Intervallfasten bringt Erleichterung


Erst war ich dem Intervallfasten gegenüber sehr skeptisch eingestellt. Jedoch muss ich sagen, das es gar nicht so schlimm und so schwierig ist, das Fasten durch zu ziehen und einzuhalten.

Am Ende des letzten Jahres hatte ich meine Schilddrüsenwerte überprüfen lassen. Ich fühlte mich schlapp, müde und erschöpft. Mein Stoffwechsel machte überhaupt nicht mit. Mein Gewicht schwankte heftig. Den einnen Tag nahm ich ein Kilo ab und den nächsten wieder 1,5 Kilo zu, dann waren es mal zwei Kilo oder die Waage stürzte ins bodenlose… Ich hatte ständig Hunger, trotz regelmäßigen Mahlzeiten. Am schlimmsten war es, wenn ich morgens sehr früh raus musste. An manchen Tagen bekam ich kaum einen Bissen runter. Leider kam bei der Untersuchung nichts heraus, alle Werte waren im grünen Bereich. Meiner Ärztin sagte vertraute ich an, das ich mich so unwohl fühlen würde. Vor allem machte mich die starken Gewichtsschwankungen wahnsinnig. Sie konnte mir da, leider nicht helfen, da es ein bekanntes Problem der Hashimoto ist.

Ich machte mich noch mal auf verschiedenen Seiten im Internet schlau und stieß immer wieder auf das Intervallfasten. Gerade bei Entzündlichen Krankheiten, wie Rheuma, Hashimoto und auch Reizdarm, sollte es sehr gut helfen, Beschwerden zu lindern, den Schlaf verbessern und und und

Ich suchte mir einen passenden Zeitpunkt aus und startete an einem freien Wochenende. Ich suchte die für mich passenste Intervall zum Essen aus. Ich habe mich für die 16:8 Methode entschieden. Das heißt 16 Stunden fasten und 8 Stunden in denen gegessen werden kann. Ich bin ein Frühstücker und lege nicht soviel Wert auf ein spätes Abendessen, daher breche ich das fasten um 9 Uhr und darf bis 17 Uhr essen. Meistens versuche ich die Zeiten einzuhalten, was manchmal mit den Arbeitszeiten nicht so einfach ist.

Nach ein paar Tagen stellte ich fest, es war mir gar nicht so bewußt, das ich Nachts besser schlief. Ich fiel abends angenehm müde ins Bett, schlief schnell ein und wachte morgens erholter auf. Na ja, so erholt wie das bei CFS halt eben geht. 😉 Mein Bauch war morgens auch mal flach und blähte sich nicht schon morgens auf, als wäre da ein Luftballon drin. Am Anfang hatte ich Angst, das es den Reizdarm befeuern könnte. Aber es stellte sich heraus, das es dem Darm eine wohlverdiente Ruhepause bescherte. Klar macht der Bauch sich bemerkbar, wenn es mal etwas stressiger ist, jedoch lange nicht so schlimm wie noch vor einigen Wochen. Es macht mir auch nichts aus längere Zeit ohne Frühstück rum zu laufen. Wenn ich sonst nicht SOFORT etwas zu essen bekam, wurde ich zum Monster und verschlag alles. Jetzt kann ich vier Stunden ohne Essen arbeiten und bin erst mal mit Kaffee und Tee  zu frieden.

Auch die Gewichtsprobleme habe ich einigermaßen im Griff. Seit ich mit dem Intervallfasten angefangen habe, esse ich regelmäßiger und kleinere Portionen. Oft reicht mir zum „Abendessen“ Salat/ Gemüse und ein wenig Obst oder Eier. Selbst mir der Rohkost am frühen Abend kommt der Bauch gut zurecht. Mein Gewicht geht auch mal runter und ich kann es auf einem bestimmten Niveau halten. Starke Gewichtsschwankungen habe ich nur noch, wenn ich mal nicht auf mein Essen geachtet habe. Zuviele Kohlehydrate am Abend bekommen mir nicht, zudem gibt es dann viel Luft im Bauch. Auch macht mir zu spätes Essen Probleme und es zeigt sich mit radikaler Gewichtszunahme, Blähbauch und Völlegefühl.

Allerdings habe ich den letzten Wochen festgestellt, das ich regelmäßig essen muss. Tue ich es nicht, bekomme ich Heißhunger und stopfe wahllos alles in mich hinein. Mein Stoffwechsel braucht ein gewissen Maß an Energie um klar zu kommen. Gerade bei der Arbeit hat es mir schon so manches Mal einen Strich durch die Rechnung gemacht und mich vor Hunger beinahe in die Knie gezwungen.

An sich kann ich das Intervallfasten nur empfehlen. Es braucht ein wenig Organisation, aber selbst bei einer so eingeschränkten Ernährung, wie meiner, lässt es sich gut umsetzen und ist einfach durchzuführen. Die Erfolge stellen sich schnell ein. Innerhalb kurzer Zeit hatte sich mein Darm so gut beruhigt, das ich wieder ein wenig rohes Obst und Gemüse essen kann. Vor einem halben Jahr brauchte ich gar nicht darüber nach zu denken.

