Haferküchlein aus der Pfanne


Eigentlich wollte ich aus den Haferflocken eine Art Pfannkuchen machen. Aber irgendwie klappte es nicht so, wie ich es mir gedacht habe. Also entstand was ganz anderes. Sehr lecker und erinnert doch irgendwie an Pfannkuchen… Vielleicht??

Zutaten:

  • 100g zarte Haferflocken
  • Mandeldrink nach Bedarf
  • eine Prise Salz
  • 1 Ei
  • ein Apfel

Zubereitung:

  • die Haferflocken mit dem Mandeldrink, dem Ei und dem Salz zu einem cremigen Teig verrühren. Falls etwas zu viel Flüssigkeit drin ist, nicht schlimm, das gibt sich von selbst. Die Haferflocken ein paar Minuten quellen lassen
  • in der Zwischenzeit den Apfel in kleine Würfel schneiden. Nicht zu groß, sonst fallen sie später aus den Küchlein raus.
  • die Äpfel unter den Teig ziehen. Eventuell mit Mandeldrink regulieren, falls der Teig zu trocken ist. Aber vorsichtig, ist zuviel Flüssigkeit drin, sind die Küchlein nicht sehr formstabil
  • Öl in einer Pfanne erhitzen, mit dem Löffel vier Plätzchen auf die Pfanne geben und etwas andrücken. Die Hitze reduzieren und die Küchlein auf beiden Seiten goldbraun ausbacken.
  • Mit Zucker-Zimt bestreuen und warm genießen

Man kann natürlich auch normale Milch verwenden, andere Flocken oder vielleicht auch anderes Obst oder Beeren. Dem Geschmack sind da keine Grenzen gesetzt.

Paleo-AIP die erste Woche


Puuh, das waren erste harte 14 Tage!! Wer hätte gedacht, das es einem so mies gehen kann. Dagegen waren die Bauchweh (bei falscher Nahrungsaufnahme) ein sch….dreck! :-0

Ich habe mein Paleo Programm „inoffiziell“ fast eine Woche früher begonnen. Ich habe den Startbutton am 24.09. gedrückt, jedoch dauert es ein paar Tage bis das Programm beginnt. Die Paleo Woche beginnt mit einem Samstag. Am Donnerstag vorher bekomme ich eine Email mit allen wichtigen Dingen, wie Essensplan, Einkaufsliste, Tipps und und und. Da ich nicht, wie die meisten Arbeitnehmer, am Samstag frei habe, renne ich an meinem „Wochenende“ in den Supermarkt und kaufe ein was das Zeug hält. Leider sagt mir nicht der gesamte Speiseplan zu. Ich mag absolut keinen Fisch und gegen Innereien sehe ich mich auch ein wenig an. Abgesehen davon gibt es hier im Umkreis keinen Metzger, wo ich so was kaufen könnte. Manches ist/ war mir einfach auch zu teuer. Also, habe ich mir einige Mahlzeiten herausgesucht, mit den Sachen die ich mag oder mich arrangieren kann bzw. der Aufwand nicht so hoch ist, wenn ich morgens früh raus muß.

Gesagt, getan! Die erste Woche habe ich fast nur gekocht und gebacken und noch mehr gekocht. Der Aufwand ist/ war riesig. Kürbis in den Ofen, das Biest vorher noch schälen und schneiden und das mit der Kraft eines Gummibärchens (im Moment fühle ich mich so). Ich habe Brühe gekocht und noch nie soviel Fleisch gegessen, wie in den letzten Tagen. Aber das ist das einzige, mit Kokosöl und Kokosmilch, das mir genug Energie gibt. Ich bereite immer soviel vor, das ich auch genug zu essen habe, das ich was mit auf die Arbeit nehmen kann.

Dann kam der Entzug! Wisst ihr eigentlich, wie schlimm die ersten Tage ohne Kaffee sind? Noch viel schlimmer. Dabei hatte ich schon auf nur noch eine Tasse pro Tag reduziert. Boah, hatte ich Kopfschmerzen… Dazu kam noch, das die fiesen kleinen Bakterien in meinem Bauch um ihr Leben kämpften. Der Kohlehydratentzug machte aus mir einen Zombie. Es raubte mir die letzte Energie. Mein Kreislauf sackte ab, abwechselnd war mir heiß und kalt, meine Muskeln schmerzten und ich fühlte mich wie ausgebrannt. Die kleinsten Erledigungen erforderten eine Wahnsinns Konzentration und Aufmerksamkeit, damit ich in meinem Tran nicht alles vergaß.

