Intervallfasten bringt Erleichterung


Erst war ich dem Intervallfasten gegenüber sehr skeptisch eingestellt. Jedoch muss ich sagen, das es gar nicht so schlimm und so schwierig ist, das Fasten durch zu ziehen und einzuhalten.

Am Ende des letzten Jahres hatte ich meine Schilddrüsenwerte überprüfen lassen. Ich fühlte mich schlapp, müde und erschöpft. Mein Stoffwechsel machte überhaupt nicht mit. Mein Gewicht schwankte heftig. Den einnen Tag nahm ich ein Kilo ab und den nächsten wieder 1,5 Kilo zu, dann waren es mal zwei Kilo oder die Waage stürzte ins bodenlose… Ich hatte ständig Hunger, trotz regelmäßigen Mahlzeiten. Am schlimmsten war es, wenn ich morgens sehr früh raus musste. An manchen Tagen bekam ich kaum einen Bissen runter. Leider kam bei der Untersuchung nichts heraus, alle Werte waren im grünen Bereich. Meiner Ärztin sagte vertraute ich an, das ich mich so unwohl fühlen würde. Vor allem machte mich die starken Gewichtsschwankungen wahnsinnig. Sie konnte mir da, leider nicht helfen, da es ein bekanntes Problem der Hashimoto ist.

Ich machte mich noch mal auf verschiedenen Seiten im Internet schlau und stieß immer wieder auf das Intervallfasten. Gerade bei Entzündlichen Krankheiten, wie Rheuma, Hashimoto und auch Reizdarm, sollte es sehr gut helfen, Beschwerden zu lindern, den Schlaf verbessern und und und

Ich suchte mir einen passenden Zeitpunkt aus und startete an einem freien Wochenende. Ich suchte die für mich passenste Intervall zum Essen aus. Ich habe mich für die 16:8 Methode entschieden. Das heißt 16 Stunden fasten und 8 Stunden in denen gegessen werden kann. Ich bin ein Frühstücker und lege nicht soviel Wert auf ein spätes Abendessen, daher breche ich das fasten um 9 Uhr und darf bis 17 Uhr essen. Meistens versuche ich die Zeiten einzuhalten, was manchmal mit den Arbeitszeiten nicht so einfach ist.

Nach ein paar Tagen stellte ich fest, es war mir gar nicht so bewußt, das ich Nachts besser schlief. Ich fiel abends angenehm müde ins Bett, schlief schnell ein und wachte morgens erholter auf. Na ja, so erholt wie das bei CFS halt eben geht. 😉 Mein Bauch war morgens auch mal flach und blähte sich nicht schon morgens auf, als wäre da ein Luftballon drin. Am Anfang hatte ich Angst, das es den Reizdarm befeuern könnte. Aber es stellte sich heraus, das es dem Darm eine wohlverdiente Ruhepause bescherte. Klar macht der Bauch sich bemerkbar, wenn es mal etwas stressiger ist, jedoch lange nicht so schlimm wie noch vor einigen Wochen. Es macht mir auch nichts aus längere Zeit ohne Frühstück rum zu laufen. Wenn ich sonst nicht SOFORT etwas zu essen bekam, wurde ich zum Monster und verschlag alles. Jetzt kann ich vier Stunden ohne Essen arbeiten und bin erst mal mit Kaffee und Tee  zu frieden.

Auch die Gewichtsprobleme habe ich einigermaßen im Griff. Seit ich mit dem Intervallfasten angefangen habe, esse ich regelmäßiger und kleinere Portionen. Oft reicht mir zum „Abendessen“ Salat/ Gemüse und ein wenig Obst oder Eier. Selbst mir der Rohkost am frühen Abend kommt der Bauch gut zurecht. Mein Gewicht geht auch mal runter und ich kann es auf einem bestimmten Niveau halten. Starke Gewichtsschwankungen habe ich nur noch, wenn ich mal nicht auf mein Essen geachtet habe. Zuviele Kohlehydrate am Abend bekommen mir nicht, zudem gibt es dann viel Luft im Bauch. Auch macht mir zu spätes Essen Probleme und es zeigt sich mit radikaler Gewichtszunahme, Blähbauch und Völlegefühl.

Allerdings habe ich den letzten Wochen festgestellt, das ich regelmäßig essen muss. Tue ich es nicht, bekomme ich Heißhunger und stopfe wahllos alles in mich hinein. Mein Stoffwechsel braucht ein gewissen Maß an Energie um klar zu kommen. Gerade bei der Arbeit hat es mir schon so manches Mal einen Strich durch die Rechnung gemacht und mich vor Hunger beinahe in die Knie gezwungen.

