Paleo und seine Grenzen…


So gut mir das Paleo-AIP getan hat, stoße ich jetzt an seine Grenzen. Anstatt den Speiseplan zu erweitern, musste ich schon wieder Rückschritte in Kauf nehmen. Mein „erlaubter“ Speiseplan wird immer enger, so das sich für mich nicht mehr genug Abwechslung bietet. Ich beginne mal von vorne…

Wir kauften uns Erdbeeren und wie man das so macht, wenn man nach langer Zeit ohne, solche köstlichen Früchten ist, man haut voll rein. So teilten sich mein Freund und ich die 500g Schale. Danach fing die Katastrophe an. Ich bekam Bauchweh. Ich brachte es aber erst nicht mit den Beeren in Zusammenhang. Es war ein langer Tag, hatte so manch lange Pause zwischen den Mahlzeiten und vorher schon Luft im Bauch gesammelt. Also, Heizkissen auf den Bauch und hoffen, das es besser wird. Ähnliches, passierte mir mit Wassermelonen. Auch machten wir ein Picknick. Es gab diverse Leckereien, auf dem Weg nach Hause, ein leckeres Fruchteis und ich fühlte mich wie ein Luftballon. Zudem diese lähmende Müdigkeit. Es war schlimm.

Als dann auch noch der Klobesuch nicht klappen wollte, musste ich mir ein Abführmittel aus der Apotheke holen. Das half zumindest, die schlimmsten Beschwerden zu lindern.

Nach genauerem grübeln, stellte sich heraus, das ich jede Menge an Fruktose/ Zucker zu mir genommen hatte. Für das Picknick hatte ich mir selbst gebackene Minikuchen mitgebracht (Äpfel und Zucker). Es war alles nach Paleo, aber nicht ohne „Zucker“. So langsam dämmerte mir was!! Hatet sich doch noch eine Fruktoseintoleranz entwickelt? Ähnliches ist mir mit der Laktose auch passiert. Auf einmal war sie nach Jahren da…

Ich probierte vor kurzem Tomaten aus. Die muss ich auch nicht gut vertragen haben. Nach dem Essen stellte sich heraus, dass ich davon schläfrig wurde und manchmal sogar eingenickt bin. Ähnliches passierte mir mit der Avocado. Dann noch die Früchte oben drauf und es kam zum Supergau.

Da das Paleo mit Avocado und Früchten arbeitet, kommt für mich der Punkt, wo ich nicht mehr weiß, was ich noch essen soll. Leider kommt auch Kohlgemüse für mich nicht länger in Frage, das es zu stark bläht. Im Moment streiche ich mehr Lebensmittel, als das ich neue dazu nehme. Mir geht das Gemüse aus. Ich kann nicht nur von Fleisch und Eiern leben.

Daher ist für mich gerade wieder mal „grübel Zeit“ angesagt. Ich muss für mich klären, ob es so noch weiter Sinn macht oder ob ich wieder einmal meine Ernährung umstellen muss. Diesmal würde ich die Lebensmittel so testen, wie ich es schon im Paleo-AIP gemacht habe, um sicher zu gehen, dass es auch wirklich klappt.

Paleo-AIP die erste Woche


Puuh, das waren erste harte 14 Tage!! Wer hätte gedacht, das es einem so mies gehen kann. Dagegen waren die Bauchweh (bei falscher Nahrungsaufnahme) ein sch….dreck! :-0

Ich habe mein Paleo Programm „inoffiziell“ fast eine Woche früher begonnen. Ich habe den Startbutton am 24.09. gedrückt, jedoch dauert es ein paar Tage bis das Programm beginnt. Die Paleo Woche beginnt mit einem Samstag. Am Donnerstag vorher bekomme ich eine Email mit allen wichtigen Dingen, wie Essensplan, Einkaufsliste, Tipps und und und. Da ich nicht, wie die meisten Arbeitnehmer, am Samstag frei habe, renne ich an meinem „Wochenende“ in den Supermarkt und kaufe ein was das Zeug hält. Leider sagt mir nicht der gesamte Speiseplan zu. Ich mag absolut keinen Fisch und gegen Innereien sehe ich mich auch ein wenig an. Abgesehen davon gibt es hier im Umkreis keinen Metzger, wo ich so was kaufen könnte. Manches ist/ war mir einfach auch zu teuer. Also, habe ich mir einige Mahlzeiten herausgesucht, mit den Sachen die ich mag oder mich arrangieren kann bzw. der Aufwand nicht so hoch ist, wenn ich morgens früh raus muß.