Wiedereinführung von Lebensmitteln


Die Wiedereinführung von neuen Lebensmitteln hat sich in mancher Hinsicht schwieriger gestaltet als gedacht. Zumal ich feststellen musste, das ich mit vielen Lebensmitteln Probleme habe.

Nachdem ich die Eliminationsphase gut hinter mich gebracht hatte und nur wenige kleine Ausrutscher hatte, klappte die Wiedereinführung der verschiedenen Lebensmittel nicht ganz so einfach. Ich hielt mich nicht strikt an die Liste die ich von Paleo360 bekommen hatte, sondern führte die Lebensmittel so ein, wie sie mir am meisten fehlten. Wobei ich weiterhin auf Kaffee verzichte, da ich doch ganz gut ohne ihn auskomme. Meistens zu mindest!

Bei den Samen, wie Leinsamen, Chia und Hanf, taten sich keine weiteren Probleme auf. Auch konnte ich Mandeln, nach dem Test schnell wieder in den Speiseplan aufnehmen. Schwieriger wurde es mit dem Ei. Ich probierte das Eigelb etwa drei Wochen nach dem Ende der Eliminationsphase aus. Ich nahm mir den Sonntagnachmittag dafür Zeit und probierte drei kleine Mengen des Eigelbs innerhalb von einer dreiviertel Stunde und machte mich dann auf den Weg zu einem Spaziergang, um den Kopf frei zu bekommen. Es dauerte nicht lange und ich hatte das Gefühl mein Schädel explodiert. Ich schafffte es noch irgendwie bis nach Hause und dort musste ich mich erst mal hinlegen und ein Schmerzmittel nehmen.

Viele Lebensmittel zeigten eindeutig, das ich sie noch nicht vertug. Es waren nicht nur Kopfschmerzen, sondern auch noch andere Beschwerden, die sich kurze Zeit nach dem testen oder am nächsten Tag zeigten. Zum Beispiel war ich nach den Sonnenblumenkernen tod müde. Am nächsten Morgen musste ich früh aufstehen und den ganzen Tag war ich bleiern müde und antriebslos. Bei Haselnüssen juckte mir die Haut und Flohsamen machten (trotz vieeeel trinken) üble Verstopfung.

Einige Lebensmittel wie das Eigelb und auch Eiweiß probierte ich ca. 8 Wochen später wieder aus. Da vertrug ich sie dann ohne Probleme. Mein Körper brauchte wohl die Zeit um noch ein wenig zu heilen. Andere Lebensmittel habe ich noch nicht wieder ausprobiert, da sie mir auch nicht so wichtig sind.

Alllerdings habe ich manches auch wieder per Zufall heraus gefunden. In einem schwedischen Möbelhaus suchte ich nach AIP-konformen Mittagessen und wählte zu dem Steak, grüne Bohnen aus. Da ich nicht wusste, ob ich sie vertrage habe ich sie trotzdem bestellt. Siehe da!! Es passierte nichts. Daher sah ich den Test als bestanden an. Ein andermal waren wir essen und es gab Champions dazu. Eigentlich sind sie AIP-konform, leider vertrage ich sie sehr schlecht. Ebenso wie an diesem Abend. Daher flogen sie ringoros aus dem Speiseplan. Zwiebeln und Knobi flogen auch raus, weil wegen Bauchschmerzen-Verursacher.

Ich habe auch schnell festgestellt, das ich auf die typischen FODMAP-haltigen oder -armen Lebensmittel nicht reagiere, aber trotzdem so meine Probleme mit Kohl, Zwiebeln, Knobi, Hülsenfrüchten und Co habe. Was meiner Meinung nach nicht an den FODMAPs liegt, sondern eher meinen Darm überstrapziert. Kohl bläht nunmal gerne, ebenso wie Ziebeln und Hülsenfrüchte. Mein Darm ist einfach zu träge, daher fängt das ganze auch noch an zu gären und die Probleme gehen los. Daher bin ich dazu übergegangen, über den Tag verteilt Leinsamen und Chiasamen zu nehmen. Beide lasse ich sie in Wasser oder Pflanzenmiich quellen (z.B. als Chiapudding mit Früchten), um meine Verdauung anzuregen. Ich esse viel Gemüse, aber selbst das AIP konnte meine Verdauung nicht genug in Schwung bringen um dieses Problem zu lösen. Seit den Leinsamen und dem Chia geht es mir besser und ich kann regelmäßig aus Klo. Die Blähungen lassen zwar nicht nach, aber der Darm leert sich besser und der Druck im Bauch lässt nach. Allein das erhöht schon meine Lebensqualität.

Auch an Hand der Qualität der Bauchschmerzen erkenne ich jetzt, ob wieder mal was daneben gegangen ist. Während bei verträglichem Essen zwar die Luft etwas mehr wird, aber alles angenehm im Bauch bleibt, setzen bei unverträglichen Lebensmitteln innerhalb von Minuten schlimme Beschwerden ein. Die Luft staut sich sofort und ich muss mindestens einen Knopf der Hose öffnen. Das schaukelt sich soweit auf, das die Blähungen richtig schmerzhaft, krampfartig werden und erst mit einem Heizkissen etwas erträglicher werden, aber nicht verschwinden. Selbst Entschäumer helfen hier bei nicht. Ich habe zwar immer welche in der Tasche, sie kommen auch zum Einsatz, bringen aber fast gar keine Linderung.

