Paleo-AIP die erste Woche


Puuh, das waren erste harte 14 Tage!! Wer hätte gedacht, das es einem so mies gehen kann. Dagegen waren die Bauchweh (bei falscher Nahrungsaufnahme) ein sch….dreck! :-0

Ich habe mein Paleo Programm „inoffiziell“ fast eine Woche früher begonnen. Ich habe den Startbutton am 24.09. gedrückt, jedoch dauert es ein paar Tage bis das Programm beginnt. Die Paleo Woche beginnt mit einem Samstag. Am Donnerstag vorher bekomme ich eine Email mit allen wichtigen Dingen, wie Essensplan, Einkaufsliste, Tipps und und und. Da ich nicht, wie die meisten Arbeitnehmer, am Samstag frei habe, renne ich an meinem „Wochenende“ in den Supermarkt und kaufe ein was das Zeug hält. Leider sagt mir nicht der gesamte Speiseplan zu. Ich mag absolut keinen Fisch und gegen Innereien sehe ich mich auch ein wenig an. Abgesehen davon gibt es hier im Umkreis keinen Metzger, wo ich so was kaufen könnte. Manches ist/ war mir einfach auch zu teuer. Also, habe ich mir einige Mahlzeiten herausgesucht, mit den Sachen die ich mag oder mich arrangieren kann bzw. der Aufwand nicht so hoch ist, wenn ich morgens früh raus muß.

Gesagt, getan! Die erste Woche habe ich fast nur gekocht und gebacken und noch mehr gekocht. Der Aufwand ist/ war riesig. Kürbis in den Ofen, das Biest vorher noch schälen und schneiden und das mit der Kraft eines Gummibärchens (im Moment fühle ich mich so). Ich habe Brühe gekocht und noch nie soviel Fleisch gegessen, wie in den letzten Tagen. Aber das ist das einzige, mit Kokosöl und Kokosmilch, das mir genug Energie gibt. Ich bereite immer soviel vor, das ich auch genug zu essen habe, das ich was mit auf die Arbeit nehmen kann.

Dann kam der Entzug! Wisst ihr eigentlich, wie schlimm die ersten Tage ohne Kaffee sind? Noch viel schlimmer. Dabei hatte ich schon auf nur noch eine Tasse pro Tag reduziert. Boah, hatte ich Kopfschmerzen… Dazu kam noch, das die fiesen kleinen Bakterien in meinem Bauch um ihr Leben kämpften. Der Kohlehydratentzug machte aus mir einen Zombie. Es raubte mir die letzte Energie. Mein Kreislauf sackte ab, abwechselnd war mir heiß und kalt, meine Muskeln schmerzten und ich fühlte mich wie ausgebrannt. Die kleinsten Erledigungen erforderten eine Wahnsinns Konzentration und Aufmerksamkeit, damit ich in meinem Tran nicht alles vergaß.

Doch nach fast einer Woche, als das „offizelle“ Programm begann, ging es mir langsam besser. Die schlimmsten Symptome der Herxheimer Reaktion ließen nach und ich bekam langsam wieder etwas mehr Energie und Kraft. Ich gewöhne mich an das viele kochen und backen und vorbereiten und empfinde es gar nicht mehr als so schlimm. Mein Frühstück bereite ich für zwei Tage zu und oft koche ich die doppelte Menge, so das es für mehrere Tage reicht. Zudem habe ich einen riesen Topf Suppe gekocht und diese in Weck-Gläser eingekocht. Falls es mal schnell gehen soll/ muß habe ich immer was auf Vorrat.

Schwierig war es auf meinem Geburtstag. Fur einen Tag, wollte ich nicht alles hin werfen. Also habe ich einen Paleo-AIP Kuchen gemacht. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, da jeglicher Zucker fehlt, aber er war genießbar. Die Reste habe ich für Notfälle eingefroren. Ich darf nur nicht mehr als eines davon essen, sonst verbringe ich den Tag auf dem Klo. Kokos enthält viel Inulin und der treibt, wenn man zuviel davon ist. 😉

Ich versuche eine große Abwechslung in den Speiseplan einzubauen, und so ziemlich alles an Gemüse zu verarbeiten, welches mir schmeckt und erlaubt ist. Gestern kam mir die Idee für eine Zucchinilasagne mit einer „Bechamel“ aus Kokosmmilch und Kurkuma und natürlich Hackfleisch, Zwiebeln und Knoblauch.