Gesagt, getan! Die erste Woche habe ich fast nur gekocht und gebacken und noch mehr gekocht. Der Aufwand ist/ war riesig. Kürbis in den Ofen, das Biest vorher noch schälen und schneiden und das mit der Kraft eines Gummibärchens (im Moment fühle ich mich so). Ich habe Brühe gekocht und noch nie soviel Fleisch gegessen, wie in den letzten Tagen. Aber das ist das einzige, mit Kokosöl und Kokosmilch, das mir genug Energie gibt. Ich bereite immer soviel vor, das ich auch genug zu essen habe, das ich was mit auf die Arbeit nehmen kann.

Dann kam der Entzug! Wisst ihr eigentlich, wie schlimm die ersten Tage ohne Kaffee sind? Noch viel schlimmer. Dabei hatte ich schon auf nur noch eine Tasse pro Tag reduziert. Boah, hatte ich Kopfschmerzen… Dazu kam noch, das die fiesen kleinen Bakterien in meinem Bauch um ihr Leben kämpften. Der Kohlehydratentzug machte aus mir einen Zombie. Es raubte mir die letzte Energie. Mein Kreislauf sackte ab, abwechselnd war mir heiß und kalt, meine Muskeln schmerzten und ich fühlte mich wie ausgebrannt. Die kleinsten Erledigungen erforderten eine Wahnsinns Konzentration und Aufmerksamkeit, damit ich in meinem Tran nicht alles vergaß.

Doch nach fast einer Woche, als das „offizelle“ Programm begann, ging es mir langsam besser. Die schlimmsten Symptome der Herxheimer Reaktion ließen nach und ich bekam langsam wieder etwas mehr Energie und Kraft. Ich gewöhne mich an das viele kochen und backen und vorbereiten und empfinde es gar nicht mehr als so schlimm. Mein Frühstück bereite ich für zwei Tage zu und oft koche ich die doppelte Menge, so das es für mehrere Tage reicht. Zudem habe ich einen riesen Topf Suppe gekocht und diese in Weck-Gläser eingekocht. Falls es mal schnell gehen soll/ muß habe ich immer was auf Vorrat.

Schwierig war es auf meinem Geburtstag. Fur einen Tag, wollte ich nicht alles hin werfen. Also habe ich einen Paleo-AIP Kuchen gemacht. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, da jeglicher Zucker fehlt, aber er war genießbar. Die Reste habe ich für Notfälle eingefroren. Ich darf nur nicht mehr als eines davon essen, sonst verbringe ich den Tag auf dem Klo. Kokos enthält viel Inulin und der treibt, wenn man zuviel davon ist. 😉

Ich versuche eine große Abwechslung in den Speiseplan einzubauen, und so ziemlich alles an Gemüse zu verarbeiten, welches mir schmeckt und erlaubt ist. Gestern kam mir die Idee für eine Zucchinilasagne mit einer „Bechamel“ aus Kokosmmilch und Kurkuma und natürlich Hackfleisch, Zwiebeln und Knoblauch.

Früher war ich keine kreative Köchin, aber so langsam wird das was… 😉

P.S.: Nach 14 Tagen Paleo-AIP habe ich einen so flachen Bauch, wie seit vier oder fünf Jahren nicht mehr. Allein das ist schon ein Grund durchzuhalten.

Aus-dem-Kalender-Streichtag


Heute war ein besch… Tag! Zum Glück ist er fast vorbei und dann mach ich drei Kreuzzeichen. Als erstes kam ich heute morgen nicht aus dem Bett. Von mir aus hätte ich noch ein paar Stunden liegen bleiben können. Das hätte mir aber auch nicht geholfen. Irgendwie wollten die Beine nicht über die Bettkante und die Augen wollten nicht aufgehen.

Irgendwann bin ich dann doch aus dem Bett gekrochen, es hilft ja doch nicht. Draußen war es trüb, kalt und noch sehr windig. Ich machte mich für den Sport fertig, frühstückte in Ruhe, trank meinen Kaffee und machte mich auf den Weg zum Pilates. Auf dem Fahrrad fingen die Probleme an. Mir taten die Beine so schrecklich weh. Sie waren hart und wie verkrampft. Gut, also ab in den Kursraum und auf die Faszienrolle. Heute war es echt schäbig und schmerzhaft, aber es hat geholfen (wie schon so oft).