Da ich seit kurzem ein Bullet Journal führe, habe ich der Wiedereinführung ein paar Seiten gewidmet. In einer Tabelle trage ich ein, welches Lebensmittel ich getestet habe und welche Beschwerden aufgetreten sind oder auch nicht. Ging alles gut, kommt das Lebensmittel auf die Verträglichkeitsliste. Ging es schief, wird es einige Wochen später noch mal ausprobiert.

Ich bin immer noch nicht am Ende meiner Testphase bin. Es fehlt noch sovieles. Da ich aber mindest immer 10 bis 14 Tage pro Lebenmittel brauche kann es sich bestimmt noch bis zum Herbst ziehen, bis die wichtigsten durch getestet sind.

P.S.: Leider musste ich feststellen, das viele Stärkehaltige Mehle und Lebensmittel für mich unverträglich sind. Sie lassen sofort mein Gewicht in die Höhe schießen und verursachen zumdem schreckliche Bauchweh. Also, erst mal bis auf weiteres gestrichen oder zumindest beinahe. Manchmal muss auch mal ein Pfannkuchen her, oder?

Gelobt sei das Müdigkeitsessen… :-)


Dabei hat man so manches Aha-Erlebnis. Gut, auf die Nachwirkungen konnte ich verzichten. Aber es bringt einem auch so manche Erkenntnis. Fangen wir einfach mal von vorne an.

Wir (mein Freund und ich) waren auf einem Samstagnachmittag auf einen Geburtstag eingeladen. Da ich am Vormittag arbeiten war und noch einige Minuten Ruhe brauchte, gingen wir erst zum späten Nachmittag dorthin.

Da ich ein wenig von der Grillwurst essen konnte, griff ich ordentlich zu. Wenn ich müde bin, kann ich so alles möglich in mich hinein stopfen. Das machte da auch bei dem glutenhaltigen Kuchen keinen Halt. Es gab einen Obstboden ohne Füllung und ich genehmigte mir noch so ein paar kleinere Stückchen davon. Oh, war der lecker. Zudem hatte mein Gastro gesagt, ich sollte ruhig essen was mir schmeckt und ich Hunger drauf habe. Also, rein damit!!

Tja, was soll ich sagen. Am liebsten wäre ich am Sonntag auf allen vieren zur Arbeit gekrabbelt. Leider hätte ich dann die Bestellungen der Kunden nicht entgegen nehmen können. Ich hatte solch schlimme Schmerzen im Rücken, das ich mich kaum aufrecht halten konnte. Ein Schmerzmittel brachte mir dann endlich Linderung. Es ließ sich auch schnell herausfinden, was das ganze ausgelöst hatte. Da ich sonst keine Lebensmittel ausprobiert hatte, stand der Übeltäter fest. Das Gluten hatte diesen Rheumaschub ausgelöst. Bei einer Betriebsfeier erwischte ich wieder etwas glutenhaltiges. Es war nicht mal viel, es reichte aber um Beschwerden auszulösen. Für mich ist es eindeutig. Gluten macht mich krank.

Ein anderes Mal gingen wir Eis essen. Im Nachbarort gibt es ein super leckeres Eis und ich konnte nicht widerstehen. Die Wahlfiel auf ein Spaghettieis aus Haselnusseis (Milcheis) mit Schokosauce und gehackten Haselnüssen und Sahne drunter. Es war so lecker. Außerdem sollte ich ja essen was mir schmeckt. Der nächste Tag schmeckte mir allerdings gar nicht mehr. Mir ging es ähnlich schlecht, wie nach dem Gluten. Ich wartete noch mal ein paar Tage und probierte es noch mal aus. Es war das gleiche Ergebnis.

Daher weiß ich jetzt, das Gluten und Milch, selbst in kleinen Mengen, schon schlimme Beschwerden auslösen. Nicht nur das sie Rückenschmerzen verursachen. Leider verstopft es auch meinen Darm. So das ich zudem noch Probleme habe, aufs Klo zu können und das ganze noch mehr Beschwerden auslöst. Seither vermeide ich Gluten und Milch. So hat das Müdigkeitsessen doch sein gutes. Einem Geheimnis bin ich auf die Spur gekommen… 🙂

Stressorgan!?!?


Mein Arzt und ich stimmen überein. Wir beide hassen das Wort „Reizdarm“. Es steht aber leider mitten im Raum und lässt sich nicht mehr wegdiskutieren.

Die letzten Tests waren eindeutig. Der Glukosetest war sowas von negativ, nur die Stuhlproben ergaben ein „beobachtungswürdiges Ergebnis“. Die Werte waren grenzwertig hoch. Aber auch nur in einer Probe von dreien. Nach dem erörtern der Ergebnisse, stand das Wort Reizdarm über uns. Mein Gastro sagte zu mir: „Ich hasse das Wort Reizdarm, aber leider kann ich nichts anderes diagnostizieren. Der Darm wird das Organ sein, an dem sich Stress bei Ihnen zeigt. Bei mir schießt der Blutdruck in die Höhe, bei Ihnen zeigt es sich durch Blähungen und Schmerzen.“

Das ist dieses schreckliche Wort Reizdarm und überschattet mein zukünftiges Leben. Mein Gastro hat mir geraten herauszufinden, was für micht verträglich ist oder auch nicht. Sollte aber nicht in das extrem der Selbstkasteiung verfallen. Wenn ich auf etwas Hunger habe, sollte ich es ohne Reue und mit Genuss essen.