Früher war ich keine kreative Köchin, aber so langsam wird das was… 😉

P.S.: Nach 14 Tagen Paleo-AIP habe ich einen so flachen Bauch, wie seit vier oder fünf Jahren nicht mehr. Allein das ist schon ein Grund durchzuhalten.

Es wird gerade alles zu viel…


Ich möchte nur noch meine Ruhe haben. Alles prasselt auf mich ein und ich weiß nicht, wie ich gerade alles auf die Reihe bekommen soll. Meine TO-DO-Liste für die Reha ist so lang und meine Zeitfenster so klein, um alles zu erledigen. Kann ich nicht wie Jeannie, einmal mit dem Kopf nicken und es ist Mittwochmorgen und ich sitze im Zug zur Reha? Schön wärs.

Alles fing mit dem Backmarathon am Sonntag an. Den habe ich ja ganz gut geschafft und überlebt. Am Montag war mein normaler Arbeitstag. Morgens musste ich schon mit der Firma telefonieren, die meinen Koffer abholen soll (ich brauche nur mein Handgepäck schleppen). An dem Tag, der für mich vorgesehen ist, ist in der Zeit keiner da. Alle haben Termine, sind arbeiten oder sonst was. Also musste ein anderer Abholort gefunden werden. Jetzt schleppe ich mein Gepäck mit zur Arbeit und lasse es dort abholen. An diesem Montag gab es viel zu tun. Am Wochenende ist bei uns ein Heimatfest und es müssen eine Menge Vorbereitungen getroffen werden. Nach Feierabend warteten noch einige Kleinigkeiten die erledigt werden mussten und dann war es auf einmal halb zehn.

Der Dienstag ging so weiter, im Laden stapelten sich die Aufgaben und zu Hause wurden die Listen immer länger. Vor der Arbeit dort hin, das holen, ein anderes bestellen, in der Mittagspause das nächste abgearbeitet und abends das Bestellte abgeholt und in den Koffer geschmissen, weil, das darf ich auf keinen Fall vergessen.

Der Mittwoch war etwas ruhiger. Nach dem Sport, der mir auch vom Kopf her sehr gut tat, ab in die Drogerie, vollgepackt mit dem Fahrrad nach Hause, schnell essen, ab zum Friseur, weil die Haare sch… aussehen und einfach doof sind. Abends Büro putzen gehen und danach erschöpft aufs Sofa fallen. Aber die Tasche mit dem vom morgens gekauften musste noch ausgepackt werden und alles in den Koffer. Oh, aber der Tag hatte auch was gutes. Ich habe für dreißig Euro eine Hose, drei T-Shirts und einen Haufen Socken erstanden und die Haare waren wieder schön. 🙂

Der heutige Donnerstag begann um sechs Uhr. Ein schnelles Frühstück und um acht musste ich beim Orthopäden sein. Dort war ich schnell wieder raus, auf dem Weg nach Hause, noch Späne (Einstreu für die Haustiere) eingekauft. Aufs Fahrrad und den Haufen Socken umgetauscht, weil, falsche Größe, zur Apotheke und noch mal was bestellen und wieder arbeiten. Dort wartete auch wieder eine Menge Unerledigtes auf mich, Ware ausgepackt, auszeichnet, alles ins Internet und nach Feierabend wieder an der Apotheke vorbei und alles abgeholt.

Und das hört nicht auf. Denn die Wäsche muss noch gewaschen werden, alles auffalten, so gut wie möglich faltenfrei in den Koffer, die Reste abbacken, damit ich auch auf jeden Fall genug habe. Hoffen das alles in die Koffer passt und notfalls mit Gurtbändern vorm platzen sichern. Ach ja, und putzen muss ich auch noch zwischendurch, da wir auch noch Besuch bekommen.