An sich kann ich das Intervallfasten nur empfehlen. Es braucht ein wenig Organisation, aber selbst bei einer so eingeschränkten Ernährung, wie meiner, lässt es sich gut umsetzen und ist einfach durchzuführen. Die Erfolge stellen sich schnell ein. Innerhalb kurzer Zeit hatte sich mein Darm so gut beruhigt, das ich wieder ein wenig rohes Obst und Gemüse essen kann. Vor einem halben Jahr brauchte ich gar nicht darüber nach zu denken.

Paleo-AIP Woche 4 bis 10


Die Wochen vier bis neun, waren sehr ereignislos. Immer wieder kämpfte ich mit kleineren Problemen, die mal mehr mal weniger schlimm waren. In der sechsten Woche waren wir ein paar Tage im Urlaub. Wir hatten uns eine Ferienwohnung gemietet, so das ich eine Küche hatte und etwas zu essen kochen konnte. Aber es gab in der Woche so einige Rückschläge.

Auswärts essen ging recht gut und ich konnte der Bedienung oft klarmachen, was ich essen konnte und es klappte auch alles sehr gut. Die Zwischenmahlzeiten, waren da schon schwieriger. Von zu Hause hatte ich mir eingelegte Oliven vom Markt mitgebracht. Ich habe genau auf die Zutaten geschaut und sie waren himmlisch. Leider habe ich sie überhaupt nicht vertragen. Innerhalb von kurzer Zeit staute sich die Luft in meinem Bauch und ich bekam schon wieder Verstopfung und konnte nur sehr schlecht aufs Klo. Im Urlaub eine sehr unangenehme Sache. Es bekrabbelte sich aber recht schnell wieder.

Und so dümpelte ich die letzten Wochen so vor mich hin. Es gab keinen Fortschritt und auch keine nennenswerten Rückschritte. Die Erschöpfung war immer noch lähmend und ich brauchte all meine Kraft, um mich durch meine Aufgaben zu kämpfen.

Bis sich am Anfang der neuten Woche etwas änderte. Ich habe mir grundsätzlich vorgenommen, bis etwa 22 Uhr im Bett zu liegen, noch ein wenig zu lesen und dann spätestens um halb elf das Licht zu löschen. Da ich oft sehr früh raus, muss ist das zum Glück kein Problem. Im Laufe dieser neuten Woche stellte ich fest, das ich nach dem Sport nicht mehr so ermattet aufs Sofa fiel, um mich zu erholen. Ich konnte ganz normal meine Aufgaben erledigen, bevor ich zur Arbeit musste. Gegen Abend war ich dann rechtschaffend müde und um kurz vor 22 Uhr fielen mir die Augen über meinem Buch zu.

Ich traute der ganzen Sache natürlich nicht und beobachtete mich und meinen Körper die Woche über genau und versuchte mich nicht unter Druck zu setzen. Das klappte auch recht gut. Siehe da!!! Das gleiche wiederholte sich am Mittwoch und am Donnerstag. Obwohl der Donnerstag echt hart war. Ich arbeitete bei Temperaturen um den Gefrierpunkt draußen in einem Verkaufswagen. Da ist jeder platt und müde von der Kälte. Aber es erwischte mich nicht so hart, wie gedacht.

Auch der gestrige Tag, war von Erfolg gekrönt. Ich habe soviel geschafft, wie lange nicht mehr. Ich war den ganzen Tag auf Achse und war zwar nach der Anstrengung etwas müde, aber (wie ich finde) in einem normalen Rahmen. Das doofe war nur, dass wir abends eingeladen waren und ich sehr spät im Bett war. Das hat mich den heutigen Tag etwas zurück geworfen…

Auch meinem Bauch geht es etwas besser. In den letzten Tagen konnte ich immer wieder feststellen, das ich immer noch Luft im Bauch habe, aber bei weitem nicht mehr so schlimm, wie noch vor wenigen Wochen. Ich habe immer mal wieder Probleme mit Blumenkohl (egal ob ich kleine oder große Mengen esse), wobei andere Kohlsorten keine oder wenig Probleme machen. Falls mal wieder was unverträglich war, hat es sich innerhalb eines Tages wieder eingespielt und nicht wie vorher erst nach zwei oder drei Tagen.

Allerdings habe ich mich noch nicht wieder an Obst gewagt und werde es auch weiterhin lassen. Das was ich an Gemüse/ Wurzeln bekommen kann, versuche ich so abwechslungsreich wie möglich auf den Tisch zu bekommen. Leider ist die Auswahl nicht immer sehr groß. Die Supermärkte und Discounter, in einer Kleinstadt, bieten da nicht viel verschiedenes an.

