Das mit dem Pech…


Ihr habt lange nichts von mir gehört und das hatte einen guten Grund. Ich hatte mir das Handgelenk gebrochen und da war nichts mit schreiben. In jeglicher Hinsicht. Aber die Umstände, wie das alles passiert ist, die waren echt kurios… 🙂

Nach meinem Paleo-Frust, stellte ich meine Ernährung auf normale Kost um, mit Kohlehydrate und allem Zipp und Zapp. Allerdings wusste ich ja schon, dass Gluten nicht mein Freund ist und Zucker tauschte ich durch Traubenzucker aus. Ich lud meinen Ernährungsfrust bei meinem Freund ab, darauf sagte er mir: „Ruf doch bei den Ernährungsdocs an, vielleicht kann dir da jemand helfen.“ Ich war ein wenig skeptisch, durchsuchte aber erst mal das Internet. Leider mit mässigem Erfolg. Die Praxis von Frau Dr. Fleck hatte erst Termine im neuen Jahr, Dr. Klassen nahm nur Privatpatienten. Als einzige Möglichkeit blieb die Praxis von Herrn Dr. Riedel. Mutig rief ich die Telefonnummer auf der Webseite an und schilderte der Dame am Telefon mein Problem. Ich teilte ihr mit das ich ab dem 1. Juli Urlaub hätte und ob sie in den nächsten 14 Tagen einen Termin frei hätte. „Wie sieht es bei Ihnen am 2. Juli aus? Ich habe einen Termin um 14:30 Uhr.“ Meine Antwort: „Nehme ich!“

Also machte ich mich am besagten Tag auf den Weg nach Hamburg. Ich fuhr mit dem Zug, da ich keine Lust auf Verkehrschaos und Stau hatte. Ich kam kurz vor Mittag in Hamburg an und spazierte durch die sommerliche Hitze der Fußgängerzone. Genoß die Stadt, die Alster und machte Pause am Rathaus. Um ca. 13:00 machte ich mich auf den Weg zur Praxis. Man hatte mir eine Beschreibung gegeben und ich wollte etwas früher dasein, damit ich in Ruhe schauen konnte, wo alles war und eventuell noch eine Kleinigkeit essen.

Die Fahrt in der U-Bahn dauerte nicht lange, ich hatte also genug Zeit und bummelte noch durch die Einkaufspassage und schaute also wo ich hin musste. Leider hatte ich nicht mitbekommen, das die Straße draußen abschüssig war. Ich verließ also die Passage, schaute mich nach dem Eingang um und ging noch ein paar Schritte weiter, als sich auf einmal ein Loch unter meinen Füssen auftat. Ich stürzte ungebremst zwei Stufen runter und landete unsaft auf meinem rechten Handgelenk.

Mein Glück, ich stürte in unmittelbarer Nähe einer Apotheke. Eine Mitarbeiterin kam mir auch sofort zur Hilfe und brachte kurz darauf auch noch ein Kühlpack mit. Die Kollegin rief sofort den Notruf an. Als ich mir mein Handgelenk anschaute, war auf den ersten Blick klar, das Handgelenk ist durch. Zudem fiel ich noch einer Passantin vor die Füße, die allerdings erschrockener war als ich. Es stellte sich heraus, das sie ebenfalls in die Praxis wollte, netter weise hat sie mich abgemeldet, da ich offensichtlich unpässlich war.

Zum erstaunen aller war ich ziemlich ruhig und abgeklärt. Was sollte ich auch anderes machen? Die Hand kaputt, der Termin hinfällig und es dämmerte mir der Verdacht, dass es heute wohl nicht hätte sein sollen.

Der Rettungswagen kam mit einem riesigen Tamtam. Die beiden Sanitäter halfen mir den Rucksack abzunehmen, bugsierten mich in den Wagen und brachten mich in die nächste Klinik. Dort wurde ich erstmal in den nächsten freien Raum gefahren und man parkte mich dort. Ich weiß nicht wie lange ich dort wartete, aber mittlerweile kamen die Schmerzen und am linken Fuß bildete sich eine Beule. Irgendwann war ich nicht mehr so cool und es liefen die ersten Tränen, es tat schon ziemlich weh. Die nächstbeste Person die vorbei kam, rief ich an und hatte Glück, das ich einen Arzt erwischt hatte. Der versprach Hilfe gegen die Schmerzen und kam kurz darauf mit einer Schwester und Kanülen und Nadeln wieder. Er legte den Tropf an und zum ersten Mal war ich froh, das die Wirkung so schnell einsetzt. Er nahm alle Verletzungen auf und man brachte mich zum Röntgen. Da wurde das Ausmaß sichtbar. Trümmerbruch im rechten Handgelenk.