O-Ton meines Freundes: „Was machst du dir für einen Stress? Das ist der Grund, warum ich meinen Koffer erst kurz vor der Abreise packe!!“ Schnucki-Putzi, wer macht denn deine Wäsche, wenn du mal wegmusst? Du bestimmt nicht…

„Da haben wir doch drüber gesprochen…“ Hmmm, war ich dabei?


indexVergangene Woche hatte ich einen Termin in DER namhaften Rheumaklinik hier im Münsterland. Nach Absprache mit der Sekretärin, sollte ich alle Befunde, MRT- und Röntgenbilder und was ich sonst noch hatte und natürlich eine Überweisung vom behandelnden Rheumatologen, mitbringen.

Mittwoch sollte der Termin sein und ich habe dann am Montag eine Überweisung beim Rheumatologen bestellt. „Ich weiß nicht, ob wir die so ausstellen können, da muss ich erst mit meinem Chef sprechen“, sagt meine Bekannte. Da ich arbeiten musste, habe ich meinen Freund gebeten, sich dort noch mal zu melden. Die Aussage der zweiten Sprechstundenhilfe war, ich muss mich auf jeden Fall noch mal vorbei kommen und mit dem Arzt sprechen. Einfach so könnte man die Überweiung nicht auststellen. Da mein Termin so bald war, einigten sich mein Freund und die Sprechstundenhilfe, das ich ohne Termin am Dienstagmorgen 8:00 Uhr da sein sollte.

Ich fand mich also am nächsten Morgen pünktlich in der Praxis ein und wurde innerhalb weniger Minuten ins Behandlungszimmer gebracht. Der Arzt saß noch im Nebenzimmer. „Also wenn Sie noch ne zweite Meinung haben wollen, ist das ja kein Problem, Sie können alle Befunde bekommen. Aber einfach so in eine Klinik, das ginge nicht“, sagte die Helferin. „Bis jetzt habe ich das immer so gemacht und wurde auch von den Ärzten angehalten, das so zu machen, da man mir in bestimmten Bereichen ja nicht mehr weiterhelfen konnte. Außerdem wollte ich keine zweite Meinung, sondern endlich Wissen was ich habe. Da ja keiner damit rausrückt.“ Ich habe nicht laut, aber auch nicht leise gesprochen. Der Arzt wird es bestimmt gehört haben, ansonsten waren noch keine Patienten da, die etwas in der Richtung mitbekommen haben könnten.

Als der Arzt kurze Zeit später rein kam, rügte er mich auch wegen meiner Vorgehensweise. Man käme nicht so einfach zur Klinik. Ich leierte wieder meinen Text runter. „Was erwarten Sie den von meinem ehemaligen Chef? Ich kann Ihnen gute Kollegen nennen, falls Sie eine zweite Meinung haben wollen.“ „Ich brauche keine zweite Meinung. Ich möchte endlich Wissen, was mit mir los ist. Keiner sagt mir etwas!“ „Da haben wir doch schon drüber gesprochen, das Sie Weichteilrheuma haben! Auf Grund der Schuppenflechte, können auch die Muskel- und Sehnenansätze Probleme machen. Leider kann man da nicht viel machen, es hilft nur eine Schmwerztherapie, die mit dem Hausarzt, dem Orthopäden, eventuell noch mit einem Psychotherapeuten und einem Schmerzmediziner, abgesprochen werden kann. Aber das hatten wir doch schon alles geklärt.“

Meine ersten Gedanken waren: War ich dabei, als du mir das Alles gesagt hast? War ich wieder mal so abwesend, das ich das nicht mitbekommen bzw. geschnallt habe? Bist du sicher, das du auch wirklich mit mir gesprochen hast oder hast du es nur in deinen Bericht geschrieben?

„Es tut mir leid, ich kann Ihnen leider nicht helfen. Ich bin da am Ende meines Wissens. Ich habe viele Patienten, denen ich das gleiche sagen muss. Mehr kann ich nicht für Sie tun. Falls Sie doch eine zweite Meinung haben möchten, kann ich Ihnen kompetente Kollegen empfehlen.“ „Ich brauche keine weitere Meinung, nur endlich mal jemanden, der offen und ehrlich zu mir ist. Ich halte das aus! Glauben Sie mir!“

Ich verließ die Praxis recht schnell. Ich vergaß auch alles, Berichte und Befunde und alles. Ich musste erst mal vor die Tür. Das war eine Schock für mich. Ich zweifelte an mir, hatte ich doch die Diagnose überhört? Aber je länger ich darüber nachdachte, desto weniger konnte das sein. So was wichtiges habe ich noch nie verdrängt und gerade zu solchen Terminen und Gesprächen, reiße ich mich immer zusammen, damit mir sowas nicht durch geht.