Doch nach fast einer Woche, als das „offizelle“ Programm begann, ging es mir langsam besser. Die schlimmsten Symptome der Herxheimer Reaktion ließen nach und ich bekam langsam wieder etwas mehr Energie und Kraft. Ich gewöhne mich an das viele kochen und backen und vorbereiten und empfinde es gar nicht mehr als so schlimm. Mein Frühstück bereite ich für zwei Tage zu und oft koche ich die doppelte Menge, so das es für mehrere Tage reicht. Zudem habe ich einen riesen Topf Suppe gekocht und diese in Weck-Gläser eingekocht. Falls es mal schnell gehen soll/ muß habe ich immer was auf Vorrat.

Schwierig war es auf meinem Geburtstag. Fur einen Tag, wollte ich nicht alles hin werfen. Also habe ich einen Paleo-AIP Kuchen gemacht. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, da jeglicher Zucker fehlt, aber er war genießbar. Die Reste habe ich für Notfälle eingefroren. Ich darf nur nicht mehr als eines davon essen, sonst verbringe ich den Tag auf dem Klo. Kokos enthält viel Inulin und der treibt, wenn man zuviel davon ist. 😉

Ich versuche eine große Abwechslung in den Speiseplan einzubauen, und so ziemlich alles an Gemüse zu verarbeiten, welches mir schmeckt und erlaubt ist. Gestern kam mir die Idee für eine Zucchinilasagne mit einer „Bechamel“ aus Kokosmmilch und Kurkuma und natürlich Hackfleisch, Zwiebeln und Knoblauch.

Früher war ich keine kreative Köchin, aber so langsam wird das was… 😉

P.S.: Nach 14 Tagen Paleo-AIP habe ich einen so flachen Bauch, wie seit vier oder fünf Jahren nicht mehr. Allein das ist schon ein Grund durchzuhalten.

Schnelles Mangoeis


Habe das Rezept einer Bekannten „geklaut“. 🙂 Es geht richtig schnell und ist super lecker. Natürlich geht es auch mit anderen Früchten, wichtig ist nur, das sie tiefgefroren sind und die Pflanzenmilch Kühlschrank kalt ist.

Zutaten:

  • TK- Mangos (oder andere TK-Früchte)
  • kalter  Pflanzendrink (wer verträgt auch richtige Milch)
  • Süsse nach Geschmack
  • Optional: Vanillepulver

Zubereitung:

  • Die gewünschte Menge Früchte in einen Mixer gegen, mit Pflanzendrink auffüllen, bis auf Höhe der Früchte, Vanille und Süße dazu
  • Deckel schließen und alles zu einer sämigen Masse mixen. Eventuell Früchte am Rand runterschieben, bis alle Früchte püriert sind. Eventuell nach süssen. Fertig!!
  • Ist alles schön cremig, sofort auflöffeln oder noch mal in den Tiefkühler stellen und später genießen

Habe ich zuviel versprochen? Es geht richtig schnell und man könnte sich reinlegen… 😉 Viel Spaß beim nach machen und genießen. Bei den heißen Temperaturen die uns erwarten, genau das richtige

Aus-dem-Kalender-Streichtag


Heute war ein besch… Tag! Zum Glück ist er fast vorbei und dann mach ich drei Kreuzzeichen. Als erstes kam ich heute morgen nicht aus dem Bett. Von mir aus hätte ich noch ein paar Stunden liegen bleiben können. Das hätte mir aber auch nicht geholfen. Irgendwie wollten die Beine nicht über die Bettkante und die Augen wollten nicht aufgehen.

Irgendwann bin ich dann doch aus dem Bett gekrochen, es hilft ja doch nicht. Draußen war es trüb, kalt und noch sehr windig. Ich machte mich für den Sport fertig, frühstückte in Ruhe, trank meinen Kaffee und machte mich auf den Weg zum Pilates. Auf dem Fahrrad fingen die Probleme an. Mir taten die Beine so schrecklich weh. Sie waren hart und wie verkrampft. Gut, also ab in den Kursraum und auf die Faszienrolle. Heute war es echt schäbig und schmerzhaft, aber es hat geholfen (wie schon so oft).

