Platte) schränkt mich sehr ein und reizt meine Sehnen und Bänder. Ich freue mich schon, wenn ich das Ding wieder los bin…

Also, die Ernährungsberatung. Es war eine tolle Erfahrung. Vorab: leider war ich nicht bei Herrn Dr. Riedel persönlich. Die Praxis ist gut besucht und Ernährung ist nicht sein einziges Fachgebiet. Daher hatte ich einen Termin bei einer jungen Frau, studierte Ernährungswissenschaftlerin.

Der erste Termin war Anfang August, ein Kombitermin, Anamnese-Gespräch und erste Beratung zusammen und dauerte ca. 1 1/2 Stunden. Da ich eine weite Anreise hatte, sollte ich nicht nach einer Stunde wieder raus müssen. Die junge Dame war sehr gründlich und genau. Ich musste zum ersten Termin ein Ernährungstagebuch mitbringen. Es sollte mindestens sieben Tage beinhalten. Wie das geht brauche ich ja nicht erklären, oder? Die meisten dürften sowas schon mal gemacht haben. Sie fragte einiges nach, machte mich auf einiges aufmerksam und bat um kleine Veränderungen. Als ich mein erstes Gespräch hatte, wusste ich schon das ich Gluten auf gar keinen Fall vertrage, bei Milch war ich zu dem Zeitpunkt noch nicht sicher und Obst ging gar nicht. Ich erzählte ihr von meinen Erfahrungen mit Gluten, Milch und Zucker jeglicher Art, und sie schaute doch sehr erstaunt, wie viel ich schon in Erfahrung gebracht hatte.

Sie zählte mir auf, wie ich meine Ernährung umstellen sollte, soweit es machbar ist/ war. Ich sollte nur wenig Fleisch essen. Falls es geht viel Fisch mit Omega3 Fettsäuren und falls verträglich Hülsenfrüchte wie Kidneybohnen oder rote Linsen, da die noch am leichtesten Verdaulich sind. Ich darf mein Porridge oder Brot zum Frühstück, sollte aber möglichst auf Wurstwaren verzichten, da sie die Entzündung im Körper fördern. Falls verträglich vegane Aufstriche oder Käse (leider fällt er aus). Joghurtalternativen aus Kokos oder Soja, viel gegartes Gemüse (bergeweise), Naturreis, Kartoffeln, glutenfreie Nudeln, Nüsse und Saaten. Leider darf ich nicht mehr soviel rohes Obst oder Gemüse essen. Es ist für den Darm einfach zuviel Arbeit. Auch soll ich mein Porridge nicht mit kernigen Haferflocken machen, sondern nur mit den zarten, allerdings  darf ich Vollkornprodukte essen.

Für den nächsten Termin, ca. 6 Wochen später hatte ich die Hausaufgaben, Hülsenfrüchte auszuprobieren, mehr Obst zu essen, mehr Fisch in den Speiseplan und Sojaprodukte zu testen. Sie legte mir nahe eine CD mit dem Titel „Darmhypnose“ zu kaufen.

Es war alles leichter gesagt als getan. Ich hatte die sechs Wochen echt zu kämpfen. Immer wieder  bekam ich Rückfälle, mein Bauch blähte sich stark und krampfte. Der Verstopfung wurde ich nur mit Leinsamen Herr. Sobald ich was ausprobierte, lagerte ich von jetzt auf gleich bis zu 2 kg Wasser ein und immer wieder die Verstopfung die nicht weggehen wollte.