Das Pilates begann und es ging so gemein weiter. Die ersten Übungen fingen im stehen an und wir brauchten unsere Oberschenkelmuskeln. Ooohhh, tat es weh! Ich konnte die Spannung kaum halten und musste aus der Übung raus. Die anderen Übungen gingen einigermaßen, aber die Beine wollten heute nicht mitmachen. Sie benahmen sich, als wären sie vom anderen Stern.

Zur Belohnung und zur Entspannung ging es auf die Massageliege. Das Gym hat einen Hydrojet und den nutze ich gerne nach dem Sport. Da merkte ich schnell, das die Beine heute nicht das einzige sind, was sich von mir scheiden lassen wollte. Der Rücken trat heute auch in den Streik.

Bei einer namhaften Drogerie wollte ich eine Fotocollage erstellen. Ich saß eine geschlagene dreiviertel Stunde an diesem schäbigen Gerät, bis endlich alles so aus dem Drucker kam, wie ich es haben wollte. Mittlerweile war es halb eins, halb verhungert und schon fast am Ende meiner nervlichen Belastbarkeit. Ich hatte genug Collagen ausgedruckt, aber am Ende des Tages blieb für mich keine mehr über. Meine Mutter hat sie großzügig an meinen Bruder, seine Schwiegermutter  und noch einige andere verschenkt. Ich gönne es den anderen, aber hoffentlich wissen sie meine Arbeit zu schätzen.

Heute nachmittag musste ich nochmal aus dem Haus und das Büro putzen gehen. Sonst fahre ich immer mit dem Auto, heute war kein einziges da. Mein Freund mit dem meinigen weg und meine Mutter mit deren eigenem. An einem so schlimmen Tag, musste ich prompt mit dem Fahrrad los. An anderen Tagen macht es mir nicht viel aus, aber heute hätte ich es mir echt sparen können.

Also, rauf aufs Fahrrad. Ich fuhr nicht sehr schnell, aber ich kam irgendwie an. Zum Glück gab es keinen so starken Wind mehr, wie den Tag vorher. Ich kämpfte mich durch die zwei Stunden und radelte genauso langsam, mit einem Umweg über den Discounter, wieder nach Hause. Endlich brauchte ich nur noch die Treppe rauf, mein Abendessen genießen und die Beine hochlegen und ich war so glücklich das der Tag vorbei war.

Ich werde meine Füsse jetzt in Natron baden, duschen gehen und ins Bett fallen. Dann ist der schreckliche Tag endlich vorbei. Boah, was bin ich froh…

P.S.: Es ging die ganze Woche so weiter. Manchmal verliert man und manchmal gewinnen die anderen . Was solls, hinfallen, aufstehen und Krönchen richten!!

„Da haben wir doch drüber gesprochen…“ Hmmm, war ich dabei?


indexVergangene Woche hatte ich einen Termin in DER namhaften Rheumaklinik hier im Münsterland. Nach Absprache mit der Sekretärin, sollte ich alle Befunde, MRT- und Röntgenbilder und was ich sonst noch hatte und natürlich eine Überweisung vom behandelnden Rheumatologen, mitbringen.

Mittwoch sollte der Termin sein und ich habe dann am Montag eine Überweisung beim Rheumatologen bestellt. „Ich weiß nicht, ob wir die so ausstellen können, da muss ich erst mit meinem Chef sprechen“, sagt meine Bekannte. Da ich arbeiten musste, habe ich meinen Freund gebeten, sich dort noch mal zu melden. Die Aussage der zweiten Sprechstundenhilfe war, ich muss mich auf jeden Fall noch mal vorbei kommen und mit dem Arzt sprechen. Einfach so könnte man die Überweiung nicht auststellen. Da mein Termin so bald war, einigten sich mein Freund und die Sprechstundenhilfe, das ich ohne Termin am Dienstagmorgen 8:00 Uhr da sein sollte.

