Paleo und seine Grenzen…


So gut mir das Paleo-AIP getan hat, stoße ich jetzt an seine Grenzen. Anstatt den Speiseplan zu erweitern, musste ich schon wieder Rückschritte in Kauf nehmen. Mein „erlaubter“ Speiseplan wird immer enger, so das sich für mich nicht mehr genug Abwechslung bietet. Ich beginne mal von vorne…

Wir kauften uns Erdbeeren und wie man das so macht, wenn man nach langer Zeit ohne, solche köstlichen Früchten ist, man haut voll rein. So teilten sich mein Freund und ich die 500g Schale. Danach fing die Katastrophe an. Ich bekam Bauchweh. Ich brachte es aber erst nicht mit den Beeren in Zusammenhang. Es war ein langer Tag, hatte so manch lange Pause zwischen den Mahlzeiten und vorher schon Luft im Bauch gesammelt. Also, Heizkissen auf den Bauch und hoffen, das es besser wird. Ähnliches, passierte mir mit Wassermelonen. Auch machten wir ein Picknick. Es gab diverse Leckereien, auf dem Weg nach Hause, ein leckeres Fruchteis und ich fühlte mich wie ein Luftballon. Zudem diese lähmende Müdigkeit. Es war schlimm.

Als dann auch noch der Klobesuch nicht klappen wollte, musste ich mir ein Abführmittel aus der Apotheke holen. Das half zumindest, die schlimmsten Beschwerden zu lindern.

Nach genauerem grübeln, stellte sich heraus, das ich jede Menge an Fruktose/ Zucker zu mir genommen hatte. Für das Picknick hatte ich mir selbst gebackene Minikuchen mitgebracht (Äpfel und Zucker). Es war alles nach Paleo, aber nicht ohne „Zucker“. So langsam dämmerte mir was!! Hatet sich doch noch eine Fruktoseintoleranz entwickelt? Ähnliches ist mir mit der Laktose auch passiert. Auf einmal war sie nach Jahren da…

Ich probierte vor kurzem Tomaten aus. Die muss ich auch nicht gut vertragen haben. Nach dem Essen stellte sich heraus, dass ich davon schläfrig wurde und manchmal sogar eingenickt bin. Ähnliches passierte mir mit der Avocado. Dann noch die Früchte oben drauf und es kam zum Supergau.

Da das Paleo mit Avocado und Früchten arbeitet, kommt für mich der Punkt, wo ich nicht mehr weiß, was ich noch essen soll. Leider kommt auch Kohlgemüse für mich nicht länger in Frage, das es zu stark bläht. Im Moment streiche ich mehr Lebensmittel, als das ich neue dazu nehme. Mir geht das Gemüse aus. Ich kann nicht nur von Fleisch und Eiern leben.

Daher ist für mich gerade wieder mal „grübel Zeit“ angesagt. Ich muss für mich klären, ob es so noch weiter Sinn macht oder ob ich wieder einmal meine Ernährung umstellen muss. Diesmal würde ich die Lebensmittel so testen, wie ich es schon im Paleo-AIP gemacht habe, um sicher zu gehen, dass es auch wirklich klappt.

Paleo-AIP die erste Woche


Puuh, das waren erste harte 14 Tage!! Wer hätte gedacht, das es einem so mies gehen kann. Dagegen waren die Bauchweh (bei falscher Nahrungsaufnahme) ein sch….dreck! :-0

Ich habe mein Paleo Programm „inoffiziell“ fast eine Woche früher begonnen. Ich habe den Startbutton am 24.09. gedrückt, jedoch dauert es ein paar Tage bis das Programm beginnt. Die Paleo Woche beginnt mit einem Samstag. Am Donnerstag vorher bekomme ich eine Email mit allen wichtigen Dingen, wie Essensplan, Einkaufsliste, Tipps und und und. Da ich nicht, wie die meisten Arbeitnehmer, am Samstag frei habe, renne ich an meinem „Wochenende“ in den Supermarkt und kaufe ein was das Zeug hält. Leider sagt mir nicht der gesamte Speiseplan zu. Ich mag absolut keinen Fisch und gegen Innereien sehe ich mich auch ein wenig an. Abgesehen davon gibt es hier im Umkreis keinen Metzger, wo ich so was kaufen könnte. Manches ist/ war mir einfach auch zu teuer. Also, habe ich mir einige Mahlzeiten herausgesucht, mit den Sachen die ich mag oder mich arrangieren kann bzw. der Aufwand nicht so hoch ist, wenn ich morgens früh raus muß.