Das Pilates begann und es ging so gemein weiter. Die ersten Übungen fingen im stehen an und wir brauchten unsere Oberschenkelmuskeln. Ooohhh, tat es weh! Ich konnte die Spannung kaum halten und musste aus der Übung raus. Die anderen Übungen gingen einigermaßen, aber die Beine wollten heute nicht mitmachen. Sie benahmen sich, als wären sie vom anderen Stern.

Zur Belohnung und zur Entspannung ging es auf die Massageliege. Das Gym hat einen Hydrojet und den nutze ich gerne nach dem Sport. Da merkte ich schnell, das die Beine heute nicht das einzige sind, was sich von mir scheiden lassen wollte. Der Rücken trat heute auch in den Streik.

Bei einer namhaften Drogerie wollte ich eine Fotocollage erstellen. Ich saß eine geschlagene dreiviertel Stunde an diesem schäbigen Gerät, bis endlich alles so aus dem Drucker kam, wie ich es haben wollte. Mittlerweile war es halb eins, halb verhungert und schon fast am Ende meiner nervlichen Belastbarkeit. Ich hatte genug Collagen ausgedruckt, aber am Ende des Tages blieb für mich keine mehr über. Meine Mutter hat sie großzügig an meinen Bruder, seine Schwiegermutter  und noch einige andere verschenkt. Ich gönne es den anderen, aber hoffentlich wissen sie meine Arbeit zu schätzen.

Heute nachmittag musste ich nochmal aus dem Haus und das Büro putzen gehen. Sonst fahre ich immer mit dem Auto, heute war kein einziges da. Mein Freund mit dem meinigen weg und meine Mutter mit deren eigenem. An einem so schlimmen Tag, musste ich prompt mit dem Fahrrad los. An anderen Tagen macht es mir nicht viel aus, aber heute hätte ich es mir echt sparen können.

Also, rauf aufs Fahrrad. Ich fuhr nicht sehr schnell, aber ich kam irgendwie an. Zum Glück gab es keinen so starken Wind mehr, wie den Tag vorher. Ich kämpfte mich durch die zwei Stunden und radelte genauso langsam, mit einem Umweg über den Discounter, wieder nach Hause. Endlich brauchte ich nur noch die Treppe rauf, mein Abendessen genießen und die Beine hochlegen und ich war so glücklich das der Tag vorbei war.

Ich werde meine Füsse jetzt in Natron baden, duschen gehen und ins Bett fallen. Dann ist der schreckliche Tag endlich vorbei. Boah, was bin ich froh…

P.S.: Es ging die ganze Woche so weiter. Manchmal verliert man und manchmal gewinnen die anderen . Was solls, hinfallen, aufstehen und Krönchen richten!!

Kann ich jemals wieder auf einem Pferd sitzen?


Seit der Diagnose sind ja mittlerweile ein paar Tage vergangen. Ich bin sehr unsicher und weiß so gar nicht, was mich erwartet. Meine Schwiegermutter hat schon seit Jahren Fibromyalgie und ich weiß nicht wie ich ihr Verhältnis dazu beschreiben soll. Ich glaube sie ruht sich gerne auf ihr aus, damit sie Bestimmtes nicht tun „kann“, weil es ja doch so schmerzt. Mit ihr kann ich nicht darüber sprechen. Da darf ich mir nur anhören, wie schlecht es ihr geht. Ich möchte mich aber nicht davon runter ziehen lassen. Normalerweise würde ich solchen Leuten aus dem Weg gehen, leider geht das in diesem Fall nicht immer.

Es geht mir im Bezug auf die Müdigkeit etwas besser, da ich glaube, das die Diagnosestellung einen großen Leidensdruck von mir genommen hat. Aber gleichzeitig tun sich andere Probleme auf. Wie lerne ich, mit den Muskelschmerzen umzugehen, die Einschränkung zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen? Schließe ich mich einer Selbsthilfegruppe an oder gründe ich eine mit meiner Freundin, die auch betroffen ist? 😉 Kann ich jemals wieder das machen, was ich mir am allermeisten Wünsche? Werde ich je wieder auf einem Pferd sitzen? Kann ich die Radtour machen, die ich schon seit Jahren fahren möchte?