Ich fand mich also am nächsten Morgen pünktlich in der Praxis ein und wurde innerhalb weniger Minuten ins Behandlungszimmer gebracht. Der Arzt saß noch im Nebenzimmer. „Also wenn Sie noch ne zweite Meinung haben wollen, ist das ja kein Problem, Sie können alle Befunde bekommen. Aber einfach so in eine Klinik, das ginge nicht“, sagte die Helferin. „Bis jetzt habe ich das immer so gemacht und wurde auch von den Ärzten angehalten, das so zu machen, da man mir in bestimmten Bereichen ja nicht mehr weiterhelfen konnte. Außerdem wollte ich keine zweite Meinung, sondern endlich Wissen was ich habe. Da ja keiner damit rausrückt.“ Ich habe nicht laut, aber auch nicht leise gesprochen. Der Arzt wird es bestimmt gehört haben, ansonsten waren noch keine Patienten da, die etwas in der Richtung mitbekommen haben könnten.

Als der Arzt kurze Zeit später rein kam, rügte er mich auch wegen meiner Vorgehensweise. Man käme nicht so einfach zur Klinik. Ich leierte wieder meinen Text runter. „Was erwarten Sie den von meinem ehemaligen Chef? Ich kann Ihnen gute Kollegen nennen, falls Sie eine zweite Meinung haben wollen.“ „Ich brauche keine zweite Meinung. Ich möchte endlich Wissen, was mit mir los ist. Keiner sagt mir etwas!“ „Da haben wir doch schon drüber gesprochen, das Sie Weichteilrheuma haben! Auf Grund der Schuppenflechte, können auch die Muskel- und Sehnenansätze Probleme machen. Leider kann man da nicht viel machen, es hilft nur eine Schmwerztherapie, die mit dem Hausarzt, dem Orthopäden, eventuell noch mit einem Psychotherapeuten und einem Schmerzmediziner, abgesprochen werden kann. Aber das hatten wir doch schon alles geklärt.“

Meine ersten Gedanken waren: War ich dabei, als du mir das Alles gesagt hast? War ich wieder mal so abwesend, das ich das nicht mitbekommen bzw. geschnallt habe? Bist du sicher, das du auch wirklich mit mir gesprochen hast oder hast du es nur in deinen Bericht geschrieben?

„Es tut mir leid, ich kann Ihnen leider nicht helfen. Ich bin da am Ende meines Wissens. Ich habe viele Patienten, denen ich das gleiche sagen muss. Mehr kann ich nicht für Sie tun. Falls Sie doch eine zweite Meinung haben möchten, kann ich Ihnen kompetente Kollegen empfehlen.“ „Ich brauche keine weitere Meinung, nur endlich mal jemanden, der offen und ehrlich zu mir ist. Ich halte das aus! Glauben Sie mir!“

Ich verließ die Praxis recht schnell. Ich vergaß auch alles, Berichte und Befunde und alles. Ich musste erst mal vor die Tür. Das war eine Schock für mich. Ich zweifelte an mir, hatte ich doch die Diagnose überhört? Aber je länger ich darüber nachdachte, desto weniger konnte das sein. So was wichtiges habe ich noch nie verdrängt und gerade zu solchen Terminen und Gesprächen, reiße ich mich immer zusammen, damit mir sowas nicht durch geht.

Ich ging nach Hause und hatte auf dem kurzen Weg schon mal ein wenig Zeit zum grübeln. Als ich die Tür öffnete, kam mir das Hündchen entgegen und meine Mutter, fragte gleich was Sache war. Ich erzählte ihr alles, auch sie meinte, das ich sowas nicht vergessen würde. Sie war genau wie ich geschockt, über die Selbstverständlichkeit, mit der der Arzt mir sagte, das ich Weichteilrheuma habe. Aber das Verhalten, das er an den Tag legen würde, haben mein Vater und meine Mutter auch schon in der namhaften Klinik erfahren. Da druckste man auch herum und traute sich nicht zu sagen, was los ist. Vielleicht hatte er das da gelernt? Als ich in meine Wohnung ging, sprach ich sofort mit meinem Freund, über die Situation. Er wackelte Verständnislos mit dem Kopf und war genauso Baff und geschockt wie ich.

Ich fand es auf jeden Fall sehr traurig, das ich erst mit einer Klinik „drohen“ muss, um zu erfahren was mit mir los ist. Was ich aber sehr gut fand, das er mir sagte, er hätte hier seine Grenze erreicht. Das hat mich sehr beeindruckt. Aber traurig fand ich, das er die ganze Therapie in andere Hände gibt.