Gesagt, getan! Die erste Woche habe ich fast nur gekocht und gebacken und noch mehr gekocht. Der Aufwand ist/ war riesig. Kürbis in den Ofen, das Biest vorher noch schälen und schneiden und das mit der Kraft eines Gummibärchens (im Moment fühle ich mich so). Ich habe Brühe gekocht und noch nie soviel Fleisch gegessen, wie in den letzten Tagen. Aber das ist das einzige, mit Kokosöl und Kokosmilch, das mir genug Energie gibt. Ich bereite immer soviel vor, das ich auch genug zu essen habe, das ich was mit auf die Arbeit nehmen kann.

Dann kam der Entzug! Wisst ihr eigentlich, wie schlimm die ersten Tage ohne Kaffee sind? Noch viel schlimmer. Dabei hatte ich schon auf nur noch eine Tasse pro Tag reduziert. Boah, hatte ich Kopfschmerzen… Dazu kam noch, das die fiesen kleinen Bakterien in meinem Bauch um ihr Leben kämpften. Der Kohlehydratentzug machte aus mir einen Zombie. Es raubte mir die letzte Energie. Mein Kreislauf sackte ab, abwechselnd war mir heiß und kalt, meine Muskeln schmerzten und ich fühlte mich wie ausgebrannt. Die kleinsten Erledigungen erforderten eine Wahnsinns Konzentration und Aufmerksamkeit, damit ich in meinem Tran nicht alles vergaß.

Doch nach fast einer Woche, als das „offizelle“ Programm begann, ging es mir langsam besser. Die schlimmsten Symptome der Herxheimer Reaktion ließen nach und ich bekam langsam wieder etwas mehr Energie und Kraft. Ich gewöhne mich an das viele kochen und backen und vorbereiten und empfinde es gar nicht mehr als so schlimm. Mein Frühstück bereite ich für zwei Tage zu und oft koche ich die doppelte Menge, so das es für mehrere Tage reicht. Zudem habe ich einen riesen Topf Suppe gekocht und diese in Weck-Gläser eingekocht. Falls es mal schnell gehen soll/ muß habe ich immer was auf Vorrat.

Schwierig war es auf meinem Geburtstag. Fur einen Tag, wollte ich nicht alles hin werfen. Also habe ich einen Paleo-AIP Kuchen gemacht. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, da jeglicher Zucker fehlt, aber er war genießbar. Die Reste habe ich für Notfälle eingefroren. Ich darf nur nicht mehr als eines davon essen, sonst verbringe ich den Tag auf dem Klo. Kokos enthält viel Inulin und der treibt, wenn man zuviel davon ist. 😉

Ich versuche eine große Abwechslung in den Speiseplan einzubauen, und so ziemlich alles an Gemüse zu verarbeiten, welches mir schmeckt und erlaubt ist. Gestern kam mir die Idee für eine Zucchinilasagne mit einer „Bechamel“ aus Kokosmmilch und Kurkuma und natürlich Hackfleisch, Zwiebeln und Knoblauch.

Früher war ich keine kreative Köchin, aber so langsam wird das was… 😉

P.S.: Nach 14 Tagen Paleo-AIP habe ich einen so flachen Bauch, wie seit vier oder fünf Jahren nicht mehr. Allein das ist schon ein Grund durchzuhalten.

Es wird gerade alles zu viel…


Ich möchte nur noch meine Ruhe haben. Alles prasselt auf mich ein und ich weiß nicht, wie ich gerade alles auf die Reihe bekommen soll. Meine TO-DO-Liste für die Reha ist so lang und meine Zeitfenster so klein, um alles zu erledigen. Kann ich nicht wie Jeannie, einmal mit dem Kopf nicken und es ist Mittwochmorgen und ich sitze im Zug zur Reha? Schön wärs.

Alles fing mit dem Backmarathon am Sonntag an. Den habe ich ja ganz gut geschafft und überlebt. Am Montag war mein normaler Arbeitstag. Morgens musste ich schon mit der Firma telefonieren, die meinen Koffer abholen soll (ich brauche nur mein Handgepäck schleppen). An dem Tag, der für mich vorgesehen ist, ist in der Zeit keiner da. Alle haben Termine, sind arbeiten oder sonst was. Also musste ein anderer Abholort gefunden werden. Jetzt schleppe ich mein Gepäck mit zur Arbeit und lasse es dort abholen. An diesem Montag gab es viel zu tun. Am Wochenende ist bei uns ein Heimatfest und es müssen eine Menge Vorbereitungen getroffen werden. Nach Feierabend warteten noch einige Kleinigkeiten die erledigt werden mussten und dann war es auf einmal halb zehn.

Der Dienstag ging so weiter, im Laden stapelten sich die Aufgaben und zu Hause wurden die Listen immer länger. Vor der Arbeit dort hin, das holen, ein anderes bestellen, in der Mittagspause das nächste abgearbeitet und abends das Bestellte abgeholt und in den Koffer geschmissen, weil, das darf ich auf keinen Fall vergessen.