Immer wieder stoße ich im Alltag an meine Grenzen. Die heutige war ein gemütlicher Spaziergang von ca. 1 1/2 Stunden. Der Wind war kalt und auf halben Weg erwischte mich ein Regenschauer. Der Wald hielt viel Regen ab, so das ich nur ein paar Tropfen ab bekam, aber es war mir so kalt von den paar Minuten warten. Ich musste mich nach dem Spaziergang in eine Decke wickeln, damit es mir wieder besser ging und ich wieder warm wurde. Das Wäsche rauf und runter tragen, stellt mich vor enorme Herausforderungen, vor allem die Treppen, die sich wie ein Mount Everest anfühlen. Staubsaugen schiebe ich schon lange auf den Herz-Allerliebsten ab. Beim Pilates muss ich oft Übungen unterbrechen, da sie mir zu anstrengend werden, ebenso bei dem moderaten Krafttraining. Ich bin doch erst 39. Ich frage mich immer wieder, wie soll das weiter gehen? Wann kommt der nächste Schub? Ist er so schlimm, wie der letze? Gibt es jemanden, der mir ehrliche Antworten geben kann und helfen kann die Unsicherheiten abzubauen?

Instinktiv habe ich aber einige Dinge richtig gemacht. In meinem Fitness-Center gibt es eine Hydrojet-Massageliege. Die nutze ich seit einem Jahr regelmässig, ebenso wie die Faszienrolle, sie tut richtig gut. Mit Wärme komme ich gut zurecht. Die letzten Tage waren eine Wohltat. Ich hatte mir mit meiner Gartenliege einen Platz in der Sonne gesucht. Es war herrlich. Oft hatte ich mich im Winter sehr dick angezogen, es linderte die Schmerzen auch ein wenig. Auch die Vegane glutenfreie Ernährung war der richtige Ansatz. Letzten Sonntag hatte ich Heißhunger auf eine Bratwurst und ich habe sie mit Genuß gegessen. Leider brauchte ich danach fast eine Woche um mich davon zu erholen. So schlimm schmerzten die Muskeln in den Oberschenkeln und im Rücken. Es war so schlimm, das ich die Pfötchen, des kleinen Hündchen nicht haben konnte, wenn er an mir hochsprang. Auch jetzt tun sie weh, wenn ich vor dem Computer sitze. Die Muskeln fühlen sich immer hart und verkrampft an. Ich weiß gar nicht was ich dagegen tun kann und Magnesium hilft nur bedingt. Die Faszienrolle nimmt ein wenig von den Schmerzen, wenn ich ein paar mal darauf rum rolle.

Es ist alles nicht so einfach. Vorallem wenn man mit so einer Diagnose allein gelassen werde. Aber wie immer in meinem Leben. Wenn ich etwas mache, dann richtig und nie den einfachen Weg. 😉

„Da haben wir doch drüber gesprochen…“ Hmmm, war ich dabei?


indexVergangene Woche hatte ich einen Termin in DER namhaften Rheumaklinik hier im Münsterland. Nach Absprache mit der Sekretärin, sollte ich alle Befunde, MRT- und Röntgenbilder und was ich sonst noch hatte und natürlich eine Überweisung vom behandelnden Rheumatologen, mitbringen.

Mittwoch sollte der Termin sein und ich habe dann am Montag eine Überweisung beim Rheumatologen bestellt. „Ich weiß nicht, ob wir die so ausstellen können, da muss ich erst mit meinem Chef sprechen“, sagt meine Bekannte. Da ich arbeiten musste, habe ich meinen Freund gebeten, sich dort noch mal zu melden. Die Aussage der zweiten Sprechstundenhilfe war, ich muss mich auf jeden Fall noch mal vorbei kommen und mit dem Arzt sprechen. Einfach so könnte man die Überweiung nicht auststellen. Da mein Termin so bald war, einigten sich mein Freund und die Sprechstundenhilfe, das ich ohne Termin am Dienstagmorgen 8:00 Uhr da sein sollte.