Ich war den ganzen Dienstag ziemlich durchden Wind. Zum Glück brauchte ich nur wenige Stunden arbeiten. Ich erledigte einige wichtige Aufgaben, die dringend waren. Danach las ich erstmal ein wenig über Weichteilrheuma bzw. Fibromyalgie, wie es richtig heißt, im Interrnet. Und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr Puzzleteile setzen sich zusammen. Warum Massagen und Krankengymnastik nie geholfen haben, Schmerzen im Rücken, Knie und in den Schultern, die Empfindlichkeit der Muskeln, wenn es draußen kalt ist… Am nächsten Tag fühlte ich, wie eine riesen Last von mir abfiel und es mir schon etwas besser ging. Die Schmerzen waren nicht weg, aber der Leidensdruck, der sich über lange Zeit aufgebaut hatte, verschwand.

Meinen Termin in der namhaften Klinik musste ich absagen, was mir und der Sekretärin sehr leid tat. Dabei hatte ich solange darauf gewartet.

Bin ich doch eine typische HPUlerin?


Seit einigen Jahren weiß ich von der HPU und ich war davon überzeugt, das ich ja nicht so schlimm dran bin. Zumindest dachte ich das am Anfang…. Doch je mehr mein Körper gesund wird und alles immer besser abheilt, kommen die Wehwehchen raus.

Um Herr über meine HPU zu werden, nehme ich schon seit langem p5p (aktives B6), einen B-Komplex, Zink und auch Mangan und noch einige andere Vitalstoffe. Einige Zeit habe ich Depyrrol ausprobiert, bis ich davon Kopfweh bekommen habe und es absetzen musste. Seit dem bin ich wieder auf die Einzelkomponenten umgestiegen.

Als ich nach der Diagnose anfing, die Nahrungsergänzungsmittel einzuschleichen, stellte sich schnell eine Besserung ein. Ich war so glücklich, das ich wieder mehr konnte. Aber wie ihr ja immer wieder lesen konntet, gab es auch viele Rückschläge. Oft ist die HPU vererbbar und sie scheint bei uns in der Familie zu liegen. Meine Tante und auch meine Oma hatten so einige Probleme mit Lebensmitteln und auch Medikamentenunverträglichkeiten. Nur wusste zu dem Zeitpunkt das keiner. Je länger meine Mutter und ich darüber nachdenken, desto klarer werden die Erinnerungen, welche Probleme auftraten. Auch bei mir wird es immer eindeutiger, das die HPU schon lange bei mir „gewütet“ hat. Meine Sehnen und Gelenke sind teilweise betroffen und ich leide, gerade im Rücken, unter einer starken Steifigkeit. Bei Medikamenten brauche ich nur einen Bruchteil von dem, was andere Einnehmen. Meine Muskeln tun mir weh und verkrampfen sich ständig und hartnäckig. Aber das schlimmste ist das frieren, die Erschöpfung, die Luft im Bauch, die Muskelschwäche und die Allergien.

Jetzt habe ich noch mal viel gelesen und recherchiert. Oft haben HPUler eine verdeckte Schildrüsenunterfunktion. Das heißt, die Werte sind normal (TSH, fT4 und fT3), aber die Sympthome der Unterfunktion sind eindeutig. Der Arzt erkennt diese aber nicht, da er die Werte für gut befindet und die Emfindungen des Patienten abtut. Auf der Internetseite des holländischen Institues Keac fand ich den entscheidenden Hinweis darauf.  Ich hatte zwar das Buch von denen gelesen, aber alle Einzelheiten merkt man sich ja doch nicht. Vor allem da ich nie Probleme mit der Schilddrüse habe oder hatte.

Daher habe ich beschlossen meinen Arzt aufzusuchen, ihm das Buch auf den Tisch zu legen, natürlich an der richtig aufgeschlagenen Stelle und ihm so den Wink mit dem Zaunpfahl zu geben. Mal schauen was er sagt und was wir da machen können.