Ich ging nach Hause und hatte auf dem kurzen Weg schon mal ein wenig Zeit zum grübeln. Als ich die Tür öffnete, kam mir das Hündchen entgegen und meine Mutter, fragte gleich was Sache war. Ich erzählte ihr alles, auch sie meinte, das ich sowas nicht vergessen würde. Sie war genau wie ich geschockt, über die Selbstverständlichkeit, mit der der Arzt mir sagte, das ich Weichteilrheuma habe. Aber das Verhalten, das er an den Tag legen würde, haben mein Vater und meine Mutter auch schon in der namhaften Klinik erfahren. Da druckste man auch herum und traute sich nicht zu sagen, was los ist. Vielleicht hatte er das da gelernt? Als ich in meine Wohnung ging, sprach ich sofort mit meinem Freund, über die Situation. Er wackelte Verständnislos mit dem Kopf und war genauso Baff und geschockt wie ich.

Ich fand es auf jeden Fall sehr traurig, das ich erst mit einer Klinik „drohen“ muss, um zu erfahren was mit mir los ist. Was ich aber sehr gut fand, das er mir sagte, er hätte hier seine Grenze erreicht. Das hat mich sehr beeindruckt. Aber traurig fand ich, das er die ganze Therapie in andere Hände gibt.

Ich war den ganzen Dienstag ziemlich durchden Wind. Zum Glück brauchte ich nur wenige Stunden arbeiten. Ich erledigte einige wichtige Aufgaben, die dringend waren. Danach las ich erstmal ein wenig über Weichteilrheuma bzw. Fibromyalgie, wie es richtig heißt, im Interrnet. Und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr Puzzleteile setzen sich zusammen. Warum Massagen und Krankengymnastik nie geholfen haben, Schmerzen im Rücken, Knie und in den Schultern, die Empfindlichkeit der Muskeln, wenn es draußen kalt ist… Am nächsten Tag fühlte ich, wie eine riesen Last von mir abfiel und es mir schon etwas besser ging. Die Schmerzen waren nicht weg, aber der Leidensdruck, der sich über lange Zeit aufgebaut hatte, verschwand.

Meinen Termin in der namhaften Klinik musste ich absagen, was mir und der Sekretärin sehr leid tat. Dabei hatte ich solange darauf gewartet.

Bin ich doch eine typische HPUlerin?


Seit einigen Jahren weiß ich von der HPU und ich war davon überzeugt, das ich ja nicht so schlimm dran bin. Zumindest dachte ich das am Anfang…. Doch je mehr mein Körper gesund wird und alles immer besser abheilt, kommen die Wehwehchen raus.

Um Herr über meine HPU zu werden, nehme ich schon seit langem p5p (aktives B6), einen B-Komplex, Zink und auch Mangan und noch einige andere Vitalstoffe. Einige Zeit habe ich Depyrrol ausprobiert, bis ich davon Kopfweh bekommen habe und es absetzen musste. Seit dem bin ich wieder auf die Einzelkomponenten umgestiegen.

Als ich nach der Diagnose anfing, die Nahrungsergänzungsmittel einzuschleichen, stellte sich schnell eine Besserung ein. Ich war so glücklich, das ich wieder mehr konnte. Aber wie ihr ja immer wieder lesen konntet, gab es auch viele Rückschläge. Oft ist die HPU vererbbar und sie scheint bei uns in der Familie zu liegen. Meine Tante und auch meine Oma hatten so einige Probleme mit Lebensmitteln und auch Medikamentenunverträglichkeiten. Nur wusste zu dem Zeitpunkt das keiner. Je länger meine Mutter und ich darüber nachdenken, desto klarer werden die Erinnerungen, welche Probleme auftraten. Auch bei mir wird es immer eindeutiger, das die HPU schon lange bei mir „gewütet“ hat. Meine Sehnen und Gelenke sind teilweise betroffen und ich leide, gerade im Rücken, unter einer starken Steifigkeit. Bei Medikamenten brauche ich nur einen Bruchteil von dem, was andere Einnehmen. Meine Muskeln tun mir weh und verkrampfen sich ständig und hartnäckig. Aber das schlimmste ist das frieren, die Erschöpfung, die Luft im Bauch, die Muskelschwäche und die Allergien.