Im Internet kaufte ich mir die empfohlene CD und probierte sie einige Tage später aus. Bei der Darmhypnose handelt es sich um ein Entspannungsprogramm, das auf den Magen- und Darmtrakt abgestimmt ist. Bitte nie abends im Bett anhören. Ich habe den ersten Titel nie zu Ende geschafft, weil ich drüber eingeschlafen bin. Dann wirkt es leider auch nicht so, wie gedacht. Die CD beschreibt Entspannungsbilder und beruhigt so den Magen- und Darmtrakt. Ich kann nur sagen, es hat super geholfen und ich kann diese CD nur empfehlen. Als ich mir die CD über Tag angehört habe, merkte ich schnell, wie der Bauch und auch mein Geist entspannter waren. Ich hatte mehr Ruhe und Kraft über den Tag. Ich versuchte die CD jeden Tag zu hören und erzielte schnell erfolge. Irdgendwann brauchte ich keinen Leinsamen mehr um aus Klo zu können…

Als ich zu meinem zweiten Termin nach Hamburg fuhr. War ich schon zuversichtlicher. Ein Teil meiner Probleme hatte sich in Luft aufgelöst. Ich hatte zwar immer noch einen Blähbauch, aber ich merkte recht schnell, was ich essen kann und was nicht, z. B. war ich mir jetzt sicher, das ich gar keine Milch vertrage, ebenso wie stark verarbeitete Wurst- und Fleischwaren, sofort bekam ich einen schlimmen Blähbauch und Schmerzen (es passierte bei einem Frühstück in einem Cafe). Diese Beobachtungen teilte ich auch der Ernährungsberaterin mit, sowie die tollen Erfahrungen mit der Darmhypnose. Leider konnte ich meine Hausaufgaben nicht so erledigen, wie mir aufgetragen worden war. Um mich von den Komplikationen beim austesten zu erholen, brauchte es fast immer eine Woche. Da blieb nicht mehr viel Zeit, um alles zu probieren und zu testen. Aber ich hielt mich ans Fischessen, viel gegartes Gemüse, Kartoffeln, Reis etc. und ich merkte schnell, wie es mir immer besser ging. Leider konnte ich kein Obst essen und es ist egal ob gegart oder nicht, ob mit oder ohne Traubenzucker.

Mittlerweile geht es meinem Bauch so gut, das ich innerhalb von wenigen Minuten merke, ob mir das Essen gut oder schlecht bekommt. Ich bekomme leider immer noch schnell einen Blähbauch, aber die Schmerzen sind verschwunden, ebenso wie die Verstopfung. Ich versuche regelmäßig die CD zu hören, um bei den Erfolgen zu bleiben. Mittlerweile weiß ich, das ich Kidneybohnen nicht vertrage, Sojajoghurt/-quark ist ok. Ich versuche mich an meinen Ernährungsplan zu halten, aber manchmal muss man einfach mal ausbrechen, dann aber immer gluten- und milchfrei. Esse ich zuviele Wurstwaren, bekomme ich zu den Bauchweh, den Wassereinlagerungen, schlimme Rücken- und Muskelschmerzen, fast wie einen Schub. Es braucht auch nicht mehr eine Woche, um mich von „falschen“ Lebensmitteln zu erholen, sondern nur noch ca. 2 – 3 Tage und ich bekomme auch keine Verstopfung mehr. Von rohem Gemüse bin ich leider nicht vollkommen ab und das weniger essen klappt auch kaum, das ist aber meiner Erziehung geschuldet, da ich immer viel davon essen durfte. Obst geht weiterhin nicht, ist aber oft in Kuchen oder Pfannkuchen besser verträglich (wahrscheinlich wegen dem Fett).

Alles in allem, war Hamburg ein voller Erfolg. Na gut, der Sturz hätte nicht sein müssen, aber im Sommer sagte ich mir schon, weiß der Geier, wozu das gut war…. 🙂

Das mit dem Pech…


Ihr habt lange nichts von mir gehört und das hatte einen guten Grund. Ich hatte mir das Handgelenk gebrochen und da war nichts mit schreiben. In jeglicher Hinsicht. Aber die Umstände, wie das alles passiert ist, die waren echt kurios… 🙂