„Sie sind wieder gesund“, warum fühl ich mich nicht so? :-/


„Sie sind gesund. Alle Vitamine, Vitalstoffe sind wieder aufgefüllt. Sie brauchen Sie erst mal nicht mehr nehmen.“ So wurde ich mit einem Einnahmeplan entlassen und sollte mich gesund fühlen. Aber irgendwie habe ich mich voll angestrengt, doch es will sich so gar nicht einstellen, das „gesund fühlen“.  Sie sagte: “ Sie können wieder alles machen und essen. Nur meiden Sie bitte weiterhin Gluten. Sie reagieren darauf sehr empfindlich.“ Ich brachte an, das ich mich immer noch sehr kraftlos und schlapp fühle. Jede Anstrengung mich erschöpft, auch vertrage ich sovieles nicht. Sie meinte, alle wäre wieder gut. Ich könnte wieder loslegen.

Das war kurz vor Ostern. Also habe ich das Wochenende genutzt und probiert, was geht und was nicht. Ich glaube ich muss es nicht sagen, oder? Es ging in die Hose… 😉 Zum Glück habe ich meine Nahrungsergänzungsmittel nicht komplett abgesetzt. Sonst wäre es bestimmt noch schlimmer gekommen.

Ich hatte am Karfreitag glutenfreien Stuwwen gebacken. Ein westfälisches Fastenessen, das traditionell am Aschermittwoch und Karfreitag gegessen wird. Es besteht aus Hefeteig mit Rosinen und wird mit Zucker-Zimt bestreut. An dem Tag hatte ich zwar Luft im Bauch, jedoch am nächsten Tag musste ich schnell das Klo aufsuchen. Am Samstag hatten wir einen herrlichen Tag in Enschede, mit bummeln, lecker essen und einen Cappuccino mit Haselnusskrokant und Nusssirup. Ne, was lecker!! An dem Tag war alles gut. Am Ostersonntag grillten wir alle gemeinsam. Mein Freund hatte sogar extra Rindersteak besorgt. Das Grillen bekam mir auch nicht sehr gut, ebenso wie die Eier vom Frühstück. So langsam machte sich der Zweifel immer breiter. Es sollte doch alles gut sein. Doch es schaukelte sich über die Feiertage so richtig hoch, so das ich mich während der kommenden Woche erst mal von der schlimmen Schlemmerei der Feiertage erholen musste.

Letzte Woche hatte ich Urlaub und habe die Zeit zum Testen genutzt. Es kam leider nicht nur schönes dabei raus. Gemüse vertrage ich nur in homöopathischen Dosen, ebenso wie Obst. Esse ich Fleisch, vertrage ich es den ersten Tag noch recht gut, kommen aber noch Wurstwaren dazu und noch mal eine Mahlzeit mit Fleisch, machte ich meiner schwangeren Schwägerin Konkurrenz. Die Luft sammelte sich im Unterbauch und schmerzte ganz fürchterlich. Ich merkte es gestern Abend beim Essen schon. Zum Glück waren heute morgen die Schmerzen im Bauch fast weg, aber die Luft wird mir wohl noch ein wenig bleiben.

Was noch fieser an der Sache ist, esse ich Fleisch, tun mir alle Muskeln und der Rücken weh. Das spricht dafür, das ich Fleisch so gut wie möglich von meinem Speiseplan streichen sollte. Das schlimme ist nur, ich esse es sehr gerne…

Wie soll ich mich gesund fühlen, wenn es immer wieder voll daneben geht? Mir ständig auch bei strikter Diät alles wehtut und meine Muskeln/ Gelenke/ Sehnen immer wieder streiken. Das bestätigt mir wieder mal, ich sollte lieber auf mich und meinen Bauch hören, dannn fahre ich eindeutig besser.

Das Beine so schwer sein können :-/


Seite01Meine Kollegin ist krank. An für sich nicht schlimm. Wenn ich nicht ihre Schichten übernehmen müsste. Eigentlich wäre heute mein freier Tag, an dem ich zum Sport gehe, mich auf der Couch rum fletze und versuche ein wenig Kraft zu tanken, für die nächsten Tage.

Und genau das, hätte ich heute gut gebrauchen können. Nachdem ich in den letzten vierzehn Tagen so oft hier im Laden war, wegen Handwerkern, Urlaub von Kollegen usw, hatte ich in den ersten Tage der Woche schon viel zu erledigen und war gestern den ganzen Nachmittag auf den Beinen. Ich war so kaputt und müde. Weil ich mich nicht mehr konzentrieren konnte, habe ich meinem Chef alles doppelt und dreifach erzählt. Er fand es lustig. Ich konnte zwar noch mit lachen, war aber nicht so belustigt wie er.