Ich bin gespannt, was sich in den nächsten Tagen tut. So langsam glaube ich, das es besser wird!!

Paleo-AIP: Woche 2 und 3


So gut die erste Woche lief so schlecht klappte es in den Wochen 2 und 3. Aber alles der Reihe nach.

Ich habe im Juli die Diagnose Psoriasis Arthritis bekommen. Im Juli bekam ich ein Medikament das ich nicht vertrug. Jetzt (Anfang Oktober) bekam ich ein anderes Präparat verschrieben, ein sogenannter COX2-Hemmer. Er soll den Entzündungsprozess abheilen lassen und die Schmerzen lindern. Ich weiß, das ich während der Auslassphase keine Medikamente nehmen soll, jedoch waren die Schmerzen manchmal so schlimm, dass ich keine andere Lösung dafür fand. Als fing ich zu Anfand der zweiten Woche mit der Therapie an und es ging natürlich voll daneben. Anstatt das es mir besser ging, ging es mir immer schlechter. Innerhalb von wenigen Tagen bekam ich wieder einen trägen Darm und mein Bauch blähte sich fürchterlich. Zudem bekam ich wieder Probleme mit Luftnot und Muskelschmerzen. Leider habe ich die Luftnot nicht sofort mit den Tabletten in Zusammenhang gebracht, sondern dachte ich hätte mich mal wieder erkältet. Auch meine Mahlzeiten machten mir wieder schwer zu schaffen, obwohl ich mich strikt an die Diät gehalten habe. Bis ich nach 10 Tagen die Nase voll hatte. An dem Tag hatte ich frei und ich beobachtete genau, was dieses Medikament mit mir machte. Von da an, habe ich keine Schmerzmedikamente oder sonst etwas genommen.

In Woche drei erholte sich mein Bauch und auch die Verdauung wieder ein wenig. Bis ich feststellte, das selbst Obst, dass beim AIP erlaubt ist, mir nicht bekam. Sobald ich eine kleine Kiwi aß, explodierte der Bauch, ebenso bei einer fast noch grünen Banane oder einer Orange. Es ist wohl alles noch zu viel für den ramponierten Darm. Also, habe ich beschlossen für einige Zeit nur sehr fruktosearme Beeren zu mir zu nehmen. Bei Melone und Co. warte ich lieber noch ein wenig. Diese Erkenntnis brachte mich auch wieder ein Stück weiter. Auch scheint Schweinefleisch für mich nicht allzu bekömmlich zu sein. Bei uns zu Hause wurde wieder mal gegrillt und für mich gab es Schweinenackensteak, gewürzt mit Salz und Pfeffer. Ich konnte dabei zusehen, wie ich aufblähte und alles anfing zu schmerzen. Dafür habe ich am Anfang letzter Woche ein herrliches Rumpfsteak mit Schmorzwiebeln genossen und dazu grünen Salat ohne Paprika und Tomate.

Fazit nach Woche 2 und 3:

Mein Darm/ Körper ist wohl angeschlagener als ich dachte. Es lohnt sich aber auf jeden Fall mit der AIP-Ernährung weiter zu machen. Mittlerweile verzeiht mir mein Bauch kleinere Fehler etwas großzügiger, aber das ist kein Grund nachlässiger zu werden.

Was mir am positivsten aufgefallen ist. Seit etwa drei Wochen quält mich der allseits gefürchtete Heißhunger mich nicht mehr. Ab und an meldet er sich noch mal, kommt aber meistens daher, dass ich über Tag nicht genug gegessen habe. Oft kann ich ihn dann mit einer Möhre wieder besänftigen.

Paleo-AIP die erste Woche


Puuh, das waren erste harte 14 Tage!! Wer hätte gedacht, das es einem so mies gehen kann. Dagegen waren die Bauchweh (bei falscher Nahrungsaufnahme) ein sch….dreck! :-0

Ich habe mein Paleo Programm „inoffiziell“ fast eine Woche früher begonnen. Ich habe den Startbutton am 24.09. gedrückt, jedoch dauert es ein paar Tage bis das Programm beginnt. Die Paleo Woche beginnt mit einem Samstag. Am Donnerstag vorher bekomme ich eine Email mit allen wichtigen Dingen, wie Essensplan, Einkaufsliste, Tipps und und und. Da ich nicht, wie die meisten Arbeitnehmer, am Samstag frei habe, renne ich an meinem „Wochenende“ in den Supermarkt und kaufe ein was das Zeug hält. Leider sagt mir nicht der gesamte Speiseplan zu. Ich mag absolut keinen Fisch und gegen Innereien sehe ich mich auch ein wenig an. Abgesehen davon gibt es hier im Umkreis keinen Metzger, wo ich so was kaufen könnte. Manches ist/ war mir einfach auch zu teuer. Also, habe ich mir einige Mahlzeiten herausgesucht, mit den Sachen die ich mag oder mich arrangieren kann bzw. der Aufwand nicht so hoch ist, wenn ich morgens früh raus muß.