Jetzt habe ich noch mal viel gelesen und recherchiert. Oft haben HPUler eine verdeckte Schildrüsenunterfunktion. Das heißt, die Werte sind normal (TSH, fT4 und fT3), aber die Sympthome der Unterfunktion sind eindeutig. Der Arzt erkennt diese aber nicht, da er die Werte für gut befindet und die Emfindungen des Patienten abtut. Auf der Internetseite des holländischen Institues Keac fand ich den entscheidenden Hinweis darauf.  Ich hatte zwar das Buch von denen gelesen, aber alle Einzelheiten merkt man sich ja doch nicht. Vor allem da ich nie Probleme mit der Schilddrüse habe oder hatte.

Daher habe ich beschlossen meinen Arzt aufzusuchen, ihm das Buch auf den Tisch zu legen, natürlich an der richtig aufgeschlagenen Stelle und ihm so den Wink mit dem Zaunpfahl zu geben. Mal schauen was er sagt und was wir da machen können.

„Sie sind wieder gesund“, warum fühl ich mich nicht so? :-/


„Sie sind gesund. Alle Vitamine, Vitalstoffe sind wieder aufgefüllt. Sie brauchen Sie erst mal nicht mehr nehmen.“ So wurde ich mit einem Einnahmeplan entlassen und sollte mich gesund fühlen. Aber irgendwie habe ich mich voll angestrengt, doch es will sich so gar nicht einstellen, das „gesund fühlen“.  Sie sagte: “ Sie können wieder alles machen und essen. Nur meiden Sie bitte weiterhin Gluten. Sie reagieren darauf sehr empfindlich.“ Ich brachte an, das ich mich immer noch sehr kraftlos und schlapp fühle. Jede Anstrengung mich erschöpft, auch vertrage ich sovieles nicht. Sie meinte, alle wäre wieder gut. Ich könnte wieder loslegen.

Das war kurz vor Ostern. Also habe ich das Wochenende genutzt und probiert, was geht und was nicht. Ich glaube ich muss es nicht sagen, oder? Es ging in die Hose… 😉 Zum Glück habe ich meine Nahrungsergänzungsmittel nicht komplett abgesetzt. Sonst wäre es bestimmt noch schlimmer gekommen.

Ich hatte am Karfreitag glutenfreien Stuwwen gebacken. Ein westfälisches Fastenessen, das traditionell am Aschermittwoch und Karfreitag gegessen wird. Es besteht aus Hefeteig mit Rosinen und wird mit Zucker-Zimt bestreut. An dem Tag hatte ich zwar Luft im Bauch, jedoch am nächsten Tag musste ich schnell das Klo aufsuchen. Am Samstag hatten wir einen herrlichen Tag in Enschede, mit bummeln, lecker essen und einen Cappuccino mit Haselnusskrokant und Nusssirup. Ne, was lecker!! An dem Tag war alles gut. Am Ostersonntag grillten wir alle gemeinsam. Mein Freund hatte sogar extra Rindersteak besorgt. Das Grillen bekam mir auch nicht sehr gut, ebenso wie die Eier vom Frühstück. So langsam machte sich der Zweifel immer breiter. Es sollte doch alles gut sein. Doch es schaukelte sich über die Feiertage so richtig hoch, so das ich mich während der kommenden Woche erst mal von der schlimmen Schlemmerei der Feiertage erholen musste.

Letzte Woche hatte ich Urlaub und habe die Zeit zum Testen genutzt. Es kam leider nicht nur schönes dabei raus. Gemüse vertrage ich nur in homöopathischen Dosen, ebenso wie Obst. Esse ich Fleisch, vertrage ich es den ersten Tag noch recht gut, kommen aber noch Wurstwaren dazu und noch mal eine Mahlzeit mit Fleisch, machte ich meiner schwangeren Schwägerin Konkurrenz. Die Luft sammelte sich im Unterbauch und schmerzte ganz fürchterlich. Ich merkte es gestern Abend beim Essen schon. Zum Glück waren heute morgen die Schmerzen im Bauch fast weg, aber die Luft wird mir wohl noch ein wenig bleiben.