Als ich nach Hause kam, konnte ich mich kaum noch auf den Beinen halten. Ich hatte mir auf dem Weg nach Hause, eine Tüte Kartoffelchips mitgebracht. Ich hatte nicht mal mehr genug Kraft, um einen Topf auf den Herd zu stellen und Nudeln oder irgendwas einfaches zu kochen. Meinen Freund wollte ich nicht fragen. Der ist im Moment mit seiner Bachalorarbeit beschäftigt und da möchte ich ihn auch nicht immer aus seiner Konzentration rausreißen.

Ich verputzte meine Chips, konnte mich vom Sofa erheben und ging duschen, schaftte es noch gute Nacht zu sagen und fiel erschöpft in mein Bett. Ich konnte nicht mal mehr drei Seiten lesen, da fielen mir schon die Augen zu und das Buch ins Gesicht.

Heute morgen kam ich recht gut aus dem Bett, musste aber schon einiges vor der Arbeit erledigen. Die Wäscheberge mussten in die Maschine entsorgt werden. Etwas zum Essen musste eingepackt werden, um die Zeit bis zum Mittagessen zu überbrücken.

Es ist gerade mal halb zwölf und ich bin jetzt schon kaputt. Ich habe mich für ein paar Minuten ins Büro zurück gezogen und schreibe ein wenig. Dabei kann ich sitzen und versuchen wieder auf die Reihe zu kommen. Muss ja auch noch ein paar Stunden aushalten. Zum Glück hat der Laden nicht durchgehend auf. Das wäre die Vollkatastrophe.

Ich bin immer noch sehr erschrocken und entsetzt darüber, das mein Körper so schnell ermüdet. Das schlimme ist, ich kann nie einschätzen, wie lange meine Kraft hält. Das kalte Wetter bekommt mir auch nicht sehr gut, so das ich noch schneller kraftlos aufs Sofa falle. Aber ich weiß auch nicht, wie ich das ändern kann. Es fällt mir sehr schwer zu akzeptieren, das es so ist. Ob ich je wieder meinem Hobby reiten nach gehen kann? Oft haut mich das Pilates ja schon aus der Welt… 😦

Das Ei-Ersatz Disaster!


no egg 1Aaaahhhh…! Es war eine Katastrophe und dabei wollte ich nur ein paar Muffins haben, die ich am Sonntagnachmittag naschen kann. Und was kam dabei heraus? Eine ungenießbare Matschepampe.

OK, ich fange mal von vorne an. Am Sonntagmittag hatte ich mich endlich aufgerafft und die Zutaten für ein paar Muffins zusammen gesucht. Da ich keine Eier vertrage, habe ich Eiersatz von „No Egg“ ausprobiert. Laut Packungsanweisung, sollte man für ein Ei, einen Teelöffel von dem Ersatz, mit zwei Esslöffeln Wasser vermischen. Es sollten in das Rezept drei Eier. In weiser Vorraussicht, habe ich nur zwei Eiersatz angerührt.

Eins muss ich sagen, ich habe viel Wasser in die Muffins gegossen. Richtig viel!! Und es blieb nichts über. Der Teig sah sehr Interessant aus. Es hatte eine Konsistenz von Vanillepudding. Zum Glück wurde er nicht fester und zerflossen schön in den Förmchen. Beim backen gingen sie sehr einseitig auf und bekamen keine runde Kuppel.

Als sie ausgekühlt waren und ich rein gebissen habe, hatten sie eine Gummiartige Konsistenz. Solange man nicht angefasst hat, sahen sie toll aus. Drückte man sie zusammen, waren sie sofort klitschig und schmeckten nur noch nach Stärke und sie waren sofort wie Gummi… Ähnliches ist mir passiert, als ich zuviel gemahlenen Chia als Eiersatz verwendet hatte.

Boah, was für ein Disaster! Wir haben ein paar davon gegessen und den Rest entsorgt. Sie waren geschmacklich gut, aber ansonsten nicht genießbar. Vor einr Woche habe ich es mit einem Eiersatz ausprobiert und da musste ich schon eine erhelbliche Menge an Wasser nachgießen. Natürlich leidet dann auch der Geschmack.

Aber ich probiere es weiter und versuche es einen guten Eiersatz zu finden. Außerdem möchte ich ja auch was leckeres naschen, auch wenn es ohne Eier ist. Ich gebe nicht auf… Es muss doch irgendwie gehen!!