Der Mittwoch war etwas ruhiger. Nach dem Sport, der mir auch vom Kopf her sehr gut tat, ab in die Drogerie, vollgepackt mit dem Fahrrad nach Hause, schnell essen, ab zum Friseur, weil die Haare sch… aussehen und einfach doof sind. Abends Büro putzen gehen und danach erschöpft aufs Sofa fallen. Aber die Tasche mit dem vom morgens gekauften musste noch ausgepackt werden und alles in den Koffer. Oh, aber der Tag hatte auch was gutes. Ich habe für dreißig Euro eine Hose, drei T-Shirts und einen Haufen Socken erstanden und die Haare waren wieder schön. 🙂

Der heutige Donnerstag begann um sechs Uhr. Ein schnelles Frühstück und um acht musste ich beim Orthopäden sein. Dort war ich schnell wieder raus, auf dem Weg nach Hause, noch Späne (Einstreu für die Haustiere) eingekauft. Aufs Fahrrad und den Haufen Socken umgetauscht, weil, falsche Größe, zur Apotheke und noch mal was bestellen und wieder arbeiten. Dort wartete auch wieder eine Menge Unerledigtes auf mich, Ware ausgepackt, auszeichnet, alles ins Internet und nach Feierabend wieder an der Apotheke vorbei und alles abgeholt.

Und das hört nicht auf. Denn die Wäsche muss noch gewaschen werden, alles auffalten, so gut wie möglich faltenfrei in den Koffer, die Reste abbacken, damit ich auch auf jeden Fall genug habe. Hoffen das alles in die Koffer passt und notfalls mit Gurtbändern vorm platzen sichern. Ach ja, und putzen muss ich auch noch zwischendurch, da wir auch noch Besuch bekommen.

O-Ton meines Freundes: „Was machst du dir für einen Stress? Das ist der Grund, warum ich meinen Koffer erst kurz vor der Abreise packe!!“ Schnucki-Putzi, wer macht denn deine Wäsche, wenn du mal wegmusst? Du bestimmt nicht…

Kann ich jemals wieder auf einem Pferd sitzen?


Seit der Diagnose sind ja mittlerweile ein paar Tage vergangen. Ich bin sehr unsicher und weiß so gar nicht, was mich erwartet. Meine Schwiegermutter hat schon seit Jahren Fibromyalgie und ich weiß nicht wie ich ihr Verhältnis dazu beschreiben soll. Ich glaube sie ruht sich gerne auf ihr aus, damit sie Bestimmtes nicht tun „kann“, weil es ja doch so schmerzt. Mit ihr kann ich nicht darüber sprechen. Da darf ich mir nur anhören, wie schlecht es ihr geht. Ich möchte mich aber nicht davon runter ziehen lassen. Normalerweise würde ich solchen Leuten aus dem Weg gehen, leider geht das in diesem Fall nicht immer.

Es geht mir im Bezug auf die Müdigkeit etwas besser, da ich glaube, das die Diagnosestellung einen großen Leidensdruck von mir genommen hat. Aber gleichzeitig tun sich andere Probleme auf. Wie lerne ich, mit den Muskelschmerzen umzugehen, die Einschränkung zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen? Schließe ich mich einer Selbsthilfegruppe an oder gründe ich eine mit meiner Freundin, die auch betroffen ist? 😉 Kann ich jemals wieder das machen, was ich mir am allermeisten Wünsche? Werde ich je wieder auf einem Pferd sitzen? Kann ich die Radtour machen, die ich schon seit Jahren fahren möchte?

Immer wieder stoße ich im Alltag an meine Grenzen. Die heutige war ein gemütlicher Spaziergang von ca. 1 1/2 Stunden. Der Wind war kalt und auf halben Weg erwischte mich ein Regenschauer. Der Wald hielt viel Regen ab, so das ich nur ein paar Tropfen ab bekam, aber es war mir so kalt von den paar Minuten warten. Ich musste mich nach dem Spaziergang in eine Decke wickeln, damit es mir wieder besser ging und ich wieder warm wurde. Das Wäsche rauf und runter tragen, stellt mich vor enorme Herausforderungen, vor allem die Treppen, die sich wie ein Mount Everest anfühlen. Staubsaugen schiebe ich schon lange auf den Herz-Allerliebsten ab. Beim Pilates muss ich oft Übungen unterbrechen, da sie mir zu anstrengend werden, ebenso bei dem moderaten Krafttraining. Ich bin doch erst 39. Ich frage mich immer wieder, wie soll das weiter gehen? Wann kommt der nächste Schub? Ist er so schlimm, wie der letze? Gibt es jemanden, der mir ehrliche Antworten geben kann und helfen kann die Unsicherheiten abzubauen?