Der Bruch wurde gerichtet (das war richtig fies), ich bekam eine Ladung Schmerzmittel mit, meine Unterlagen und die Auflage mich sofort bei meinem Chirurgen zu Hause zu melden. Zu diesem Zeitpunkt war ich richtig froh, das ich mit dem Zug gefahren war, ich hätte nicht gewußt wie ich nach Hause kommen sollte.

Das Ende vom Lied: das Gelenk wurde operiert, seitdem lebt ein „Gespenst“ (Metallplatte, auf dem Röntgenbild sieht es wirklich so aus 🙂 ) in meinem Arm, Kapselverletzung am oberen linken Sprunggelenk, 8 Wochen Schienen und Orthese. Mittlerweile kann ich wieder tippen und schreiben und Spaziergänge machen.

Als ich die ersten Tage überstanden hatte rief ich wieder in Hamburg in der Praxis an und erklärte erneut meine Situation. „Oh, Sie sind die Dame, die vor unserer Haustür gestürzt ist.“ Na, toll, ich hatte mal wieder einen bleibenden Eindruck hinterlassen. 😉

Mittlerweile hatte ich zwei Termine in Hamburg. Zur Ernährungsberatung schreibe ich allerdings beim nästen Mal, meine Hand braucht eine Pause. :-/

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Bullet Journal gegen Überforderung


Vor kurzem bin ich bei Pinterest auf das Thema Bullet Journal aufmerksam geworden. Am Anfang fragte ich mich, was ist das und wozu braucht man das? Mittlerweile bin ich davon begeistert.

Im Prinzip ist es ein fast „normaler“ Kalender. Es werden Jahres-, Monats- und Wochenübersichten geführt. In der Jahresübersicht werden nur grob die Termine eingetragen. In der Monatübersicht, wird das ganze schon genauer. Dort kann man auch schon Termine, erste Aufgaben, die man in dem Monat schaffen möchte, eintragen. In der Wocheneinteilung gehts, dann an die tägliche Planung. Von Wäsche waschen, Müll raus bringen, bis hin zu wichtigen Ideen und Terminen wird es unter die entsprechenden Tagen eingetragen. Es gibt noch soviele andere Möglichkeiten, die man dort als Liste oder Konzept eintragen kann. Der Fantasie, sind dort keine Grenzen gesetzt.

Aufgaben, Notizen, Ideen, Geburtstge etc., werden verschieden Symbolen und Farben zugeordnet, um sie besser von einander unterscheiden zu können. Auch hier kann man alles verwenden, was man möchte. Wichtig ist nur bei einem Sybol/ Farbe für eine bestimmte Aufgabe/ Termin etc. zu bleiben, sonst wird das ganze sehr schnell sehr unübersichtlich.

Auch der Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt. Ob bunt oder nicht, mit oder ohne Blumen, Ranken oder Lettering, alles ist möglich.

Für so ein Journal eignet sich jedes Heft, Ringbuch oder Notizbuch. Die Karierten Blätter sind gut oder auch die mit den feinen gepunkteten Linien. So kann man einfacher Linien ziehen. Für den Anfang reichen ein paar einfache Stifte in verschiedenen Farben (damit ihr wichtiges sofort erkennt).

Ich habe mich für ein Ringbuch entschieden. So kann ich Seiten rausnehmen, falls sie mir nicht gefallen oder ich eine andere Struktur doch besser finde. Da es mein erstes Bullet Journal ist, wird sich bestimmt im Laufe der nächsten Wochen noch einiges verändern.

Für mich hat sich diese Art, des Managements als Goldrichtig erwiesen. So kann ich meine Tage planen, stopfe nicht mehr alle Aufgaben und Termine auf meine freien Tage und bin nicht schon morgens, wegen Überforderung, aus der Bahn geworfen und gleich ans Sofa gefesselt. Ich habe es mir vorgenommen, nicht mehr als vier kleine oder zwei große Aufgaben, sowie Termine, auf einen Tag zu legen. Merke ich es wird mir zuviel, verschiebe ich es auf den nächsten Tag oder (falls nicht so wichtig) auf die nächste Woche.