Gesagt, getan! Die erste Woche habe ich fast nur gekocht und gebacken und noch mehr gekocht. Der Aufwand ist/ war riesig. Kürbis in den Ofen, das Biest vorher noch schälen und schneiden und das mit der Kraft eines Gummibärchens (im Moment fühle ich mich so). Ich habe Brühe gekocht und noch nie soviel Fleisch gegessen, wie in den letzten Tagen. Aber das ist das einzige, mit Kokosöl und Kokosmilch, das mir genug Energie gibt. Ich bereite immer soviel vor, das ich auch genug zu essen habe, das ich was mit auf die Arbeit nehmen kann.

Dann kam der Entzug! Wisst ihr eigentlich, wie schlimm die ersten Tage ohne Kaffee sind? Noch viel schlimmer. Dabei hatte ich schon auf nur noch eine Tasse pro Tag reduziert. Boah, hatte ich Kopfschmerzen… Dazu kam noch, das die fiesen kleinen Bakterien in meinem Bauch um ihr Leben kämpften. Der Kohlehydratentzug machte aus mir einen Zombie. Es raubte mir die letzte Energie. Mein Kreislauf sackte ab, abwechselnd war mir heiß und kalt, meine Muskeln schmerzten und ich fühlte mich wie ausgebrannt. Die kleinsten Erledigungen erforderten eine Wahnsinns Konzentration und Aufmerksamkeit, damit ich in meinem Tran nicht alles vergaß.

Doch nach fast einer Woche, als das „offizelle“ Programm begann, ging es mir langsam besser. Die schlimmsten Symptome der Herxheimer Reaktion ließen nach und ich bekam langsam wieder etwas mehr Energie und Kraft. Ich gewöhne mich an das viele kochen und backen und vorbereiten und empfinde es gar nicht mehr als so schlimm. Mein Frühstück bereite ich für zwei Tage zu und oft koche ich die doppelte Menge, so das es für mehrere Tage reicht. Zudem habe ich einen riesen Topf Suppe gekocht und diese in Weck-Gläser eingekocht. Falls es mal schnell gehen soll/ muß habe ich immer was auf Vorrat.

Schwierig war es auf meinem Geburtstag. Fur einen Tag, wollte ich nicht alles hin werfen. Also habe ich einen Paleo-AIP Kuchen gemacht. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, da jeglicher Zucker fehlt, aber er war genießbar. Die Reste habe ich für Notfälle eingefroren. Ich darf nur nicht mehr als eines davon essen, sonst verbringe ich den Tag auf dem Klo. Kokos enthält viel Inulin und der treibt, wenn man zuviel davon ist. 😉

Ich versuche eine große Abwechslung in den Speiseplan einzubauen, und so ziemlich alles an Gemüse zu verarbeiten, welches mir schmeckt und erlaubt ist. Gestern kam mir die Idee für eine Zucchinilasagne mit einer „Bechamel“ aus Kokosmmilch und Kurkuma und natürlich Hackfleisch, Zwiebeln und Knoblauch.

Früher war ich keine kreative Köchin, aber so langsam wird das was… 😉

P.S.: Nach 14 Tagen Paleo-AIP habe ich einen so flachen Bauch, wie seit vier oder fünf Jahren nicht mehr. Allein das ist schon ein Grund durchzuhalten.

Paleo-AIP die Lösung?


Nach langem hin und her habe ich mich dazu entschlossen auf die Paleo-Ernährung bzw. auf das Paleo-Autoimmun Protokoll umzustellen. Meine Mißerfolge in Sachen Ernährung sind mehr als nur frustrierend. Jeder Ansatz den ich ausprobiert habe, führte mich in eine Sackgasse. Ich versuche mich ausgewogen und gesund zu ernähren, als Belohnung bekomme ich Heißhunger und Unterzuckerungen in üblen Ausmaßen. Sie enden in Freßorgien, mit anschließenden Bauchschmerzen und schlechtem Gewissen.

Wie Paleo-AIP genau geht, könnt ihr auf der Seite von Paleo360 lesen!