Das ist natürlich einfacher gesagt als getan. Der Kopf macht da einem so manchen Strich durch die Rechnung. Dieser wird schon nervös, wenn man nur ein neues Lebensmittel ausprobiert, weil man endlich mit dem AIP weiter kommen möchte. Aber ich glaube ich habe da ein gutes Mittelmaß gefunden. Auch hat das Glück mir so manches mal in die Hände gespielt. Dazu aber ein anderes Mal mehr. 🙂

Im Rahmen des Genuss-Essens habe ich rausgefunden, das mir verarbeitete Lebensmittel, wie Wurstwaren, Gemüsebrühen, Rohkostriegel und andere Fertigprodukte, gar nicht bekommen. Daher stocke ich meine Vorräte mit selbstgekochten Alternativen auf. Leider ist das sehr Zeitintensiv und ich muss alles bis ins kleinste Detail planen, aber mein Bauch dankt es mir.

Reizdarm du kannst mich mal, so springst du nicht mit mir um! Ich kriege dich schon klein. Na ja, zu mindest ein bischen! 😉

Keine Besserung in Sicht


Und wieder mal musste ich mich bei meinem Gastroenterologen vorstellen. Ich muss echt sagen, der ist super geduldig und lässt super mit sich reden. Da komme ich mir nicht vor, wie in eine Schublade gesteckt auf der „Psychosomatisch“ steht.

Aber fangen wir mal von vorne an. Seit ich mit dem AIP angefangen habe, plagen mich immer noch mal mehr mal weniger starke Blähungen. Am Anfang der Umstellung ging der Blähbauch etwas zurück, verschwand aber nicht völlig. Im Laufe der letzten Monate veränderte sich die Qualität der Blähungen. Am morgen sind sie fast föllig verschwunden und im Laufe des Tages werden sie immer schlimmer. Allerdings habe ich nicht mehr so starke Schmerzen wie vorher, was wahrscheinlich daran liegt, das ich fast gar kein Obst mehr esse und auch sonst keinen Zucker zu mir nehme.

Kurz nach Weihnachten bemerkte ich, das ich auch wieder Schwierigkeiten mit FODMAP’s bekam, also versuchte ich mich FODMAP-arm zu ernähren. Das klappt meistens auch ganz gut. Allerdings waren wir vor kurzem in einem mongolischen Restaurant essen. Es gestalltete sich etwas schwierig. Die einzige Sauce die ging war mit Knoblauch und der Rest mit Zucker und/ oder sehr scharf, zudem war die Gemüseauswahl sehr übersichtlich und prompt ging es los. Der Bauch blähte sich und bevor der Knopf wegfliegen konnte, habe ich ihn schnell aufgemacht. Ich hatte solche Bauschmerzen, das ich zu Hause erst mal das Heizkissen anwerfen musste um etwas Entspannung in die Sache zu bringen.

Ein paar Wochen später hatte ich noch ein denkwürdiges Erlebnis. Es fing auf einen Donnerstagmorgen mit Krämpfen an. Die wurden im Laufe des Tages immer schlimmer. Ich dachte schon ich hätte eine Blasenentzündung. Also bin ich abends noch zum Hausarzt, aber es war alles in Ordnung. Ich sollte mich beim Frauenarzt vorstellen. Da die Praxis noch auf hatte, machte ich für den nächsten morgen einen Termin. Dort ließ ich das komplette Prozedere über mich ergehen. Wieder Urin abgegeben, Vorsorgeuntersuchungen und alles was das Programm hergab. Es war alles negativ, aber die Krämpfe blieben. Man schickte mich in die Notaufnahme, um eine Blinddarmentzündung auszuschließen. Dort fing alles wieder von vorne an, Urin abgeben (was mir mittlerweile echt schwerfiel), Blutabnehmen und warten warten warten… Bis sich endlich ein allgemein Chirurg fand der mich untersuchen konnte. Sie fanden nichts, aber die Krämpfe blieben.

Mittlerweile habe ich rausgefunden, das Kohlehydrate in jeglicher Form mir Beschwerden verursachen. Ich habe in einem Kochbuch glutenfreie Pfannkuchen gefunden. Sie bestehen aus Pfeilwurzelmehl, Erdmandelmehl, geschroteten Leinsamen und Blaubeeren. Ich finde sie ganz lecker, aber mein Bauch mag sie nicht. Nach dem ich das ein paar mal beobachtet habe, lasse ich sie erst mal weg.

Daraufhin habe ich wieder mal einen Termin bei meinem Gastro gemacht. Wir waren uns sehr schnell einig, das ich wieder mal Stuhlproben abgeben muss, die auf Pilze untersucht werden. Zudem machen wir einen Glukose-Atemtest, um festzustellen ob ich eine Dünndarmfehlbesiedlung habe. Leider sind das die letzten Tests die man noch machen kann, denn ich habe mittlerweile alles testen lassen, was so machbar ist. Das ist meine letzte Hoffnung. Leider muss ich mich noch drei Wochen gedulden, bevor ich Gewißheit habe.