Für mich war es so der einfachste Weg zu einem stressfreieren Alltag. Beim Kalenderschreiben kann ich abschalten und muss mich auf die Sache konzentrieren, um nicht immer wieder von vorne anfangen zu müssen. Vor allem beschäftige ich mich mit dem, was ich noch kann und hänge nicht mehr in der Spirale, was ich alles nicht mehr kann. Ich würde sagen ein positiver Nebeneffekt.

P.S.: Im Internet gibt es viele tolle Seiten für Bullet Journal Anfänger!! 🙂

Die Notfallhilfe: Einkochen wie es meine Oma machte


Seit ein paar Wochen koche ich alles ein, was nicht niet und nagelfest ist. Angefangen bei Apfelmus bis hin zur Kürbis-Ingwer-Suppe. Klappt hervorragend und ist die Notfallhilfe, wenn man mal wieder länger arbeiten musste… 🙂

Alles find damit an, das mein Freund etwas brauchte, dass konstant die Temperatur hielt, um Wachs im Wasserbad einzuschmelzen. Jetzt stand dieser Einkochautomat hier so doof im weg rum und ich ärgerte mich darüber, dass er wieder mal irgendein unnötigenes Teil anschleppte, was keiner gebrauchen kann. Zu dem Zeitpunkt kämpfte ich aber wieder mal damit in kurzer Zeit mal eben schnell was zu essen zu machen. Wie immer kam ich nach der Arbeit nach Hause, mit einem wahnsinns Hunger und keiner Energie um noch was auf den Herd zu schmeißen und stunden lang zu kochen.

An meinem freien Tag legte ich los. Ich suchte mir ein schmackhaftes Rezept aus. Kaufte mir alle wichtigen Utensilien, wie Gläser, Klammern und Gummiringe und los ging es. Ich kochte eine größere Menge Suppe, füllte sie in die Gläser, schloß sie sorgfältig, sollte ja nichts daneben gehen und ab in den Automaten und ca. 1 1/2  Stunden warten.

Ich war begeistert!!! Es klappte super. Alle Gläser waren dicht und der Aufwand hatte sich in diesem Fall schon mal gelohnt!!! Die ausgekühlten Gläser bewahrte ich im Keller auf und gleich in den nächsten Tagen machte ich davon Gebrauch. Ich zog am Gummiring, füllte alles in einen Topf und wärmte alles auf dem Herd auf. Auf einmal dauerte alles nur noch 10 min, anstatt mindestens eine halbe Stunde, bis das Essen fertig war.

Mittlerweile wird es immer mehr. Mein Regal im Keller füllt sich mit Paleo gerechten Suppen und Brühen und Kompott. Nächstens wollte ich mich mal an AIP-Bolognesesoße wagen. Denn die „Spaghetti“ aus Zucchini gehen relativ fix, beides zusammen aufwärmen und fertig!!

So lasse ich mir eine Ernährungsumstellung gefallen. Paleo ich komme… 🙂

P.S.: Meine Großeltern hatten ein Obst- und Gemüsegeschäft. Da war es üblich, das Obst und auch Gemüse eingekocht wurde, das im Laden nicht mehr verkauft werden konnte. Die Gläser blieben über Jahre dicht und wurden nach und nach verbraucht. Das ist doch mal nachhaltig…

Paleo-AIP die Lösung?


Nach langem hin und her habe ich mich dazu entschlossen auf die Paleo-Ernährung bzw. auf das Paleo-Autoimmun Protokoll umzustellen. Meine Mißerfolge in Sachen Ernährung sind mehr als nur frustrierend. Jeder Ansatz den ich ausprobiert habe, führte mich in eine Sackgasse. Ich versuche mich ausgewogen und gesund zu ernähren, als Belohnung bekomme ich Heißhunger und Unterzuckerungen in üblen Ausmaßen. Sie enden in Freßorgien, mit anschließenden Bauchschmerzen und schlechtem Gewissen.

Wie Paleo-AIP genau geht, könnt ihr auf der Seite von Paleo360 lesen!