Ich fand mich also am nächsten Morgen pünktlich in der Praxis ein und wurde innerhalb weniger Minuten ins Behandlungszimmer gebracht. Der Arzt saß noch im Nebenzimmer. „Also wenn Sie noch ne zweite Meinung haben wollen, ist das ja kein Problem, Sie können alle Befunde bekommen. Aber einfach so in eine Klinik, das ginge nicht“, sagte die Helferin. „Bis jetzt habe ich das immer so gemacht und wurde auch von den Ärzten angehalten, das so zu machen, da man mir in bestimmten Bereichen ja nicht mehr weiterhelfen konnte. Außerdem wollte ich keine zweite Meinung, sondern endlich Wissen was ich habe. Da ja keiner damit rausrückt.“ Ich habe nicht laut, aber auch nicht leise gesprochen. Der Arzt wird es bestimmt gehört haben, ansonsten waren noch keine Patienten da, die etwas in der Richtung mitbekommen haben könnten.

Als der Arzt kurze Zeit später rein kam, rügte er mich auch wegen meiner Vorgehensweise. Man käme nicht so einfach zur Klinik. Ich leierte wieder meinen Text runter. „Was erwarten Sie den von meinem ehemaligen Chef? Ich kann Ihnen gute Kollegen nennen, falls Sie eine zweite Meinung haben wollen.“ „Ich brauche keine zweite Meinung. Ich möchte endlich Wissen, was mit mir los ist. Keiner sagt mir etwas!“ „Da haben wir doch schon drüber gesprochen, das Sie Weichteilrheuma haben! Auf Grund der Schuppenflechte, können auch die Muskel- und Sehnenansätze Probleme machen. Leider kann man da nicht viel machen, es hilft nur eine Schmwerztherapie, die mit dem Hausarzt, dem Orthopäden, eventuell noch mit einem Psychotherapeuten und einem Schmerzmediziner, abgesprochen werden kann. Aber das hatten wir doch schon alles geklärt.“

Meine ersten Gedanken waren: War ich dabei, als du mir das Alles gesagt hast? War ich wieder mal so abwesend, das ich das nicht mitbekommen bzw. geschnallt habe? Bist du sicher, das du auch wirklich mit mir gesprochen hast oder hast du es nur in deinen Bericht geschrieben?

„Es tut mir leid, ich kann Ihnen leider nicht helfen. Ich bin da am Ende meines Wissens. Ich habe viele Patienten, denen ich das gleiche sagen muss. Mehr kann ich nicht für Sie tun. Falls Sie doch eine zweite Meinung haben möchten, kann ich Ihnen kompetente Kollegen empfehlen.“ „Ich brauche keine weitere Meinung, nur endlich mal jemanden, der offen und ehrlich zu mir ist. Ich halte das aus! Glauben Sie mir!“

Ich verließ die Praxis recht schnell. Ich vergaß auch alles, Berichte und Befunde und alles. Ich musste erst mal vor die Tür. Das war eine Schock für mich. Ich zweifelte an mir, hatte ich doch die Diagnose überhört? Aber je länger ich darüber nachdachte, desto weniger konnte das sein. So was wichtiges habe ich noch nie verdrängt und gerade zu solchen Terminen und Gesprächen, reiße ich mich immer zusammen, damit mir sowas nicht durch geht.

Ich ging nach Hause und hatte auf dem kurzen Weg schon mal ein wenig Zeit zum grübeln. Als ich die Tür öffnete, kam mir das Hündchen entgegen und meine Mutter, fragte gleich was Sache war. Ich erzählte ihr alles, auch sie meinte, das ich sowas nicht vergessen würde. Sie war genau wie ich geschockt, über die Selbstverständlichkeit, mit der der Arzt mir sagte, das ich Weichteilrheuma habe. Aber das Verhalten, das er an den Tag legen würde, haben mein Vater und meine Mutter auch schon in der namhaften Klinik erfahren. Da druckste man auch herum und traute sich nicht zu sagen, was los ist. Vielleicht hatte er das da gelernt? Als ich in meine Wohnung ging, sprach ich sofort mit meinem Freund, über die Situation. Er wackelte Verständnislos mit dem Kopf und war genauso Baff und geschockt wie ich.

Ich fand es auf jeden Fall sehr traurig, das ich erst mit einer Klinik „drohen“ muss, um zu erfahren was mit mir los ist. Was ich aber sehr gut fand, das er mir sagte, er hätte hier seine Grenze erreicht. Das hat mich sehr beeindruckt. Aber traurig fand ich, das er die ganze Therapie in andere Hände gibt.