Die Chemikalien Sensivität ist ausgeprägter als gedacht :-/


Um meine Genesung anzukurbeln, nehme ich große Mengen Krypto-Balance, D3, Carnitin, K2 und einige andere. Doch je länger ich sie nehme, desto mehr spielt mein Magen verrückt.

Das ganze fing schon kurz nach Weihnachten an. Sobald ich die Kapseln nahm, bekam ich Magenschmerzen und mir wurde schlecht, der Magen übersäuert, mein Bauch bläht sich auf und es dauerte einige Stunden, bis er sich wieder beruhigte. Das gleiche passiert mir abends, wenn ich die nächste Portion einnehme.

Das schlimme ist, das ich die Magenschmerzen nur mit weiterer Chemie in den Griff bekam. Seit einigen Wochen musste ich Omeprazol nehmen, um die überschüssige Magensäure zu binden. Das irre daran war/ ist, das die Omep mir sogar geholfen hat, die Blähungen etwas zu lösen. Doch es half auch nur bedingt.

Nachdem es immer schlimmer wurde, habe ich einfach die Dosis herabgesetzt. Die morgendliche Einnahme von vier Krypto-Balance, verringterte ich auf zwei, auch das D3 setzte ich von zwei runter auf eine. Es brachte schon etwas Erleichterung, doch es schlug mir immer noch auf den Magen.

Also, setze ich erstmal alles für ein paar Tage ab, bis sich alles etwas beruhigt hat. Dann werde ich alles nach und nach wieder da zu nehmen, um zu sehen, welche Kapseln mir die Probleme machen oder ob sie alle für mich nicht mehr verträglich sind.

Glück im Unglück


Seit ein paar Wochen (ca. Weihnachten) geht es mir nicht sehr gut. Das Weihnachtsessen war für mich eine gesundheitliches Disaster. Mit Appetit habe ich ein kleines Stück Wildschweinbraten gegessen und am nächsten Tag dafür die Quittung bekommen. Mein Magen war übersäuert, mir tat alles weh und es waren ein paar fürchterliche Tage.

Nach Weihnachten hatte ich eine schwere Erkältung und ich brauchte sehr lange um mich zu erholen. Die Erschöpfung hing in meinen Klamotten, wie bleierne Gewichte an meinen Füssen. Es dauerte fast 14 Tage bis es mir, ein wenig besser ging.

Dann gab es in unserem Laden ein Problem mit einer undichten Heizung. In unseren Wirtschaftsräumen lief also die stinkende Brühe aus der Decke. Zudem Zeitpunkt wußte ich/ wir auch noch nicht, das es die Heizung war.  Von da aus stiegen die Gerüche in meine Nase und stellten ein heilloses durcheinander an. Zuerst konnte ich das nicht damit in Verbindung bringen. Dann passierte es vor ein paar Tagen wieder und diesmal kam ein gefühlter Sturzbach aus der Decke, wir konnten das schlimmste verhindern, aber als wir das merkten, waren schon einige Liter in Wänden, Treppen und Decke verteilt.

Innerhalb einer Stunde war dann der Rest des Tages für mich gegessen. Ich bekam schlimme Kopfschmerzen, meine Bronchien zogen sich zusammen, Nase zu, Muskelverspannungen (ich kam nicht mehr vom Stuhl/ Sofa hoch), der Bauch blähte sich, die Magensäure stieg hoch. Einfach gesagt, ich bekam Körper!! 😦

Nach einer heißen Dusche ging es mir etwas besser, vorallem das Atmen fiel mir leichter, da sich die Muskeln etwas entspannten. Der Rest blieb. Am nächsten morgen waren nur die Kopfschmerzen ertragbarer.

Seitdem weiß ich, das ich auf starke Gerüche, Chemikalien etc., sehr stark reagiere. :-/ Nach fast 14 Tagen ist die Feuchtigkeit und auch die schlimmsten Gerüche verschwunden. Doch wenn ich den ganzen Tag im Büro bin, haut es mich immer noch aus der Welt. Leider dauert es noch ein paar Tage bis der Schaden beseitigt wird.

Wie heißt es so schön, ich hatte Glück im Unglück. Ohne die beschägdigte Heizung hätte ich nie rausgefunden, das ich diverse Chemikalien mein Problem sind.