Instinktiv habe ich aber einige Dinge richtig gemacht. In meinem Fitness-Center gibt es eine Hydrojet-Massageliege. Die nutze ich seit einem Jahr regelmässig, ebenso wie die Faszienrolle, sie tut richtig gut. Mit Wärme komme ich gut zurecht. Die letzten Tage waren eine Wohltat. Ich hatte mir mit meiner Gartenliege einen Platz in der Sonne gesucht. Es war herrlich. Oft hatte ich mich im Winter sehr dick angezogen, es linderte die Schmerzen auch ein wenig. Auch die Vegane glutenfreie Ernährung war der richtige Ansatz. Letzten Sonntag hatte ich Heißhunger auf eine Bratwurst und ich habe sie mit Genuß gegessen. Leider brauchte ich danach fast eine Woche um mich davon zu erholen. So schlimm schmerzten die Muskeln in den Oberschenkeln und im Rücken. Es war so schlimm, das ich die Pfötchen, des kleinen Hündchen nicht haben konnte, wenn er an mir hochsprang. Auch jetzt tun sie weh, wenn ich vor dem Computer sitze. Die Muskeln fühlen sich immer hart und verkrampft an. Ich weiß gar nicht was ich dagegen tun kann und Magnesium hilft nur bedingt. Die Faszienrolle nimmt ein wenig von den Schmerzen, wenn ich ein paar mal darauf rum rolle.

Es ist alles nicht so einfach. Vorallem wenn man mit so einer Diagnose allein gelassen werde. Aber wie immer in meinem Leben. Wenn ich etwas mache, dann richtig und nie den einfachen Weg. 😉

„Da haben wir doch drüber gesprochen…“ Hmmm, war ich dabei?


indexVergangene Woche hatte ich einen Termin in DER namhaften Rheumaklinik hier im Münsterland. Nach Absprache mit der Sekretärin, sollte ich alle Befunde, MRT- und Röntgenbilder und was ich sonst noch hatte und natürlich eine Überweisung vom behandelnden Rheumatologen, mitbringen.

Mittwoch sollte der Termin sein und ich habe dann am Montag eine Überweisung beim Rheumatologen bestellt. „Ich weiß nicht, ob wir die so ausstellen können, da muss ich erst mit meinem Chef sprechen“, sagt meine Bekannte. Da ich arbeiten musste, habe ich meinen Freund gebeten, sich dort noch mal zu melden. Die Aussage der zweiten Sprechstundenhilfe war, ich muss mich auf jeden Fall noch mal vorbei kommen und mit dem Arzt sprechen. Einfach so könnte man die Überweiung nicht auststellen. Da mein Termin so bald war, einigten sich mein Freund und die Sprechstundenhilfe, das ich ohne Termin am Dienstagmorgen 8:00 Uhr da sein sollte.

Ich fand mich also am nächsten Morgen pünktlich in der Praxis ein und wurde innerhalb weniger Minuten ins Behandlungszimmer gebracht. Der Arzt saß noch im Nebenzimmer. „Also wenn Sie noch ne zweite Meinung haben wollen, ist das ja kein Problem, Sie können alle Befunde bekommen. Aber einfach so in eine Klinik, das ginge nicht“, sagte die Helferin. „Bis jetzt habe ich das immer so gemacht und wurde auch von den Ärzten angehalten, das so zu machen, da man mir in bestimmten Bereichen ja nicht mehr weiterhelfen konnte. Außerdem wollte ich keine zweite Meinung, sondern endlich Wissen was ich habe. Da ja keiner damit rausrückt.“ Ich habe nicht laut, aber auch nicht leise gesprochen. Der Arzt wird es bestimmt gehört haben, ansonsten waren noch keine Patienten da, die etwas in der Richtung mitbekommen haben könnten.

Als der Arzt kurze Zeit später rein kam, rügte er mich auch wegen meiner Vorgehensweise. Man käme nicht so einfach zur Klinik. Ich leierte wieder meinen Text runter. „Was erwarten Sie den von meinem ehemaligen Chef? Ich kann Ihnen gute Kollegen nennen, falls Sie eine zweite Meinung haben wollen.“ „Ich brauche keine zweite Meinung. Ich möchte endlich Wissen, was mit mir los ist. Keiner sagt mir etwas!“ „Da haben wir doch schon drüber gesprochen, das Sie Weichteilrheuma haben! Auf Grund der Schuppenflechte, können auch die Muskel- und Sehnenansätze Probleme machen. Leider kann man da nicht viel machen, es hilft nur eine Schmwerztherapie, die mit dem Hausarzt, dem Orthopäden, eventuell noch mit einem Psychotherapeuten und einem Schmerzmediziner, abgesprochen werden kann. Aber das hatten wir doch schon alles geklärt.“

Meine ersten Gedanken waren: War ich dabei, als du mir das Alles gesagt hast? War ich wieder mal so abwesend, das ich das nicht mitbekommen bzw. geschnallt habe? Bist du sicher, das du auch wirklich mit mir gesprochen hast oder hast du es nur in deinen Bericht geschrieben?