Ich war den ganzen Dienstag ziemlich durchden Wind. Zum Glück brauchte ich nur wenige Stunden arbeiten. Ich erledigte einige wichtige Aufgaben, die dringend waren. Danach las ich erstmal ein wenig über Weichteilrheuma bzw. Fibromyalgie, wie es richtig heißt, im Interrnet. Und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr Puzzleteile setzen sich zusammen. Warum Massagen und Krankengymnastik nie geholfen haben, Schmerzen im Rücken, Knie und in den Schultern, die Empfindlichkeit der Muskeln, wenn es draußen kalt ist… Am nächsten Tag fühlte ich, wie eine riesen Last von mir abfiel und es mir schon etwas besser ging. Die Schmerzen waren nicht weg, aber der Leidensdruck, der sich über lange Zeit aufgebaut hatte, verschwand.

Meinen Termin in der namhaften Klinik musste ich absagen, was mir und der Sekretärin sehr leid tat. Dabei hatte ich solange darauf gewartet.

Ich will doch nur eine REHA…


Ich will doch einfach nur zu einer Reha-Maßnahme. Aber das ist gar nicht so einfach… Warum zieren die sich bei mir so und andere bekommen es hinterher geworfen?! Ob sie dann sinnvoll ist oder nicht, interessiert da keinen.

Im Februar habe ich eine Reha-Maßnahme beantragt. Da ich das zwar auf Anraten meines Orthopäden gemacht habe, aber den Antrag nicht über den Arzt versendet habe, musste ich u. a. zu einem unabhängigen Arzt der mich dann noch zusätzlich untersucht hat. Da war dann der Befundbericht des Orthopäden auch schon unterweges.

Und natürlich gab es auch prompt eine Absage. Durch einen dummen Zufall, hatte ich ein paar Tage später einen Termin bei meinem Orthopäden und wir besprachen auch gleich den Widerspruch für den Rententräger. Diese forderten auch gleich den nächsten Befundbericht mienes Rheumatologen an. Seit dem warte ich auf eine Reaktion des Rententrägers.

Bei dem Gespräch mit dem Orthopäden, kam dann raus. Das es sehr schwierig sein würde den Antrag durch zu bekommen. Ich habe einfach nicht genug Maßnahmen, wie Reha-Sport oder Krankengymnastik,  in Anspruch genommen. Dabei habe ich bis Mitte des letzten Jahres den Reha-Sport durchgezogen, was mir aber nicht sehr gut geholfen hat. Krankengymnastik bekam ich nur wegen den Problemen mit meiner Schulter. Das haben wir schnell auch noch mal für den Rücken nachgeholt. Aber der Erfolg war auch eher mäßig. Gestern abend war die Muskulatur im Rücken sehr entspannt und locker. Heute morgen ist dieser Effekt leider wieder weg. 😦

Auch war ich nicht genug krank geschrieben. Bis jetzt hat auch noch nie einer Anstalten gemacht mich überhaupt mal wegen irgendetwas krank zu schreiben. Das letzte Mal war es wegen einer Magenspiegelung, weil ich an dem Tag nicht arbeiten konnte. Sonst hieß es immer: „Gehen Sie ruhig arbeiten, bewegen Sie sich viel, machen Sie täglich ein paar Übungen für den Rücken.“

Ja mal ehrlich, wie soll ich dann einen Reha-Antrag durch bekommen? In meinem nahen Umkreis, bekam jemand einen Reha, weil sie ja sooo an den Nachwirkungen einer total unnützen OP litt, die sie auch noch unbedingt wollte. Noch in der Reha musste sie wieder operiert werden und dann die Maßnahme abbrechen. Sie bekam die Reha ohne großes Theater. Ich kämpfe schon seit Monaten darum. Irgendwie eine ungerechte Welt…

Ein Lichtblick war der unabhängige Arzt der mich untersuchte. Als ich meinen Ordner auf den Tisch legte, einer riesen Liste an Diagnosen und erzählte was so alles schief läuft meinte er, alleine die Stoffwechselstörung mit der Erschöpfung, wäre schon ein Grund mich auf eine Reha zu schicken, der Rest mit den Intoleranzen/ Unverträglichkeiten, der Rückenbeschwerden und der leichten Depression wäre da noch das Tüpfelchen auf dem i.