Ich habe im Internet recherchiert, ob es andere Optionen gibt. Gibt es nicht! Im Gegenteil. Die kohlehydratarme Kost bekommt den meisten mit Hashimoto ab besten. Der Körper erholt sich in den meisten Fällen sehr schnell und es geht den Betroffenen sehr schnell wieder besser. Erste Erfolge sollen sich bei vielen innerhalb einer Woche bzw. 14 Tagen eingestellt haben. Mit einer dauerhaften Ernährungsumstellung, sollen sich nicht nur die Entzündungswerte erheblich verbessert haben, sondern auch die Gewichtsschwankungen und das angeschlagene Immunsystem soll sich recht schnell erholt haben. Da ich seit über einer Woche mit einer Dauererkältung rum laufe, wäre das schon mal eine wahnsinns Erleichterung. Auch viele andere Beschwerden sollen sich durch die veränderte Ernährung verbessern.

Allerdings bringt die Umstellung auch eine Menge mehr Arbeit und Organisation mit. Vieles muss vorbereitet und gekocht werden. Gerade das Frühstück ist eine echte Herausforderung. Seit einer Woche probiere ich rum und teste aus, damit es in der Ernstphase nicht schief geht. Außerdem ist mein Tiefkühlschrank nicht ausreichend, um alles dort einzufrieren. Daher habe ich mir überlegt, alles in Weck-Gläser einzukochen. Kein auftauen und die Brühen und Suppen (falls es mal schnell gehen muss) sind im Notfall schnell greifbar.

Ich bin zuversichtlich, was die Umstellung angeht. Jetzt hoffe ich nur noch, das meine Erwartungen sich auch erfüllen!!

 

Wäre zaubern doch schön…


Die Hashimoto und ich… Ein Geschichte mit vielen Geheimnissen und Mißverständnissen. ( Das erinnert mich gerade ein wenig, an die Tamponwerbung eines namhaften Herstellers, die es mal vor Jahren gab!? )

Die Hashimoto und ich sind nicht wirkliche Freunde und wir werden es auch wohl nicht werden. Aber leider kann ich sie ja nicht mit dem Kopf nickenend weg zaubern. Aber man kann ja wenigstens davon träumen…

Die ersten Wochen der Hormonersatztherapie waren toll. Ich war voller Energie und konnte im wahrsten Sinne des Wortes, Bäume ausreißen. Die Arbeit ging leicht von der Hand, der Sport machte wieder Spaß und ich konnte mehrere Aufgaben am Tag schaffen und musste mir nicht überlegen, welche die wichtigste ist und dies als erstes abarbeiten.

Doch leider blieb es nicht so. Im Laufe der Zeit wurde es wieder schlechter. Ich bin müde und kaputt, ich komme zwar aus dem Bett, jedoch brauche ich unheimlich lange, bis ich so richtig wach und „munter“ bin. Munter ist da doch ein zu starkes Wort. Ich laufe rum, erledige irgendwie meine Arbeit und muss mich unheimlich anstrengen und konzentrieren, alles zu erledigen und nichts zu vergessen. Oft muss ich wieder zurück laufen, weil ich vergessen habe, was ich wollte und nicht an alles auf einmal gedacht habe. Dadurch renne ich oft die Strecken doppelt und dreifach. Zum Feierabend bin ich so ausgepowert und fertig, das ich es nur mit Mühe unter die Dusche und ins Bett schaffe.

Als ich anfing die Schilddrüsentabletten zu nehmen, ging es auch meinem Bauch besser. Die Blähungen wurden weniger, ich konnte in Massen Gluten, Milch und Nüsse zu mir nehmen. Es gab zwar ein leichtes zwicken im Bauch, aber am nächsten Tag ging es mir wieder besser. Meine Verdauung war gut und ich war ganz erfreut, keine Hilfe vom Leinsamen in Anspruch nehmen zu müssen. Auch das hat sich erledigt!!! Meinem Bauch geht es schlechter denn je. Kleine Ausrutscher bei der Ernährung, bestraft er mit tagelangem Bauchgrimmen und Verstopfung. Oft kann ich in den Tagen kaum was essen, weil der Bauch so stark gebläht ist, dass er mir den Magen zu drückt. Wenn ich dann Glück habe, löst sich das Problem von selber, meistens tut es das aber nicht. Also habe ich mir die kleinen Helferlein in Form von geschrotetem Leinsamen dazu geholt. Die nehme ich 3-Mal täglich. Ein Löffel in ein großes Glas mit Wasser und runter damit. Ausrutscher kann ich mir nicht mehr erlauben. Eigentlich ist es auch egal was ich esse, den Blähungen habe ich immer. Mal mehr mal weniger.