Paleo-AIP: Woche 2 und 3


So gut die erste Woche lief so schlecht klappte es in den Wochen 2 und 3. Aber alles der Reihe nach.

Ich habe im Juli die Diagnose Psoriasis Arthritis bekommen. Im Juli bekam ich ein Medikament das ich nicht vertrug. Jetzt (Anfang Oktober) bekam ich ein anderes Präparat verschrieben, ein sogenannter COX2-Hemmer. Er soll den Entzündungsprozess abheilen lassen und die Schmerzen lindern. Ich weiß, das ich während der Auslassphase keine Medikamente nehmen soll, jedoch waren die Schmerzen manchmal so schlimm, dass ich keine andere Lösung dafür fand. Als fing ich zu Anfand der zweiten Woche mit der Therapie an und es ging natürlich voll daneben. Anstatt das es mir besser ging, ging es mir immer schlechter. Innerhalb von wenigen Tagen bekam ich wieder einen trägen Darm und mein Bauch blähte sich fürchterlich. Zudem bekam ich wieder Probleme mit Luftnot und Muskelschmerzen. Leider habe ich die Luftnot nicht sofort mit den Tabletten in Zusammenhang gebracht, sondern dachte ich hätte mich mal wieder erkältet. Auch meine Mahlzeiten machten mir wieder schwer zu schaffen, obwohl ich mich strikt an die Diät gehalten habe. Bis ich nach 10 Tagen die Nase voll hatte. An dem Tag hatte ich frei und ich beobachtete genau, was dieses Medikament mit mir machte. Von da an, habe ich keine Schmerzmedikamente oder sonst etwas genommen.

In Woche drei erholte sich mein Bauch und auch die Verdauung wieder ein wenig. Bis ich feststellte, das selbst Obst, dass beim AIP erlaubt ist, mir nicht bekam. Sobald ich eine kleine Kiwi aß, explodierte der Bauch, ebenso bei einer fast noch grünen Banane oder einer Orange. Es ist wohl alles noch zu viel für den ramponierten Darm. Also, habe ich beschlossen für einige Zeit nur sehr fruktosearme Beeren zu mir zu nehmen. Bei Melone und Co. warte ich lieber noch ein wenig. Diese Erkenntnis brachte mich auch wieder ein Stück weiter. Auch scheint Schweinefleisch für mich nicht allzu bekömmlich zu sein. Bei uns zu Hause wurde wieder mal gegrillt und für mich gab es Schweinenackensteak, gewürzt mit Salz und Pfeffer. Ich konnte dabei zusehen, wie ich aufblähte und alles anfing zu schmerzen. Dafür habe ich am Anfang letzter Woche ein herrliches Rumpfsteak mit Schmorzwiebeln genossen und dazu grünen Salat ohne Paprika und Tomate.

Fazit nach Woche 2 und 3:

Mein Darm/ Körper ist wohl angeschlagener als ich dachte. Es lohnt sich aber auf jeden Fall mit der AIP-Ernährung weiter zu machen. Mittlerweile verzeiht mir mein Bauch kleinere Fehler etwas großzügiger, aber das ist kein Grund nachlässiger zu werden.

Was mir am positivsten aufgefallen ist. Seit etwa drei Wochen quält mich der allseits gefürchtete Heißhunger mich nicht mehr. Ab und an meldet er sich noch mal, kommt aber meistens daher, dass ich über Tag nicht genug gegessen habe. Oft kann ich ihn dann mit einer Möhre wieder besänftigen.

Paleo-AIP die erste Woche


Puuh, das waren erste harte 14 Tage!! Wer hätte gedacht, das es einem so mies gehen kann. Dagegen waren die Bauchweh (bei falscher Nahrungsaufnahme) ein sch….dreck! :-0

Ich habe mein Paleo Programm „inoffiziell“ fast eine Woche früher begonnen. Ich habe den Startbutton am 24.09. gedrückt, jedoch dauert es ein paar Tage bis das Programm beginnt. Die Paleo Woche beginnt mit einem Samstag. Am Donnerstag vorher bekomme ich eine Email mit allen wichtigen Dingen, wie Essensplan, Einkaufsliste, Tipps und und und. Da ich nicht, wie die meisten Arbeitnehmer, am Samstag frei habe, renne ich an meinem „Wochenende“ in den Supermarkt und kaufe ein was das Zeug hält. Leider sagt mir nicht der gesamte Speiseplan zu. Ich mag absolut keinen Fisch und gegen Innereien sehe ich mich auch ein wenig an. Abgesehen davon gibt es hier im Umkreis keinen Metzger, wo ich so was kaufen könnte. Manches ist/ war mir einfach auch zu teuer. Also, habe ich mir einige Mahlzeiten herausgesucht, mit den Sachen die ich mag oder mich arrangieren kann bzw. der Aufwand nicht so hoch ist, wenn ich morgens früh raus muß.

