Update zur Ernährungsberatung


Nach ca. 7 Monaten kann ich sagen, das die Ernährungsberatung ein voller Erfolg war. Ich habe viel herausgefunden, vieles hat sich bestätigt und einiges hat mein Leben nicht nur zum guten verändert.

Gluten: Es hat sich rausgestellt, dass ich Gluten dauerhaft aus meiner Ernährung streichen muss. Bei einem weiteren Test,, habe ich mit massive Darm-Beschwerden reagiert und mein ganzer Körper streikte. Gelegentlich habe ich schon mal ein Dinkelbrötchen gegessen und dieses sehr schlecht vertragen. Zum Glück habe ich als Alternative Hafer für mich entdeckt. sehr gesund und nahrhaft und zum Glück verträglich…

Milch und Milchprodukte: Milch und sich sind keine Freunde. Falls ich kleinere Mengen Milch esse, geht es mir innerhalb kurzer Zeit schlecht (einmal begann es 10 min nach dem Essen). Mir wird schwindelig (der Westfale sagt: kodderig), mein Kreislauf sackt ab, mir wird schwummerig im Kopf und ich bekomme schlimme Bauchweh. Zum Glück brauche ich keine Spritze oder Pen, aber es fühlt sich trotzdem nicht gut an.

Hülsenfrüchte: Sind so eine Sache. Ich esse sie sehr gerne, vorallem als Joghurt, aber sie verursachen mir starke Blähungen.  Hin und wieder esse ich sie und versuche sie gut zu garen. Ich baue sie einmal die Woche in eine Mahlzeit mit ein. Aber hääufiger, darf es nicht sein.

Obst und Gemüse: Bis vor ein paar Monaten konnte ich rohes Obst und Gemüse nicht essen. Als ich in Hamburg war, konnte ich Obst und auch Gemüse nur gegart verzehren. Beeren war das einzige, was überhaupt verträglich war. Seit Dezember esse ich regelmäßig Äpfel in meinem Porrige, ab und an auch mal Banane. Mittlerweile auch roh und es passiert fast nichts mehr. Auch sas Sorbit im Obst stört mich nicht mehr. Glaube ich…

Wurst- und Fleischwaren: Leider musste ich feststellen, das ich Wurst- und Fleischwaren überhaupt nicht vertrage. Was genau Probleme verursacht kann ich nicht sagen. Es ist auch egal, ob konventionell oder Bio-Wurst- und Fleischwaren. Innerhalb eines halben Tages  bekomme ich starke Muskel- und Gelenkschmerzen und ich kann Tage lang nicht laufen.  Es kam heraus als wir ein paar Tage im Urlaub waren und ich morgens ein wenig Schinken auf mein Brot legte…

Fertigprodukte im allgemeinen:  Auch hier weiß, ich nicht was es auslöst, jedoch reagiert mein Bauch sehr empfindlich auf alles gekauftes. Es macht auch keinen Unterschied, ob Bio oder nicht. Koche ich es mit identischen Zutaten nach, ist alles verträglicher. Leider weiß man nie was für Zusätze verwendet werden, bevor  Ketchup, Marmelade und Co hergestellt wurden. Leider gibt es Enzyme und anderes komisches Zeug, die auch in Bioprodukten auch erlaubt, was das ganze noch schwieriger .

Fazit: Die Erkenntnisse die ich gewonnen habe, waren schon sehr hilfreich. Leider macht es den Alltag nicht gerade einfacher. Wenn wir ausgehen zum Essen, muss ich wie ein Schießhund aufpassen, das man mir nicht irgendwas unterschiebt. Vieles muss ich selber kochen und zusammenrühren. Es ist sehr zeitaufwendig, schmeckt aber häufig erheblich besser als gekauft. Aber der Aufwand lohnt sich oft und mein Bauch bedankt sich oft dafür. Auf zum fröhlichen Koch und Backmarathon… Was die Wende zur Heilung meines Darmes gebracht hat, weiß ich nicht, aber es ist auch egal. Hauptsache ist, das es so bleibt oder vielleicht noch mehr zur Ruhe kommt…

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Wiedereinführung von Lebensmitteln


Die Wiedereinführung von neuen Lebensmitteln hat sich in mancher Hinsicht schwieriger gestaltet als gedacht. Zumal ich feststellen musste, das ich mit vielen Lebensmitteln Probleme habe.