„Es tut mir leid, ich kann Ihnen leider nicht helfen. Ich bin da am Ende meines Wissens. Ich habe viele Patienten, denen ich das gleiche sagen muss. Mehr kann ich nicht für Sie tun. Falls Sie doch eine zweite Meinung haben möchten, kann ich Ihnen kompetente Kollegen empfehlen.“ „Ich brauche keine weitere Meinung, nur endlich mal jemanden, der offen und ehrlich zu mir ist. Ich halte das aus! Glauben Sie mir!“

Ich verließ die Praxis recht schnell. Ich vergaß auch alles, Berichte und Befunde und alles. Ich musste erst mal vor die Tür. Das war eine Schock für mich. Ich zweifelte an mir, hatte ich doch die Diagnose überhört? Aber je länger ich darüber nachdachte, desto weniger konnte das sein. So was wichtiges habe ich noch nie verdrängt und gerade zu solchen Terminen und Gesprächen, reiße ich mich immer zusammen, damit mir sowas nicht durch geht.

Ich ging nach Hause und hatte auf dem kurzen Weg schon mal ein wenig Zeit zum grübeln. Als ich die Tür öffnete, kam mir das Hündchen entgegen und meine Mutter, fragte gleich was Sache war. Ich erzählte ihr alles, auch sie meinte, das ich sowas nicht vergessen würde. Sie war genau wie ich geschockt, über die Selbstverständlichkeit, mit der der Arzt mir sagte, das ich Weichteilrheuma habe. Aber das Verhalten, das er an den Tag legen würde, haben mein Vater und meine Mutter auch schon in der namhaften Klinik erfahren. Da druckste man auch herum und traute sich nicht zu sagen, was los ist. Vielleicht hatte er das da gelernt? Als ich in meine Wohnung ging, sprach ich sofort mit meinem Freund, über die Situation. Er wackelte Verständnislos mit dem Kopf und war genauso Baff und geschockt wie ich.

Ich fand es auf jeden Fall sehr traurig, das ich erst mit einer Klinik „drohen“ muss, um zu erfahren was mit mir los ist. Was ich aber sehr gut fand, das er mir sagte, er hätte hier seine Grenze erreicht. Das hat mich sehr beeindruckt. Aber traurig fand ich, das er die ganze Therapie in andere Hände gibt.

Ich war den ganzen Dienstag ziemlich durchden Wind. Zum Glück brauchte ich nur wenige Stunden arbeiten. Ich erledigte einige wichtige Aufgaben, die dringend waren. Danach las ich erstmal ein wenig über Weichteilrheuma bzw. Fibromyalgie, wie es richtig heißt, im Interrnet. Und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr Puzzleteile setzen sich zusammen. Warum Massagen und Krankengymnastik nie geholfen haben, Schmerzen im Rücken, Knie und in den Schultern, die Empfindlichkeit der Muskeln, wenn es draußen kalt ist… Am nächsten Tag fühlte ich, wie eine riesen Last von mir abfiel und es mir schon etwas besser ging. Die Schmerzen waren nicht weg, aber der Leidensdruck, der sich über lange Zeit aufgebaut hatte, verschwand.

Meinen Termin in der namhaften Klinik musste ich absagen, was mir und der Sekretärin sehr leid tat. Dabei hatte ich solange darauf gewartet.

Die Chemikalien Sensivität ist ausgeprägter als gedacht :-/


Um meine Genesung anzukurbeln, nehme ich große Mengen Krypto-Balance, D3, Carnitin, K2 und einige andere. Doch je länger ich sie nehme, desto mehr spielt mein Magen verrückt.

Das ganze fing schon kurz nach Weihnachten an. Sobald ich die Kapseln nahm, bekam ich Magenschmerzen und mir wurde schlecht, der Magen übersäuert, mein Bauch bläht sich auf und es dauerte einige Stunden, bis er sich wieder beruhigte. Das gleiche passiert mir abends, wenn ich die nächste Portion einnehme.

Das schlimme ist, das ich die Magenschmerzen nur mit weiterer Chemie in den Griff bekam. Seit einigen Wochen musste ich Omeprazol nehmen, um die überschüssige Magensäure zu binden. Das irre daran war/ ist, das die Omep mir sogar geholfen hat, die Blähungen etwas zu lösen. Doch es half auch nur bedingt.