Was noch fieser an der Sache ist, esse ich Fleisch, tun mir alle Muskeln und der Rücken weh. Das spricht dafür, das ich Fleisch so gut wie möglich von meinem Speiseplan streichen sollte. Das schlimme ist nur, ich esse es sehr gerne…

Wie soll ich mich gesund fühlen, wenn es immer wieder voll daneben geht? Mir ständig auch bei strikter Diät alles wehtut und meine Muskeln/ Gelenke/ Sehnen immer wieder streiken. Das bestätigt mir wieder mal, ich sollte lieber auf mich und meinen Bauch hören, dannn fahre ich eindeutig besser.

Das Ei-Ersatz Disaster!


no egg 1Aaaahhhh…! Es war eine Katastrophe und dabei wollte ich nur ein paar Muffins haben, die ich am Sonntagnachmittag naschen kann. Und was kam dabei heraus? Eine ungenießbare Matschepampe.

OK, ich fange mal von vorne an. Am Sonntagmittag hatte ich mich endlich aufgerafft und die Zutaten für ein paar Muffins zusammen gesucht. Da ich keine Eier vertrage, habe ich Eiersatz von „No Egg“ ausprobiert. Laut Packungsanweisung, sollte man für ein Ei, einen Teelöffel von dem Ersatz, mit zwei Esslöffeln Wasser vermischen. Es sollten in das Rezept drei Eier. In weiser Vorraussicht, habe ich nur zwei Eiersatz angerührt.

Eins muss ich sagen, ich habe viel Wasser in die Muffins gegossen. Richtig viel!! Und es blieb nichts über. Der Teig sah sehr Interessant aus. Es hatte eine Konsistenz von Vanillepudding. Zum Glück wurde er nicht fester und zerflossen schön in den Förmchen. Beim backen gingen sie sehr einseitig auf und bekamen keine runde Kuppel.

Als sie ausgekühlt waren und ich rein gebissen habe, hatten sie eine Gummiartige Konsistenz. Solange man nicht angefasst hat, sahen sie toll aus. Drückte man sie zusammen, waren sie sofort klitschig und schmeckten nur noch nach Stärke und sie waren sofort wie Gummi… Ähnliches ist mir passiert, als ich zuviel gemahlenen Chia als Eiersatz verwendet hatte.

Boah, was für ein Disaster! Wir haben ein paar davon gegessen und den Rest entsorgt. Sie waren geschmacklich gut, aber ansonsten nicht genießbar. Vor einr Woche habe ich es mit einem Eiersatz ausprobiert und da musste ich schon eine erhelbliche Menge an Wasser nachgießen. Natürlich leidet dann auch der Geschmack.

Aber ich probiere es weiter und versuche es einen guten Eiersatz zu finden. Außerdem möchte ich ja auch was leckeres naschen, auch wenn es ohne Eier ist. Ich gebe nicht auf… Es muss doch irgendwie gehen!!

Die Chemikalien Sensivität ist ausgeprägter als gedacht :-/


Um meine Genesung anzukurbeln, nehme ich große Mengen Krypto-Balance, D3, Carnitin, K2 und einige andere. Doch je länger ich sie nehme, desto mehr spielt mein Magen verrückt.

Das ganze fing schon kurz nach Weihnachten an. Sobald ich die Kapseln nahm, bekam ich Magenschmerzen und mir wurde schlecht, der Magen übersäuert, mein Bauch bläht sich auf und es dauerte einige Stunden, bis er sich wieder beruhigte. Das gleiche passiert mir abends, wenn ich die nächste Portion einnehme.

Das schlimme ist, das ich die Magenschmerzen nur mit weiterer Chemie in den Griff bekam. Seit einigen Wochen musste ich Omeprazol nehmen, um die überschüssige Magensäure zu binden. Das irre daran war/ ist, das die Omep mir sogar geholfen hat, die Blähungen etwas zu lösen. Doch es half auch nur bedingt.