Ich bin gespannt und warte, mehr oder weniger geduldig.

Bin ich doch eine typische HPUlerin?


Seit einigen Jahren weiß ich von der HPU und ich war davon überzeugt, das ich ja nicht so schlimm dran bin. Zumindest dachte ich das am Anfang…. Doch je mehr mein Körper gesund wird und alles immer besser abheilt, kommen die Wehwehchen raus.

Um Herr über meine HPU zu werden, nehme ich schon seit langem p5p (aktives B6), einen B-Komplex, Zink und auch Mangan und noch einige andere Vitalstoffe. Einige Zeit habe ich Depyrrol ausprobiert, bis ich davon Kopfweh bekommen habe und es absetzen musste. Seit dem bin ich wieder auf die Einzelkomponenten umgestiegen.

Als ich nach der Diagnose anfing, die Nahrungsergänzungsmittel einzuschleichen, stellte sich schnell eine Besserung ein. Ich war so glücklich, das ich wieder mehr konnte. Aber wie ihr ja immer wieder lesen konntet, gab es auch viele Rückschläge. Oft ist die HPU vererbbar und sie scheint bei uns in der Familie zu liegen. Meine Tante und auch meine Oma hatten so einige Probleme mit Lebensmitteln und auch Medikamentenunverträglichkeiten. Nur wusste zu dem Zeitpunkt das keiner. Je länger meine Mutter und ich darüber nachdenken, desto klarer werden die Erinnerungen, welche Probleme auftraten. Auch bei mir wird es immer eindeutiger, das die HPU schon lange bei mir „gewütet“ hat. Meine Sehnen und Gelenke sind teilweise betroffen und ich leide, gerade im Rücken, unter einer starken Steifigkeit. Bei Medikamenten brauche ich nur einen Bruchteil von dem, was andere Einnehmen. Meine Muskeln tun mir weh und verkrampfen sich ständig und hartnäckig. Aber das schlimmste ist das frieren, die Erschöpfung, die Luft im Bauch, die Muskelschwäche und die Allergien.

Jetzt habe ich noch mal viel gelesen und recherchiert. Oft haben HPUler eine verdeckte Schildrüsenunterfunktion. Das heißt, die Werte sind normal (TSH, fT4 und fT3), aber die Sympthome der Unterfunktion sind eindeutig. Der Arzt erkennt diese aber nicht, da er die Werte für gut befindet und die Emfindungen des Patienten abtut. Auf der Internetseite des holländischen Institues Keac fand ich den entscheidenden Hinweis darauf.  Ich hatte zwar das Buch von denen gelesen, aber alle Einzelheiten merkt man sich ja doch nicht. Vor allem da ich nie Probleme mit der Schilddrüse habe oder hatte.

Daher habe ich beschlossen meinen Arzt aufzusuchen, ihm das Buch auf den Tisch zu legen, natürlich an der richtig aufgeschlagenen Stelle und ihm so den Wink mit dem Zaunpfahl zu geben. Mal schauen was er sagt und was wir da machen können.

„Sie sind wieder gesund“, warum fühl ich mich nicht so? :-/


„Sie sind gesund. Alle Vitamine, Vitalstoffe sind wieder aufgefüllt. Sie brauchen Sie erst mal nicht mehr nehmen.“ So wurde ich mit einem Einnahmeplan entlassen und sollte mich gesund fühlen. Aber irgendwie habe ich mich voll angestrengt, doch es will sich so gar nicht einstellen, das „gesund fühlen“.  Sie sagte: “ Sie können wieder alles machen und essen. Nur meiden Sie bitte weiterhin Gluten. Sie reagieren darauf sehr empfindlich.“ Ich brachte an, das ich mich immer noch sehr kraftlos und schlapp fühle. Jede Anstrengung mich erschöpft, auch vertrage ich sovieles nicht. Sie meinte, alle wäre wieder gut. Ich könnte wieder loslegen.

Das war kurz vor Ostern. Also habe ich das Wochenende genutzt und probiert, was geht und was nicht. Ich glaube ich muss es nicht sagen, oder? Es ging in die Hose… 😉 Zum Glück habe ich meine Nahrungsergänzungsmittel nicht komplett abgesetzt. Sonst wäre es bestimmt noch schlimmer gekommen.