Nachdem ich die Eliminationsphase gut hinter mich gebracht hatte und nur wenige kleine Ausrutscher hatte, klappte die Wiedereinführung der verschiedenen Lebensmittel nicht ganz so einfach. Ich hielt mich nicht strikt an die Liste die ich von Paleo360 bekommen hatte, sondern führte die Lebensmittel so ein, wie sie mir am meisten fehlten. Wobei ich weiterhin auf Kaffee verzichte, da ich doch ganz gut ohne ihn auskomme. Meistens zu mindest!

Bei den Samen, wie Leinsamen, Chia und Hanf, taten sich keine weiteren Probleme auf. Auch konnte ich Mandeln, nach dem Test schnell wieder in den Speiseplan aufnehmen. Schwieriger wurde es mit dem Ei. Ich probierte das Eigelb etwa drei Wochen nach dem Ende der Eliminationsphase aus. Ich nahm mir den Sonntagnachmittag dafür Zeit und probierte drei kleine Mengen des Eigelbs innerhalb von einer dreiviertel Stunde und machte mich dann auf den Weg zu einem Spaziergang, um den Kopf frei zu bekommen. Es dauerte nicht lange und ich hatte das Gefühl mein Schädel explodiert. Ich schafffte es noch irgendwie bis nach Hause und dort musste ich mich erst mal hinlegen und ein Schmerzmittel nehmen.

Viele Lebensmittel zeigten eindeutig, das ich sie noch nicht vertug. Es waren nicht nur Kopfschmerzen, sondern auch noch andere Beschwerden, die sich kurze Zeit nach dem testen oder am nächsten Tag zeigten. Zum Beispiel war ich nach den Sonnenblumenkernen tod müde. Am nächsten Morgen musste ich früh aufstehen und den ganzen Tag war ich bleiern müde und antriebslos. Bei Haselnüssen juckte mir die Haut und Flohsamen machten (trotz vieeeel trinken) üble Verstopfung.

Einige Lebensmittel wie das Eigelb und auch Eiweiß probierte ich ca. 8 Wochen später wieder aus. Da vertrug ich sie dann ohne Probleme. Mein Körper brauchte wohl die Zeit um noch ein wenig zu heilen. Andere Lebensmittel habe ich noch nicht wieder ausprobiert, da sie mir auch nicht so wichtig sind.

Alllerdings habe ich manches auch wieder per Zufall heraus gefunden. In einem schwedischen Möbelhaus suchte ich nach AIP-konformen Mittagessen und wählte zu dem Steak, grüne Bohnen aus. Da ich nicht wusste, ob ich sie vertrage habe ich sie trotzdem bestellt. Siehe da!! Es passierte nichts. Daher sah ich den Test als bestanden an. Ein andermal waren wir essen und es gab Champions dazu. Eigentlich sind sie AIP-konform, leider vertrage ich sie sehr schlecht. Ebenso wie an diesem Abend. Daher flogen sie ringoros aus dem Speiseplan. Zwiebeln und Knobi flogen auch raus, weil wegen Bauchschmerzen-Verursacher.

Ich habe auch schnell festgestellt, das ich auf die typischen FODMAP-haltigen oder -armen Lebensmittel nicht reagiere, aber trotzdem so meine Probleme mit Kohl, Zwiebeln, Knobi, Hülsenfrüchten und Co habe. Was meiner Meinung nach nicht an den FODMAPs liegt, sondern eher meinen Darm überstrapziert. Kohl bläht nunmal gerne, ebenso wie Ziebeln und Hülsenfrüchte. Mein Darm ist einfach zu träge, daher fängt das ganze auch noch an zu gären und die Probleme gehen los. Daher bin ich dazu übergegangen, über den Tag verteilt Leinsamen und Chiasamen zu nehmen. Beide lasse ich sie in Wasser oder Pflanzenmiich quellen (z.B. als Chiapudding mit Früchten), um meine Verdauung anzuregen. Ich esse viel Gemüse, aber selbst das AIP konnte meine Verdauung nicht genug in Schwung bringen um dieses Problem zu lösen. Seit den Leinsamen und dem Chia geht es mir besser und ich kann regelmäßig aus Klo. Die Blähungen lassen zwar nicht nach, aber der Darm leert sich besser und der Druck im Bauch lässt nach. Allein das erhöht schon meine Lebensqualität.