Nachdem es immer schlimmer wurde, habe ich einfach die Dosis herabgesetzt. Die morgendliche Einnahme von vier Krypto-Balance, verringterte ich auf zwei, auch das D3 setzte ich von zwei runter auf eine. Es brachte schon etwas Erleichterung, doch es schlug mir immer noch auf den Magen.

Also, setze ich erstmal alles für ein paar Tage ab, bis sich alles etwas beruhigt hat. Dann werde ich alles nach und nach wieder da zu nehmen, um zu sehen, welche Kapseln mir die Probleme machen oder ob sie alle für mich nicht mehr verträglich sind.

B und B Hotel Bremen


Im November musste ich auf Messe nach Bremen. Wir suchten ein einfaches Hotel, ohne großen Schnick-Schnack. Wir reisten am Freitag an und sind am Sonntag wieder nach Hause gefahren.

Die Zimmerreservierung klappte Problemlos. In diesem Fall, habe ich vorher angerufen und mit dem Herrn an der Rezeption gesprochen. Er hat mich gut beraten und sich die Zeit für die Reservierung genommen. Ansonsten kann man auch über die Internetseite buchen.

Die Zimmer werden beim Checkin, im vorraus für die Zeit der Buchung bezahlt. Man bekommt eine Karte mir dem Nummerncode für das Schloß. Diesen Code braucht man auch, wenn man abends spät wieder ins Hotel möchte. Macht man sich wieder auf den Weg nach Hause, gibt man die Karte wieder ab oder auch nicht, und kann einfach ohne Checkout gehen.

Die Zimmer sind nicht sehr groß, aber sauber und ordentlich. Ebenso wie das Bad, nicht sehr groß, aber sauber. Die Betten/ Matrazen sind ganz gut. Ein weiteres Kissen/ Decke sind im kleinen Schrank untergebracht. Einen Fön kann man im Haus gegen Pfand ausleihen. Es gibt einen Fernseher, kosteloses W-Lan und eine Klimaanlage. Schläft man gerne bei offenem Fenster sollten man mit der Rezeption sprechen, das man ein Zimmer zum Innenhof haben möchten.

Das Frühstücksbüffet ist nicht sehr riesig und doch ist alles da, was man braucht. Brot, Brötchen, Aufschnitt, Käse, Marmelade, Honig, frisches Obst, Kaffee, Tee usw. Es ist mit 7,50 € nicht ganz günstig, aber durchaus angemessen.

Wenn jemand eine Zöliakie hat, sollte man sich  auf jeden Fall eigenes Brot und Toaster mitbringen. Für die, denen die Krümmel nichts ausmachen, können ihr eigenes Brot im hauseigenen Toaster aufbacken. Ich habe meinen „Sonderfall“ vorher angemeldet und es war gar kein Problem. Aber ihr müsst auf jeden Fall euer eigenes Brot mitbringen.

In der näheren Umgebung gibt es einen Supermarkt und in ca. 10 min Laufweite liegt der Bahnhof, mit vielen Möglichkeiten essen zu gehen, Apotheken und einen weiteren Supermarkt und ein Discounter. Für den Notfall, kann man da so einiges bekommen.

Alles in allem bin ich mit dem Hotel gut zufrieden gewesen. Die Mitarbeiter sind sehr hilfsbereit und sehr nett. Ich kann es empfehlen.

Es braucht alles seine Zeit… Muss das sein?


IMG_1239Tja, was soll ich sagen! Eigentlich sagt doch die Überschrift alles, oder?

Seit einigen Wochen darf ich wieder alles essen was ich möchte. Das nutze ich auch aus! Den gräßlichen Pilz bin ich erstmal los, aber ich muss immer noch aufpassen. Ich soll weiterhin in regelmäßigen Abständen Milchsäurebakterien zu mir nehmen. Mein Bruder heiratet bald und ich möchte genau wie alle anderen mitessen können (und vorallem durchhalten und die halbe Nacht durchtanzen können 🙂 ). Daher muss ich es den guten Baktis in meinem Bauch gemütlich machen und den bösen Pilzen so ungemütlich wie möglich. Das heißt Toxaprevent um den Giftstoffe und Histamin aufzunehmen, meinen Säure-Basen-Haushalt ausgleichen, andere Milchsäurestämme zu mir nehmen und versuchen, entspannt und ruhig der Hochzeit entgegen zu schauen. Wie bleibt man entspannt und ruhig?? Ich habe keine Ahnung und dabei bin ich nur Trauzeugin…

Ich bin immer noch begeistert von meinem Breifrühstück. Es macht mich richtig gut satt und gibt mir Energie für die nächsten Stunden. Einen morgen hatte ich keine Hirse mehr und musste Brot frühstücken, nach kurzer Zeit hatte ich ein riesen Loch im Bauch und hätte ne Karre Bratkartoffeln verdrücken können, wenn ich sie vertragen hätte. Es zeigt mir wie gut es mir tut.