Ich hatte am Karfreitag glutenfreien Stuwwen gebacken. Ein westfälisches Fastenessen, das traditionell am Aschermittwoch und Karfreitag gegessen wird. Es besteht aus Hefeteig mit Rosinen und wird mit Zucker-Zimt bestreut. An dem Tag hatte ich zwar Luft im Bauch, jedoch am nächsten Tag musste ich schnell das Klo aufsuchen. Am Samstag hatten wir einen herrlichen Tag in Enschede, mit bummeln, lecker essen und einen Cappuccino mit Haselnusskrokant und Nusssirup. Ne, was lecker!! An dem Tag war alles gut. Am Ostersonntag grillten wir alle gemeinsam. Mein Freund hatte sogar extra Rindersteak besorgt. Das Grillen bekam mir auch nicht sehr gut, ebenso wie die Eier vom Frühstück. So langsam machte sich der Zweifel immer breiter. Es sollte doch alles gut sein. Doch es schaukelte sich über die Feiertage so richtig hoch, so das ich mich während der kommenden Woche erst mal von der schlimmen Schlemmerei der Feiertage erholen musste.

Letzte Woche hatte ich Urlaub und habe die Zeit zum Testen genutzt. Es kam leider nicht nur schönes dabei raus. Gemüse vertrage ich nur in homöopathischen Dosen, ebenso wie Obst. Esse ich Fleisch, vertrage ich es den ersten Tag noch recht gut, kommen aber noch Wurstwaren dazu und noch mal eine Mahlzeit mit Fleisch, machte ich meiner schwangeren Schwägerin Konkurrenz. Die Luft sammelte sich im Unterbauch und schmerzte ganz fürchterlich. Ich merkte es gestern Abend beim Essen schon. Zum Glück waren heute morgen die Schmerzen im Bauch fast weg, aber die Luft wird mir wohl noch ein wenig bleiben.

Was noch fieser an der Sache ist, esse ich Fleisch, tun mir alle Muskeln und der Rücken weh. Das spricht dafür, das ich Fleisch so gut wie möglich von meinem Speiseplan streichen sollte. Das schlimme ist nur, ich esse es sehr gerne…

Wie soll ich mich gesund fühlen, wenn es immer wieder voll daneben geht? Mir ständig auch bei strikter Diät alles wehtut und meine Muskeln/ Gelenke/ Sehnen immer wieder streiken. Das bestätigt mir wieder mal, ich sollte lieber auf mich und meinen Bauch hören, dannn fahre ich eindeutig besser.

Die Chemikalien Sensivität ist ausgeprägter als gedacht :-/


Um meine Genesung anzukurbeln, nehme ich große Mengen Krypto-Balance, D3, Carnitin, K2 und einige andere. Doch je länger ich sie nehme, desto mehr spielt mein Magen verrückt.

Das ganze fing schon kurz nach Weihnachten an. Sobald ich die Kapseln nahm, bekam ich Magenschmerzen und mir wurde schlecht, der Magen übersäuert, mein Bauch bläht sich auf und es dauerte einige Stunden, bis er sich wieder beruhigte. Das gleiche passiert mir abends, wenn ich die nächste Portion einnehme.

Das schlimme ist, das ich die Magenschmerzen nur mit weiterer Chemie in den Griff bekam. Seit einigen Wochen musste ich Omeprazol nehmen, um die überschüssige Magensäure zu binden. Das irre daran war/ ist, das die Omep mir sogar geholfen hat, die Blähungen etwas zu lösen. Doch es half auch nur bedingt.

Nachdem es immer schlimmer wurde, habe ich einfach die Dosis herabgesetzt. Die morgendliche Einnahme von vier Krypto-Balance, verringterte ich auf zwei, auch das D3 setzte ich von zwei runter auf eine. Es brachte schon etwas Erleichterung, doch es schlug mir immer noch auf den Magen.

Also, setze ich erstmal alles für ein paar Tage ab, bis sich alles etwas beruhigt hat. Dann werde ich alles nach und nach wieder da zu nehmen, um zu sehen, welche Kapseln mir die Probleme machen oder ob sie alle für mich nicht mehr verträglich sind.