Nachdem es immer schlimmer wurde, habe ich einfach die Dosis herabgesetzt. Die morgendliche Einnahme von vier Krypto-Balance, verringterte ich auf zwei, auch das D3 setzte ich von zwei runter auf eine. Es brachte schon etwas Erleichterung, doch es schlug mir immer noch auf den Magen.

Also, setze ich erstmal alles für ein paar Tage ab, bis sich alles etwas beruhigt hat. Dann werde ich alles nach und nach wieder da zu nehmen, um zu sehen, welche Kapseln mir die Probleme machen oder ob sie alle für mich nicht mehr verträglich sind.

Glück im Unglück


Seit ein paar Wochen (ca. Weihnachten) geht es mir nicht sehr gut. Das Weihnachtsessen war für mich eine gesundheitliches Disaster. Mit Appetit habe ich ein kleines Stück Wildschweinbraten gegessen und am nächsten Tag dafür die Quittung bekommen. Mein Magen war übersäuert, mir tat alles weh und es waren ein paar fürchterliche Tage.

Nach Weihnachten hatte ich eine schwere Erkältung und ich brauchte sehr lange um mich zu erholen. Die Erschöpfung hing in meinen Klamotten, wie bleierne Gewichte an meinen Füssen. Es dauerte fast 14 Tage bis es mir, ein wenig besser ging.

Dann gab es in unserem Laden ein Problem mit einer undichten Heizung. In unseren Wirtschaftsräumen lief also die stinkende Brühe aus der Decke. Zudem Zeitpunkt wußte ich/ wir auch noch nicht, das es die Heizung war.  Von da aus stiegen die Gerüche in meine Nase und stellten ein heilloses durcheinander an. Zuerst konnte ich das nicht damit in Verbindung bringen. Dann passierte es vor ein paar Tagen wieder und diesmal kam ein gefühlter Sturzbach aus der Decke, wir konnten das schlimmste verhindern, aber als wir das merkten, waren schon einige Liter in Wänden, Treppen und Decke verteilt.

Innerhalb einer Stunde war dann der Rest des Tages für mich gegessen. Ich bekam schlimme Kopfschmerzen, meine Bronchien zogen sich zusammen, Nase zu, Muskelverspannungen (ich kam nicht mehr vom Stuhl/ Sofa hoch), der Bauch blähte sich, die Magensäure stieg hoch. Einfach gesagt, ich bekam Körper!! 😦

Nach einer heißen Dusche ging es mir etwas besser, vorallem das Atmen fiel mir leichter, da sich die Muskeln etwas entspannten. Der Rest blieb. Am nächsten morgen waren nur die Kopfschmerzen ertragbarer.

Seitdem weiß ich, das ich auf starke Gerüche, Chemikalien etc., sehr stark reagiere. :-/ Nach fast 14 Tagen ist die Feuchtigkeit und auch die schlimmsten Gerüche verschwunden. Doch wenn ich den ganzen Tag im Büro bin, haut es mich immer noch aus der Welt. Leider dauert es noch ein paar Tage bis der Schaden beseitigt wird.

Wie heißt es so schön, ich hatte Glück im Unglück. Ohne die beschägdigte Heizung hätte ich nie rausgefunden, das ich diverse Chemikalien mein Problem sind.

Anaplasmose als Auslöser vieler meiner Beschwerden :-(


Tja, das war ein Schock!!! Eine Bakterielle Infektion die von allen Stechviechern übertragen werden kann… Aber eins nach dem anderen.

Die Frau von der ich mein EM bekomme, ist auch Gesundheitsberaterin. Ich hatte vor ca. acht Wochen einen Termin bei ihr. Ich sollte alles mitbringen, was ich Nahrungsergänzungsmitteln habe und auch alles andere, was ich so einnehme. Es wurde auf alles auf Verträglichkeit geprüft, wann die beste Einnahmezeit ist und auf was ich bei der Einnahme zu achten habe, z. B. kommen das MSM und der Rest nicht so gut zurecht, also soll ich das MSM eine Stunde vor den anderen Sachen nehmen.

Dann wurde weiter gesucht. Sie hat mich komplett auf den Kopf gestellt und es kam so einiges dabei raus, u. a. Vitamin D-Mangel, Vitamin K-Mangel, dafür ist das Zink in Ordnung (wenigstens etwas). Am Ende der Anamnese stellte sich heraus, das ich eine Anaplasmose habe. Bei mir wirkt sie sich extrem auf den Darm aus, auch sind meine Muskeln und Sehnen betroffen. Das erklärt so einige meiner Beschwerden.