Nach meinem Paleo-Frust, stellte ich meine Ernährung auf normale Kost um, mit Kohlehydrate und allem Zipp und Zapp. Allerdings wusste ich ja schon, dass Gluten nicht mein Freund ist und Zucker tauschte ich durch Traubenzucker aus. Ich lud meinen Ernährungsfrust bei meinem Freund ab, darauf sagte er mir: „Ruf doch bei den Ernährungsdocs an, vielleicht kann dir da jemand helfen.“ Ich war ein wenig skeptisch, durchsuchte aber erst mal das Internet. Leider mit mässigem Erfolg. Die Praxis von Frau Dr. Fleck hatte erst Termine im neuen Jahr, Dr. Klassen nahm nur Privatpatienten. Als einzige Möglichkeit blieb die Praxis von Herrn Dr. Riedel. Mutig rief ich die Telefonnummer auf der Webseite an und schilderte der Dame am Telefon mein Problem. Ich teilte ihr mit das ich ab dem 1. Juli Urlaub hätte und ob sie in den nächsten 14 Tagen einen Termin frei hätte. „Wie sieht es bei Ihnen am 2. Juli aus? Ich habe einen Termin um 14:30 Uhr.“ Meine Antwort: „Nehme ich!“

Also machte ich mich am besagten Tag auf den Weg nach Hamburg. Ich fuhr mit dem Zug, da ich keine Lust auf Verkehrschaos und Stau hatte. Ich kam kurz vor Mittag in Hamburg an und spazierte durch die sommerliche Hitze der Fußgängerzone. Genoß die Stadt, die Alster und machte Pause am Rathaus. Um ca. 13:00 machte ich mich auf den Weg zur Praxis. Man hatte mir eine Beschreibung gegeben und ich wollte etwas früher dasein, damit ich in Ruhe schauen konnte, wo alles war und eventuell noch eine Kleinigkeit essen.

Die Fahrt in der U-Bahn dauerte nicht lange, ich hatte also genug Zeit und bummelte noch durch die Einkaufspassage und schaute also wo ich hin musste. Leider hatte ich nicht mitbekommen, das die Straße draußen abschüssig war. Ich verließ also die Passage, schaute mich nach dem Eingang um und ging noch ein paar Schritte weiter, als sich auf einmal ein Loch unter meinen Füssen auftat. Ich stürzte ungebremst zwei Stufen runter und landete unsaft auf meinem rechten Handgelenk.

Mein Glück, ich stürte in unmittelbarer Nähe einer Apotheke. Eine Mitarbeiterin kam mir auch sofort zur Hilfe und brachte kurz darauf auch noch ein Kühlpack mit. Die Kollegin rief sofort den Notruf an. Als ich mir mein Handgelenk anschaute, war auf den ersten Blick klar, das Handgelenk ist durch. Zudem fiel ich noch einer Passantin vor die Füße, die allerdings erschrockener war als ich. Es stellte sich heraus, das sie ebenfalls in die Praxis wollte, netter weise hat sie mich abgemeldet, da ich offensichtlich unpässlich war.

Zum erstaunen aller war ich ziemlich ruhig und abgeklärt. Was sollte ich auch anderes machen? Die Hand kaputt, der Termin hinfällig und es dämmerte mir der Verdacht, dass es heute wohl nicht hätte sein sollen.

Der Rettungswagen kam mit einem riesigen Tamtam. Die beiden Sanitäter halfen mir den Rucksack abzunehmen, bugsierten mich in den Wagen und brachten mich in die nächste Klinik. Dort wurde ich erstmal in den nächsten freien Raum gefahren und man parkte mich dort. Ich weiß nicht wie lange ich dort wartete, aber mittlerweile kamen die Schmerzen und am linken Fuß bildete sich eine Beule. Irgendwann war ich nicht mehr so cool und es liefen die ersten Tränen, es tat schon ziemlich weh. Die nächstbeste Person die vorbei kam, rief ich an und hatte Glück, das ich einen Arzt erwischt hatte. Der versprach Hilfe gegen die Schmerzen und kam kurz darauf mit einer Schwester und Kanülen und Nadeln wieder. Er legte den Tropf an und zum ersten Mal war ich froh, das die Wirkung so schnell einsetzt. Er nahm alle Verletzungen auf und man brachte mich zum Röntgen. Da wurde das Ausmaß sichtbar. Trümmerbruch im rechten Handgelenk.