Gesagt, getan! Die erste Woche habe ich fast nur gekocht und gebacken und noch mehr gekocht. Der Aufwand ist/ war riesig. Kürbis in den Ofen, das Biest vorher noch schälen und schneiden und das mit der Kraft eines Gummibärchens (im Moment fühle ich mich so). Ich habe Brühe gekocht und noch nie soviel Fleisch gegessen, wie in den letzten Tagen. Aber das ist das einzige, mit Kokosöl und Kokosmilch, das mir genug Energie gibt. Ich bereite immer soviel vor, das ich auch genug zu essen habe, das ich was mit auf die Arbeit nehmen kann.

Dann kam der Entzug! Wisst ihr eigentlich, wie schlimm die ersten Tage ohne Kaffee sind? Noch viel schlimmer. Dabei hatte ich schon auf nur noch eine Tasse pro Tag reduziert. Boah, hatte ich Kopfschmerzen… Dazu kam noch, das die fiesen kleinen Bakterien in meinem Bauch um ihr Leben kämpften. Der Kohlehydratentzug machte aus mir einen Zombie. Es raubte mir die letzte Energie. Mein Kreislauf sackte ab, abwechselnd war mir heiß und kalt, meine Muskeln schmerzten und ich fühlte mich wie ausgebrannt. Die kleinsten Erledigungen erforderten eine Wahnsinns Konzentration und Aufmerksamkeit, damit ich in meinem Tran nicht alles vergaß.

Doch nach fast einer Woche, als das „offizelle“ Programm begann, ging es mir langsam besser. Die schlimmsten Symptome der Herxheimer Reaktion ließen nach und ich bekam langsam wieder etwas mehr Energie und Kraft. Ich gewöhne mich an das viele kochen und backen und vorbereiten und empfinde es gar nicht mehr als so schlimm. Mein Frühstück bereite ich für zwei Tage zu und oft koche ich die doppelte Menge, so das es für mehrere Tage reicht. Zudem habe ich einen riesen Topf Suppe gekocht und diese in Weck-Gläser eingekocht. Falls es mal schnell gehen soll/ muß habe ich immer was auf Vorrat.

Schwierig war es auf meinem Geburtstag. Fur einen Tag, wollte ich nicht alles hin werfen. Also habe ich einen Paleo-AIP Kuchen gemacht. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, da jeglicher Zucker fehlt, aber er war genießbar. Die Reste habe ich für Notfälle eingefroren. Ich darf nur nicht mehr als eines davon essen, sonst verbringe ich den Tag auf dem Klo. Kokos enthält viel Inulin und der treibt, wenn man zuviel davon ist. 😉

Ich versuche eine große Abwechslung in den Speiseplan einzubauen, und so ziemlich alles an Gemüse zu verarbeiten, welches mir schmeckt und erlaubt ist. Gestern kam mir die Idee für eine Zucchinilasagne mit einer „Bechamel“ aus Kokosmmilch und Kurkuma und natürlich Hackfleisch, Zwiebeln und Knoblauch.

Früher war ich keine kreative Köchin, aber so langsam wird das was… 😉

P.S.: Nach 14 Tagen Paleo-AIP habe ich einen so flachen Bauch, wie seit vier oder fünf Jahren nicht mehr. Allein das ist schon ein Grund durchzuhalten.

Paleo-AIP die Lösung?


Nach langem hin und her habe ich mich dazu entschlossen auf die Paleo-Ernährung bzw. auf das Paleo-Autoimmun Protokoll umzustellen. Meine Mißerfolge in Sachen Ernährung sind mehr als nur frustrierend. Jeder Ansatz den ich ausprobiert habe, führte mich in eine Sackgasse. Ich versuche mich ausgewogen und gesund zu ernähren, als Belohnung bekomme ich Heißhunger und Unterzuckerungen in üblen Ausmaßen. Sie enden in Freßorgien, mit anschließenden Bauchschmerzen und schlechtem Gewissen.

Wie Paleo-AIP genau geht, könnt ihr auf der Seite von Paleo360 lesen!

Ich habe im Internet recherchiert, ob es andere Optionen gibt. Gibt es nicht! Im Gegenteil. Die kohlehydratarme Kost bekommt den meisten mit Hashimoto ab besten. Der Körper erholt sich in den meisten Fällen sehr schnell und es geht den Betroffenen sehr schnell wieder besser. Erste Erfolge sollen sich bei vielen innerhalb einer Woche bzw. 14 Tagen eingestellt haben. Mit einer dauerhaften Ernährungsumstellung, sollen sich nicht nur die Entzündungswerte erheblich verbessert haben, sondern auch die Gewichtsschwankungen und das angeschlagene Immunsystem soll sich recht schnell erholt haben. Da ich seit über einer Woche mit einer Dauererkältung rum laufe, wäre das schon mal eine wahnsinns Erleichterung. Auch viele andere Beschwerden sollen sich durch die veränderte Ernährung verbessern.

Allerdings bringt die Umstellung auch eine Menge mehr Arbeit und Organisation mit. Vieles muss vorbereitet und gekocht werden. Gerade das Frühstück ist eine echte Herausforderung. Seit einer Woche probiere ich rum und teste aus, damit es in der Ernstphase nicht schief geht. Außerdem ist mein Tiefkühlschrank nicht ausreichend, um alles dort einzufrieren. Daher habe ich mir überlegt, alles in Weck-Gläser einzukochen. Kein auftauen und die Brühen und Suppen (falls es mal schnell gehen muss) sind im Notfall schnell greifbar.