Auch an Hand der Qualität der Bauchschmerzen erkenne ich jetzt, ob wieder mal was daneben gegangen ist. Während bei verträglichem Essen zwar die Luft etwas mehr wird, aber alles angenehm im Bauch bleibt, setzen bei unverträglichen Lebensmitteln innerhalb von Minuten schlimme Beschwerden ein. Die Luft staut sich sofort und ich muss mindestens einen Knopf der Hose öffnen. Das schaukelt sich soweit auf, das die Blähungen richtig schmerzhaft, krampfartig werden und erst mit einem Heizkissen etwas erträglicher werden, aber nicht verschwinden. Selbst Entschäumer helfen hier bei nicht. Ich habe zwar immer welche in der Tasche, sie kommen auch zum Einsatz, bringen aber fast gar keine Linderung.

Da ich seit kurzem ein Bullet Journal führe, habe ich der Wiedereinführung ein paar Seiten gewidmet. In einer Tabelle trage ich ein, welches Lebensmittel ich getestet habe und welche Beschwerden aufgetreten sind oder auch nicht. Ging alles gut, kommt das Lebensmittel auf die Verträglichkeitsliste. Ging es schief, wird es einige Wochen später noch mal ausprobiert.

Ich bin immer noch nicht am Ende meiner Testphase bin. Es fehlt noch sovieles. Da ich aber mindest immer 10 bis 14 Tage pro Lebenmittel brauche kann es sich bestimmt noch bis zum Herbst ziehen, bis die wichtigsten durch getestet sind.

P.S.: Leider musste ich feststellen, das viele Stärkehaltige Mehle und Lebensmittel für mich unverträglich sind. Sie lassen sofort mein Gewicht in die Höhe schießen und verursachen zumdem schreckliche Bauchweh. Also, erst mal bis auf weiteres gestrichen oder zumindest beinahe. Manchmal muss auch mal ein Pfannkuchen her, oder?

Gelobt sei das Müdigkeitsessen… :-)


Dabei hat man so manches Aha-Erlebnis. Gut, auf die Nachwirkungen konnte ich verzichten. Aber es bringt einem auch so manche Erkenntnis. Fangen wir einfach mal von vorne an.

Wir (mein Freund und ich) waren auf einem Samstagnachmittag auf einen Geburtstag eingeladen. Da ich am Vormittag arbeiten war und noch einige Minuten Ruhe brauchte, gingen wir erst zum späten Nachmittag dorthin.

Da ich ein wenig von der Grillwurst essen konnte, griff ich ordentlich zu. Wenn ich müde bin, kann ich so alles möglich in mich hinein stopfen. Das machte da auch bei dem glutenhaltigen Kuchen keinen Halt. Es gab einen Obstboden ohne Füllung und ich genehmigte mir noch so ein paar kleinere Stückchen davon. Oh, war der lecker. Zudem hatte mein Gastro gesagt, ich sollte ruhig essen was mir schmeckt und ich Hunger drauf habe. Also, rein damit!!

Tja, was soll ich sagen. Am liebsten wäre ich am Sonntag auf allen vieren zur Arbeit gekrabbelt. Leider hätte ich dann die Bestellungen der Kunden nicht entgegen nehmen können. Ich hatte solch schlimme Schmerzen im Rücken, das ich mich kaum aufrecht halten konnte. Ein Schmerzmittel brachte mir dann endlich Linderung. Es ließ sich auch schnell herausfinden, was das ganze ausgelöst hatte. Da ich sonst keine Lebensmittel ausprobiert hatte, stand der Übeltäter fest. Das Gluten hatte diesen Rheumaschub ausgelöst. Bei einer Betriebsfeier erwischte ich wieder etwas glutenhaltiges. Es war nicht mal viel, es reichte aber um Beschwerden auszulösen. Für mich ist es eindeutig. Gluten macht mich krank.

Ein anderes Mal gingen wir Eis essen. Im Nachbarort gibt es ein super leckeres Eis und ich konnte nicht widerstehen. Die Wahlfiel auf ein Spaghettieis aus Haselnusseis (Milcheis) mit Schokosauce und gehackten Haselnüssen und Sahne drunter. Es war so lecker. Außerdem sollte ich ja essen was mir schmeckt. Der nächste Tag schmeckte mir allerdings gar nicht mehr. Mir ging es ähnlich schlecht, wie nach dem Gluten. Ich wartete noch mal ein paar Tage und probierte es noch mal aus. Es war das gleiche Ergebnis.