Leider ist mir am Wochenende so was richtig blödes passiert. Mein Freund und ich sind zum Essen eingeladen worden. Ich bestellte, so hoffte ich wenigstens, eine für mich verträgliche Mahlzeit. Ich bekam genau das Gegenteil. Das Steak war richtig, auch der Reis, aber die gerösteten Zwiebeln waren in Mehl gewendet und fritiert, der Salat anstatt mit Öl und Essig, wie bestellt, mit Joghurtdressing. Die Krönung war Kräuterbutter unter den Zwiebeln und auf dem Steak. Obwohl ich gefragt habe und umbestellt habe, ging das meiste schief. Jetzt hatte ich aber Hunger und wollte nicht in Streik treten, also aß ich alles auf. Die Retourkutsche kam noch beim Essen und hört bis heute nicht auf.

Mein Körper dreht so richtig am Kabel und dabei sagen einem die Ärzte, dass es mit den Tabletten besser wird. Von wegen! Es hat sich fast gar nichts gebessert. Die Muskeln und Sehnen schmerzen, die Gelenke tun mir weh, mein Bauch rebelliert und ich bin antriebslos und müde. Habe ich Streß haut es mich dann doppelt um und alle Sypthome werden noch schlimmer. Dabei vermeide ich es in Streß zu geraten. Aber wie kann man den in der heutigen Welt umgehen? Er lauert doch an jeder Ecke und vermasselt einem alles.

Vielleicht doch mit dem Kopf nicken und alles ist weg?! Schade, das ich manchmal nicht wie die bezaubernde Jeanie sein kann…

Sorry, aber es war einfach alles ein bischen viel…


und ich schaffte es einfach nicht zu schreiben. Gesundheit, Arbeit, ständig kochen, backen und meinen Haushalt wuppen, waren in der letzten Zeit nicht leicht für mich. Zu dem ist auch viel passiert und ich musste meine Gedanken sortieren und lernen noch mehr Prioritäten zu setzen.

Gut, ich fange mal von vorne an. Als ich im April die Diagnose Hashimoto bekam, war ich ganz aus dem Häuschen, endlich was greifbares. Die Hormonersatztherapie wurde sofort eingeleitet und ich bekomme zur Zeit 20 mg Thybon und 50 mg L-Thyroxin. Die Tabletten wurden langsam eingeschlichen, um meinen Körper nicht zu überfordern. Es ging auch alles gut und man konnte zu sehen, wie es mir von Tag zu Tag besser ging. Meine Energie kam langsam zurück und ich bekam wieder mehr auf die Reihe. Die Müdigkeit verschwand, Muskelschmerzen, Verspannungen und Krämpfe gingen weg und ich bekam wieder etwas mehr Kraft. Die Verträglichkeit einiger Nahrungsmittel wurde besser, aber bis heute kann ich noch nicht alles essen und glutenhaltige Lebensmittel, Milchprodukte, Nachtschattengewächse und Eier bleiben ein seltens vergnügen. Leider stellte sich auch die normale Verdauung auch nicht wieder ein. Ich habe zwar keine Verstopfung, aber regelmäßig aufs Klo kann ich leider nicht.

Als ich endlich die Zettel vom Labor in der Hand hatte ging ich zu meiner Hausärztin, um ihr alles mit zu teilen. Diese nahm alles zur Kenntnis, schaute sich die Werte an und meinte nur, „so schlecht sind die Werte nicht, normalerweise bräuchte man keine Ersatztherapie machen. Aber wenn Sie sich damit besser fühlen?! Und ob Sie wirklich eine Hashimoto haben, bezweifle ich, die Antikörper sind ja doch sehr grenzwertig niedrig.“ Ich war doch recht enttäuscht und etwas pikiert. Wie konnte Sie die Ergebnisse und die Meinung eines erfahrenen Kollegen anzweifeln? Aber ich nahm mir diese Aussage nicht an. Den ich vertraue Herrn Dr. V. mehr in dieser Beziehung als ihr.

Die Wochen gingen dahin und ich hatte endlich einen Termin bei der Rheumatologin Frau Dr. W., zu der ich schon seit einem Jahr wollte. Ständig kam was von Ihrer oder von meiner Seite was dazwischen. Sie führte eine gründliche Anamnese durch. Sie drückte auf mir herum und suchte nach Schmerzpunkten. Sie erwischte mein Kreuz-Darm-Bein und mir stiegen vor Schmerzen die Tränen in die Augen (es dauerte fast einen Tag, bis sich alles wieder beruhigte). Ich sollte ein MRT mit Kontrastmittel machen lassen. Was soll ich sagen? Wieso einfach, wenn es auch kompliziert geht?! Es stellte sich heraus, das das Gelenk schon recht stark beeinträchtigt ist. Es gab in den vergangenen Jahren immer wieder entzündliche Prozesse, die auf Grund des Kontrastmittels deutlich zu sehen sind. Die Diagnose: Psoriasis Athritis. Genau das was man sich so wünscht.