Der Bruch wurde gerichtet (das war richtig fies), ich bekam eine Ladung Schmerzmittel mit, meine Unterlagen und die Auflage mich sofort bei meinem Chirurgen zu Hause zu melden. Zu diesem Zeitpunkt war ich richtig froh, das ich mit dem Zug gefahren war, ich hätte nicht gewußt wie ich nach Hause kommen sollte.

Das Ende vom Lied: das Gelenk wurde operiert, seitdem lebt ein „Gespenst“ (Metallplatte, auf dem Röntgenbild sieht es wirklich so aus 🙂 ) in meinem Arm, Kapselverletzung am oberen linken Sprunggelenk, 8 Wochen Schienen und Orthese. Mittlerweile kann ich wieder tippen und schreiben und Spaziergänge machen.

Als ich die ersten Tage überstanden hatte rief ich wieder in Hamburg in der Praxis an und erklärte erneut meine Situation. „Oh, Sie sind die Dame, die vor unserer Haustür gestürzt ist.“ Na, toll, ich hatte mal wieder einen bleibenden Eindruck hinterlassen. 😉

Mittlerweile hatte ich zwei Termine in Hamburg. Zur Ernährungsberatung schreibe ich allerdings beim nästen Mal, meine Hand braucht eine Pause. :-/

Wiedereinführung von Lebensmitteln


Die Wiedereinführung von neuen Lebensmitteln hat sich in mancher Hinsicht schwieriger gestaltet als gedacht. Zumal ich feststellen musste, das ich mit vielen Lebensmitteln Probleme habe.

Nachdem ich die Eliminationsphase gut hinter mich gebracht hatte und nur wenige kleine Ausrutscher hatte, klappte die Wiedereinführung der verschiedenen Lebensmittel nicht ganz so einfach. Ich hielt mich nicht strikt an die Liste die ich von Paleo360 bekommen hatte, sondern führte die Lebensmittel so ein, wie sie mir am meisten fehlten. Wobei ich weiterhin auf Kaffee verzichte, da ich doch ganz gut ohne ihn auskomme. Meistens zu mindest!

Bei den Samen, wie Leinsamen, Chia und Hanf, taten sich keine weiteren Probleme auf. Auch konnte ich Mandeln, nach dem Test schnell wieder in den Speiseplan aufnehmen. Schwieriger wurde es mit dem Ei. Ich probierte das Eigelb etwa drei Wochen nach dem Ende der Eliminationsphase aus. Ich nahm mir den Sonntagnachmittag dafür Zeit und probierte drei kleine Mengen des Eigelbs innerhalb von einer dreiviertel Stunde und machte mich dann auf den Weg zu einem Spaziergang, um den Kopf frei zu bekommen. Es dauerte nicht lange und ich hatte das Gefühl mein Schädel explodiert. Ich schafffte es noch irgendwie bis nach Hause und dort musste ich mich erst mal hinlegen und ein Schmerzmittel nehmen.

Viele Lebensmittel zeigten eindeutig, das ich sie noch nicht vertug. Es waren nicht nur Kopfschmerzen, sondern auch noch andere Beschwerden, die sich kurze Zeit nach dem testen oder am nächsten Tag zeigten. Zum Beispiel war ich nach den Sonnenblumenkernen tod müde. Am nächsten Morgen musste ich früh aufstehen und den ganzen Tag war ich bleiern müde und antriebslos. Bei Haselnüssen juckte mir die Haut und Flohsamen machten (trotz vieeeel trinken) üble Verstopfung.

Einige Lebensmittel wie das Eigelb und auch Eiweiß probierte ich ca. 8 Wochen später wieder aus. Da vertrug ich sie dann ohne Probleme. Mein Körper brauchte wohl die Zeit um noch ein wenig zu heilen. Andere Lebensmittel habe ich noch nicht wieder ausprobiert, da sie mir auch nicht so wichtig sind.