Daher weiß ich jetzt, das Gluten und Milch, selbst in kleinen Mengen, schon schlimme Beschwerden auslösen. Nicht nur das sie Rückenschmerzen verursachen. Leider verstopft es auch meinen Darm. So das ich zudem noch Probleme habe, aufs Klo zu können und das ganze noch mehr Beschwerden auslöst. Seither vermeide ich Gluten und Milch. So hat das Müdigkeitsessen doch sein gutes. Einem Geheimnis bin ich auf die Spur gekommen… 🙂

Stressorgan!?!?


Mein Arzt und ich stimmen überein. Wir beide hassen das Wort „Reizdarm“. Es steht aber leider mitten im Raum und lässt sich nicht mehr wegdiskutieren.

Die letzten Tests waren eindeutig. Der Glukosetest war sowas von negativ, nur die Stuhlproben ergaben ein „beobachtungswürdiges Ergebnis“. Die Werte waren grenzwertig hoch. Aber auch nur in einer Probe von dreien. Nach dem erörtern der Ergebnisse, stand das Wort Reizdarm über uns. Mein Gastro sagte zu mir: „Ich hasse das Wort Reizdarm, aber leider kann ich nichts anderes diagnostizieren. Der Darm wird das Organ sein, an dem sich Stress bei Ihnen zeigt. Bei mir schießt der Blutdruck in die Höhe, bei Ihnen zeigt es sich durch Blähungen und Schmerzen.“

Das ist dieses schreckliche Wort Reizdarm und überschattet mein zukünftiges Leben. Mein Gastro hat mir geraten herauszufinden, was für micht verträglich ist oder auch nicht. Sollte aber nicht in das extrem der Selbstkasteiung verfallen. Wenn ich auf etwas Hunger habe, sollte ich es ohne Reue und mit Genuss essen.

Das ist natürlich einfacher gesagt als getan. Der Kopf macht da einem so manchen Strich durch die Rechnung. Dieser wird schon nervös, wenn man nur ein neues Lebensmittel ausprobiert, weil man endlich mit dem AIP weiter kommen möchte. Aber ich glaube ich habe da ein gutes Mittelmaß gefunden. Auch hat das Glück mir so manches mal in die Hände gespielt. Dazu aber ein anderes Mal mehr. 🙂

Im Rahmen des Genuss-Essens habe ich rausgefunden, das mir verarbeitete Lebensmittel, wie Wurstwaren, Gemüsebrühen, Rohkostriegel und andere Fertigprodukte, gar nicht bekommen. Daher stocke ich meine Vorräte mit selbstgekochten Alternativen auf. Leider ist das sehr Zeitintensiv und ich muss alles bis ins kleinste Detail planen, aber mein Bauch dankt es mir.

Reizdarm du kannst mich mal, so springst du nicht mit mir um! Ich kriege dich schon klein. Na ja, zu mindest ein bischen! 😉

Interessante Beiträge im NDR-Fernsehen


Vor kurzem machte mich eine Bekannte auf die Serie Ernährungsdocs im NDR-Fernshen aufmerksam. In der Serie wird erklärt, wie man über die Ernährung seine Gesundheit steuern kann.

Ich habe mal zwei Themen heraus gesucht, die für mich und auch vielleicht für euch, interessant sein könnten:

Das erste Thema ist die Dünndarmfehlbesiedlung:

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Duenndarm-Fehlbesiedlung-erkennen-und-behandeln,duenndarmfehlbesiedlung100.html

Das zweite sind Multiintoleranzen:

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Multi-Intoleranzen,multiintoleranzen100.html

Das nächste wären da noch der Reizdarm:

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Reizdarmsyndrom-erkennen-und-behandeln,reizdarm104.html

Vieles war mir natürlich bekannt, aber gerade zum Thema Reizdarm waren ein paar tolle Tipps dabei. Zu jedem Thema findet man ausführliche Informationen, die man sich auch als PDF herunterladen kann und das Video aus der Sendung. Natürlich gibt es noch andere Krankheiten, die unter die Lupe genommen worden sind.

Das was mich am meisten interessierte war die Dünndarmfehlbesiedlung. Darunter leide ich schon sehr lange bzw. immer wieder.  Auf Grund dieses Berichtes habe ich einen Termin bei einer Ernährungsmedizinerin gemacht und bin sehr gespannt, ob sie mir helfen kann.