Als die Diagnose stand, sollte ich auf das Medikament MTX (Methotrexat) eingestellt werden. Das Medikament senkt das Immunsystem herab, damit der Körper sich nicht weiter selbst zerstört. Es ging leider wieder mal voll daneben. Die Tablette sollte ich einmal die Woche nehmen. Die erste Dosis habe ich noch recht gut vertragen. Ich war zwar müde, aber alles soweit ok. Die zweite Dosis vertrug ich erst auch noch ganz gut, bis ich dann ein paar Tage später Atemnot bekam. Es wurde sogar noch schlimmer als Kunden in den Laden kamen um einzukaufen, die stark parfumiert waren oder nach Zigaretten rochen. Meine Muskeln und der ganze Körper schmerzten. Nach Feierabend musste ich noch Wäsche waschen und musste dafür in den Keller, als ich zurück in die Wohnung ging, prustete ich wie ein Walross. Mein Freund brachte mich kurzer Hand in die Notaufnahme. Dort überlegte man erst mal, ob ich zum Hausärztlichen Notdienst gehörte. Aber dann entschieden sie sich doch mich da zu behalten. Zum Glück waren die Blutgaswerte in Ordnung und die Lunge frei.

Schlußendlich, kam eine Unverträglichkeit auf das Medikament herraus. Die Nebenwirkungen machten mir fast eine Woche zu schaffen. Ich blieb auf anraten von der Rheumatologin erst mal ein paar Tage zu hause. Zum Glück hatte ich die Woche ein paar Tage frei und konnte mich in Ruhe erholen.

Dieses Mal reagierte meine Hausärztin etwas erschrocken. Die Unverträglichkeit und die Athritis nahm sie sofort auf. Komentar: „Sie scheinen doch ein Problem mit Ihrem Immunsystem zu haben?!“

Ach, was. Darauf bin ich auch selbst gekommen.

P:S.: Letztes Jahr um diese Zeit hatte ich auch schon mal einen Durchhänger. Letztes Jahr waren es die Vorbereitungen für die Reha die mich in Schach hielten. Dieses Jahr scheinen es die vielen neuen Entwicklungen zu sein.

Über das einzig Wahre und Richtige…


Liest man sich die Seiten und Blogs von „Betroffenen“/ Heilpraktikern durch, in diesem Fall schreibe ich im allgemeinen, habe ich immer mehr das Gefühl, man möchte die armen Leser missionieren und ihn auf den einzig wahren Weg der Heilung führen. Der Leser, der über die Suchmaschine auf der Seite landet, bekommt die volle Ladung, „vergiss alles andere, nur meins ist das Richtige“, ab und ist vollkommen überfordert.

So geschehen auf den den Seiten, von Hashimotobetroffenen oder Heilpraktikern oder sonstigen Experten. Viele Seiten waren reißerisch geschrieben und verteufelten alles und jeden. Jeder versuchte seine Methoden an zu preisen und klickte man dann auf den empfohlenen Link, landete man auf Seiten, auf denen E-Books und andere Challenges angeboten wurden, die dann teuer bezahlt werden sollen. Die Preise variierten zwischen 27 Euro und 75 Euro.

Mal ganz ehrlich: Spinnen die!!!

Natürlich ist das wichtig, das man raus finden sollte, was man als Hashi-Patient vertragen kann und was nicht. Auch die Vorgehensweise, mit  der man versucht, alles wieder ins Lot zu bringen, sollte nicht vernächlässigt werden. Die Methoden sind vielfältig, wie z. B. Logi, Paleo-AiP und haste nicht gesehen.

ICH FINDE ES SCHON SCHWIERIG GENUG, AUF GLUTEN, MILCHPRODUKTE, NACHTSCHATTENGEWÄCHSE UND ZUCKER ZU VERZICHTEN!!!

Ohne das man mir ein schlechtes Gewissen machen muss, wie schlecht das alles für mich und meine Schilddrüse ist. Irgendwie habe ich den Zeitpunkt verpasst, wo die gute alte „Hilfe zur Selbsthilfe“ nicht mehr up to date ist, sondern nur noch missioniert und gepredigt wird.

Aber nimmt auch mal jemand Rücksicht auf die angeschlagene Seele, wenn man mit der Diagnose alleingelassen wird und sich selbst um alles kümmern muss? Jeder denkt nur noch daran, wie man aus der Not der anderen Profit schlagen kann und verkauft sich und sein Produkt gewinnbringend. Zum kotzen…!!!