Ich bin zuversichtlich, was die Umstellung angeht. Jetzt hoffe ich nur noch, das meine Erwartungen sich auch erfüllen!!

 

Wäre zaubern doch schön…


Die Hashimoto und ich… Ein Geschichte mit vielen Geheimnissen und Mißverständnissen. ( Das erinnert mich gerade ein wenig, an die Tamponwerbung eines namhaften Herstellers, die es mal vor Jahren gab!? )

Die Hashimoto und ich sind nicht wirkliche Freunde und wir werden es auch wohl nicht werden. Aber leider kann ich sie ja nicht mit dem Kopf nickenend weg zaubern. Aber man kann ja wenigstens davon träumen…

Die ersten Wochen der Hormonersatztherapie waren toll. Ich war voller Energie und konnte im wahrsten Sinne des Wortes, Bäume ausreißen. Die Arbeit ging leicht von der Hand, der Sport machte wieder Spaß und ich konnte mehrere Aufgaben am Tag schaffen und musste mir nicht überlegen, welche die wichtigste ist und dies als erstes abarbeiten.

Doch leider blieb es nicht so. Im Laufe der Zeit wurde es wieder schlechter. Ich bin müde und kaputt, ich komme zwar aus dem Bett, jedoch brauche ich unheimlich lange, bis ich so richtig wach und „munter“ bin. Munter ist da doch ein zu starkes Wort. Ich laufe rum, erledige irgendwie meine Arbeit und muss mich unheimlich anstrengen und konzentrieren, alles zu erledigen und nichts zu vergessen. Oft muss ich wieder zurück laufen, weil ich vergessen habe, was ich wollte und nicht an alles auf einmal gedacht habe. Dadurch renne ich oft die Strecken doppelt und dreifach. Zum Feierabend bin ich so ausgepowert und fertig, das ich es nur mit Mühe unter die Dusche und ins Bett schaffe.

Als ich anfing die Schilddrüsentabletten zu nehmen, ging es auch meinem Bauch besser. Die Blähungen wurden weniger, ich konnte in Massen Gluten, Milch und Nüsse zu mir nehmen. Es gab zwar ein leichtes zwicken im Bauch, aber am nächsten Tag ging es mir wieder besser. Meine Verdauung war gut und ich war ganz erfreut, keine Hilfe vom Leinsamen in Anspruch nehmen zu müssen. Auch das hat sich erledigt!!! Meinem Bauch geht es schlechter denn je. Kleine Ausrutscher bei der Ernährung, bestraft er mit tagelangem Bauchgrimmen und Verstopfung. Oft kann ich in den Tagen kaum was essen, weil der Bauch so stark gebläht ist, dass er mir den Magen zu drückt. Wenn ich dann Glück habe, löst sich das Problem von selber, meistens tut es das aber nicht. Also habe ich mir die kleinen Helferlein in Form von geschrotetem Leinsamen dazu geholt. Die nehme ich 3-Mal täglich. Ein Löffel in ein großes Glas mit Wasser und runter damit. Ausrutscher kann ich mir nicht mehr erlauben. Eigentlich ist es auch egal was ich esse, den Blähungen habe ich immer. Mal mehr mal weniger.

Leider ist mir am Wochenende so was richtig blödes passiert. Mein Freund und ich sind zum Essen eingeladen worden. Ich bestellte, so hoffte ich wenigstens, eine für mich verträgliche Mahlzeit. Ich bekam genau das Gegenteil. Das Steak war richtig, auch der Reis, aber die gerösteten Zwiebeln waren in Mehl gewendet und fritiert, der Salat anstatt mit Öl und Essig, wie bestellt, mit Joghurtdressing. Die Krönung war Kräuterbutter unter den Zwiebeln und auf dem Steak. Obwohl ich gefragt habe und umbestellt habe, ging das meiste schief. Jetzt hatte ich aber Hunger und wollte nicht in Streik treten, also aß ich alles auf. Die Retourkutsche kam noch beim Essen und hört bis heute nicht auf.

Mein Körper dreht so richtig am Kabel und dabei sagen einem die Ärzte, dass es mit den Tabletten besser wird. Von wegen! Es hat sich fast gar nichts gebessert. Die Muskeln und Sehnen schmerzen, die Gelenke tun mir weh, mein Bauch rebelliert und ich bin antriebslos und müde. Habe ich Streß haut es mich dann doppelt um und alle Sypthome werden noch schlimmer. Dabei vermeide ich es in Streß zu geraten. Aber wie kann man den in der heutigen Welt umgehen? Er lauert doch an jeder Ecke und vermasselt einem alles.

Vielleicht doch mit dem Kopf nicken und alles ist weg?! Schade, das ich manchmal nicht wie die bezaubernde Jeanie sein kann…

Sorry, aber es war einfach alles ein bischen viel…


und ich schaffte es einfach nicht zu schreiben. Gesundheit, Arbeit, ständig kochen, backen und meinen Haushalt wuppen, waren in der letzten Zeit nicht leicht für mich. Zu dem ist auch viel passiert und ich musste meine Gedanken sortieren und lernen noch mehr Prioritäten zu setzen.