Anaplasmose wird bei Menschen eher selten diagnostiziert. Häufiger wird es bei Hunden, Katzen oder auch Pferden gefunden. Sie lässt sich sowieso sehr schwer feststellen. Es gibt, wie bei der Borelliose, einen LTT-Test, aber der kann falsch negativ ausfallen. Auch mit Bioresonanz sind die Biester schwer zu finden. Genauso schwer sind sie zu behandeln. Als Standarttherapie wird Antibiotikum verschrieben. Der Erfolg ist eher zweifelhaft. Meine Anaplasmose wird mit Rizol behandelt. Laut meiner Gesundheitsberaterin, muss ich die Anaplasmose schon lange haben. Sie meinte, bestimmt schon an die zehn oder fünfzehn Jahre.

Das erkläft  so einige Probleme, die sich in der letzten Zeit eingeschlichen haben, die überspringende Sehne, die Rückenprobleme und die Muskelschmerzen.

Als ich im Internet recherchiert habe, dachte ich, bei Tieren wird es ohne Probleme diagnostiziert und um Menschen soll es einen Bogen machen? Warum findet man kaum was bei Menschen darüber? Machen Stechviecher um Menschen neuerdings einen Bogen? Die letzeten 20 Jahre, an denen ich mich an meinem Hobby am Pferdestall erfreut habe, fanden die Stechviecher den direkten weg zu mir. War wohl nicht schnell genug… :-/

Seit ca. 8 Wochen bekomme ich, das Rizol. Es wird für mich sehr niedrig dosiert, aber es wirkt sehr gut. Laut meiner Gesundheitsberaterin können wir das Rizol nur sehr langsam erhöhen. Mein Körper würde die rüde Behandlung nicht sehr gut verkraften.

Der Pilz ist weg – und das nächste da!!! X(


IMG_1526Seit vier Wochen habe ich meine Pilzbehandlung erfolgreich abgeschlossen. 🙂 Ich bin freudestrahlend und sehr erleichtert aus der Praxis getreten und hätte die ganze Welt umarmen können. Ich habe mich aber erst mal mit lauter Musik im Auto zufrieden gegeben. Zum Glück hat nur die freie Natur mein jubeln und schreien gehört. 🙂

Aber die Freude über meinen besiegten Pilz währte nur wenige Tage. Denn es quälten mich weiterhin schlimme Bauchweh und Luft und weicher Stuhl und so richtig wohl fühlte ich mich auch nicht. Die Hochzeit meines Bruders hatte ich gut überstanden und auch der Bauch spielte mit (sonst hätte er auch eine rote Karte bekommen).

Ständig war mir kalt und ich fror, ich war müde (mehr noch als sonst), bei manchen Lebensmitteln bekam ich Sodbrennen und mein Magen spielte verrückt (mein Bruder hatte uns zu Kokos- und Haselnusswaffeln eingeladen) und mir wurde fürchterlich schlecht. Am allerschlimmsten waren die Heißhungerattacken, die habe ich meistens, wenn ich was falsches gegessen hatte, aber ich wußte nicht was. Ich ließ doch schon alles weg, was ich angeblich nicht vertrug. Ich hatte oft Kopfweh und war auf Grund dessen, auch gereizt und empfindlich. Aber ich konnte es mir nicht erklären, im ersten Augenblick dachte ich, der Pilz ist wieder da. Das wäre das absolute „worst case“ Szenario.

Da ich ja meinen Bauch wieder in den Griff bekommen möchte, fing ich wieder mit der Rotationsdiät an. Da ich an einigen Tagen nicht so viele verschiedene Lebensmittel hatte, habe ich das ganze mit diversen Früchten aufgefüllt. Tja, was soll ich sagen, es endete mit einer Katastrophe. Am Ende der ersten Woche blähte sich mein Bauch so schlimm, das ich in keine Hose mehr passte, ich hatte mindestens ein Kilo Wasser eingelagert, den ich nicht los wurde und manchmal so schlimmen Durchfall, das ich echte Not hatte es bis zum Klo zu schaffen. Ich war am Boden zerstört. Warum ging denn wieder alles nach hinten los? Nach all den Tests hatte ich angeblich keine Probleme mit Fruchtzucker, sondern nur mit Sorbit. Einfach gesagt, ich hatte wohl doch eine Fructoseintoleranz und keiner hat es bis dahin gewußt.