Alllerdings habe ich manches auch wieder per Zufall heraus gefunden. In einem schwedischen Möbelhaus suchte ich nach AIP-konformen Mittagessen und wählte zu dem Steak, grüne Bohnen aus. Da ich nicht wusste, ob ich sie vertrage habe ich sie trotzdem bestellt. Siehe da!! Es passierte nichts. Daher sah ich den Test als bestanden an. Ein andermal waren wir essen und es gab Champions dazu. Eigentlich sind sie AIP-konform, leider vertrage ich sie sehr schlecht. Ebenso wie an diesem Abend. Daher flogen sie ringoros aus dem Speiseplan. Zwiebeln und Knobi flogen auch raus, weil wegen Bauchschmerzen-Verursacher.

Ich habe auch schnell festgestellt, das ich auf die typischen FODMAP-haltigen oder -armen Lebensmittel nicht reagiere, aber trotzdem so meine Probleme mit Kohl, Zwiebeln, Knobi, Hülsenfrüchten und Co habe. Was meiner Meinung nach nicht an den FODMAPs liegt, sondern eher meinen Darm überstrapziert. Kohl bläht nunmal gerne, ebenso wie Ziebeln und Hülsenfrüchte. Mein Darm ist einfach zu träge, daher fängt das ganze auch noch an zu gären und die Probleme gehen los. Daher bin ich dazu übergegangen, über den Tag verteilt Leinsamen und Chiasamen zu nehmen. Beide lasse ich sie in Wasser oder Pflanzenmiich quellen (z.B. als Chiapudding mit Früchten), um meine Verdauung anzuregen. Ich esse viel Gemüse, aber selbst das AIP konnte meine Verdauung nicht genug in Schwung bringen um dieses Problem zu lösen. Seit den Leinsamen und dem Chia geht es mir besser und ich kann regelmäßig aus Klo. Die Blähungen lassen zwar nicht nach, aber der Darm leert sich besser und der Druck im Bauch lässt nach. Allein das erhöht schon meine Lebensqualität.

Auch an Hand der Qualität der Bauchschmerzen erkenne ich jetzt, ob wieder mal was daneben gegangen ist. Während bei verträglichem Essen zwar die Luft etwas mehr wird, aber alles angenehm im Bauch bleibt, setzen bei unverträglichen Lebensmitteln innerhalb von Minuten schlimme Beschwerden ein. Die Luft staut sich sofort und ich muss mindestens einen Knopf der Hose öffnen. Das schaukelt sich soweit auf, das die Blähungen richtig schmerzhaft, krampfartig werden und erst mit einem Heizkissen etwas erträglicher werden, aber nicht verschwinden. Selbst Entschäumer helfen hier bei nicht. Ich habe zwar immer welche in der Tasche, sie kommen auch zum Einsatz, bringen aber fast gar keine Linderung.

Da ich seit kurzem ein Bullet Journal führe, habe ich der Wiedereinführung ein paar Seiten gewidmet. In einer Tabelle trage ich ein, welches Lebensmittel ich getestet habe und welche Beschwerden aufgetreten sind oder auch nicht. Ging alles gut, kommt das Lebensmittel auf die Verträglichkeitsliste. Ging es schief, wird es einige Wochen später noch mal ausprobiert.

Ich bin immer noch nicht am Ende meiner Testphase bin. Es fehlt noch sovieles. Da ich aber mindest immer 10 bis 14 Tage pro Lebenmittel brauche kann es sich bestimmt noch bis zum Herbst ziehen, bis die wichtigsten durch getestet sind.

P.S.: Leider musste ich feststellen, das viele Stärkehaltige Mehle und Lebensmittel für mich unverträglich sind. Sie lassen sofort mein Gewicht in die Höhe schießen und verursachen zumdem schreckliche Bauchweh. Also, erst mal bis auf weiteres gestrichen oder zumindest beinahe. Manchmal muss auch mal ein Pfannkuchen her, oder?

Gelobt sei das Müdigkeitsessen… :-)


Dabei hat man so manches Aha-Erlebnis. Gut, auf die Nachwirkungen konnte ich verzichten. Aber es bringt einem auch so manche Erkenntnis. Fangen wir einfach mal von vorne an.

Wir (mein Freund und ich) waren auf einem Samstagnachmittag auf einen Geburtstag eingeladen. Da ich am Vormittag arbeiten war und noch einige Minuten Ruhe brauchte, gingen wir erst zum späten Nachmittag dorthin.