Und dann fällt man doch auf die mühsam zusammen gestellten E-Books, Lebensmittellisten und Diätplane rein, hat sie zu dem vielleicht noch teuer bezahlt, nur um fest zustellen, das die Liste der Ernährungsdocs genau das gleiche enthält. Und die ist kostenlos!!!

Gut das ich meinem Geld nicht böse bin, um es so aus dem Fenster zu werfen… 🙂

Endlich Licht am Ende des Tunnels: Hashimoto Thyreoiditis


Leider hat die Ernährungsmedizinerin die Segel gestrichen. Als sie sich alles angeschaut hatte, kam sie zu dem Schluss, das meine Diagnosen so umfangreich und komplex sind, dass sie sich das nicht zutraut. Hut ab, dass sie sich das eingestanden hat und es mir klipp und klar gesagt hat. Eine der wenigen Ärzte, die ich kennen gelernt habe, die das gemacht haben.

Also, bin ich wieder zu meinem Spezi-Arzt nach Osnabrück gefahren und habe mich mit ihm beraten. Nach dem ich ihm noch mal sagte, was mir so zu schaffen macht, wie die Erschöpfung/ Müdigkeit, Verdauungsprobleme, Muskelschmerzen, Depressionen, Gewichtszunahme, hat er eine riesen Menge Blut abgezapft und ins Labor geschickt. Er hat die Überprüfung der Schilddrüsenwerte in Auftrag gegeben.

Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis die Ergebnisse da waren. Dabei waren es gerade mal zwei Wochen, denn leider brauchte das Labor so lange dafür.

Was soll ich sagen, es war ein Schock, aber auch eine Erleichterung. Die Werte waren katastrophal. Der TSH zu hoch, ft 3 und ft 4 zu niedrig, der rt 3 war auch aus der Bahn und die Antikörper (TPO) waren erhöht. Die Diagnose: Hashimoto Thyreoiditis.

Ich bekomme seit ca. drei Wochen T 3 und seit ein paar Tagen T4 Hormone. Die ersten Tage mit den T 3 Hormonen waren sehr spannend. Auf einmal rannte ich rum, wie ein Aufzieh-Spielzeug und war nicht mehr zu bremsen. Zum Glück legte es sich innerhalb der nächsten Tage. Der Körper gewöhnte sich recht schnell an die Medikamente. Jetzt fangen wir an die Hormone langsam zu erhöhen, bis die Werte und der Wohlfühlfaktor passen.

Aber ansonsten, weiß ich noch nicht wie ich mit der Krankheit umgehen soll!! 😦

… und weiter gehts


Am Dienstag war ich bei meinem ersten Termin mit einer Ernährungsmedizinerin. Ich bin mir noch nicht sicher, aber sie scheint sehr gut zu zu hören und versteht auch meinen Leidensdruck und der ist imens.

Ich hatte den Termin gemacht, bevor ich letzte Woche meinen total Ausfall hatte. Ich nahm alle Unterlagen mit, die ich habe/ hatte und es war aus meiner Sicht ein gutes Gespräch. Aber an Hand der Fülle der Informationen musste die Ärztin doch erst mal schlucken. Ich erzählte frei heraus, sie stellte Fragen, ich beantwortete alles, soweit ich das konnte. Am Ende einigten wir uns, das sie meinen Ordner erstmal da behält, um sich alles in Ruhe an zu sehen. Die Informationen sind doch so viel und umfassend, das sich sich einen Überblick verschaffen wollte. Wir haben für Freitagmittag einen Termin ausgemacht, um in Ruhe über alles reden zu können.

Ihr erster Verdacht, das es sich um Allergien/ Kreuzallergien handeln könnte. Ich leide seit meiner Teenagerzeit unter Pollenallergien. Es fängt an mit Buche, Hasel, Birke, geht weiter mit Wegerich, Gräsern und Getreide, leider weiß ich gerade nicht ob, da auch Beifuß mitspielt. Oft verschwinden die Pollenallergien mit dem älter werden und manchmal kann es dann zu Kreuzallergien kommen.

Meine Hausärtzin hatte es schon mal in Erwägung gezogen, mich in die Klinik nach Schmallenberg zu überweisen. Aber irgendwie sind wir davon wieder abgekommen, weil sich eine andere Tür auftat und wir gingen diesen erst mal nach.

Tja, wäre ich jetzt sarkastisch, würde ich jetzt sagen, warum auch nicht, das fehlt noch in meiner Liste der „must haves“!!

P.S.: Die Klinik Kloster Grafschaft in Schmallenberg ist u. a. auf Allergien und Asthma spezialisiert. Genaueres findet ihr auf der Homepage.