Ich habe im Internet recherchiert, ob es andere Optionen gibt. Gibt es nicht! Im Gegenteil. Die kohlehydratarme Kost bekommt den meisten mit Hashimoto ab besten. Der Körper erholt sich in den meisten Fällen sehr schnell und es geht den Betroffenen sehr schnell wieder besser. Erste Erfolge sollen sich bei vielen innerhalb einer Woche bzw. 14 Tagen eingestellt haben. Mit einer dauerhaften Ernährungsumstellung, sollen sich nicht nur die Entzündungswerte erheblich verbessert haben, sondern auch die Gewichtsschwankungen und das angeschlagene Immunsystem soll sich recht schnell erholt haben. Da ich seit über einer Woche mit einer Dauererkältung rum laufe, wäre das schon mal eine wahnsinns Erleichterung. Auch viele andere Beschwerden sollen sich durch die veränderte Ernährung verbessern.

Allerdings bringt die Umstellung auch eine Menge mehr Arbeit und Organisation mit. Vieles muss vorbereitet und gekocht werden. Gerade das Frühstück ist eine echte Herausforderung. Seit einer Woche probiere ich rum und teste aus, damit es in der Ernstphase nicht schief geht. Außerdem ist mein Tiefkühlschrank nicht ausreichend, um alles dort einzufrieren. Daher habe ich mir überlegt, alles in Weck-Gläser einzukochen. Kein auftauen und die Brühen und Suppen (falls es mal schnell gehen muss) sind im Notfall schnell greifbar.

Ich bin zuversichtlich, was die Umstellung angeht. Jetzt hoffe ich nur noch, das meine Erwartungen sich auch erfüllen!!

 

Wäre zaubern doch schön…


Die Hashimoto und ich… Ein Geschichte mit vielen Geheimnissen und Mißverständnissen. ( Das erinnert mich gerade ein wenig, an die Tamponwerbung eines namhaften Herstellers, die es mal vor Jahren gab!? )

Die Hashimoto und ich sind nicht wirkliche Freunde und wir werden es auch wohl nicht werden. Aber leider kann ich sie ja nicht mit dem Kopf nickenend weg zaubern. Aber man kann ja wenigstens davon träumen…

Die ersten Wochen der Hormonersatztherapie waren toll. Ich war voller Energie und konnte im wahrsten Sinne des Wortes, Bäume ausreißen. Die Arbeit ging leicht von der Hand, der Sport machte wieder Spaß und ich konnte mehrere Aufgaben am Tag schaffen und musste mir nicht überlegen, welche die wichtigste ist und dies als erstes abarbeiten.

Doch leider blieb es nicht so. Im Laufe der Zeit wurde es wieder schlechter. Ich bin müde und kaputt, ich komme zwar aus dem Bett, jedoch brauche ich unheimlich lange, bis ich so richtig wach und „munter“ bin. Munter ist da doch ein zu starkes Wort. Ich laufe rum, erledige irgendwie meine Arbeit und muss mich unheimlich anstrengen und konzentrieren, alles zu erledigen und nichts zu vergessen. Oft muss ich wieder zurück laufen, weil ich vergessen habe, was ich wollte und nicht an alles auf einmal gedacht habe. Dadurch renne ich oft die Strecken doppelt und dreifach. Zum Feierabend bin ich so ausgepowert und fertig, das ich es nur mit Mühe unter die Dusche und ins Bett schaffe.

Als ich anfing die Schilddrüsentabletten zu nehmen, ging es auch meinem Bauch besser. Die Blähungen wurden weniger, ich konnte in Massen Gluten, Milch und Nüsse zu mir nehmen. Es gab zwar ein leichtes zwicken im Bauch, aber am nächsten Tag ging es mir wieder besser. Meine Verdauung war gut und ich war ganz erfreut, keine Hilfe vom Leinsamen in Anspruch nehmen zu müssen. Auch das hat sich erledigt!!! Meinem Bauch geht es schlechter denn je. Kleine Ausrutscher bei der Ernährung, bestraft er mit tagelangem Bauchgrimmen und Verstopfung. Oft kann ich in den Tagen kaum was essen, weil der Bauch so stark gebläht ist, dass er mir den Magen zu drückt. Wenn ich dann Glück habe, löst sich das Problem von selber, meistens tut es das aber nicht. Also habe ich mir die kleinen Helferlein in Form von geschrotetem Leinsamen dazu geholt. Die nehme ich 3-Mal täglich. Ein Löffel in ein großes Glas mit Wasser und runter damit. Ausrutscher kann ich mir nicht mehr erlauben. Eigentlich ist es auch egal was ich esse, den Blähungen habe ich immer. Mal mehr mal weniger.