Da ich ein wenig von der Grillwurst essen konnte, griff ich ordentlich zu. Wenn ich müde bin, kann ich so alles möglich in mich hinein stopfen. Das machte da auch bei dem glutenhaltigen Kuchen keinen Halt. Es gab einen Obstboden ohne Füllung und ich genehmigte mir noch so ein paar kleinere Stückchen davon. Oh, war der lecker. Zudem hatte mein Gastro gesagt, ich sollte ruhig essen was mir schmeckt und ich Hunger drauf habe. Also, rein damit!!

Tja, was soll ich sagen. Am liebsten wäre ich am Sonntag auf allen vieren zur Arbeit gekrabbelt. Leider hätte ich dann die Bestellungen der Kunden nicht entgegen nehmen können. Ich hatte solch schlimme Schmerzen im Rücken, das ich mich kaum aufrecht halten konnte. Ein Schmerzmittel brachte mir dann endlich Linderung. Es ließ sich auch schnell herausfinden, was das ganze ausgelöst hatte. Da ich sonst keine Lebensmittel ausprobiert hatte, stand der Übeltäter fest. Das Gluten hatte diesen Rheumaschub ausgelöst. Bei einer Betriebsfeier erwischte ich wieder etwas glutenhaltiges. Es war nicht mal viel, es reichte aber um Beschwerden auszulösen. Für mich ist es eindeutig. Gluten macht mich krank.

Ein anderes Mal gingen wir Eis essen. Im Nachbarort gibt es ein super leckeres Eis und ich konnte nicht widerstehen. Die Wahlfiel auf ein Spaghettieis aus Haselnusseis (Milcheis) mit Schokosauce und gehackten Haselnüssen und Sahne drunter. Es war so lecker. Außerdem sollte ich ja essen was mir schmeckt. Der nächste Tag schmeckte mir allerdings gar nicht mehr. Mir ging es ähnlich schlecht, wie nach dem Gluten. Ich wartete noch mal ein paar Tage und probierte es noch mal aus. Es war das gleiche Ergebnis.

Daher weiß ich jetzt, das Gluten und Milch, selbst in kleinen Mengen, schon schlimme Beschwerden auslösen. Nicht nur das sie Rückenschmerzen verursachen. Leider verstopft es auch meinen Darm. So das ich zudem noch Probleme habe, aufs Klo zu können und das ganze noch mehr Beschwerden auslöst. Seither vermeide ich Gluten und Milch. So hat das Müdigkeitsessen doch sein gutes. Einem Geheimnis bin ich auf die Spur gekommen… 🙂

Stressorgan!?!?


Mein Arzt und ich stimmen überein. Wir beide hassen das Wort „Reizdarm“. Es steht aber leider mitten im Raum und lässt sich nicht mehr wegdiskutieren.

Die letzten Tests waren eindeutig. Der Glukosetest war sowas von negativ, nur die Stuhlproben ergaben ein „beobachtungswürdiges Ergebnis“. Die Werte waren grenzwertig hoch. Aber auch nur in einer Probe von dreien. Nach dem erörtern der Ergebnisse, stand das Wort Reizdarm über uns. Mein Gastro sagte zu mir: „Ich hasse das Wort Reizdarm, aber leider kann ich nichts anderes diagnostizieren. Der Darm wird das Organ sein, an dem sich Stress bei Ihnen zeigt. Bei mir schießt der Blutdruck in die Höhe, bei Ihnen zeigt es sich durch Blähungen und Schmerzen.“

Das ist dieses schreckliche Wort Reizdarm und überschattet mein zukünftiges Leben. Mein Gastro hat mir geraten herauszufinden, was für micht verträglich ist oder auch nicht. Sollte aber nicht in das extrem der Selbstkasteiung verfallen. Wenn ich auf etwas Hunger habe, sollte ich es ohne Reue und mit Genuss essen.