Gut, ich fange mal von vorne an. Als ich im April die Diagnose Hashimoto bekam, war ich ganz aus dem Häuschen, endlich was greifbares. Die Hormonersatztherapie wurde sofort eingeleitet und ich bekomme zur Zeit 20 mg Thybon und 50 mg L-Thyroxin. Die Tabletten wurden langsam eingeschlichen, um meinen Körper nicht zu überfordern. Es ging auch alles gut und man konnte zu sehen, wie es mir von Tag zu Tag besser ging. Meine Energie kam langsam zurück und ich bekam wieder mehr auf die Reihe. Die Müdigkeit verschwand, Muskelschmerzen, Verspannungen und Krämpfe gingen weg und ich bekam wieder etwas mehr Kraft. Die Verträglichkeit einiger Nahrungsmittel wurde besser, aber bis heute kann ich noch nicht alles essen und glutenhaltige Lebensmittel, Milchprodukte, Nachtschattengewächse und Eier bleiben ein seltens vergnügen. Leider stellte sich auch die normale Verdauung auch nicht wieder ein. Ich habe zwar keine Verstopfung, aber regelmäßig aufs Klo kann ich leider nicht.

Als ich endlich die Zettel vom Labor in der Hand hatte ging ich zu meiner Hausärztin, um ihr alles mit zu teilen. Diese nahm alles zur Kenntnis, schaute sich die Werte an und meinte nur, „so schlecht sind die Werte nicht, normalerweise bräuchte man keine Ersatztherapie machen. Aber wenn Sie sich damit besser fühlen?! Und ob Sie wirklich eine Hashimoto haben, bezweifle ich, die Antikörper sind ja doch sehr grenzwertig niedrig.“ Ich war doch recht enttäuscht und etwas pikiert. Wie konnte Sie die Ergebnisse und die Meinung eines erfahrenen Kollegen anzweifeln? Aber ich nahm mir diese Aussage nicht an. Den ich vertraue Herrn Dr. V. mehr in dieser Beziehung als ihr.

Die Wochen gingen dahin und ich hatte endlich einen Termin bei der Rheumatologin Frau Dr. W., zu der ich schon seit einem Jahr wollte. Ständig kam was von Ihrer oder von meiner Seite was dazwischen. Sie führte eine gründliche Anamnese durch. Sie drückte auf mir herum und suchte nach Schmerzpunkten. Sie erwischte mein Kreuz-Darm-Bein und mir stiegen vor Schmerzen die Tränen in die Augen (es dauerte fast einen Tag, bis sich alles wieder beruhigte). Ich sollte ein MRT mit Kontrastmittel machen lassen. Was soll ich sagen? Wieso einfach, wenn es auch kompliziert geht?! Es stellte sich heraus, das das Gelenk schon recht stark beeinträchtigt ist. Es gab in den vergangenen Jahren immer wieder entzündliche Prozesse, die auf Grund des Kontrastmittels deutlich zu sehen sind. Die Diagnose: Psoriasis Athritis. Genau das was man sich so wünscht.

Als die Diagnose stand, sollte ich auf das Medikament MTX (Methotrexat) eingestellt werden. Das Medikament senkt das Immunsystem herab, damit der Körper sich nicht weiter selbst zerstört. Es ging leider wieder mal voll daneben. Die Tablette sollte ich einmal die Woche nehmen. Die erste Dosis habe ich noch recht gut vertragen. Ich war zwar müde, aber alles soweit ok. Die zweite Dosis vertrug ich erst auch noch ganz gut, bis ich dann ein paar Tage später Atemnot bekam. Es wurde sogar noch schlimmer als Kunden in den Laden kamen um einzukaufen, die stark parfumiert waren oder nach Zigaretten rochen. Meine Muskeln und der ganze Körper schmerzten. Nach Feierabend musste ich noch Wäsche waschen und musste dafür in den Keller, als ich zurück in die Wohnung ging, prustete ich wie ein Walross. Mein Freund brachte mich kurzer Hand in die Notaufnahme. Dort überlegte man erst mal, ob ich zum Hausärztlichen Notdienst gehörte. Aber dann entschieden sie sich doch mich da zu behalten. Zum Glück waren die Blutgaswerte in Ordnung und die Lunge frei.

Schlußendlich, kam eine Unverträglichkeit auf das Medikament herraus. Die Nebenwirkungen machten mir fast eine Woche zu schaffen. Ich blieb auf anraten von der Rheumatologin erst mal ein paar Tage zu hause. Zum Glück hatte ich die Woche ein paar Tage frei und konnte mich in Ruhe erholen.

Dieses Mal reagierte meine Hausärztin etwas erschrocken. Die Unverträglichkeit und die Athritis nahm sie sofort auf. Komentar: „Sie scheinen doch ein Problem mit Ihrem Immunsystem zu haben?!“

Ach, was. Darauf bin ich auch selbst gekommen.

P:S.: Letztes Jahr um diese Zeit hatte ich auch schon mal einen Durchhänger. Letztes Jahr waren es die Vorbereitungen für die Reha die mich in Schach hielten. Dieses Jahr scheinen es die vielen neuen Entwicklungen zu sein.