Leider reagiert mein Bauch noch immer sehr empfindlich auf viele Lebensmittel. Zucker kann ich mittlerweile essen, ohne all zu schlimme Beschwerden zu bekommen. Vor einigen Wochen bekam ich noch migräneartige Kopfschmerzen vom Zucker, die erst mit Schmerzmitteln und viel nichts tun, am nächsten Tag verschwanden. Dazu kam noch schrecklicher Nachtschweiß und wirre Träume, ich hatte das Gefühl wie gerädert zu sein und eigentlich gar nicht geschlafen zu haben. Doch das gibt sich so langsam und mittlerweile merke ich nichts mehr davon.

Ich werde wohl wieder Ausschlussdiäten machen müssen, um festzustellen was ich vertrage und was nicht. Vor der Hochzeit werde ich wohl keinen Schlachtplan mehr ausarbeiten können. Es fehlt mir an Zeit , da doch noch so einiges zu erledigen ist. Da ich meinen Bauch beobachten muss und das unter Zeit und Termindruck eigentlich unmöglich ist, werde ich mich weiterhin in Geduld üben müssen, bevor es weiter geht.

Und mal ehrlich, im Moment fehlt es mir auch an Disziplin und manchmal auch an Energie. Die Energie kommt zwar langsam aber sicher wieder, aber es ist noch weit davon entfernt, vor Kraft zu sprühen. Ich schätze mein Energielevel im Moment auf ca. 70%. Da ist schon wieder enorm viel, doch werden mir meine Grenzen immer schnell aufgezeigt. Am Freitag war es mal wieder so weit. Nach dem Sport kam und kam ich nicht hoch, ich hatte mir einen Platz im Garten gesichert und da bin ich auch prompt zwei Stunden liegen geblieben. Ich musste mich richtig aus meiner Gartenliege quälen, um noch ein wenig arbeiten zu gehen. Dann ist es wieder passiert. Ich war zu müde zum kochen, das ich prompt ne Tüte Chips verdrückt habe und der Bauch wurde zu Luftballon…

Es liegt noch viel Arbeit vor mir! An solchen Tagen wird es mir wieder vor Augen geführt. Aber ich bin auf dem Weg dahin. Kann das nicht schneller gehen???

Tag B – Mandelhörnchen


Zutaten:

  • 200 g Marzipan
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • ca. 50 g Puderzucker/ Süße  (je nachdem wie süß es sein soll)
  • 2 Eiweiß (bei Allergie weglassen und gegen verträglichen Eiersatz austauschen)
  • Mandelblättchen
  • eine Prise Salz
  • etwas gemahlene Vanille

 

Zubereitung:

  • Marzipan, gemahlene Mandeln, Puderzucker, ein Eiweiß, Salz und Vanille zu einem Teig verarbeiten. Den Teig aufteilen und zu Hörnchen formen mit dem zweiten Eiweiß bestreichen und in den Mandelblättchen wälzen.
  • Im Backofen bei 175° Grad ca. 10 – 15 min backen bis sie goldbraun sind.

 

Leider ist das Gebäck alles andere als histaminarm oder fruktosearm/ -frei, aber sehr lecker. Ich hatte es erst versucht mit  Apfelmark zu backen, um das Eiweiß zu ersetzen, aber damit schmeckte es zu apfelig und der herrliche Mandelgeschmack wurde überdeckt. Leider ist es mit dem Eiweiß nicht mehr ganz Tag-B konform aber ich denke, bei dem bischen auf ein ganzes Rezept ist es nicht so schlimm, außer man reagiert extrem auf Hühnerei. Dann auf jedenfall gegen etwas anderes ersetzen.

Guten Appetit! 🙂