Ich hatte mich zwar notdürftig über Fructoseintoleranz erkundigt, aber wie die Karenzzeit läuft und auf was ich achten muss, davon hatte ich so gar keine Ahnung. Also habe ich im ersten Schritt, alles Obst weggelassen und mich mit riesen Mengen Gemüse vollgestopft, ich hatte ja Hunger und ich dachte das reicht als erste Maßnahme. Ihr erfahrenen „Intoleranten“ haut euch bestimmt schon an die Stirn und denkt euch, boah ist die doof! 😉 Das weiß ich jetzt auch!! 🙂 Als ich die ersten Tabellen sah, hatte ich einen riesigen Kloß im Hals, als ich sah wieviel Fructose in welchen Gemüsen ist und wieviel ich davon essen darf. Für mich der sein lebenlang viel Gemüse und Obst in jeglicher Form gegessen hat, war das der Schock des Jahrhunderts.

Seit fast einer Woche esse ich jetzt Fructosearm, hatte heute einen Termin bei dem Gastro meines Vertrauens und der macht in drei Wochen einen Fructose-Atem-Test mit mir. Pilz weg und Fructoseintoleranz da! Ging schnell, oder?

Es braucht alles seine Zeit… Muss das sein?


IMG_1239Tja, was soll ich sagen! Eigentlich sagt doch die Überschrift alles, oder?

Seit einigen Wochen darf ich wieder alles essen was ich möchte. Das nutze ich auch aus! Den gräßlichen Pilz bin ich erstmal los, aber ich muss immer noch aufpassen. Ich soll weiterhin in regelmäßigen Abständen Milchsäurebakterien zu mir nehmen. Mein Bruder heiratet bald und ich möchte genau wie alle anderen mitessen können (und vorallem durchhalten und die halbe Nacht durchtanzen können 🙂 ). Daher muss ich es den guten Baktis in meinem Bauch gemütlich machen und den bösen Pilzen so ungemütlich wie möglich. Das heißt Toxaprevent um den Giftstoffe und Histamin aufzunehmen, meinen Säure-Basen-Haushalt ausgleichen, andere Milchsäurestämme zu mir nehmen und versuchen, entspannt und ruhig der Hochzeit entgegen zu schauen. Wie bleibt man entspannt und ruhig?? Ich habe keine Ahnung und dabei bin ich nur Trauzeugin…

Ich bin immer noch begeistert von meinem Breifrühstück. Es macht mich richtig gut satt und gibt mir Energie für die nächsten Stunden. Einen morgen hatte ich keine Hirse mehr und musste Brot frühstücken, nach kurzer Zeit hatte ich ein riesen Loch im Bauch und hätte ne Karre Bratkartoffeln verdrücken können, wenn ich sie vertragen hätte. Es zeigt mir wie gut es mir tut.

Leider reagiert mein Bauch noch immer sehr empfindlich auf viele Lebensmittel. Zucker kann ich mittlerweile essen, ohne all zu schlimme Beschwerden zu bekommen. Vor einigen Wochen bekam ich noch migräneartige Kopfschmerzen vom Zucker, die erst mit Schmerzmitteln und viel nichts tun, am nächsten Tag verschwanden. Dazu kam noch schrecklicher Nachtschweiß und wirre Träume, ich hatte das Gefühl wie gerädert zu sein und eigentlich gar nicht geschlafen zu haben. Doch das gibt sich so langsam und mittlerweile merke ich nichts mehr davon.

Ich werde wohl wieder Ausschlussdiäten machen müssen, um festzustellen was ich vertrage und was nicht. Vor der Hochzeit werde ich wohl keinen Schlachtplan mehr ausarbeiten können. Es fehlt mir an Zeit , da doch noch so einiges zu erledigen ist. Da ich meinen Bauch beobachten muss und das unter Zeit und Termindruck eigentlich unmöglich ist, werde ich mich weiterhin in Geduld üben müssen, bevor es weiter geht.

Und mal ehrlich, im Moment fehlt es mir auch an Disziplin und manchmal auch an Energie. Die Energie kommt zwar langsam aber sicher wieder, aber es ist noch weit davon entfernt, vor Kraft zu sprühen. Ich schätze mein Energielevel im Moment auf ca. 70%. Da ist schon wieder enorm viel, doch werden mir meine Grenzen immer schnell aufgezeigt. Am Freitag war es mal wieder so weit. Nach dem Sport kam und kam ich nicht hoch, ich hatte mir einen Platz im Garten gesichert und da bin ich auch prompt zwei Stunden liegen geblieben. Ich musste mich richtig aus meiner Gartenliege quälen, um noch ein wenig arbeiten zu gehen. Dann ist es wieder passiert. Ich war zu müde zum kochen, das ich prompt ne Tüte Chips verdrückt habe und der Bauch wurde zu Luftballon…

Es liegt noch viel Arbeit vor mir! An solchen Tagen wird es mir wieder vor Augen geführt. Aber ich bin auf dem Weg dahin. Kann das nicht schneller gehen???