Leider ist mir am Wochenende so was richtig blödes passiert. Mein Freund und ich sind zum Essen eingeladen worden. Ich bestellte, so hoffte ich wenigstens, eine für mich verträgliche Mahlzeit. Ich bekam genau das Gegenteil. Das Steak war richtig, auch der Reis, aber die gerösteten Zwiebeln waren in Mehl gewendet und fritiert, der Salat anstatt mit Öl und Essig, wie bestellt, mit Joghurtdressing. Die Krönung war Kräuterbutter unter den Zwiebeln und auf dem Steak. Obwohl ich gefragt habe und umbestellt habe, ging das meiste schief. Jetzt hatte ich aber Hunger und wollte nicht in Streik treten, also aß ich alles auf. Die Retourkutsche kam noch beim Essen und hört bis heute nicht auf.

Mein Körper dreht so richtig am Kabel und dabei sagen einem die Ärzte, dass es mit den Tabletten besser wird. Von wegen! Es hat sich fast gar nichts gebessert. Die Muskeln und Sehnen schmerzen, die Gelenke tun mir weh, mein Bauch rebelliert und ich bin antriebslos und müde. Habe ich Streß haut es mich dann doppelt um und alle Sypthome werden noch schlimmer. Dabei vermeide ich es in Streß zu geraten. Aber wie kann man den in der heutigen Welt umgehen? Er lauert doch an jeder Ecke und vermasselt einem alles.

Vielleicht doch mit dem Kopf nicken und alles ist weg?! Schade, das ich manchmal nicht wie die bezaubernde Jeanie sein kann…

Über das einzig Wahre und Richtige…


Liest man sich die Seiten und Blogs von „Betroffenen“/ Heilpraktikern durch, in diesem Fall schreibe ich im allgemeinen, habe ich immer mehr das Gefühl, man möchte die armen Leser missionieren und ihn auf den einzig wahren Weg der Heilung führen. Der Leser, der über die Suchmaschine auf der Seite landet, bekommt die volle Ladung, „vergiss alles andere, nur meins ist das Richtige“, ab und ist vollkommen überfordert.

So geschehen auf den den Seiten, von Hashimotobetroffenen oder Heilpraktikern oder sonstigen Experten. Viele Seiten waren reißerisch geschrieben und verteufelten alles und jeden. Jeder versuchte seine Methoden an zu preisen und klickte man dann auf den empfohlenen Link, landete man auf Seiten, auf denen E-Books und andere Challenges angeboten wurden, die dann teuer bezahlt werden sollen. Die Preise variierten zwischen 27 Euro und 75 Euro.

Mal ganz ehrlich: Spinnen die!!!

Natürlich ist das wichtig, das man raus finden sollte, was man als Hashi-Patient vertragen kann und was nicht. Auch die Vorgehensweise, mit  der man versucht, alles wieder ins Lot zu bringen, sollte nicht vernächlässigt werden. Die Methoden sind vielfältig, wie z. B. Logi, Paleo-AiP und haste nicht gesehen.

ICH FINDE ES SCHON SCHWIERIG GENUG, AUF GLUTEN, MILCHPRODUKTE, NACHTSCHATTENGEWÄCHSE UND ZUCKER ZU VERZICHTEN!!!

Ohne das man mir ein schlechtes Gewissen machen muss, wie schlecht das alles für mich und meine Schilddrüse ist. Irgendwie habe ich den Zeitpunkt verpasst, wo die gute alte „Hilfe zur Selbsthilfe“ nicht mehr up to date ist, sondern nur noch missioniert und gepredigt wird.

Aber nimmt auch mal jemand Rücksicht auf die angeschlagene Seele, wenn man mit der Diagnose alleingelassen wird und sich selbst um alles kümmern muss? Jeder denkt nur noch daran, wie man aus der Not der anderen Profit schlagen kann und verkauft sich und sein Produkt gewinnbringend. Zum kotzen…!!!

Und dann fällt man doch auf die mühsam zusammen gestellten E-Books, Lebensmittellisten und Diätplane rein, hat sie zu dem vielleicht noch teuer bezahlt, nur um fest zustellen, das die Liste der Ernährungsdocs genau das gleiche enthält. Und die ist kostenlos!!!

Gut das ich meinem Geld nicht böse bin, um es so aus dem Fenster zu werfen… 🙂