Das ist natürlich einfacher gesagt als getan. Der Kopf macht da einem so manchen Strich durch die Rechnung. Dieser wird schon nervös, wenn man nur ein neues Lebensmittel ausprobiert, weil man endlich mit dem AIP weiter kommen möchte. Aber ich glaube ich habe da ein gutes Mittelmaß gefunden. Auch hat das Glück mir so manches mal in die Hände gespielt. Dazu aber ein anderes Mal mehr. 🙂

Im Rahmen des Genuss-Essens habe ich rausgefunden, das mir verarbeitete Lebensmittel, wie Wurstwaren, Gemüsebrühen, Rohkostriegel und andere Fertigprodukte, gar nicht bekommen. Daher stocke ich meine Vorräte mit selbstgekochten Alternativen auf. Leider ist das sehr Zeitintensiv und ich muss alles bis ins kleinste Detail planen, aber mein Bauch dankt es mir.

Reizdarm du kannst mich mal, so springst du nicht mit mir um! Ich kriege dich schon klein. Na ja, zu mindest ein bischen! 😉

Bullet Journal gegen Überforderung


Vor kurzem bin ich bei Pinterest auf das Thema Bullet Journal aufmerksam geworden. Am Anfang fragte ich mich, was ist das und wozu braucht man das? Mittlerweile bin ich davon begeistert.

Im Prinzip ist es ein fast „normaler“ Kalender. Es werden Jahres-, Monats- und Wochenübersichten geführt. In der Jahresübersicht werden nur grob die Termine eingetragen. In der Monatübersicht, wird das ganze schon genauer. Dort kann man auch schon Termine, erste Aufgaben, die man in dem Monat schaffen möchte, eintragen. In der Wocheneinteilung gehts, dann an die tägliche Planung. Von Wäsche waschen, Müll raus bringen, bis hin zu wichtigen Ideen und Terminen wird es unter die entsprechenden Tagen eingetragen. Es gibt noch soviele andere Möglichkeiten, die man dort als Liste oder Konzept eintragen kann. Der Fantasie, sind dort keine Grenzen gesetzt.

Aufgaben, Notizen, Ideen, Geburtstge etc., werden verschieden Symbolen und Farben zugeordnet, um sie besser von einander unterscheiden zu können. Auch hier kann man alles verwenden, was man möchte. Wichtig ist nur bei einem Sybol/ Farbe für eine bestimmte Aufgabe/ Termin etc. zu bleiben, sonst wird das ganze sehr schnell sehr unübersichtlich.

Auch der Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt. Ob bunt oder nicht, mit oder ohne Blumen, Ranken oder Lettering, alles ist möglich.

Für so ein Journal eignet sich jedes Heft, Ringbuch oder Notizbuch. Die Karierten Blätter sind gut oder auch die mit den feinen gepunkteten Linien. So kann man einfacher Linien ziehen. Für den Anfang reichen ein paar einfache Stifte in verschiedenen Farben (damit ihr wichtiges sofort erkennt).

Ich habe mich für ein Ringbuch entschieden. So kann ich Seiten rausnehmen, falls sie mir nicht gefallen oder ich eine andere Struktur doch besser finde. Da es mein erstes Bullet Journal ist, wird sich bestimmt im Laufe der nächsten Wochen noch einiges verändern.

Für mich hat sich diese Art, des Managements als Goldrichtig erwiesen. So kann ich meine Tage planen, stopfe nicht mehr alle Aufgaben und Termine auf meine freien Tage und bin nicht schon morgens, wegen Überforderung, aus der Bahn geworfen und gleich ans Sofa gefesselt. Ich habe es mir vorgenommen, nicht mehr als vier kleine oder zwei große Aufgaben, sowie Termine, auf einen Tag zu legen. Merke ich es wird mir zuviel, verschiebe ich es auf den nächsten Tag oder (falls nicht so wichtig) auf die nächste Woche.

Für mich war es so der einfachste Weg zu einem stressfreieren Alltag. Beim Kalenderschreiben kann ich abschalten und muss mich auf die Sache konzentrieren, um nicht immer wieder von vorne anfangen zu müssen. Vor allem beschäftige ich mich mit dem, was ich noch kann und hänge nicht mehr in der Spirale, was ich alles nicht mehr kann. Ich würde sagen ein positiver Nebeneffekt.

P.S.: Im Internet gibt es viele tolle Seiten für Bullet Journal Anfänger!! 🙂

AIP for the next …. weeks


Seit Weihnachten habe ich es geschafft. Die offizielle Zeit des AIP ging erfolgreich zu Ende. Theoretisch!!!

Praktisch war da nichts zu machen. Mein Bauchgefühl sagte mir, das ich doch noch ein bischen durchhalten sollte. Ab der zehnten Woche merkte ich, wie ich immer genauer feststellte, ob und wie ich auf Lebensmittel reagierte. Mein Bauch blähte sich (immer noch) bei jeder Gelegenheit und ich konnte einfach nicht festmachen, was es war. War es das bischen Fruchtzucker aus den Beeren, Zwiebeln oder alles oder nur bestimmtes?

Seit ich mit dem AIP angefangen habe, habe ich auf jegliche Art von Süße verzichtet. Ab und an habe ich mal einen Kuchen mit Apfelmark als Ei-Ersatz gebacken, oder ein paar Beeren mit ins Porridge gerührt. Ich war hoch diszipliniert. Aber so richtig beruhigen wollte sich das alles nicht. Dann dämmerte mir was wegen FODMAPS und AIP. Die schlimmsten Bauchweh bekam ich nach Brokkoli, Blumenkohl, Zwiebeln und Co. Mittlerweile litt ich auch an Durchfall, was ich früher nie hatte. Also habe ich mal wieder die Fachliteratur gewälzt und die paar Lebensmittel die mir noch blieben, um die FODMAP-reichen gekürzt. Und siehe da, es dauerte ein paar Tage, aber die schlimmsten Blähungen waren verschunden.

Das macht natürlich den Alltag nicht einfacher. Es ist eine riesige Herausforderung geworden, etwas auf den Tisch zu bekommen. Ich habe sogar in Erwägung gezogen ein klein wenig Fisch dazu zunehmen, dabei wächst der in der Hölle, direkt neben Rosenkohl, Wirsing und Grünkohl. Auch das Frühstück gestaltet sich ungemein schwerer. Kokosflocken bekommen mir auch nicht sehr gut (durch den hohen Inulingehalt). Zur Zeit koche ich Mittags so große Partionen, dass sie auch noch bis zum nächsten Morgen reichen. Es lassen sogar das Völlegefühl und das Gefühl sich „Überfressen“ zu haben nach.

Ich hatte noch etwa vier Wochen AIP angehängt, bevor ich das erste Lebensmittel ausprobierte. Wagemutig traute ich mich an Eigelb. Topf auf den Herd, Eier gekocht, abkühlen lassen, Eiweiß meinem Freund untergeschoben und mein erstes halbes Eigelb gefuttert. Nach einer Viertelstunde ein ganzes. Dann habe ich zwei bis drei Stunden gewartet. Um mich abzulenken ging ich eine Runde spazieren. Leider brachte das nicht viel. Innerhalb einer halben Stunde plagten mich fürchterliche Kopfweh und langsam blähte sich der Bauch wieder und tat weh. Für mich stand fest, Eigelb und ich sind keine guten Freunde. Das dritte Mal habe ich es gar nicht mehr gegessen. Es war eindeutig. Im Laufe des nachmittags wurden die Kopfweh so schlimm, das ich nicht mehr aus den Augen gucken konnte. Am nächsten Tag kamen noch Muskelschmerzen zu den Kopfweh. Eigelb ist schon mal als „doof“ abgehakt. Erbsen habe ich auch schon getestet, aber mit weniger krassen Ergebnissen. Der Knopf der Hose geht immer noch nicht zu… 😉

Erst mal muss sich alles wieder beruhigen, dann geht es munter weiter. Ich brauche so langsam ein paar Alternativen, damit mein Essen nachher nicht so einseitig wird und zu neuen Problemen führt. Zudem muss ich versuchen mein Kopfkino auszustellen. Es ist nicht so einfach, nicht nervös zu werden, wenn man was neues ausprobiert!!!